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Das neue iPad-Display ist deutlich heller und spiegelt weniger im Sonnenlicht. bild: watson

10 Gründe, warum das grosse iPad Pro (fast) perfekt ist für dich

Auf den ersten Blick sieht Apples 2017er XL-Tablet wie die erste Pro-Generation aus, doch der Eindruck täuscht. Das taugt die neue «Business Class».

Publiziert: 01.07.17, 13:56 Aktualisiert: 12.05.20, 23:12

Anfang Juni hat Apple zwei neue iPad Pro (10,5 und 12,9 Zoll) vorgestellt und auch gleich den Verkauf gestartet.

Hier nun sind 10 Gründe, warum das grosse Modell perfekt ist für dich. (Gefolgt von fünf Gründen, warum du das neue XL-Apple-Tablet vielleicht doch nicht kaufen solltest.***)

  1. Das beste Display
  2. Nicht jeden Mist glauben!
  3. Alle neuen Features von iOS 11 nutzen
  4. Für Hobby- und Profifotografen und Filmer
  5. Die Kameras vom iPhone 7 sind an Bord, aber ...
  6. Du fliegst gern
  7. Du zeichnest und skizzierst gern oder liebst Notizen
  8. Der Akku ist gut, das Ladegerät weniger
  9. Eine externe Tastatur (und Halterung) nutzen
  10. Du hast «etwas» Geld übrig 😒
  11. Warum du kein iPad Pro kaufen solltest

*** Dieser Beitrag enthält Spuren von Ironie und kann deine Gefühle verletzen (sowie dein Bankkonto beeinträchtigen).

Transparenz-Box

Apple stellt dem watson-Redaktor ein iPad Pro als langfristige Leihgabe zur Verfügung. Die Abgabe des Testgeräts ist an keinerlei inhaltliche Bedingungen geknüpft.

Das beste Display

Panta Rhei – alles fliesst – so lässt sich der neue Touch-Screen beschreiben. Scrollen geht ohne Ruckeln, Eingaben mit Finger und Stift erfolgen noch präziser und direkter (bei einer Latenz von lediglich 20 Millisekunden, angeblich ein Rekordwert).

Zum iPad Pro gibt es optional (= gegen saftigen Aufpreis) einen weissen Eingabestift namens Apple Pencil und eine Tastatur, die auch ein Cover ist. Bild: watson

Möglich macht dies unter anderem eine Technologie, die Apple «ProMotion» nennt. Hinter dem Marketingbegriff steckt eine dynamische Bildwiederholfrequenz, die bei maximal 120 Herz (Hz) liegt. Der LED-Bildschirm kann aber auch mit 60, 48 oder 24 Hz arbeiten, je nachdem, welche Inhalte gerade dargestellt werden. Das automatische Anpassen schont den Akku.

ProMotion sei nur eine von vielen Eigenschaften, die das Display zum derzeit besten auf dem Tablet-Markt machen, heisst es im Testbericht von Computerbase.de. Zum exzellenten Abschneiden trügen «darüber hinaus die vollständige Laminierung des Panels sowie die fettabweisende Antireflex-Beschichtung bei».

Der Stift kostet 109 Franken, ist aber meiner Meinung nach ein «Must-have», weil er viel Mehrwert bietet. Bild: watson

Wobei festzuhalten gilt, dass mein Testgerät auch nach intensivem Händewaschen vor Fingerabdrücken strotzt. Ein Reinigungstuch ist obligatorisch – und ich habe mir angewöhnt, möglichst viele «Eingaben» mit dem Stift zu machen.

Damit sind wir beim nächsten Punkt.

Nicht jeden Mist glauben!

Macht das neue iPad Pro seekrank? Die flüssigeren Bewegungen sollen bei manchen Nutzern Unwohlsein auslösen.

Nun ja, man kann grundsätzlich nichts ausschliessen. In den vergangenen Jahren traten praktisch bei jedem neuen Apple-Produkte merkwürdige (gesundheitliche) Phänomene auf.

Über deren Ursprung will ich nicht spekulieren, bei mir gab jedenfalls keine Beschwerden. Im Gegenteil.

