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Cyberangriff stört Auskunftssysteme bei Deutscher Bahn

Cyberangriff stört Auskunftssysteme bei Deutscher Bahn

Die Deutsche Bahn hatte mit Störungen in ihren Auskunfts- und Buchungssystemen zu kämpfen. Grund: massive DDoS-Attacken.
18.02.2026, 12:0319.02.2026, 06:53

Inzwischen stehen die IT-Systeme wieder zur Verfügung, wie die Bahn-Verantwortlichen am Mittwoch mitteilten. Über mögliche Urheber des Angriffs machte der deutsche Konzern keine Angaben.

Schon am Dienstagnachmittag hatte es IT-Schwierigkeiten gegeben. Betroffen waren sowohl die Bahn-App «DB Navigator» als auch die Website bahn.de.

Auf beiden Systemen können Kunden üblicherweise unter anderem Fahrplanauskünfte einholen und Fahrkarten buchen. Nachdem die Systeme am Abend wieder «weitgehend stabil» liefen, wie die Bahn mitteilte, gab es am Mittwochmorgen erneut System-Probleme.

Bahn: Abwehrmassnahmen wirkten

«Unsere Abwehrmassnahmen haben gegriffen, um die Auswirkungen für unsere Kunden zunächst so gering wie möglich zu halten», teilte ein Bahnsprecher mit. Dennoch sei es zu vorübergehenden Einschränkungen in den Auskunfts- und Buchungssystemen gekommen.

Bei der Attacke handelte es sich nach Angaben der Bahn um einen DDoS-Angriff. Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) ist eine digitale Überlastungsattacke: Dabei schicken tausende gekaperte Computer oder Geräte gleichzeitig so viele Anfragen an eine Website oder eine App wie den «DB Navigator», dass diese in die Knie gehen.

Für die Nutzer sieht das so aus, als sei die Seite offline, obwohl sie technisch nicht zerstört wurde. Ziel solcher Angriffe ist es meist, Unternehmen oder Behörden zu erpressen, zu sabotieren oder politisch unter Druck zu setzen.

(hkl/sda/awp/dpa)

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