Skoda Epiq: An diesem kleinen E-Auto könnte die Konkurrenz verzweifeln
Das Wichtigste in Kürze
- Skoda Epiq: Ab Mai 2026 bestellbar, ab Herbst im Handel
- Reichweite: 315 km oder bis 430 km mit dem grossen Akku
- Basismodell ab etwa 26'000 Euro (Schweizer Preise stehen noch nicht fest)
Skoda erweitert sein elektrisches Portfolio um ein neues Segment: Mit dem Epiq gab der Hersteller bereits auf der Automesse IAA Mobility 2025 einen konkreten Ausblick auf seinen kleinen Elektro-SUV. Nun folgen erste Bilder der noch getarnten Serienversion und ein Zeitrahmen für den Marktstart: Er soll im Herbst erfolgen.
Der Epiq ist Teil einer konzernweiten Initiative. Unter Federführung von Cupra entstehen mehrere Elektrofahrzeuge für das Einstiegssegment unter den Marken Volkswagen, Skoda und Cupra – auf gemeinsamer technischer Basis, aber mit markenspezifischer Ausprägung.
4,17 Meter Länge – und so viel Platz wie eine Klasse höher
Der Epiq ist 4,17 Meter lang und soll laut Hersteller Raum für fünf Personen und 475 Liter Gepäck bieten. Und unter dem Ladeboden befindet sich ein tiefes Fach als separater Stauraum. Damit liegt er beim Kofferraumvolumen leicht über dem elektrischen ID. Cross von Volkswagen (450 Liter) und rund 25 Prozent über dem sieben Zentimeter längeren Verbrenner-Modell Skoda Kamiq.
Reichweite und Preis
Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 430 Kilometer – ein Wert, der den Epiq auch für längere Strecken qualifizieren soll. Besonderes Augenmerk legt Skoda auf den Einstiegspreis: Dieser soll ungefähr auf dem Niveau des aktuellen Kamiq mit Verbrennungsmotor liegen, etwa bei 26'000 Euro (Schweizer Preise sind noch nicht bekannt).
Damit wird der Epiq das mit Abstand günstigste E-Modell der Marke und könnte für viele Käuferinnen und Käufer zum ersten Elektroauto werden.
Neues Design
Als erstes Modell trägt der Epiq vollständig Skodas neue Designsprache «Modern Solid», die schon bei den grösseren Modellen Elroq und Enyaq zum Einsatz kommt. Diese setzt auf kantige Formen, robuste Elemente und klare Flächen. Auffällig ist das sogenannte Tech-Deck-Face mit tief sitzenden Hauptscheinwerfern und einer markant gezeichneten Frontschürze. Eine neue Tornado-Linie betont die Schultern und trennt visuell die Karosserie von der verglasten Fahrgastzelle.
Innenraum: Nicht nur Touchbedienung
Im Innenraum setzt Skoda auf Funktionalität. Kabelloses Laden, klassische Tasten, haptische Drehregler sowie Gepäcklösungen wie Taschenhaken, Halterungen und versteckte Fächer sind vorgesehen.
Statt eines reinen Touchscreen-Konzepts kombiniert Skoda analoge und digitale Bedienelemente.
Drei Motorvarianten und zwei Akkugrössen
Es gibt im Basismodell einen LFP-Akku mit 37 kWh (netto Kapazität) für 315 Kilometer, der eine E-Maschine von 85 kW/115 PS speist und mit eher mageren 50 kW geladen werden kann. Mehr Power in beiden Richtungen gibt es mit der nächsten Motorvariante: Sie hat 99 kW/135 PS und lädt mit 90 kW. Das Laden von 10 auf 80 Prozent dauert so im Idealfall 28 Minuten. Das Topmodell kommt dann schon auf 155 kW/211 PS und fährt mit einem 51,7 kWh (netto) grossen NMC-Akku bis zu 430 Kilometer weit. Es lädt mit maximal 125 kW. Damit ist der Akku im Idealfall in 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen.
Am Wechselstrom (z. B. Wallbox) gilt für alle Varianten Laden mit 11 kW, und gegen Aufpreis funktioniert das Laden auch bidirektional, es können also auch externe Geräte wie E-Bikes geladen werden. Je nach Motorleistung schafft der Epiq laut Skoda den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 11,0 bis 7,4 Sekunden und erreicht 150 oder in der Topversion 160 km/h.
Den Verbrauch gibt Skoda mit 13 kWh auf 100 Kilometer an (siehe Testfahrt im Video am Ende des Artikels). Auch One-Pedal-Driving wird unterstützt und die erlaubte Anhängelast beim Topmodell soll 1,2 Tonnen betragen.
Mehr E-Auto braucht es im Alltag sehr oft nicht.
Produktion in Spanien
Gebaut wird der Epiq in Spanien – zusammen mit den Schwestermodellen ID. Cross und ID. Polo von Volkswagen und dem Raval von Cupra.
Die Serienversion des Epiq soll Mitte des Jahres ihre Weltpremiere feiern. Ziel der gemeinsamen Plattformstrategie soll sein, Skaleneffekte zu nutzen und Elektrofahrzeuge auch in unteren Segmenten wettbewerbsfähig zu machen. Mit dem Epiq sinkt der Einstiegspreis in die Elektromobilität bei Skoda um rund 10'000 Franken – und weiter will der Hersteller offenbar nicht heruntergehen. Zum elektrischen Kleinwagen für rund 20'000 Franken, den VW derzeit noch unter dem Kürzel ID.1 entwickelt, wird es bei Skoda nach aktuellem Stand kein Pendant geben.
Mit Material der Nachrichtenagentur DPA