Der Hersteller hat wohlweislich vorgesorgt:

«Um dies zu verhindern, können Nutzer wieder auf die bisherige Bildwiederholrate von 60 Hertz zurückschalten: In den Bedienungshilfen für ‹Display-Anpassungen› (zu finden in den Einstellungen unter ‹Allgemein›) blendet Apple bei den neuen iPads einen Schalter ein, mit dem die maximale Bildfrequenz nach Aktivierung auf 60 Bilder pro Sekunde begrenzt werden kann.»

quelle: heise.de

Ein Kommentator bei heise.de gibt zu bedenken, dass die Realität ja «eine quasi unendliche Bildfrequenz» biete. «Wie sollen da Displays mit 120 statt 60 Hz Unwohlsein auslösen?»

Damit zu den nächsten Fake News.

Laut gewisser Medienberichte hat Apple für das iPad Pro beim Konkurrenten Microsoft abgeschaut und sich von dessen Surface-Hybrid-Geräten inspirieren lassen. Das ist Blödsinn, wie mehrere ältere Patentanträge zeigen. Wer sich für die Details interessiert, wird hier bei Patently Apple fündig.

iOS 11 voll nutzen

Die nächste Generation der System-Software (iOS 11) verwandelt das iPad Pro in einen Mac mit Touchdisplay, mit einem neuen Dock, Multitasking mit bis zu vier geöffneten Fenstern und dem neuen Drag and Drop. Inhalte wie Bilder, Links oder Text können neu zwischen den verschiedenen Fenstern und Apps hin und her geschoben werden, was allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, da es keinen Mauszeiger gibt.

Die besten neuen Features von iOS 11

iOS 11 gibts für neuere iPhones, iPads und den iPod Touch. Die kompatiblen Geräte sind nach den besten Features am Ende der Bildstrecke aufgeführt.
Im neuen Kontrollzentrum sind rechts einige Abkürzungen zu sehen. Links sind die zuletzt geöffneten Apps untergebracht.
Neu lässt sich das Übertragen von «Mobilen Daten» einfach ein- und ausschalten.
Neu stehen auf dem iPad im Dock (unten) ganz rechts die drei am häufigsten verwendeten Apps für den Schnellzugriff bereit.
Screen Recording: Per Knopfdruck kann man das Geschehen auf dem Bildschirm aufzeichnen und beispielsweise als Instruktionsfilm (bei der Bilder-App) abspeichern.
Über eine eigene Kontrollleiste (in der Einstellungen-App) lässt sich die Reihenfolge der Apps festlegen, die in einer Übersicht auf dem Sperrbildschirm gezeigt werden.
Der Apps Store wurde optisch komplett überarbeitet, erinnert mit viel Weissraum und grosser Schrift nun sehr an die iTunes-App.
Funktionell hat sich am App Store kaum etwas getan. Der Look aber hat sich vollkommen verändert.
In der Fotos-App sind diverse neue Filter hinzugekommen.
Im Kontrollfeld «iCloud» gibt es nun eine Option, den Online-Speicherplatz mit Familienmitgliedern zu teilen.
«Files» heisst eine neue App von iOS 11, mit der man lokal gespeicherte Dateien sowie diverse Cloud-Speicherdienste verwalten kann.
Die Files-App zeigt Dokumente in bekannter PC-Manier in Ordnern an. Mit dem Datei-Browser lassen sich Speicherorte auf dem Gerät (offline) und bei iCloud (online) durchsuchen.
In der Einstellungen-App lässt sich unter iOS 11 festlegen, dass selten genutzte Apps automatisch vom Gerät entfernt werden, um mehr Speicherplatz zu gewinnen.
Für den Safari-Browser gibt es nun auch die Möglichkeit, dem Browser den Zugriff auf Mikrofon und Kamera zu verbieten.
Der Umgang mit Screenshots wird in iOS 11 grundlegend geändert...
Zwar kann man Bildschirmfotos weiterhin unverändert sichern, man kann sie aber auch mit Anmerkungen versehen und zurechtschneiden, bevor man sie speichert oder weitergibt.
Siri und die Suchfunktion wurden stark verknüpft, sodass in den Siri-Einstellungen in iOS 11 auch sämtliche Apps für die Suche gelistet werden. Dort kann festgelegt werden, ob eine App innerhalb der Suche erscheinen soll. (maclife.de)
Wer Siri nutzt, wird das sofort merken: Die Qualität der Stimme des virtuellen Assistenten ist erheblich verbessert worden, sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Variante.
Das Multitasking wird mit iOS 11 grundlegend verändert, da man künftig bis zu drei Fenster neben- und übereinander ablegen kann.
Text und Bilder lassen sich per Drag-and-Drop von einer App zur anderen verschieben.
Facebook, Twitter, Flickr und Vimeo verlieren unter iOS 11 ihren Sonderstatus. Das heisst, sie sind nicht mehr in der Einstellungen-App zu finden. AP/Facebook
Weil die Dritt-Apps neu keinen Zugriff mehr auf die Social-Media-Logins haben, können sich die Nutzer nicht mehr bequem einloggen. Dafür wird die Sicherheit erhöht. (via mashable) AP/AP / Kiichiro Sato
Einhändig tippen mit XL-iPhone? Ganz einfach: Emoji-Symbol gedrückt halten, schon kann man auf die QuickType-Tastatur zugreifen.
WLAN-Passwort weitergeben: Per Knopfdruck kann das WLAN-Passwort zu anderen Geräte mit iOS 11, die sich ins gleiche Netzwerk einloggen möchten, geschickt werden. Statt das Passwort mündlich oder auf einem Zettel weiterzugeben, genüge ein Klick auf «Passwort senden», hält Curved fest. Das funktioniert allerdings nur, wenn auf beiden Geräten iOS 11 läuft. AP/AP / Mark Schiefelbein
Die Kamera-App erkennt in iOS 11 (endlich!) automatisch QR-Codes und reagiert entsprechend. So könnten zum Beispiel in QR-Codes codierte Webadressen direkt in Safari geöffnet werden. AP/AP / Mark Schiefelbein
iOS 11 läuft auf diesen Apple-Geräten. (Bild: macerkopf)
Apple hat Ende Juni 2017 für alle Interessierten eine Testversion (Public Beta) veröffentlicht. Im September folgte die endgültige Version als Download.

