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UPC macht dein Internet doppelt so schnell, aber es gibt da ein Problem

Bei vielen UPC-Kunden rauschen die Daten bald ohne Mehrkosten doppelt so schnell durch die Leitung. Gleichzeitig lanciert UPC ein neues Kombi-Abo, das mit höheren Preisen überrascht.

Publiziert: 13.02.18, 13:17 Aktualisiert: 13.02.18, 18:07

UPC erhöht bei rund 300'000 bestehenden Kunden die Internetgeschwindigkeit. Das Speed-Upgrade «ist gratis», betont der Kabelnetzbetreiber. 

Fast gleichzeitig wird ein neues Kombi-Abo mit Internet, TV und Festnetz lanciert, welches das bestehende Abo «Connect & Play» ersetzt. Telekomexperte Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Moneyland hat das neue Abo «Happy Home» analysiert und sagt: «Am meisten sticht die Erhöhung der monatlichen Abo-Gebühr um zehn Franken ins Auge.» UPC bewege sich mit dem neuen Abo, das die Kunden mit Zusatzleistungen locken soll, preislich auf der Höhe von Swisscom und Sunrise.

Das ändert sich nun

  • Bei rund 300'000 bestehenden Kunden wird die Internetgeschwindigkeit unabhängig von den neuen Abos gratis verdoppelt.
  • Die neuen Abos «Happy Home» ersetzen die bisherigen Produkte «Connect & Play», die Neukunden nicht mehr kaufen können.
  • Neukunden zahlen mit den neuen Happy-Home-Abos ab sofort 10 Franken mehr pro Monat. Für bestehende Kunden bleiben die Abopreise vorerst gleich (allerdings zahlen viele Mieter ab dem 1. April schon wieder mehr für den UPC-Kabelanschluss).
  • UPC stellt die «Connect-App» zur Verfügung, mit der Kunden das UPC-WLAN überprüfen und optimieren können.
  • Neu stellt UPC so genannte WLAN-Powerline-Adapter zur Verfügung, welche den WLAN-Empfang optimieren und das WLAN in alle Ecken des Hauses bringen sollen. Der Powerline-Adapter ist in den beiden teureren Happy-Home-Abos sowie den entsprechenden Connect-Abos enthalten.

UPC lanciert heute ein neues Kombi-Abo mit Internet, TV und Festnetz für zu Hause. Die Abos heissen «Happy Home 50», «Happy Home 200» und «Happy Home 500». Sie sind nach wie vor in drei verschiedenen Varianten erhältlich. Der eigentliche Unterschied ist der monatlich um zehn Franken gestiegene Abopreis für Neukunden sowie Zusatzdienste wie die Connect-Box (Modem mit Router), Connect-App und Powerline-Adapter. «Die Geschwindigkeitsverdoppelung findet unabhängig von den neuen Abos statt», sagt UPC. Und: Bestehende Kunden können an ihrem bisherigen Abo festhalten. 

  • Das kleinste Abo «Happy Home 50» bietet 50 Mbit pro Sekunde im Downstream, 5 Mbit/s im Upstream und kostet 99 Franken pro Monat.
  • «Happy Home 200» bietet 200 Mbit/s im Downstream und 20 Mbit/s im Upstream für 119 Franken.
  • «Happy Home 500» offeriert 500 Mbit/s und 50 Mbit/s für 139 Franken (keine Geschwindigkeitserhöhung gegenüber dem bisherigen Abo). 

WLAN im ganzen Haus

Bei den 200er- und 500er-Abos spendiert UPC einen WLAN-Powerline-Adapter, der das WLAN in die hinterste Ecke des Hauses bringen soll. In Räumen mit schlechtem WLAN-Empfang können die Powerline-Adapter in Stromsteckdosen gesteckt werden, wodurch das Signal über diese Adapter gesendet wird. Wer bisher nicht in allen Räumen der Wohnung WLAN-Empfang hatte, könne dies nun verbessern, verspricht UPC.

