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LG kapituliert vor Apple und Samsung und zieht sich aus Smartphone-Geschäft zurück



Der südkoreanische Elektronikhersteller LG schliesst seine verlustbringende Smartphone-Sparte. Der Verwaltungsrat habe den Schritt am Montag gebilligt, teilte LG Electronics mit. Die Stilllegung des Geschäfts mit Mobiltelefonen werde voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein.

Es sei eine strategische Entscheidung gewesen, sich aus dem Bereich «mit unglaublich starker Konkurrenz» zurückzuziehen. LGs Rückzug aus dem Smartphone-Geschäft hatte sich seit längerem angedeutet. Die Sparte wies seit Jahren einen operativen Verlust aus. In den vergangenen sechs Jahren fuhr der Handy-Hersteller mit seinen Smartphones Verluste von rund 4.5 Milliarden Dollar ein.

In Europa spielt LG im Smartphone-Geschäft seit Jahren fast keine Rolle mehr. In den USA hingegen hielten die Südkoreaner bis zuletzt einen Marktanteil von rund 10 Prozent und waren damit nach Apple und Samsung die Nummer drei in den Vereinigten Staaten.

LG war vor vielen Jahren eine grosse Marke im Smartphone-Markt, ähnlich wie Nokia, Motorola, Blackberry oder HTC. Der vergleichsweise schwache Software-Support schreckte in den letzten Jahren aber viele Kunden ab. Unklar ist auch, wie lange die verkauften LG-Geräte nun noch Updates erhalten werden. LG schreibt nur, man werde alle auf dem Markt befindlichen Geräte «für einen bestimmten Zeitraum aktualisieren und supporten». Das können zwei Monate oder zwei Jahre sein.

Das Unternehmen wolle künftig seine Ressourcen auf Wachstumsbereiche wie etwa Teile für Elektrofahrzeuge, insbesondere Akkus, und Robotertechnik konzentrieren.

(oli/sda/dpa)

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