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Basel, Bern und Zürich geben doch keine gemeinsame Mobilitäts-App heraus

Elektro-Trottinetts in Reih und Glied wie hier in Zürich sind in Tel Aviv ein seltenes Bild. Die Behörden haben seit Anfang Jahr 13'000 Bussen ausgestellt und 1000 chaotisch abgestellte E-Trottis ...
Gescheiterter Plan: Mobilitäts-App für alle Anbieter.Bild: KEYSTONE

Basel, Bern und Zürich kapitulieren – doch keine gemeinsame Mobilitäts-App

Das Vorzeigeprojekt der drei grossen Schweizer Städte kommt nicht zustande. Das finanzielle Risiko sei zu hoch. Budgetiert waren 18,2 Millionen Franken.
30.05.2024, 07:4430.05.2024, 07:45
Christian Mensch / ch media
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Die Städte Zürich, Basel und Bern planten, eine gemeinsame Mobilitäts-App zu entwickeln. Alle Mobilitätsangebote – ob ÖV oder privater Sharing-Anbieter – sollten über eine Handy-Applikation gebucht und abgerechnet werden können.

Was als Vorzeigeprojekt startete, ist nun abgesagt. In einer gemeinsamen Mitteilung von gestern begründen die Städte den Abbruch mit dem Risiko, dass die Kosten für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Projekts zu hoch würden.

Nur Mobilitätshubs

«bz» (CH Media) hat vor drei Wochen allerdings berichtet, dass schon bei der App-Beschaffung das Budget nicht hätte eingehalten werden können. Die öffentliche Ausschreibung wurde abgebrochen, da die eingereichten Angebote den Kostenrahmen «deutlich überschritten» hatten. Die Skepsis hat sich nun noch verstärkt und zum Übungsabbruch geführt.

Gänzlich wollen die Städte jedoch nicht auf eine Kooperation verzichten. Auf dem gemeinsamen Programm steht nun der Ausbau von sogenannten Mobilitätshubs, an denen verschiedene Mobilitätsangebote an zentral gelegenen Standorten gebündelt würden.

(bzbasel.ch)

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