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epa04203516 (FILE) A file picture dated 21 October 2004 shows a man passing by a Google logo in Frankfurt, Germany. Internet search engine operators must remove links to outdated personal data from their results pages, the European Union's top court ruled 13 May 2014, in a case brought by Google against the Spanish data protection authorities. The case relates to a Spanish man whose name was published in a newspaper in 1998 as the owner of a property to be auctioned off because of debts. Links to this information continued to appear in Google searches for his name. Since 2009, the man has attempted to have the online information erased, arguing that the proceedings had concluded many years previously and were no longer relevant. Spain's data protection agency sided with him in 2010, ordering Google to remove the links. The internet giant appealed, and a Spanish court turned to the European Court of Justice for advice.  EPA/BORIS ROESSLER *** Local Caption *** 50863882

Heute schon gegoogelt? Bild: EPA

Netflix, Google, Instagram, Pornos: So klimaschädlich ist das Internet wirklich

Täglich werden Milliarden Suchanfragen gestellt, Videos geguckt und Social-Media-Postings abgesetzt. Dabei wird mit jedem Klick CO2 freigesetzt.

Saskia Leidinger / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Fliegen und Autofahren ist schädlich fürs Klima. Das dürfte den meisten Menschen mittlerweile bewusst sein. Aber die wenigstens machen sich darüber Gedanken, dass es ebenso klimaschädlich ist, sich ein Video bei YouTube anzusehen, kurz etwas bei Google zu suchen, oder online einzukaufen.

Netflix ein Klimakiller?

Den Grossteil ihrer Zeit verbringen Menschen im Internet aber nicht mit Google-Suchen, sondern mit dem Ansehen von Videos. Bei einem Drittel davon handelt es sich um pornografisches Material.

Wären die Streamingdienste wie Netflix und Amazon ein Land, würden sie in einem Jahr so viel CO2 produzieren wie Chile, wie eine Untersuchung des «Shift Projects» zeigt.

Doch auch in analogen Zeiten war nicht alles besser. Matt Brennan von der Universität Glasgow hat verschiedene Musikdatenträger auf ihre Umweltfreundlichkeit hin getestet. Er kam zu dem Ergebnis, dass Musikdownloads und Streaming in der Zeit von 2013 bis 2016 deutlich mehr CO2 produzierten als CDs, Kassetten oder Vinyl-Schallplatten.

Allerdings spart die digitale Musik deutlich an Plastik ein und ist zumindest in diesem Aspekt umweltfreundlicher. Wer umweltfreundlich Musik hören möchte, kann dies laut Greenpeace nur bei Apple bedenkenlos tun. Spotify beispielsweise schnitt in der Untersuchung schlecht ab.

Die Server sind das Problem

Die Ursache für den hohen CO2-Ausstoss sind die Rechenzentren. Waren vor fünf Jahren noch die privaten Geräte mit Abstand die grössten Stromverbraucher, so zeigt sich eine stärkere Verschiebung hin zu Rechenzentren, denn Cloud-Dienste liegen im Trend.

Gerade Videos benötigen viel Speicherkapazität. Ein zehnstündiges HD-Video benötigt so viel Speicherplatz, wie alle englischen Wikipedia-Artikel im Textformat. Rechenzentren verbrauchen nicht nur den Strom, den sie für den Betrieb benötigen. Die zahlreichen Server produzieren auch viel Wärme. Deshalb müssen sie stets gekühlt werden. Das verbraucht zusätzlichen Strom.

«Mehr als 40 internationale Rechenzentrumsbetreiber sind mittlerweile in Frankfurt am Main angesiedelt. Sie machen zusammen inzwischen ein Fünftel des gesamten Strombedarfs der Stadt aus. Im Jahr 2017 haben die Rechenzentren 1'037 Gigawattstunden Strom verbraucht. Das heisst, sie verbrauchen mehr Strom als alle Haushalte in Frankfurt zusammen», heisst es in der CO2-Bilanz der Stadt Frankfurt vom November 2019.

Die Energieversorgung wird zum Problem

In Frankfurt ist allerdings auch die Börse angesiedelt, die mit ihrem weltweiten Hochgeschwindigkeitshandel zum Datenverkehr beiträgt. Auch der Internetknotenpunkt DE-CIX steht in der Mainstadt und trägt dazu bei, dass dort der Bedarf an leistungsfähigen Rechenzentren besonders gross ist. 

