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Sieht relativ harmlos aus, kann aber gehörig erschrecken ... screenshot: watson

«Stalkscan» – dieses Online-Tool bringt Facebook-User ins Schwitzen

Facebook weiss unheimlich viel über seine Nutzerinnen und Nutzer. Die gespeicherten persönlichen Daten können nun bequem über eine Website «recherchiert» werden. Das perfekte Werkzeug für Stalker?



Wir alle wissen, dass Facebook ein Datenkrake ist.

Ob aus beruflichen oder privaten Gründen: Wer bei Facebook Mitglied ist, sichert sich so gut es geht ab. Immerhin gibt's ja die Privatsphäre-Einstellungen ...

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screenshot: facebook

Aber auch wenn man den (angeblichen) Schutz hochschraubt und nur ausgewählten Facebook-Freunden Zugriff auf persönliche Informationen und Inhalte gibt: Was das US-Unternehmen über uns weiss, ist einfach nur erschreckend.

Und es kommt noch schlimmer: Auch Dritte und völlig Fremde kommen problemlos an persönliche Facebook-Daten heran. Wer's nicht glaubt, geht auf stalkscan.com und prüft ein Facebook-Profil. Wie wär's zum Beispiel mit dem Chef?

Die roten Pfeile sind nur Hinweise, wo sich aufschlussreiche Informationen über Facebook-User verstecken können

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screenshot: stalkscan.com

Persönliche «Learnings» nach kurzer Recherche:

Wichtig: Es handelt sich um einen legalen Online-Dienst, es werden lediglich Facebook-Daten abgegriffen, die laut den Nutzungsbestimmungen als «öffentlich» freigegeben werden. Das einfach zu bedienende Tool führt nur gnadenlos vor Augen, was alles (auch für Dritte abrufbar) gespeichert wird.

Ist das neu? Nope!

«Neu ist nur ein praktisches Webinterface für die Nutzung der Graph Search, aber weder die zugrunde liegende Suche noch die Tatsache, dass darüber möglicherweise Informationen preisgegeben werden, die man lieber für sich behalten würde, sind neu. Eigentlich alles altbekannt – aber offensichtlich noch nicht bei allen angekommen, wie ein kleiner Test mit verschiedenen zufällig ausgewählten Profilen ergab. Manche gehen da doch recht freizügig mit ihrer Privatsphäre um.»

mobilegeeks.de

Das «unheimlichste Such-Werkzeug» ist zurück ...

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Das Online-Magazin Vice hat bereits darüber berichtet. screenshot: vice.com

Er hat das Online-Tool programmiert, um normale Leute vor Facebooks Risiken und Nebenwirkungen zu warnen

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screenshot: twitter

Inti De Ceukelaire bezeichnet sich als ethischen Hacker. Was seine Motivation betrifft, sagte er:

«With my actions and user-friendly tools I want to target the non-tech-savvy people because most of them don’t have a clue what they are sharing with the public.»

Die Vorgeschichte

Im Januar 2013 kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg «Graph Search» an. Die mächtige Suchmaschine, die über Texteingaben relativ kompliziert zu bedienen war, geriet wegen Datenschutz-Bedenken in die Kritik. Und so liess der Social-Media-Konzern die Suchfunktion (unbemerkt von der Öffentlichkeit) langsam in der Versenkung verschwinden. Der Zugriff auf die Daten blieb – wenn auch unter erschwerten Bedingungen und vor allem für Spezialisten – möglich. Mit der Aktion des belgischen Hackers haben nun auch technische Laien Zugriff ...

Was nun? Die Privatsphäre-Einstellungen «optimieren» – oder das Facebook-Profil löschen!

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