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Konkurrenz für Periscope: Facebook will Live-Streams auf der Handy-App ermöglichen



Facebook gibt seinen Nutzern bald die Möglichkeit, Live-Videos zu senden. Zudem bekommen die Live-Streams einen eigenen Bereich in der Facebook-App für mobile Geräte.

Facebook founder and CEO Mark Zuckerberg delivers a speech at the awards ceremony of the newly established Axel Springer Award in Berlin, Germany, February 25, 2016. Zuckerberg is the first to receive the award at a ceremony on Thursday. REUTERS/Kay Nietfeld/Pool

Mark Zukcerberg, hier im Februar in Berlin, will Facebook fit für Live-Streams machen.
Bild: POOL/REUTERS

Ähnlich wie beim Konkurrenzdienst Periscope von Twitter wird es eine Karte geben, auf der aktuelle Übertragungen angezeigt werden, sowie die Möglichkeit, die Videos live zu kommentieren. Die Video-Funktion werde zunächst in 60 Ländern verfügbar sein, teilte Facebook mit.

Facebook hat über 1,6 Milliarden Mitglieder. Die Offensive bei Live-Video erfordert damit auch eine robuste Infrastruktur, die den höheren Datendurchsatz bewältigen kann.

Zuckerberg sieht «goldenes Zeitalter für Video»

Der verstärkte Fokus auf Live-Videos sei im Februar beschlossen worden, sagte Firmengründer und Chef Mark Zuckerberg der US-Website «Buzzfeed». Wenige Tage danach sei ein Team aus 150 Programmierern abgestellt worden, um an der Integration in die App und dem Ausbau der Infrastruktur zu arbeiten.

«Wir betreten ein neues goldenes Zeitalter für Video», sagte Zuckerberg «Buzzfeed». Er wäre nicht überrascht, wenn in fünf Jahren Videos den Grossteil der Videos bei Facebook ausmachen. Das Online-Netzwerk setzt in seinem Anzeigengeschäft auch verstärkt auf Videowerbung.

LONDON, ENGLAND - SEPTEMBER 17:  Ralph Lauren stages Global Runway event for NYFW on September 17, 2015 in London, England.  (Photo by Tristan Fewings/Getty Images for Ralph Lauren)

Auch YouTube will in Live-Videos investieren.
Bild: Getty Images Europe

Apps für Live-Streaming vom Smartphone gab es schon lange – doch sie waren nur mässig populär. Vor rund einem Jahr setzte mit dem Start der Anwendungen Meerkat und Periscope eine für viele überraschende Renaissance ein. Mit Twitter im Rücken entschied Periscope dieses Rennen für sich und die Entwickler von Meerkat rücken inzwischen vom Live-Streaming ab und wollen die App als Online-Netzwerk mit einem Fokus auf Videos neu positionieren.

Auch Youtube in den Startlöchern

Facebook nahm Live-Videos erstmals im vergangenen Sommer ernsthaft in Angriff. Zunächst konnten Prominente und Medien die Funktion nutzen. Laut US-Berichten soll es auch finanzielle Anreize für Prominente und Medienunternehmen geben, Live-Videos bei Facebook zu platzieren.

Das Netzwerk konkurriert bei Online-Videos mit der Google-Plattform YouTube, die auf rund eine Milliarde Nutzer kommt. Nach Informationen der Website «Venture Beat» will Google unter dem Namen «YouTube Connect» ebenfalls eine Plattform für Live-Streaming bieten.

(sda/dpa)

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