Mehr Rechenzentren bedeuten auch einen höheren Energiebedarf. Das bestätigt eine Studie des Borderstep-Instituts. Demnach hat der Energieverbrauch von Rechenzentren in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Ein Grund dafür ist nach Ansicht der Wissenschaftler der Anstieg an Cloud-Diensten.

Ab dem nächsten Jahr gilt für Server und Datenspeicher die EU-Ökodesign-Verordnung. Dadurch sollen die Server energieeffizienter werden und Strom einsparen. Facebooks Server haben nach eigenen Angaben im Jahr 2018 rund 339'000 Tonnen CO2 emittiert.

Vom Rechenzentrum zur Heizung

Doch die grossen Technologieunternehmen haben das Problem erkannt und versuchen gegenzusteuern. Apple betreibt seit 2018 alle seine Büros, Rechenzentren, Einkaufsläden und Fabriken weltweit komplett mit erneuerbaren Energien.

Auch Facebook und Google bekamen 2017 in einer Studie von Greenpeace für ihren Strommix die Note A. Am schlechtesten schneiden in diesem Report die US-Firma Oracle, der südkoreanische Hersteller Samsung und die chinesische Plattform Alibaba ab. Ihr Strom werde hauptsächlich in Kohle- und Atomkraftwerken produziert.

Mittlerweile haben zahlreiche IT-Unternehmen verkündet, ihren Strom auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Und auch neben dem Strommix gibt es Ideen, wie sich Rechenzentren klimaneutraler gestalten lassen. So wird die Abwärme von Datenzentren in Stockholm beispielsweise genutzt, um die Stadt zu heizen, und das Rechenzentrum des TÜV Nord in Hannover muss dank eines effizienten Energiemanagements erst ab einer Aussentemperatur von 24 Grad heruntergekühlt werden. In Paris werden Schwimmbäder durch die Abwärme von Rechenzentren geheizt.  

Doch den Bemühungen um eine klimaneutrale Stromversorgung steht ein wachsender Energiebedarf gegenüber. Denn in Zukunft werden noch mehr Rechenzentren benötigt. Von der smarten Lampe oder dem Kühlschrank, die sich mit dem Internet verbinden, bis hin zu Industrie 4.0 – das Datenaufkommen wird steigen. So erwarten Experten, dass sich der Stromverbrauch durch WLAN, Festnetz und Mobilfunk bis 2030 von 722 Terrawattstunden (TWh) auf 3725 TWh pro Jahr verfünffachen wird.

Und daran trägt jeder, der das Internet nutzt, seinen Anteil. Übrigens: Die Recherche für diesen Artikel hat 239 Gramm CO2 verbraucht. Das entspricht einer Autofahrt von 1.3 Kilometern.

Quellen

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    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 28.12.2019 18:56
    Highlight Highlight Wenn man sich die Informationen und Daten ohne Internet beschaffen würde, würde ja wohl noch mehr CO2/MB für den Transport anfallen. Man fährt in eine Bibliothek oder Videothek statt eine Suchmaschine bzw. Streaming zu benutzen. Und die physikalischen Buch- oder VHS- oder DVD-Medien, die man dort findet, mussten auch transportiert werden. Oder man schreibt eine Mail, statt dass ein Brief per LKW transportiert wird.

    Aber gleichzeitig ruft man durch die Existenz des Internets natürlich viel mehr Daten ab.

    Von dem her sind die Vergleiche schwierig.
  • GraveDigger 28.12.2019 13:41
    Highlight Highlight Rechenzentren werden nie grün sein, auch nicht wenn die mit "grünem" Strom befeuert werden. Herstellung der Server, der ganzen Netzinfrastruktur, die auf ein paar lumpige Jahre ausgelegt sind und haufenweise Elektroschrott produziert. Nur schon was da an Petrochemie und anderen Stoffen verbraten wird ist echt krass.
    Je mehr IoT eingesetzt wird um so schlimmer, denn alle wollen mit ihren Gehirnen kommunizieren.
    Auch das Finanzwesen das hunderte MW verbratet für Hochfrequenzhandel etc. ohne nutzen für die Allgemeinheit nur zur Stillung der Gier bestimmter Kreise.
  • BLsz 27.12.2019 10:12
    Highlight Highlight Wichtiges Thema, aber sehr schwach recherchiert. Google ist seit 2007 CO2-neutral und läuft seit kurzem sogar ausschliesslich mit erneuerbaren Energien. Jede Suchanfrage produziert also genau 0ng CO2.

