Die Grünen mit Spitzenkandidatin Katharina Schulze könnten heute Abend zu den Siegern gehören.
Bild: LENNART PREISS/EPA/KEYSTONE
«Liebe Bayern»: Das wünscht sich der Rest der Republik zur Bayern-Wahl
Die CSU muss heute mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit rechnen. Die populistische AfD dürfte den Einzug in den Landtag schaffen. Der Rest der Republik nimmt die Bayern daher ins Gebet, «richtig» zu wählen.
Heute wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Und das interessiert natürlich auch Menschen nördlich und südlich des Weisswurstäquators. Schliesslich hat das Wahlergebnis nicht nur Auswirkungen auf die deutsche Bundespolitik, es bewegt den Rest der Republik auch deswegen, weil sich die Kollegen aus Bayern gerne als Musterschüler inszenieren.
Und dem Musterschüler gibt man eben gerne Ratschläge.
bild: giphy
Wie heute auf Twitter beispielsweise. Mit der Einleitung «Liebe Bayern ...» finden sich dort unzählige Tweets, die die Kollegen aus dem Süden zur Wahl aufrufen. In den meisten Fällen ist der Aufruf auch noch mit einer Wahlempfehlung verbunden – und die kommt von allen Seiten des politischen Spektrums.
Wir haben die bemerkenswertesten, lustigsten und denkwürdigsten Tweets der «Preissn» (so nennen die Bayern Nord- und Ostdeutsche) gesammelt:
Hier mit einem dezenten Schuss Häme:
Das Wortspiel zum Sonntag:
Den Aufruf würden wohl alle unterzeichnen:
Diese Politiker scheitern am Feldstecher
Besuche an der Grenze sind bei Politikern beliebt. Dabei können sie sich als wachsame, zupackende Landesväter inszenieren. Fast schon Pflicht ist dabei ein Blick durchs Fernglas. Nicht immer denken die Politiker daran, die Schutzklappen zu öffnen. Jüngstes Beispiel: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der am Grenzübergang Kirchdorf die neu gebildete bayrische Grenzpolizei besucht. (KEYSTONE/DPA/Lino Mirgeler) DPA / LINO MIRGELER
Das Missgeschick ist schon manchem unterlaufen. Im Bild der damalige israelische Verteidigungsminister Amir Peretz (rechts) mit Generalstabsschef Gabi Ashkenazi auf den Golan-Höhen. Der frühere Gewerkschafter Peretz wurde ohne nennenswerte militärische Erfahrung zum Verteidigungsminister ernannt und stand unter besonderer Beobachtung. Laut einem anwesenden Fotografen habe er beim Besuch der Golan-Höhen mehrmals in den «geschlossenen» Feldstecher gestarrt und dabei den Erläuterungen seines Generalstabschefs nickend zugehört. AP / EFFI SHARIR
In Israel gehört der Besuch bei militärischen Einheiten an der Grenze fast schon zum Alltag der Politiker. Hier der damalige Premier Ariel Scharon während der zweiten Intifada 2002. Als kampferprobter General in zahlreichen Kriegen dürfte dem 2014 verstorbenen Scharon die Funktionsweise von Ferngläsern aber grundsätzlich bekannt gewesen sein.
Davon darf auch beim jetzigen israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu ausgegangen werden. Er war als junger Mann Mitglied der Eliteeinheit Sayeret Matkal. Bei einer Inspektion im Süden Israels während des Gaza-Kriegs 2015 unterlief ihm trotzdem das Missgeschick mit den Feldstecher-Verschlussklappen. screenshot youtube.com
Umstritten ist die Authentizität dieses Bild des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Ihm soll das Missgeschick bei einem Besuch der demilitarisierten Zone (DMZ) an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea im Jahr 2001 unterlaufen sein. Laut der Fact-Checker-Website Snopes lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob das Bild echt ist. Falls Bush durch den «geschlossenen» Feldstecher geschaut haben sollte, bemerkte er seinen Fehler rasch. Andere Bilder vom selben Standort zeigen ihn mit geöffneten Verschlussklappen. snopes.com
Authentizität unklar: Zu diesem Schluss kommen die Faktenchecker von Snopes auch bei der Aufnahme des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in der demilitarisierten Zone an der innerkoreanischen Grenze von 1993. Es ist möglich, dass Clinton durch ein Fernglas-Modell mit abgedunkelten Gläsern schaut. snopes.com
Dieses Bild hingegen ist echt: Der verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez formt mit seinen Händen ein Fernglas. Die Aufnahme entstand während einer Pressekonferenz in Caracas im Jahr 2004. AP / LESLIE MAZOCH
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