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«Gelbwesten» errichteten am Samstag mehrere Barrikaden auf der Champs-Élysées.  Bild: EPA/EPA

«Gelbwesten» vs. Auto: Fahrer rastet aus und jagt Demonstranten

Publiziert: 27.11.18, 00:56 Aktualisiert: 27.11.18, 07:09

Am vergangenen Samstag haben sich die sogenannten «Gelbwesten» wieder in Paris versammelt und gegen hohe Benzinpreise und Lebenshaltungskosten demonstriert. Dabei kam es auf der Pariser Champs-Élysées zu schweren Ausschreitungen. 

Die Protestierenden hatte Steine aus dem Pflaster gerissen und Barrikaden errichtet. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Zudem kam der Verkehr teilweise zum erliegen, da die «Gelbwesten» ganze Strassen und Kreuzungen besetzten. 

Einem Fahrer gefiel das gar nicht. Wie auf Aufnahmen vom 24. November zu sehen ist, schob der Automobilist die Menschenmenge kurzerhand beiseite. Anschliessend traten und bewarfen die aufgebrachten Demonstranten das Fahrzeug mit Gegenständen.

Massenproteste in Frankreich eskalieren:

Aus Protest gegen geplante Steuererhöhungen auf Diesel und Benzin sind in Frankreich am Samstag Zehntausende auf die Strassen gegangen und ... EPA/EPA / IAN LANGSDON
... blockierten den Verkehr wie hier auf dem Prachtboulevard der Champs-Élysées in Paris. Mehr als 2000 Protestaktionen gab es offiziellen Angaben zufolge. AP/AP / Michel Euler
Insgesamt hätten im Land rund 283'000 Menschen an den Protesten teilgenommen. AP/AP / Bob Edme
Die Demonstranten nennen sich die «Gilets Jaunes», (dt.: gelbe Westen), in Anspielung auf die Warnwesten, die auch in Frankreich jeder Autofahrer dabeihaben muss. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Sogar ein Hund trug eine gelbe Weste. Polizisten versuchten die Demonstranten zurückzudrängen. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Protestiert wurde auch an Tankstellen, wie hier in Sedan in Nordfrankreich. EPA/EPA / JULIEN WARNAND
Im ganzen Land stockte der Verkehr. Auf ganzen Autobahnabschnitten ging kaum noch etwas, weil die Demonstranten immer nur einzelne Fahrzeuge durchliessen. EPA/EPA / CHRISTOPHE PETIT TESSON
Die Polizei setzte teilweise Tränengas ein. EPA/EPA / CHRISTOPHE PETIT TESSON
Bei den Protesten und Strassenblockaden kam eine Frau ums Leben. Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurden mindestens 229 verletzt, sieben von ihnen schwer. (sda/dpa/afp) EPA/EPA / SEBASTIEN NOGIER

Dann eskalierte die Situation. Anstatt sich einfach aus dem Staub zu machen, setzte der Lenker zum Gegenangriff an. Mehrmals fuhr er auf die «Gelbwesten» zu und drängte die Menge zurück. Einige wurden regelrecht verfolgt.

«Das nennt man versuchten Mord.»

Ob der Vorfall Verletzte gefordert hat ist nicht bekannt. Auf Twitter verurteilt man das Verhalten des Autofahrers. Das Nummernschild des Fahrzeuges wurde zwischenzeitlich der Polizei weitergeleitet. Ein User spricht sogar von «versuchtem Mord». (vom)

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Video: srf