Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ein Foto aus besseren Tagen: Testfahrerin mit Elektro-SUV FF 91. bild: faraday future

Diesem hochgelobten «Tesla-Killer» droht ein jähes Ende

Dem chinesisch-kalifornischen Start-up Faraday Future ist das Geld ausgegangen.



Faraday Future – der Name stand für ein Start-up, das mit innovativen Boliden Tesla Konkurrenz machen wollte. Doch nun steckt das Unternehmen in einer schweren Krise, wichtige Führungsleute sind bereits von Bord. Oder müsste man eher sagen, haben das sinkende Schiff verlassen?

Der für die Produktentwicklung verantwortliche Manager, Peter Savagian, sei bereits weg, machte das US-Techportal The Verge am Montag publik. Und liess einen Tag später die nächste Hiobsbotschaft folgen: Mit Nick Sampson habe auch einer der drei Firmengründer den Abgang angekündigt.

Das Unternehmen sei «praktisch zahlungsunfähig», wird der erfahrene Manager zitiert. In der Nacht auf Mittwoch bestätigte Sampson seinen Abgang in einem emotionalen Tweet und begründete den Entscheid mit den jüngsten Ereignissen und den verheerenden Auswirkungen auf die Mitarbeiter ...

Was ist passiert?

Der Hauptinvestor hat dem chinesisch-kalifornischen Elektroautohersteller den Geldhahn zugedreht.

Die vom chinesischen Unternehmen Evergrande zur Verfügung gestellten 800 Millionen Dollar wurden von Faraday Future bereits ausgegeben. Weitere in Aussicht gestellte Mittel von bis zu 1,2 Milliarden Dollar hält der Hauptinvestor zurück.

Faraday Future ist darum praktisch pleite und die Unternehmensführung musste drastische Massnahmen treffen, um den drohenden Kollaps zu verhindern. Doch brachten «Rettungsversuche» wie Zwangsurlaub, Lohnkürzungen und Entlassungen offenbar nicht die gewünschten Einspareffekte.

«Angesichts der verheerenden Auswirkungen auf die Leben unserer Angestellten, deren Familien und Nahestehenden sowie der Folgen für unsere Zulieferer und die Branche als Ganzes kann ich nicht weitermachen.»

Co-Gründer Nick Sampson

CEO Jia Yueting ist von den drei Co-Gründern der einzige, der noch im Unternehmen verbleibt.

Bereits Ende 2017 hatte der ehemalige Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, Faraday Future nach weniger als einem Jahr bereits wieder verlassen. Mit ihm ging der Technikchef Ulrich Kranz, ein ehemaliger BMW-Manager. Die beiden gründeten daraufhin ihr eigenes E-Auto-Start-up Evelozcity.

Batmobil und E-SUV

Im August hat Faraday Future mit dem FF 91 sein erstes serienreifes Auto vorgestellt. Bestellt werden kann der luxuriöse E-SUV bereits. Bis Mitte 2019 soll er auf den Markt kommen.

Dieses YouTube-Video über eine FF-91-Testfahrt wurde gesponsert

abspielen

Video: YouTube/JerryRigEverything

Nun ist ungewiss, ob das 2014 gegründete Unternehmen nächstes Jahr überhaupt noch da sein wird. Der Betrieb soll durch die getroffenen Sparmassnahmen so lange aufrechterhalten werden, bis ein neuer Geldgeber gefunden ist.

Der FF 91 war Anfang 2017 an der CES in Las Vegas als schnellstes Serienfahrzeug der Welt angekündigt worden. Allerdings hatte das Unternehmen auch schon an der Elektronikfachmesse im Vorjahr vollmundig einen Elektroboliden angekündigt. Dieser erinnerte an das Batmobil.

(dsc, via golem.de)

Faraday Future enthüllt Elektroflitzer mit 1000 PS

abspielen

Video: watson

Das Model 3 kommt in die Schweiz – das taugt der kleinste und günstigste Tesla wirklich