Ganz wichtig: Das grosse iPad Pro ist ein perfektes Gerät für die Augmented-Reality-Anwendungen, die mit iOS 11 im Herbst kommen. Wie zum Beispiel das bequeme Einkaufen von Möbeln mit der an der WWDC angekündigten AR-App von Ikea. (Und dafür braucht's auch die Kamera, siehe Punkt 5.)

Wer einen Vorgeschmack auf iOS 11 erhalten möchte, kann die Public-Beta-Version installieren. Allerdings handelt es sich um eine zu Testzwecken veröffentlichte Vorab-Version: Die Funktionalität ist eingeschränkt und kleinere Fehler sind möglich.

Für Hobby- und Profifotografen sowie Filmer

Das iPad Pro taugt zum Erstellen, Bearbeiten, Teilen und Wiedergeben von Fotos und Videos in höchster Qualität.

Der leistungsstarke neu von Apple entwickelte Hauptprozessor (A10X) hat mehr Power als manches Notebook und verfügt über ausreichend Arbeitsspeicher (4 Gigabyte). Auch komplexere und speicherintensive Rechenaufgaben wie das Bearbeiten von grossen Fotos und hochauflösenden 4K-Videos sowie das Rendern von 3D-Animationen werden speditiv ausgeführt.

Eine Auswahl der besten Profi-Apps fürs grosse iPad

screenshot: watson

Ein besonderes Highlight ist die neue professionelle Foto-Bearbeitungs-App Affinity Photo, die an der WWDC vorgestellt wurde. Die Photoshop-Alternative der britischen Softwarefirma Serif ist die 20 Franken (App-Store-Link) definitiv wert.

Die folgenden Videos zeigen, wie einfach und schnell das Ersetzen und Freistellen von Bildobjekten vonstatten geht.

Was die Videobearbeitung betrifft, gibt es für Profi-Anwender erfreuliche Ansichten: Wer beim Stichwort iMovie nur müde lächelt, sollte sich das folgende Video von 9to5Mac ansehen. «LumaFusion» sei die beste Film-Editier-Software, die es für Mobilgeräte gebe, hält der begeisterte Tech-Journalist fest.

Die Kameras vom iPhone 7 sind an Bord, aber ...

Auch wenn das iPad Pro die gleiche leistungsfähige Hauptkamera besitzt wie das iPhone 7, inklusive optischer Bildstabilisierung, muss ich mich wiederholen: Mit dem Tablet (in der Öffentlichkeit) zu filmen oder fotografieren ist ein absolutes No-Go! Ich rufe daher den Tablet-Knigge in Erinnerung ...