    Watson-Leser haben wirklich bessere Recherchen verdient, liebe Redaktion.

    Quelle: https://www.wired.com/story/how-google-keeps-power-hungry-operations-carbon-neutral/
  • AaronKönig 27.12.2019 08:55
    Highlight Highlight So gut ich den Artikel auch finde, ich bin nicht ganz mit seiner Sichtweise einverstanden. Man sollte an dieser Stelle das ganze Bild betrachten, statt nur einzelheiten.

    Ein Beispiel: Die Zahlen von Google mögen beispielsweise absolut gross wirken - die 0.2 Gramm CO2 pro Suchanfrage entsprechen aber nicht mahl 2 Metern mit einem Auto (wenn ich richtig gerechnet habe). Dem gegenüber steht die Tatsache, das viele Dinge online erledigt werden können. Nur schon mit den nun obsoleten Behördengängen, Bankbesuchen und Beratungsterminen sparen wir unsere Internetnutzung vermutlich wieder ein.
  • Herbs 27.12.2019 05:58
    Highlight Highlight Aber verstehe ich das richtig? Würden diese ganzen Techgiganten ihre Server mit grünem Strom betreiben, und die so produzierte Abwärme weiter nutzen (für Heizungen beispielsweise), dann wäre die beschriebene Problematik zu einem Grossteil entschärft?
  • Hzwo 27.12.2019 05:56
    Highlight Highlight Das ist soo egal. Warum? Wir diskutieren über Sachen , die in wenigen Jahrzehnten eh Geschichte sind. Co2 "verbrauch" pro Suchanfrage geht täglich runter und wird schon bald null sein. Nur keine Aufregung..
    (Ja, grün ist günstiger als alles andere drum gings sogar auch ohne Politik)
    • Hzwo 27.12.2019 06:09
      Highlight Highlight Daraus folgt z.b. auch, dass sparen mit jedem Tag weniger bringt, bis es schliesslich gar nix mehr bringt, weil für die Aktivität gar kein Co2 mehr ausgestossen würde. Man stelle sich einen Graph vor mit Fläche unter der Kurve und so...
  • Locutus70 27.12.2019 03:51
    Highlight Highlight Es ist ja löblich das Apple und andere ihre Rechenzentren mit erneuerbaren Energien betreiben. Noch viel viel besser wäre es, wenn sie diese Energie auch selbst produzieren würden.
    • aglio e olio 27.12.2019 09:36
      Highlight Highlight Wieso? Bäckst du dein Brot selbst?
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 27.12.2019 00:59
    Highlight Highlight He, der technologische Fortschritt wird's richten: #positivethinking - Ende gut, alles gut. Damit sind ja schon heute alle Probleme aus der Welt geschafft und es kann easy weiter gehen wie bisher!

    Häsch Internet oder Auto oder beides? Flugi bruchsch au öppe die und lieber no es bitzli meh? Bisch Einezwänzgii und voll debii? Yeah, YOLO!


