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LONDON, ENGLAND - AUGUST 19:  Workers clean the East-facing clock face of the Elizabeth Tower of the Houses of Parliament on August 19, 2014 in London, England. Workers are cleaning the four faces of the Great Clock, some 60 meters above ground, which contains the Big Ben bell.  (Photo by Oli Scarff/Getty Images)

Die traditionellen Uhrenhersteller kämpfen gegen digitale Klone.  Bild: Getty Images Europe

Zifferblatt-Designs zum Herunterladen

Schweizer Luxusuhren-Hersteller knöpfen sich Android-Plagiate vor  

Die Swatch Group und andere Uhren-Konzerne gehen gegen die Anbieter von Zifferblättern für Smartwatches vor. Konkret geht es um digitale Kopien berühmter Chronometer von IWC, Omega und Co. Aber auch die SBB-Uhr kommt wieder ins Spiel ...

Mit dem juristischen Kampf gegen die Marke iWatch hatte die Swatch Group international für Schlagzeilen gesorgt und gleichzeitig unter Beweis gestellt, dass sie die eigenen Marken schützen will.

Mit dem Aufkommen der Smartwatches ist ein neues Schlachtfeld eröffnet worden, wie das Newsportal Torrentfreak.com berichtet. Konkret geht es um digitale Zifferblatt-Designs für Smartwatches, die mit dem frei verfügbaren Google-System Android Wear laufen. 

Im Internet tummeln sich zahlreiche Anbieter, die auf ihren Seiten solche «Watch Faces» zum Herunterladen anbieten. Nun haben offenbar mehrere Betreiber ein sogenanntes Unterlassungsschreiben erhalten. Per eingeschriebenen Briefen verlangen Anwälte der Uhrenhersteller, dass die digitalen Imitationen nicht mehr angeboten werden.

Swatch Group bestätigt Bericht

Während das Original möglicherweise zehntausend Franken oder mehr kostet, sind die Klone häufig kostenlos im Netz verfügbar.

Als grösster Uhrenkonzern der Welt hat die Swatch Group viel zu verteidigen. Zu dem von Nick Hayek Junior geführten Unternehmen gehören Luxusmarken wie Blancpain, Longines oder Omega, aber auch bekannte Namen in der mittleren Preisklasse, wie Tissot oder Certina.

Auf Anfrage bestätigt ein Sprecher der Swatch Group, dass solche Unterlassungsschreiben verschickt worden sind. Und es werden auch nicht die letzten gewesen sein: Das Unternehmen werde seine geschützten Marken, die Uhren-Designs und damit verbundene Urheberrechte mit Nachdruck verteidigen, heisst es. Nicht-autorisierte digitale Reproduktionen könne man nicht tolerieren.

Laut TorrentFreak.com werden die Seiten-Betreiber gehörig unter Druck gesetzt. Ihnen werde zum Teil lediglich ein Tag Zeit gegeben, um die rechtlich problematischen Inhalte zu entfernen.

Der Betreiber der Seite FaceRepo.com sagte laut TorrentFreak.com, die Vorwürfe würden ernstgenommen und man reagiere innert Stunden. Selbst wenn die von Freiwilligen entworfenen Zifferblätter «ein hohes künstlerisches Talent ihrer Gestalter» zeigten, müsse man anerkennen, dass die Inhaber der Urheberrechte diese verteidigen müssten.

SBB-Uhr ist weiterhin begehrt

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Ein Original, viele Nachahmer: Die SBB-Uhr. bild: reddit

Das Tech-Portal heise.de weist darauf hin, dass auch Apple schon juristische Probleme wegen eines Uhrendesigns hatte. Allerdings ging es dabei nicht um die für Anfang 2015 angekündigte Apple Watch. 2012 musste Apple 21 Millionen Dollar Lizenzgebühren bezahlen, weil das Design der SBB-Bahnhofsuhr für iOS 6 übernommen wurde. Ein Jahr später, mit iOS 7, wurde ein anderes Zifferblatt verwendet.

Die ikonische Bahnhofsuhr stammt von der Schweizer Uhrenherstellerin Mondaine. Und diese Firma ist laut TorrentFreak.com ebenfalls gegen die Anbieter digitaler Zifferblätter vorgegangen. Kein Wunder: Das schlichte Design mit dem roten Sekundenzeiger ist begehrt und wird auf einigen Webseiten für die Moto360 von Motorola angeboten.

Moto 360 im Test



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