Coronavirus: Was du wissen musst
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 geht um die Welt. Was du darüber wissen musst.
AP / Zoltan Balogh
Sars-CoV-2 gehört zur gleichen Erregergruppe wie das Sars- und Mers-Virus. EPA / CENTERS FOR DISEASE CONTROL AND
Das neue Virus ist zwar deutlich ansteckender, die Sterberate ist jedoch deutlich tiefer als bei Sars und Mers. EPA / NIAID- RML/NATIONAL INSTITUTES O
Ende 2019 waren vier Fälle bekannt, am 1. März waren es weltweit rund 90'000. EPA / MARK R. CRISTINO
Das erste Opfer in Europa starb am 21. Februar in Norditalien. EPA / JAN HETFLEISCH
Das grösste Risiko, an Covid-19 – so heisst die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit – zu sterben, haben Menschen über 80 Jahre. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe bei 14,8 Prozent. EPA / JEROME FAVRE
Patienten mit Herzkrankheiten sind besonders gefährdet, vor den Diabetikern und Personen mit Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck. EPA / TOLGA BOZOGLU
Anzeichen für eine Infektion sind gemäss WHO grippeähnliche Symptome, Atembeschwerden, Atemlosigkeit, Fieber und Husten. AP
Vier von fünf der von der Krankheit betroffenen Patienten leiden an einer gutartigen Ausprägung, wie eine chinesische Studie an 72'000 Personen zeigte. AP / Kerstin Joensson
In schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündungen, akuten Atembeschwerden, Nierenversagen oder zum Tod führen. EPA / Tamas Soki
Zur Vorbeugung wird empfohlen, Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten, sich regelmässig die Hände zu waschen, Mund und Nase zu bedecken, wenn man hustet und niest, respektive in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen. EPA / MOURAD BALTI TOUATI
Einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Und das dürfte auch noch dauern. Für das Mers-Virus, das 2012 auf der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde und das auch zu den Coronaviren gehört, wird ein Impfstoff erst seit 2018 klinisch geprüft. EPA / NICOLA FOSSELLA
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben – und damit an mehr als bei einer Grippe (Influenza). Hier ist die Datenlage aber noch unsicher. AP / Piero Cruciatti
Appell von italienischer Pflegerin: «Vereitelt unsere Bemühungen nicht!»
Italien ist im Ausnahmezustand. Ein Facebook-Post eines Arztes aus Bergamo geht derzeit um die Welt. Wegen des Coronavirus schieben Ärzte und Pflegende unzählige Überstunden. Dennoch kommt für viele Patienten jegliche Hilfe zu spät. Bis am Dienstagabend sind im ganzen Land 631 Personen dem neuen Virus zum Opfer gefallen.
Nicht nur in der Lombardei ist das Gesundheitssystem am Limit. Dies zeigt ein Instagram-Post einer jungen Pflegerin aus der Toskana, welche in der Stadt Grosseto arbeitet. Sie ruft die Mitmenschen dazu auf, zuhause zu bleiben. Nachfolgend der Post im Wortlaut:
«Ich bin Krankenschwester und stehe im Moment vor diesem medizinischen Notfall. Ich habe auch Angst, aber nicht vor dem Einkaufen, sondern zur Arbeit zu gehen. Ich habe Angst, weil die Maske vielleicht nicht gut auf meinem Gesicht haftet, oder ich mich versehentlich mit schmutzigen Handschuhen berührt habe, oder weil die Linsen meine Augen nicht ganz bedecken und etwas durchgegangen sein könnte.
Ich bin körperlich müde, denn die Schutzausrüstung tut weh, der Kittel bringt mich zum Schwitzen, und wenn ich einmal angezogen bin, kann ich sechs Stunden lang nicht zur Toilette gehen oder trinken.
Ich bin psychisch müde, ebenso wie alle meine Kollegen, die seit Wochen in der gleichen Verfassung sind wie ich, aber das wird uns nicht daran hindern, unsere Arbeit wie immer zu tun. Ich werde meine Patienten weiterhin behandeln und pflegen, denn ich bin stolz und verliebt in meine Arbeit.
Was ich von demjenigen, der diesen Beitrag liest, verlange, ist, dass er unsere Bemühungen nicht vereitelt, selbstlos zu sein, zu Hause zu bleiben und so die Zerbrechlicheren zu schützen. Wir jungen Menschen sind nicht immun gegen das Coronavirus, auch wir können krank werden oder schlimmer noch, wir können uns selbst krank machen. Ich kann mir nicht den Luxus leisten, in Quarantäne in mein Haus zurückzukehren, ich muss zur Arbeit gehen und meinen Teil dazu beitragen. Tragen Sie Ihren Teil dazu bei, ich bitte Sie darum.»
(cma)
So wäscht du dir die Hände richtig
Video: Extern / Rest / bag
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