Wenn du diese «Tipps» beherzigst, ist alles gut

Hier sind die wichtigsten Benimmregeln für die Benutzung von Tablets.
Spielen ist voll ok.
Zusehen auch.
Zur Erinnerung: Endlich darf man auch in der «Holzklasse» beim Starten und Landen (spielen), wenn auch nur im Flugmodus.
Etwas Abstand schadet nie.
Wir kommen zum heiklen Punkt ...
#Wimmelbild: Suche die Deppen ... Getty Images Europe / Valerio Pennicino
Ja ja, er tat es eben auch.
Dabei ginge es viel diskreter.
Für alle gilt: «No Gloves Please!»
Übrigens: Du bist nicht der/die Einzige mit einem iPad ...
Darum: Schön locker bleiben!
Fürs Protokoll: Apple hat den Tablet-Computer nicht erfunden.
Aber irgendwie eben doch.
Fazit: Draussen wartet immer ein nächstes Gadget ...
PS. «Gesendet von meinem ...»

Auch die Kamera auf der Gerätevorderseite ist nun deutlich leistungsfähiger, was FaceTime- und Selfie-Fans freut.

So richtig wichtig wird die Hauptkamera aber erst im Herbst, wenn mit iOS 11 die Augmented-Reality-Apps kommen. Dann verschmelzen reale und virtuelle Welt auf dem Display.

Dazu passt auch der folgende Punkt ...

Du fliegst gern

Apple Maps ist 2012 desaströs gestartet, doch seither macht der Kartendienst gegenüber Google Maps und Co. laufend Boden gut. Zu den eindrücklichsten Anwendungen gehört das Überfliegen der in 3D modellierten Städte, darunter Basel und Bern. Apple nennt dieses Karten-App-Feature Flyover.

Die Schweizer Hauptstadt aus der Vogelperspektive

Video: YouTube/Daniel Schurter

Du zeichnest und skizzierst gern oder liebst Notizen

Das iPad Pro ist ein perfektes Kreativ-Werkzeug, ob man zeichnet, skizziert oder Notizen anlegen möchte. Im App Store tummeln sich mittlerweile einige professionelle Apps.

Mit der kürzlich aktualisierten Notability-App lassen sich Notizen kreieren und verwalten. screenshot: watson

Adobe ist mit leicht abgespeckten Varianten seiner Kreativ-Software im App Store präsent und Microsoft bietet seine Office-Anwendungen an, allerdings nur im kostenpflichtigen Abo.

Wem das nicht reicht, der kann die Duet-Display-App oder die Astropad-App installieren, um das iPad als zweiten Bildschirm und als professionelles Grafiker-Werkzeug (mit Digitalstift) in Kombination mit Mac-Software zu verwenden.

Der Akku ist gut, das Ladegerät weniger

Im Gegensatz zum iPhone 7 mache ich mir beim iPad Pro auch nach längeren Work-Sessions keine Sorgen, dass der Akku vor dem abendlichen Wiederaufladen schlapp macht. Im Normalbetrieb (Surfen, Videos, Schreiben, Bildbearbeitung) hält das Gerät problemlos zehn Stunden durch.

screenshot: computerbase.de

Ungenügend ist hingegen das Ladegerät, das Apple mit der Original-Verpackung mitliefert. Das Aufladen mit dem 12-Watt-Adapter dauert Stunden und ist eines Pro-Geräts nicht würdig.

Von fast Null auf 91 Prozent Akkuladung, in mehr als vier Stunden ... bild: apple

Ich schliesse mich dem Urteil verschiedener US-Blogger an, die von Apple verlangen, ein stärkeres Ladegerät beizulegen. Apple führt den 29W-Netzteil in seinem Store für 59 Franken ...

Eine externe Tastatur (und Halterung) nutzen

Jede Bluetooth-Tastatur lässt sich ans iPad anschliessen, um schneller und bequemer Tippen zu können. Doch so richtig praktisch ist die Verwendung des Smart-Connector-Anschlusses. Man klickt die Tastatur einfach ans iPad, fertig. Kein zusätzliches Akku-Aufladen oder Auswechseln von Batterien.

Die Auswahl ist relativ klein, neben Apple selbst bietet Logitech benutzerfreundliche Tastaturen inklusive Hülle an.