Link zum Artikel

Ein Tesla als Familienauto? Ich habe es ein Jahr getestet

Link zum Artikel

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link zum Artikel

Ein Tesla X als Polizeiauto? 7 Gründe, die dafür sprechen, und 3 dagegen 😏

Link zum Artikel

Elon Musk: Tesla stand kurz vor dem Tod

Link zum Artikel

Das neue Tesla-Rennauto ist schneller auf 100 km/h, als du auf 3 zählen kannst

Link zum Artikel

Fahren Teslas bald allein? Musk kündigt neue «Autopilot»-Funktionen an

Link zum Artikel

Volvo will echten «Autopiloten» bis 2021 anbieten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Forest 01.11.2018 13:11
    Highlight Highlight Es wird noch sehr lange dauern bis sich Elektro-Autos durchsetzen. Will jeder Hersteller sein eigenes Netz aufbauen? Auf einen Stecker wird man sich wohl kaum einigen können und die Ladezeit an normalen Steckdose dauert immer noch viel zu lange. Elektro-Start-Ups werden es sehr schwer haben, sich im Automarkt zu etablieren.
  • Teslanaut 31.10.2018 18:11
    Highlight Highlight Schade! Ist anscheinend doch nicht so einfach ein E-Mobil zu produzieren. Selbst Daimler-Chef Zetsche spricht jetzt wieder von einer möglichen Zusammenarbeit mit Tesla. Volkswagen/Audi ist bis dato ebenfalls grandios gescheitert. Die Produktion des E-tron ist bereits wieder gestoppt worden, LG-Chemicals liefert keine Akkus. 2013 mit grossem Tamtam angekündigt und angeblich ab 2015 lieferbar, stehen heute ein paar E-trons in Namibia in der Wüste zum Testen - und das Ergebnis ist eine schöngeredete Katastrophe.
    • Forest 01.11.2018 13:21
      Highlight Highlight Ein Auto zu bauen ist einfach. Ein Auto muss allerdings auch mal in die Wartung und ohne ein Netz wird es schwer. Wer möchte schon 100km oder mehr fahren, um ein Fahrzeug in die Wartung zu bringen.
    • Teslanaut 01.11.2018 18:29
      Highlight Highlight @Forest: Nach 100 km in die Wartung bringen? Sie verstehen wohl etwas falsch! Ein E-Mobil muss nicht öfter in die Wartung als ein Verbrenner. Alle 30‘000km die Bremsen reinigen - weil sie sehr wenig gebraucht werden und bei 80‘000 km die Kühlflüssigkeit des Akku auswechseln - that‘s all! Wenn Sie unter Wartung das Laden verstehen - kein Problem. Jeden Abend zu Hause an die Steckdose, auf Langstrecke alle 270-350 km bzw. nach ca. 3 Stunden fahrt eine Kaffee/Pinkelpause und man fährt so entspannt in die Ferien .....
  • Pointer 31.10.2018 16:55
    Highlight Highlight Warum Tesla-Killer? Es hat neben Tesla und den anderen Elektroautoherstellern noch genügend Platz für weitere Elektroautobauer. Wenn schon, gehen die Marktanteile doch zu Lasten der Autobauer mit Benzin- und Diesel-Motoren.
  • werther 31.10.2018 14:11
    Highlight Highlight ja, klar: schade ist es immer, wenn es weniger produzenten und somit konkurrenten gibt auf dem freien markt.
    mir stellt sich aber auch die frage, ob es nötig ist, auf verstopften strassen elektro-BOLIDEN zu haben, STATT elektro-VERNUNFT-fahrzeuge.

    ähnliche frage stelle ich mir bei elektrovelos, elektrorollern und (LOL) leuten, welche die natur mit elektro-mountainbikes befahren, damit jeder downhillgaggelari auch die entlegensten winkel der #MountainWilderness noch erreichen kann. und dann zuhause schön brav energie sparen für die 2000-watt-gesellschaft.
    naja: ich denk, ich denk zu viel... ;)
  • glüngi 31.10.2018 10:51
    Highlight Highlight schade, sah echt vielversprechend aus. vor allem das innenraum-konzept fand ich faszinierend.
    • Sharkdiver 31.10.2018 15:23
      Highlight Highlight Mich wundert es nicht. Wo findet man aktuelle Innenraum Bilder? Auf deren Homepage gibt es keine. Bin mir nicht sicher ob sie da schon über eine Konzeptstudie heraus sind. https://www.ff.com/us/gallery/ Aussen ist er zu exotisch. Heck ist schwer Geschmacksache und die kurze „Motorhaube“ im Verhältnis zu langen Optik des Fahrzeuges ist auch speziell. Kein massentaugliches Design, und dass muss es sein wenn man will, dass es in Massen gekauft wird. Sonst geht es wie dem Ampera 1.

So startet Tesla in der Schweiz durch – alle Verkäufe von 2009 bis 2019 auf einen Blick

Das neue Model 3 ist das meistverkaufte Auto der Schweiz im März. Zum ersten Mal verkauft sich ein E-Auto besser als Verbrenner. Doch bis zu diesem Meilenstein brauchte Tesla einen langen Atem.

Tesla vor Skoda und VW. An diesen Anblick in der Verkaufsstatistik müssen wir uns zuerst noch gewöhnen. Tesla hat es mit dem Model 3 tatsächlich geschafft und die etablierte Konkurrenz im März auf die Plätze verwiesen. Zwar ist dies nur eine Momentaufnahme und ein guter Monat garantiert noch kein langfristiger Erfolg, aber der Start des Model 3 in der Schweiz ist mehr als gelungen. Tesla verkaufte im ersten Quartal 2019 mehr Autos als im gesamten letzten Jahr. Dies, obwohl das vor genau …

Artikel lesen
Link zum Artikel