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Bild: shutterstock

Yonnihof

10 Gründe, warum Herbst besser ist als Sommer



Yonnihof Yonni Meyer

T.H. White schrieb einst: «The summer was over at last, and nobody could deny any longer that the autumn was definitely here. It was that rather sad time of year when the sun still blazes away in a cloudless sky, but does not warm you, and the hoar-frosts and mists and the winds begin to stir their faint limbs ... »  

Ja, ich weiss, alle mögen den Sommer am liebsten.

Sommer ist der beliebte Junge, mit dem in der Sek alle Mädchen gehen wollen und dem alle Jungs hinterhereifern, weil er ein mega-gfriisetes Töffli hat und seine Eltern einen Pool. Sommer trägt Gel in den Haaren und ganz viel Axe Deo und am Feez knutscht er immer mit mehr als nur einem Mädchen, die am Ende auf der Kellertreppe kleiner Feigling kotzend von ihren Freundinnen getröstet werden müssen, weil Sommer schon die nächste am Start hat.  

Herbst ist mehr so der kleine, etwas zu dünn geratene Emo-Bub, der in den Pausen in der Ecke sitzt und zeichnet und der nach vielem riecht, aber nicht nach Axe (Zitat Mama: «Acht Franke für en Deo? Bisch eigentlich wahnsinnig, Manuel?»). An den Feez wird er nur eingeladen, weil Sommer per Zufall sein Nachbar ist und die Mütter sich kennen. In seinem Kopf jedoch leben Welten und sein Herz ist gross und in seiner Freizeit schreibt er dem Mädchen, das von Sommer hocken gelassen worden ist, wunderbar poetische Liebesgedichte, die er nie abschicken wird. Haben Sie gerade «Awwww» gedacht? Eben. DAS ist Herbst.  

Um Herbst als Jahreszeit ein wenig zu promoten, habe ich hier 10 Gründe zusammengetragen, warum Herbst besser ist als Sommer:    

1. Transpirationsreduktion: Wo wir es ja gerade von Axe hatten ... Im Herbst ist zwar der Bus zum Feierabend noch immer brechend voll, man läuft jedoch keine Gefahr mehr, bei einer Vollbremse mit dem Gesicht genau in der triefenden, haarigen Achselhöhle des sich an der dafür vorgesehenen Stange haltenden Nachbarn zu landen.  

2. See you in Hell, Moskitos!  

3. Man kann ohne schlechtes Gewissen einen ganzen Tag auf dem Sofa rumfaulen und schlechtes deutsches Fernsehen schauen, weil's draussen eh schifft.  

4. Jeder noch so unscheinbare Baum verwandelt sich in eine florale Version von Vivienne Westwood. 

5. Kalte Nächte haben gleich mehrere Vorteile: Man läuft nicht mehr Gefahr, mitten in der Nacht in einer Eigenschweisspfütze zu erwachen und – für BewohnerInnen von Ausgehvierteln wie der Langstrasse – wenn’s langsam gegen den Winter geht, gefrieren sowohl das vor der Haustüre deponierte Erbrochene als auch der Urin über Nacht und man wird nicht von üblen Gerüchen dazu animiert, aufs Land zu ziehen.  

6. Zimt! Überall! Fein!  

7. Bleiben wir beim Essen: Erstens gibt’s wieder Fondue und Raclette und Braten und so weiter und zweitens muss man danach in keinen Bikini mehr passen. High-five, Herbst!  

8. Es ist zu kalt für den nervigen Nachbarn, Nachmittage lang mit seinem Ghettoblaster auf dem Balkon zu sitzen, Räucherstäbli anzuzünden und Gehörvergewaltigungen wie «Dragostea din tei» oder «Ai se eu te pego» laufen zu lassen.  

9. Der Beine-Rasier-Rhythmus ändert von alle zwei bis drei Tage auf «vielleicht alle zwei Wochen» bis «Was isch en Rasierer?».  

10. Und zu guter – und bester – Letzt:
GOODBYYYYYYE FRUCHTFLIEGEN!

Yonni Meyer

Yonni Meyer (33) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. 
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