Ziemlich praktisch: Auf der Apple-Tastatur lassen sich Kurzbefehle, die man vom Mac kennt, nutzen. Wie zum Beispiel Command-Tabulator, um zwischen Apps hin- und herzuwechseln. bild: watson

Auf dem «Smart Keyboard» (189 Franken), das mir Apple mit dem Testgerät aushändigt, lässt sich sehr gut schreiben. Der Tastenanschlag ist angenehm weich im Vergleich mit den neuen knallharten Notebook-Tastaturen (Hallo Macbook Pro!).

Unterwegs im Zug kann ich das iPad Pro als Notebook-Ersatz auf den Schoss nehmen und relativ bequem Texte verfassen. Auch wenn die Tablet-Halterung stabil ist, fühlt es sich an, als würde man auf einem Provisorium arbeiten. Und so greife ich zuhause, wenn ich das iPad mit dem Digitalstift bediene, häufig zu Yohann, einer praktischen iPad-Halterung aus Holz.

Neben dem Smart Keyboard bietet Apple auch noch eine Lederhülle an. Die 169 Franken kann man sich meiner Meinung nach schenken, respektive investiert lieber in mehr Speicher. Das Gleiche gilt für die Lederfülle für den Stift (29 Franken).

Vermutlich das nutzloseste Zubehör für den Apple Pencil: Die Lederhülle ist edel und schützt vor Verschmutzung, aber sie verhindert nicht, dass der Stift verloren geht. bild: watson

Du hast «etwas» Geld übrig 😒

Wäre das grosse iPad Pro ein Auto, dann wäre es ein Audi RS6. Oder ein Tesla Model X. Jedenfalls ein Sportwagen mit vielen PS unter der Haube, dessen Design und Ausstattung von hoher Ingenieurskunst und Liebe zum Detail zeugen.

Trotz ultrastarker Motorisierung ist es nicht nur ein Spassmobil, sondern bringt Nutzerinnen und Nutzer mit unterschiedlichsten Ansprüchen und Bedürfnissen sicher ans Ziel.

Und ja, leider schlägt sich die Qualität im Preis nieder. Wobei es sich lohnt, ein Modell mit 256 Gigabyte (GB) Speicherplatz zu kaufen. Da sei der Preis pro GB tiefer, hält iMore in seinem aktuellen iPad-Kaufratgeber fest. Wir haben nachgerechnet mit den Franken-Preisen im hiesigen Apple-Online-Store:

  • Beim teuersten WLAN-only-Modell mit 512 GB Speicher kostet ein Gigabyte 2.40 Franken. Gerätepreis: 1229 Franken.
  • Beim mittleren WLAN-only-Modell mit 256 GB Speicher kostet ein Gigabyte 3.90 Franken. Gerätepreis: 1009 Franken.
  • Beim günstigsten iPad Pro (WLAN only, 64 GB Speicher) blättert man für das einzelne Gigabyte über 14 Franken hin. Der offizielle Gerätepreis beträgt aktuell 899 Franken.

Das «günstigste» iPad Pro mit LTE-Modem und WLAN-Modul (sowie 64 GB Speicher) kostet 1049 Franken. Das mittlere 256-GB-Modell gibt's für 1159 Franken, das teuerste Modell mit 512 GB Speicherplatz kostet 1379 Franken. Der Preis pro Gigabyte bewegt sich bei den «Wi-Fi + Cellular»-Modelle also in ähnlichem Rahmen wie bei den WLAN-only-Modellen.

Anzumerken ist, dass bei den «Wi-Fi + Cellular»-Modellen eine Apple-SIM integriert ist. Man benötigt also nicht zwingend eine eigene SIM-Karte, respektive ein anderes Mobilgerät (Stichwort: persönlicher Hotspot) um übers Handynetz zu surfen.

Meine Kaufempfehlung für Normal-User: Das 256-GB-Modell (WLAN only) für 1009 Franken. Hinzu kommen 189 Franken für das Smart Keyboard und 109 Franken für den Pencil. Das macht dann Summa Summarum 1307 Franken.

Zum Vergleich: Ein aktuelles Macbook mit 12-Zoll-Display und 256 GB Speicher kostet derzeit 180 Franken mehr.

Bonus: Hoher Wiederverkaufswert

Der Preise ist hoch, das Preis-Leistungsverhältnis auch. Dies spiegelt sich im Wiederverkaufswert. Wer das iPad Pro in ein paar Jahren als Occasion verkaufen möchte, kann mit einem guten Preis rechnen. Bei Online-Auktionshäusern erzielen jedenfalls auch alte Apple-Tablets noch schöne Summen.

