Der Apple-Chef nimmt vom Oberhaupt der katholischen Kirche Bücher entgegen. Am Dienstag ging es dann wieder um weltliche Belange: Tim Cook musste Finanzanalysten Red und Antwort stehen.
Bild: EPA/ANSA/OSSERVATORE ROMANO
Peinlich, peinlich! UBS-Direktor vergeigt Telefonkonferenz mit dem Apple-Chef
«Steve, are you there?» Während einer weltweit beachteten Konferenzschaltung mit der Apple-Führung erhält der renommierte UBS-Analyst Steve Milunovich Gelegenheit, bei Tim Cook nachzuhaken. Doch die Leitung bleibt stumm. Bad luck?
Den 26. Januar 2016 wird Steve Milunovich als rabenschwarzen Dienstag in Erinnerung behalten. Es war der Tag, an dem der UBS-Angestellte im Rang eines Managing Directors einen kurzen, aber ziemlich wichtigen Auftritt «vergeigte». Und wie.
Anlässlich einer Telefon-Konferenzschaltung mit Apples CEO und dem Finanzchef erhalten ausgewählte Finanzanalysten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Es geht um die soeben präsentierten Geschäftszahlen des iPhone-Herstellers; Apple ist zwar erneut ein Rekordquartal gelungen, die Zukunft sieht aber weniger rosig aus.
Kommt bald der «Peak iPhone»?
Die Moderatorin des Gruppen-Telefonats erteilt schliesslich dem UBS-Mann das Wort. Die Gesprächsminuten sind streng limitiert und die halbe Finanzwelt hört mit, doch die Leitung bleibt stumm ...
Nachdem ein anderer Finanzanalyst mit seinen Fragen zum Zug kommt, ist die Reihe erneut am UBS-Mann. Doch es bleibt erneut still.
Dies veranlasst die Moderatorin zum Kommentar, Milunovich solle doch bei seinem Telefon den Knopf für die Stummschaltung prüfen («Mr Milunovic you wanna check your mute button») ...
Doch es ist weiterhin nichts zu hören, so dass schliesslich der Apple-Chef nachfragt: «Steve, are you there?»
Schweigen im Walde ...
Dabei hatte die Woche schon turbulent angefangen für den renommierten IT-Hardware-Analysten. Wenige Stunden vor der Präsentation der Apple-Zahlen lehnte sich Milunovich weit aus dem Fenster. Vor laufender Fernsehkamera prognostizierte er dem amerikanischen Unternehmen ein noch schlechteres Ergebnis.
Das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus verkauften sich nicht wie erwartet. Viele Kunden bevorzugten statt der teuren Topmodelle die günstigeren Vorjahresmodelle, also das iPhone 6 und 6 Plus.
Milunovich bei seinem Fernsehauftritt vor der Präsentation der Apple-Quartalszahlen. Er empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf.
screenshot: patently apple
Mit dieser düsteren Prognose lag Milunovich falsch. Kein Wunder, schlugen ihm bei Twitter Spott und Schadenfreude entgegen.
Gerne hätten wir vom UBS-Mann erfahren, was er Tim Cook fragen wollte. Und natürlich nimmt uns auch Wunder, warum die Leitung stumm blieb. Eine entsprechende Anfrage blieb bislang unbeantwortet.
Apple: Spannende Hintergrund-Storys
Die wichtigsten Gerüchte zum iPhone 7
2016 bringt Apple das iPhone 7 heraus. Hier fassen wir die wichtigsten Gerüchte rund um das nächste Flaggschiff zusammen ... X90027 / DAMIR SAGOLJ
Wie bei der aktuellen iPhone-Generation, die im September 2015 lanciert wurde (Bild), dürften im nächsten Herbst zwei Modelle herauskommen, die sich bezüglich Display-Grösse und Ausstattung unterscheiden: das kleinere iPhone 7 und die XL-Version, das iPhone 7 Plus. Getty Images North America / Stephen Lam
Angeblich soll das iPhone 7 Plus in wichtigen Punkten besser bestückt sein als das kleinere iPhone 7. Es soll in der teuersten Ausstattung (Preis nicht bekannt) erstmals 256 Gigabyte (GB) internen Speicherplatz bieten und ausserdem einen leistungsfähigeren Akku (3100 Milliampere-Stunden) besitzen als das iPhone 6S (2750 mAH) und das iPhone 6S Plus (mAH). X02805 / BECK DIEFENBACH
Das iPhone 7 Plus soll es in zwei Kamera-Varianten geben: Neben der Ausstattung mit einer standardmässigen iSight-Kamera soll es ein teureres Dual-Kamera-Modell geben, mit zwei 12-Megapixel-Kameras (inklusive optischem Zoom und Weitwinkelobjektiv) auf der Rückseite. Die Technik stammt laut Apple Insider von der 2015 zugekauften Firma LinX Imaging. X00503 / DAVID GRAY Drahtloses Aufladen? Laut unbestätigten Meldungen forscht Apple an einer neuartigen Technologie, die es erlaubt, Akkus von Mobilgeräten aus einer Entfernung von bis zu einem Meter ohne Kabel mit Strom zu versorgen. Dass sich bereits das iPhone 7 drahtlos aufladen lässt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Laut Bloomberg wird die Technik, die mit Partnern in den USA und Asien entwickelt wird. erst 2017 so weit sein.
Wasserdicht: Das iPhone 7 soll laut einem Gerücht aus China dank robustem Gehäuse und Rahmen widerstandsfähiger sein als bisherige Modelle und könnte erstmals (offiziell) als wasserdicht vermarktet werden. Dank spezieller Versiegelung der Öffnungen und dem Verzicht auf die traditionelle Kopfhörer-Buchse? AP/AP / Kiichiro Sato
Die Hinweise verdichten sich, dass Apple tatsächlich das iPhone 7 ohne 3,5-mm-Klinkenanschluss ausliefern wird. Der Verzicht auf den Kopfhörer-Stecker ist angeblich notwendig, um das Handy noch dünner machen zu können. Dafür soll ein kostenloses Bluetooth-Headset mitgeliefert werden. (Bild: iPhone 6.) Shutterstock
Sicher ist: Apple wird die mit dem iPhone 6S lancierte Technologie 3D Touch, die das schnellere und einfachere Bedienen des Geräts ermöglicht, in die nächste iPhone-Generation integrieren. Das funktioniert, indem hochempfindliche, in den Touchscreen integrierte Sensoren die Stärke des Fingerdrucks unterscheiden. iFixit.com
Grösse: Wenn Apple die mit dem iPhone 6 eingeführten Dimensionen beibehält, besitzt das iPhone 7 ein 4,7-Zoll-Display (12 cm) und das iPhone 7 Plus einen Touchscreen mit einer Diagonalen von 5,5 Zoll (14 cm). X90027 / Damir Sagolj
Verkaufsstart: Abgesehen von dem im Frühling lancierten iPhone SE deutet nichts darauf hin, dass Apple seinen bewährten Produkte-Fahrplan grundlegend ändert. Demnach werden das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus im Spätsommer, respektive Herbst 2016 vorgestellt. Der Verkaufsstart könnte Mitte oder Ende September erfolgen, gestaffelt nach Ländern. X03134 / YUYA SHINO
Farbe: Zur Farbpalette der nächsten iPhone-Generation gibts noch keine gesicherten Informationen. Überraschungen sind jederzeit möglich, wie zum Beispiel mit einem iPhone 7 in Blau. Das iPhone 6S und das 6S Plus gibt es in Gold, Grau, Roségold und Weiss. Getty Images North America / Stephen Lam
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