    I ❤ Kontrastprogramm

    "It's a long way to find peace of mind." - Nick Cave, Hollywood
    • GraveDigger 28.12.2019 14:44
      Highlight Highlight Genau.. Mit noch mehr Technik lassen sich alle technischen Probleme aus der Welt schaffen. Das ist die Logik vieler.
      Denn Geld rettet uns ja auch vorm CO2 hat der Bundesrat gesagt und der Cassis ist ja auch nur geflogen weil der Flieger sowieso fliegen musste.
      Ach wie liebe ich heuchlerei.. fürs Klima hüpfen in Nike Schuhen die irgendwo in Indien unter übelsten Bedingungen zusammengeleimt wurden. Das ganze mit dem neusten Eierfon gefilmt und auf Intsa gestellt gleich zu den Ferienfotos aus Australien. Gespeichert auf der grünen Cloud von Google. 100% öko! isch schwör!
  • p4trick 26.12.2019 23:43
    Highlight Highlight Und wieviele Milliarden Google in die Entwicklung und Erstellung von erneuerbaren Energie steckt? Oder wie sie Internet an Orten in Afrika bringen damit die Menschen durch Bildung aus der Armut kommen? Das interessiert niemanden ist ja nicht reisserisch und der Leser kann sich daran nicht aufregen.
    Es kommt mir langsam vor dass die Medien Informationen verbreiten damit die Leserschaft sich aufregen kann. Und die Leser sind schon fast süchtig danach sich immer noch mehr aufzuregen...
    • Thomas G. 27.12.2019 09:52
      Highlight Highlight Das trifft es sehr genau. Wurde anderswo schon mal als Fake News beschrieben
  • TanookiStormtrooper 26.12.2019 23:38
    Highlight Highlight Als nächstes kommt dann Cloud-Gaming in 4K. Da werden die Rechenzentren ordentlich Saft brauchen, da sind Pornos harmlos dagegen.
    • Big_Berny 27.12.2019 00:07
      Highlight Highlight Nur ist ein Gaming-PC zuhause auch nicht klimafreundlicher. Wahrscheinlich sogar deutlich klimaunfreundlicher, da weniger auf Energieeffizienz getrimmt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 27.12.2019 01:31
      Highlight Highlight Beim Cloud-Gaming wird weiterhin ein potenter Computer benötigt. Der läuft nicht zuhause, sondern auf einer Serverfarm, und dies dann 24 /7, stets auf Abruf. Wegen der Verfügbarkeit wird wohl häufiger gezockt, da er von überall aus erreichbar ist und damit wird auch mehr Traffic stattfinden.

      PC-Leistung hat grundsätzlich wenig mit Energieeffizienz zu tun. Ansonsten wären die Netzteile in den letzten Jahren nicht immer potenter geworden. Vor 15 Jahren waren 500W-Netzteile noch eine Hausnummer. Heute sind's ja eher fast schon 1500W-Netzteile, die man bei High-End-Gaming in Erwägung ziehen muss.
    • Big_Berny 27.12.2019 09:41
      Highlight Highlight @Antinatalist: Nur braucht auf einer Serverfarm nicht jeder einen eigenen Server, sondern man wird sich die Infrastruktur teilen, da nicht alle Gamer gleichzeit online sein werden. Man spielt ja nicht 24/7. Und sicherlich kann man das in einem Rechenzenter viel effizienter gestalten, auch die Kühlung. Zuhause braucht man mit einem Chromacast Ultra kaum Strom (<4W). Dass man durch die stetige stetige Erreichbarkeit signifikant häufiger zockt, ist bestenfalls eine These. Bereits heute kann man ja auch Mobile zicken. Der Traffic wird aber sicherlich zunehmen, da hase du recht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • take5 26.12.2019 22:55
    Highlight Highlight „Jede Suche verbraucht dabei laut Google 0.2 Gramm Kohlendioxid.“
    Ah, dann ist googeln ja klimafreundlich!
    Endlich mal gute Neuigkeiten!
  • Allion88 26.12.2019 22:43
    Highlight Highlight nach fliegen, auto fahren, rindfleisch und snowboarden
    jetzt auch noch meine pornos?

    • Hzwo 27.12.2019 05:42
      Highlight Highlight Sag nicht du verzichtest auf all die Dinge? Wärst die Ausnahme
    • Big_Berny 27.12.2019 14:03
      Highlight Highlight @Rowrow: Was stimmt denn bei dir nicht? 😂
  • poltergeist 26.12.2019 22:04
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen dass das Internet die Globalisierung als grössten Klimaschädling entscheidend vorangetrieben hat.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 27.12.2019 01:36
      Highlight Highlight Dabei hätte es das Potenzial, dass jeder weniger Reisen müsste und man fast alles von zuhause aus erledigen könnte. Aber eben...

      ...technologischer Fortschritt macht alles besser und verursacht ganz sicher auch keine neuen Bedürfnisse, welche man nebst den alten plötzlich zusätzlich noch hat. "Meh isch ebä meh.", sagte doch schon der Rosche mit dem Tennisschläger.
    • Toerpe Zwerg 27.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Würden wir alle noch in Höhlen leben und durchschnittlich mit 25 sterben, würde sich das Klima in bester Gesundheit befinden ...
  • Toerpe Zwerg 26.12.2019 21:53
    Highlight Highlight Mit 1520Kg CO2 mit dem Auto einmal um die Welt?

    Muss ein Tesla sein ... 1.6lt Verbrennerverbrauch ...
    • Toerpe Zwerg 26.12.2019 22:54
      Highlight Highlight Spielen wir weiter mit den Zahlen ...