Warum du kein grosses iPad Pro kaufen solltest

Das grosse iPad Pro kann ein Notebook in vielerlei Hinsicht ersetzen, doch ein vollwertiger PC-Ersatz ist es nicht. Hier möchte ich wiederholen, was ich in diesem Test festhielt:

Wer keine Kompromisse machen will, kauft sich ein vernünftiges Notebook und ein Tablet.

Abgesehen davon könnte das XL-iPad aus den folgenden Gründen nicht die richtige Wahl für dich sein:

  • Es hat kein Windows 10 drauf.
  • Man kann keine Maus anschliessen. Und bei den Bluetooth-Tastaturen fehlt ein Trackpad, um den Cursor zu platzieren. Hier hat Microsofts Surface eindeutig die Nase vorn.
  • Das App-Angebot ist so unüberschaubar gross, dass es dich überfordert.
  • Es hat eine Kopfhörerbuchse. Und das geht aus Prinzip nicht. Beim iPhone 7 ist die olle Buchse ja auch weg!
  • SD-Speicherkarten (für das Einlesen von Fotos) lassen sich nur über einen Adapter anschliessen.

Fast vergessen: High-End-Games* (der 10. Grund)

*Wobei ich mir als Casual-Gamer kein Urteil zum Spieleangebot anmassen möchte. Bild: watson

Noch Fragen zu den neuen Pro-iPads? Schreib ins Kommentarfeld und schau dir das 10,5-Zoll-Modell an. Kollege Matthias Kremp von watson-Medienpartner Spiegel Online hat die kleinere Variante getestet. Hier geht's zu seinem Testbericht.

