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So stark bricht die E-Auto-Reichweite bei Kälte ein

VW ID.3: Der Verbrauch bei Elektroautos schwankt stark mit den Jahreszeiten.
VW ID.3: Der Verbrauch bei Elektroautos schwankt stark mit den Jahreszeiten.Bild: Shutterstock

Elektroauto im Winter: So stark bricht die Stromer-Reichweite bei Kälte ein

Elektroautos kommen im Winter bis zu 30 Prozent weniger weit. Trotzdem fahren sie weit sparsamer als Benzin- und Diesel-Autos.
04.12.2022, 14:2304.12.2022, 14:24
Ein Artikel von
t-online

Heizung, Licht, Scheibenwischer: So manche Funktion senkt im Winter die Reichweite – beim Auto mit Verbrennungsmotor ebenso wie beim Stromer. Allerdings kommt beim E-Auto hinzu, dass bei Kälte die chemischen Reaktionen in der Batterie nur gehemmt ablaufen. Umso ungehemmter sinkt deren Füllstand. Wie stark der Stromer-Verbrauch im Winter zunimmt, zeigt nun ein Test der Hochschule Wismar.

Ein Jahr auf Achse im VW ID.3: Für den Test wurde das Elektroauto genau 30'594 Kilometer weit bewegt – durch die Sommerhitze, den Herbstregen und übers Glatteis des Winters. Und genau wie die Temperaturen ging auch die Reichweite rauf und runter:

  • Im Jahresschnitt liegt der Verbrauch des VW ID.3 bei 14,4 kWh auf 100 km.
  • Im Sommer (Juni bis August) sinkt der Verbrauch mit 13,3 kWh auf 100 km leicht unter den Durchschnitt.
  • Im Winter (Dezember bis Februar) hingegen steigt der Verbrauch auf 17,0 kWh – ein gutes Viertel (28 Prozent) mehr als im Sommer. Die Reichweite des 62-kWh-Akkus wiederum schrumpft von 404,8 km auf 317 km.
  • In einem anderen Test des norwegischen Automobilclubs NAF mit dem grösseren 77-kWh-Akku sank die Reichweite des ID.3 bei Kälte um 19 Prozent auf 435 km (gegenüber den angegebenen 539 km nach WLTP).
  • Im Test des norwegischen Automobilclubs mit 31 Modellen verloren die E-Autos im Winter 11 bis 32 Prozent gegenüber der angegebenen Reichweite nach WLTP.

E-Auto viel sparsamer als Verbrenner-Auto

Zum Vergleich wurde auch ein Verbrenner-Modell getestet. Der Diesel-Golf war ebenfalls ein Jahr lang auf Achse. Zwar zeigt sich, dass die Verbrenner-Reichweite bei Kälte weniger stark sinkt als beim Elektroauto. Aber: Der Diesel verbraucht deutlich mehr Energie. Im Jahresschnitt liegt sein Verbrauch bei 50,7 kWh je 100 km (E-Auto: 14,4 kWh). «Aus energetischer Sicht geht der ID.3 aus diesem Vergleich daher als eindeutiger Sieger hervor, ohne dass im täglichen Fahrbetrieb deutliche Einschränkungen hinzunehmen wären», sagt Testleiter Prof. Ansgar Wego von der Hochschule Wismar.

Der Wirkungsgrad des E-Autos ist demnach weit überlegen. Im gesamten Test habe das Dieselauto etwa 3,5-mal mehr Energie verbraucht. Der Kostenvorteil des Stromers in diesem Vergleich: mehr als 800 Franken pro Jahr.

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VW ID.3: Der Golf für das Elektrozeitalter
quelle: vw
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99 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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NullAchtFünfzehn
04.12.2022 14:34registriert März 2020
800 Franken tiefere Treibstoffkosten, kaum Service- und Reparaturkosten und dazu noch das gute Gefühl, den autoritären Regimes kein Geld geschickt zu haben.
Und das sind nur wenige der vielen Vorteile eines e-Autos gegenüber einem Verbrenner.
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Butzdi
04.12.2022 15:27registriert April 2016
Mein Stromer schafft im Sommer 400 km und im Winter 350 km.
Zum Winter: Der Vierradantrieb ist besser als bei meinem vorherigen Audi quattro. Ich kann das Auto über App regelmässig oder situativ vorheizen - was gleich auch die Fenster enteist.
Und was viele vergessen/nicht wissen: Wenn ich im Stau stehe oder wo liegenbleibe/eingeschneit werde, dann hält mich der Akku locker 24h wohlig warm, ohne Motorenlärm und ohne Gestank.
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ingmarbergman
04.12.2022 15:08registriert August 2017
Ein PKW in der Schweiz fährt im Schnitt 36 km am Tag. D.h. es braucht Akku für 18km pro Weg. Rechnen wir die Wochenenden weg und machen noch ordentlich Marge drauf, dann reichen 100 im Reichweite Pro Tag für die absolute Mehrheit der Leute.

Die Debatte um Reichweite ist eine reine Alibi-Diskussion.
Gleich wie die Leute, die 80‘000.- im
Jahr verdienen und für Steuererleichterungen für Milliardäre stimmen, weil sie denken, dass sie irgendwann ja auch mal Milliardär sein könnten.
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