      Nehmen wir (tiefe) 4.6lt Durchschnittsverbrauch. Dann fährt unser virtuelles Auto in 6min um die Welt ...

      die Google-Suche würde es auf eine Jahresfahrleistung von 3.68 Mia km bringen ...

      entsprechend 245'000 Autos mit 15'000Km/Jahr ...

      Das entspricht etwa der Jahresfahrleistung des Kantons Tessin ...

      Wie soll man das nun einschätzen? Ist das viel?
  • Thomas G. 26.12.2019 21:39
    Highlight Highlight Der Bullshit-Indikator hat soeben einen Totalcrash hingelegt.
  • MartinZH 26.12.2019 21:38
    Highlight Highlight Ja, diese Erkenntnis sollte sich vor allem die "(Klima-) bewegten" Jugendlichen zu Herzen nehmen..!
    • Nevermind 26.12.2019 21:49
      Highlight Highlight Nö. Die Personen die aktuell die Entscheidungeng treffen woher die Energie kommt.
    • _kokolorix 26.12.2019 21:54
      Highlight Highlight Wir sollten nicht vergessen, die Jugendlichen von Heute nutzen die Infrastruktur welche wir Erwachsenen ihnen hingeklotzt haben.
      Kein Jugendlicher will seine YouTube Anfrage von Werbung verseucht beantwortet haben. Das haben wir verbrochen. Geiz ist geil wurde nicht von Jugendlichen erfunden, sondern von hemmungslosen Erwachsenen.
      Es ist der Jugend von Heute hoch anzurechnen, dass sie zumindest die Auto-Protzerei ihrer Väter und Grossväter über Bord geworfen haben
    • Maragia 27.12.2019 01:11
      Highlight Highlight @kokolorix: Auch Youtube ist, wie das Auto, keine Pflicht zu nutzen :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • aye 26.12.2019 21:16
    Highlight Highlight Ein wirklich interessantes Thema...

    Wenn der Artikel aber schon damit beginnt, dass eine Google-Suche CO₂ *verbraucht*, dann wirft das leider doch einige Zweifel an der Qualität der Recherche auf.
  • Digichr 26.12.2019 21:10
    Highlight Highlight Das kommt aber sehr schwer für die Jugend, welche die Zeit nicht mehr ohne Smartphone ablesen kann….
    • D_M_C 26.12.2019 21:18
      Highlight Highlight der angebliche Generationenkonflikt nervt mich

      egal ob sie von der Klimajugend oder von Menschen, welche das Ausmass des Problem noch nicht erkannt haben kommen

      wir müssen alle zusammen die Klimakrise anpacken
    • xHascox 26.12.2019 22:03
      Highlight Highlight Auch nicht schwerer als die Verbrenner Autos für die Erwachsenen, welche kein Youtube-Video anschauen können, ohne drei Viren einzufangen ^_^
    • outdoorch 26.12.2019 23:32
      Highlight Highlight Danke, D_M_C.
  • D_M_C 26.12.2019 21:02
    Highlight Highlight Ein weiterer Grund die erneuerbaren Energien kräftig auszubauen.
    • 7immi 26.12.2019 21:18
      Highlight Highlight Aber nicht vergessen: gleich wichtig ist es, auch die Energiespeicher auszubauen. Denn die Elektronen warten nicht einfach im Netz, bis sie gebraucht werden. Am Windpark im Norden von Hamburg sieht man dieses Problem eindrücklich...
    • D_M_C 26.12.2019 23:55
      Highlight Highlight unbedingt!

      ein erneuerbares Energiesystem ist erst dann komplett, diese Dinge sind untrennbar verbunden