Die spannendsten Neuheiten von der WWDC 2017

Apple steigt ins Geschäft mit vernetzten Lautsprechern ein. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Der Safari-Browser hat nun unter anderem die Option, das automatische Abspielen von Video und Musik beim Websurfen zu unterbinden.
Der iPhone-Konzern kündigte am Montag an der Eröffnung (Keynote) zur Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose den HomePod an ... EPA/EPA / MONICA M. DAVEY
Das ist ein Smart-Lautsprecher, in den die Sprachassistenzsoftware Siri integriert ist. GETTY IMAGES NORTH AMERICA / JUSTIN SULLIVAN
Mit seiner Zylinderform erinnert der HomePod an den 2013 lancierten Mac Pro. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Der Preis: 349 US-Dollar. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
In der Mitte steckt ein Tieftöner für den Bass. Sieben im Kreis angeordnete Hochtöner sollen für räumlichen Sound sorgen. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Mit Siri kann man sich mit Hilfe eines Systems aus sechs Mikrofonen unterhalten. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT
Ein solches Gerät war von Apple nach diversen Medienberichten bereits erwartet worden. Amazon und Google kamen Apple in diesem Markt mit ihren vernetzten Lautsprechern zuvor. Bild: Google Home. AP/AP / Eric Risberg
Einige Konkurrenten wie Sonos seien gut darin, Musik drahtlos in verschiedene Räume zu bringen, bauten aber keine smarten Lautsprecher, sagte Schiller. AP/Sonos / Uncredited
Andere wie Amazon mit seinem Modell «Echo» und der Assistentin Alexa verkauften zwar smarte Geräte, böten aber nur eine mittelmässige Soundqualität. AP/AP / Mark Lennihan
Apple wolle beides miteinander verbinden und die Musiknutzung zuhause «revolutionieren», wie einst unterwegs mit dem iPod-Player, versprach Schiller. Getty Images Europe / Steve Finn
Der Apple-Lautsprecher wird im Dezember 2017 zunächst in den USA, Grossbritannien und Australien auf den Markt kommen. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Der Start in weiteren Ländern ist erst für 2018 geplant. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Es ist die zweite neue Produktkategorie, in die Apple seit dem Tod von Mitgründer Steve Jobs 2011 vorstösst. Die erste war die Apple Watch 2015. Heute führt Apple die Smartwatch-Verkäufe laut Analysten an. Getty Images Europe / Peter Macdiarmid
Unter den vielen Ankündigungen der #WWDC17 hob Apple immer wieder den Einsatz künstlicher Intelligenz und selbstlernender Maschinen hervor – wie zuletzt unter anderem Google. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
So gibt es für die Apple Watch künftig ein Siri-Zifferblatt, das automatisch die gerade benötigte Information anzeigen soll. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Damit könnte Apple die Uhr nützlicher als bisher machen – die künstliche Intelligenz hinter der Funktion muss aber auch die richtigen Daten präsentieren. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Siri bekommt ein Upgrade und soll sich besser auf den einzelnen Nutzer einstellen können. Gelernt wird zwar weiterhin auf dem Gerät – aber die Ergebnisse werden künftig übergreifend synchronisiert. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Die Daten blieben dabei gesichert und könnten nur von den Geräten eines Nutzers abgerufen werden, betonte Apple-Manager Craig Federighi. Die Foto-App wird mit zahlreichen neuen Effekten aufgebessert, hinter denen ebenfalls lernende Maschinen stecken. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Seine Mac-Computer macht Apple erstmals kompatibel mit virtueller Realität. Das Hollywood-Spezialeffektestudio ILM demonstrierte auf der Entwicklerkonferenz WWDC am Montag, wie auf einem iMac-Tischrechner eine VR-Szene aus dem «Star-Wars»-Universum entworfen wird, in die Nutzer mit Spezialbrillen eintauchen können. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Bei der sogenannten «Augmented Reality», bei der echte Umgebungen auf dem Display mit digitalen Zusätzen ergänzt werden, baut Apple eine neue Plattform für Software-Entwickler auf. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Die volle Angebotspalette aus Macbook-Notebooks und iMacs mit eingebautem Display wurde mit schnelleren Intel-Prozessoren und besserer Grafik aufgefrischt. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT HANDOUT
Für Nutzer, die wie zum Beispiel Videoprofis auf besonder leistungsstarke Computer angewiesen sind, gibt es Ende des Jahres zudem einen iMac Pro – «den bisher schnellsten Mac». EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT HANDOUT
Apple musste sich zuletzt den Vorwurf gefallen lassen, professionelle Mac-Nutzer zu vernachlässigen, weil der für sie gedachte Computer Mac Pro seit 2013 nicht aktualisiert wurde. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT HANDOUT
Beim iPad-Tablet gibt es künftig ein neues Pro-Modell mit einer Bildschirmdiagonalen von 10,5 Zoll statt der bisherigen 9,7 Zoll. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Die iPad-Version des Mobil-Systems iOS wird mit zahlreichen neuen Funktionen aufgebessert, wie zum Beispiel einem einfachen verschieben von Inhalten und Dateien zwischen Apps per Drag-und-Drop – wie auf dem PC. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT
Mit dem Digitalstift Apple Stift wird handgeschriebener Text durchsuchbar. Dafür wird maschinelles Lernen für die Handschrift eingesetzt. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT
Das neue Apple Maps bringt Autofahrern einen Spurassistenten. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Während der Fahrt wird automatisch der Nicht-stören-Modus aktiviert, um die Person am Steuer nicht abzulenken. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT
Die Notizen-App bekommt einen eingebauten Scanner für Dokumente, die danach auch mit dem Stift weiterbearbeitet werden können. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Mit dem Bezahldienst Apple Pay kann künftig auch Geld zwischen einzelnen Nutzern verschickt werden. Damit greift Apple das Geschäft von Konkurrenten wie Paypal an. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Wie erwartet kommt Amazons Videostreaming-Dienst auf die TV-Box Apple TV. Möglicherweise wird man nun auch wieder ein Apple TV bei Amazon kaufen können. AP/Westinghouse Electronics
Das neue Mac-Betriebssystem heisst macOS High Sierra. Apple machte während der Keynote einen Kiffer-Witz. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Safari soll unter macOS High Sierra die Konkurrenz abhängen und schneller als Chrome und die übrige Browser-Konkurrenz sein. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Dem App Store wird ein Redesign verpasst. EPA/EPA / RITCHIE B. TONGO
Die US-Börsen haben am Montag leichte Kursverluste hinnehmen müssen, bewegen sich aber weiterhin in der Nähe ihrer zuletzt erzielten Rekordwerte. Vor allem Apple drückte mit einem Minus von einem Prozent auf die Stimmung. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT HANDOUT
Der iPhone-Hersteller wurde vom Broker Pacific Crest heruntergestuft. Apple stellte einige Neuheiten vor, die die Anleger offenbar zunächst nicht als grossen Wurf werteten. EPA/APPLE / APPLE / HANDOUT HANDOUT

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