Bei allen «Happy Home»-Abos erhalten Kunden wie bisher eine «Horizon»-Set-Top-Box, die sieben Tage Replay-TV und eine Aufnahmefunktion mit rund 100 Stunden Kapazität ermöglicht. Enthalten ist zudem ein Festnetz-Anschluss mit einer Flatrate ins Schweizer Fest- und Mobilfunknetz.

Die neuen Abos in der Übersicht

Handy-Nutzer können die Grafik antippen, um sie zu vergrössern.

Die Preise der bisherigen «Connect»-Abos bleiben gleich

Bei den bisherigen Connect-Abos mit Internet, TV ohne Replay- und Aufnahme-Funktion sowie Festnetz gibt es keine Änderungen. Connect-Abos stehen für bestehende Kunden weiterhin zur Verfügung.

In den bisherigen Connect-Abos ist unverschlüsseltes Digital-TV ohne Zusatzfunktionen wie Replay-TV enthalten. Wer ein Connect-Abo hat, muss den Kabelanschluss seit 2017 nicht mehr separat via Mietnebenkosten bezahlen.

So bewerten die Preisvergleichsdienste die neuen Abos

Mit den neuen Abos sei UPC praktisch gleich teuer wie Swisscom und Sunrise, schreibt der Vergleichsdienst Moneyland. «Höhere Preise überraschen in einem Markt, in dem die Kunden erwarten, dass die Preise sinken», sagt Telekomexperte Beyeler. Positiv sei, dass Kunden, die ein «Happy Home»-Paket bestellen, dieses während 30 Tagen unverbindlich testen können. Beyeler kritisiert hingegen die bescheidene Upstream-Geschwindigkeit für das Hochladen von Daten. Die Konkurrenz bietet bei der Uploadgeschwindigkeit deutlich mehr.

Auch die TV-Box von UPC kommt beim Telekomexperten schlecht weg:

«UPC offeriert mit der Horizon-Box eines der schlechtesten TV-Angebote auf dem Schweizer Markt.»

Ralf Beyeler, Moneyland

Seine Begründung: Die Konkurrenten setzen längst auf TV-Abos aus der Cloud, bemängelt Beyeler: «Das führt zum Beispiel zu einer schlechteren Aufnahmezeit des Videorecorders: Bei UPC sind nur rund 100 Stunden in HD-Auflösung beinhaltet, bei Swisscom je nach Abo bis 2400 Stunden.»

Erst kürzlich sorgte UPC für Schlagzeilen, da der Grundanschluss auch in diesem Jahr für Liegenschaftsbesitzer (und somit auch für viele Mieter) erneut um drei Franken pro Monat angehoben wird. Dies sei «reine Geldmacherei», kritisierte Oliver Zadori vom Preisvergleichsdienst Dschungelkompass, «zumal diese Gebühr beim Bezug eines neuen Abos seit Ende 2016 gar nicht mehr nötig wäre und vermutlich grösstenteils von Kunden bezahlt wird, die gar nicht wissen, dass sie ihn nicht mehr benötigen.» 

Anders gesagt: Wer ein Abo wie «Connect» oder «Connect & Play» hat oder den Kabelanschluss direkt an UPC bezahlt, ist von der Gebührenerhöhung nicht betroffen, wer die Gebühr als Mieter über seinen Vermieter begleicht, zahlt ab April mehr.

Das sind die Gesichter hinter den Hasskommentaren im Internet

Video: srf

Dieses Paar bat das Internet um einen Gefallen ... jedoch ist das Ergebnis anders als erhofft

Das Paar stellte diese Bild ins Internet und fragte, ob jemand so freundlich wäre den störenden Jungen im Hintergrund weg zu photoshoppen. Alle Bilder von imgur
Das Internet reagierte natürlich darauf, nur etwas anders, als die zwei es sich erhofft hatten.
Das kam dabei raus:

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