      Danke für die Ergänzung
    • Locutus70 27.12.2019 03:45
      Highlight Highlight @D_M_C - Angesichts der Raten, in denen der Traffic steigt ist dies leider eine unzureichende Lösung. Denn da werden ja Energieressourcen verschlungen, die für andere Dinge eventl. gebraucht werden würden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Swen Goldpreis 26.12.2019 21:00
    Highlight Highlight Frage an den Autor: Wie rechnet man denn genau den C02-Ausstoss bei der Recherche aus? Vielleicht ein Folgeartikel dazu, wie ich das selber herausfinden kann.
  • IrgendEinBesserwisser 26.12.2019 20:47
    Highlight Highlight Wenn ich einen Zischen lasse verbreite ich auch CO2.
    • Herbs 27.12.2019 05:33
      Highlight Highlight Schlimmer noch: methan!!
    • CaptainLonestarr 27.12.2019 06:30
      Highlight Highlight ne, das ist Methan. Notabene ein wesentlich stärkeres Treibhausgas als CO2. Darum sind rülpsende Kühe und taunder sibirischer Tundraboden auch so grosse Probleme.
  • Finöggeli 26.12.2019 20:44
    Highlight Highlight Wie kann man Rechenleistung von einem PC umrechnen in CO2? Ich betreibe mehrere Websites in Serverzentren und würde gerne mal den "beruflich digitalen" Fussabdruck ausrechnen.
    • esmereldat 26.12.2019 23:38
      Highlight Highlight Hier unter Kapitel 8 findest du Zahlen zum CO2 Ausstoss des schweizer Strommixes: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/klimawandel--fragen-und-antworten.html#1369861967

      So kannst du zumindest mal die Grössenordnung abschätzen, wenn du den ungefähren Stromverbrauch kennst.

      Zur Umrechnung Rechnerleistung/Stromverbrauch kann ich nichts sagen, weiss nicht, ob das s8 einfach korreliert. Wenn du aber die Leistungsaufnahme des Servers kennst, kannst du den Stromverbrauch +/- ausrechnen.
    • NotSokra 27.12.2019 08:05
      Highlight Highlight Stromverbrauch maybe
  • Spina_iliaca 26.12.2019 20:44
    Highlight Highlight Strommix ist das Stichwort.
    Wenn alle Tech Firmen nur grünen Strom beziehen, dafür aber nicht selber Strom produzieren oder sonst wo Solarstrom neu aufstellen, nützt das herzlich wenig.
    Es werden nur alle anderen Verbraucher den schmutzigen Strom nützen.
    Genau wie man bei uns Öko Strom beziehen kann..
    Es nützt nichts, wenn nicht auch mehr Öko Strom produziert wird.
    Alles andere ist nur scheinheilige Gewissensberuhigung.
    • esmereldat 26.12.2019 23:40
      Highlight Highlight Es wird aber mindestens soviel Ökostrom produziert, wie verkauft wird.
  • Calvin Whatison 26.12.2019 20:42
    Highlight Highlight Ok, genug Internet für heute... 🤣🤣😂
  • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 26.12.2019 20:41
    Highlight Highlight „Täglich werden Milliarden Suchanfragen gestellt, Videos geguckt und Social-Media-Postings abgesetzt. Dabei wird mit jedem Klick CO2 freigesetzt“

    das letzte mal als ich dieses argument gegen die böse-ältere-generation-beschimpfende und flight-hate klima-demonstrierende vorbrachte, kassierte ich bloss blitzlis.

    jetzt gibt‘s einen ganzen artikel drüber.

    diffrenzierte betrachtungsweise bekommt aufschwung😊
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 28.12.2019 00:12
      Highlight Highlight wieviel co2 die blitze wohl verursacht haben?
  • AnDerWand 26.12.2019 20:27
    Highlight Highlight Interessanter Artikel.

    Ich bin auch Technikfan, aber muss man das hinterst und letzte Gerät mit elektronik versehen?

    Zumal diese ja immer noch sehr störrnfällig ist, updates und angewiesen auf Strom. Irgendwann kann ich bei Stromausfall mein Kühlschrank nicht mehr öffnen...

    Ein wenig back to the roots
  • Miikee 26.12.2019 20:01
    Highlight Highlight Google kommuniziert dies recht transparent und veröffentlichen regelmässig neue Reports.

    Finde den Artikel noch spannend:
    https://sustainability.google/reports/environmental-report-2019/
  • Liquidpsy 26.12.2019 19:58
    Highlight Highlight Schade habt ihr Ecosia im Bericht nicht erwähnt. Das ist eine super Alternative zu Google um dem ganzen auch noch etwas positives abzugewinnen.

    Ecosia spendet einen grossen Teil aller Werbeeinnahmen für die Aufforstung und Renaturierung gefärdeter Gebiete.

    Mittlerweile sind es über $1'000'000 pro Monat.

  • piatnik 26.12.2019 19:41
    Highlight Highlight muss ich jetzt noch beim wixen ein schlechtes gewissen habe?!😂

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