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epa07875262 Democratic candidate for United States President, Senator Elizabeth Warren, addresses a crowd of supporters at a campaign stop in Hollis, New Hampshire, USA 27 September 2019.  EPA/CJ GUNTHER

Elizabeth Warren bei einem Wahlkampf-Auftritt im September in New Hampshire. Bild: EPA

Mark Zuckerberg sagt Elizabeth Warren den Kampf an – diese schlägt konsequent zurück



Mark Zuckerberg spricht von einer existenziellen Gefahr für seinen Konzern und meint damit die Frau, die die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden könnte.

Die linksliberale US-Senatorin Elizabeth Warren hat bereits öffentlich angekündigt, dass sie die grossen Tech-Konzerne, allen voran Facebook und Google, zerschlagen will.

Dass will der 36-jährige Facebook-Gründer und Multimilliardär nicht hinnehmen, wie aus einem Audio-Mitschnitt hervorgeht, der dem Online-Medium The Verge zugespielt wurde.

Zuckerberg ungefiltert

Laut Berichten äusserte sich Zuckerberg während einer internen Fragerunde mit Mitarbeitenden «ohne die kühle Maske aus Zurückhaltung und Zerknirschung», wie er sie bei öffentlichen Anhörungen und Medienauftritten trägt.

Der Facebook-Chef rechnet bei einem Sieg von Elizabeth Warren gegen Donald Trump 2020 damit, dass Elizabeth Warren ihr Wahlversprechen halten und die Zerschlagung von Tech-Giganten anstreben wird. Und er kündigt schon mal vorsorglich Prozesse dagegen an. Dennoch behage ihm die Aussicht auf eine «grosse Klage gegen die US-Regierung» nicht. Er verwendete dabei den Ausdruck «it would suck».

Die Attackierte reagierte in mehreren Tweets auf die Berichte. Sie schrieb unter dem Hashtag #BreakUpBigTech, sie wolle das «kaputte System, das Facebook illegale wettbewerbsfeindliche Aktivitäten» durchgehen lasse, reparieren. Und:

Bild

screenshot: twitter

Könnte man übersetzen mit:

«Was wirklich ‹scheisse› wäre, ist, wenn wir nicht ein korruptes System reparieren würden, das riesigen Unternehmen wie Facebook ermöglicht, illegale wettbewerbswidrige Praktiken zu betreiben, auf den Persönlichkeitsrechten der Konsumenten herumzutrampeln und die wiederholt dabei versagen, ihre Verantwortung für den Schutz unserer Demokratie wahrzunehmen.»

Zuckerberg behauptete hingegen gegenüber seinen eigenen Angestellten, die Zerschlagung von Konzernen würde die von Warren kritisierten Probleme gar nicht lösen. Vielmehr würde dadurch der Schutz der Demokratie noch schwieriger ...

Der Druck wächst

Facebook steht in den USA unter wachsendem Druck von Politikern und Regulierungsbehörden. Untersucht wird, ob Zuckerbergs Unternehmen mit ihren Geschäftspraktiken den Wettbewerb behindern und Innovationen unterdrücken.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin und die Generalstaatsanwälte von sieben weiteren Bundesstaaten haben eine Untersuchung eingeleitet wegen «potenziellen wettbewerbswidrigen Verhaltens», zusammen mit dem US-Justizministerium und der Federal Trade Commission (FTC).

Im Juli hatte die FTC angekündigt, dass Facebook eine Geldstrafe von 5 Milliarden Dollar bezahlen muss für eine Reihe von Datenschutzverletzungen zwischen 2012 und 2017, einschliesslich derjenigen Verstösse, die mit dem Cambridge-Analytica-Skandal von 2018 zusammenhängen.

Trotz der Kritik plant Zuckerberg weiterhin, Facebook, WhatsApp und Instagram technisch enger miteinander zu verknüpfen. Die populären Apps sollen künftig die gleiche Technik verwenden, was die verschlüsselte plattformübergreifende Kommunikation aller Nutzer erlauben würde.

(dsc)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 03.10.2019 15:07
    Highlight Highlight Die wahre Macht des US-Präsidenten wird eh immer überschätzt.
  • Enzasa 03.10.2019 01:05
    Highlight Highlight Es ist für mich nicht okay, dass wenige Konzerne wie Google, Monserato, Facebook, Nestle, oder einige andere, das Weltgeschehen bestimmen.
    Die Vorstände der globalen Konzerne sind einzig und allein dem Umsatz ihres Unternehmens verpflichtet.
    Die Politik ist dafür da, ethnische und moralische Grenzen aufzuzeigen
  • homo sapiens melior 02.10.2019 13:59
    Highlight Highlight Hier geht es darum, ob die Völker in Zukunft totalitär von Megakonzernen beherrscht werden. Oder ob die Völker in Form verschiedener Politisysteme doch auch noch eine Chanche haben, mehr oder weniger mitzureden und mitzugestalten.

    Zuckerberg ist Anhänger irgendeiner abstrusen Theorie, die besagt, dass ein paar wenige Superintelligente (dafür hält er sich wohl) besser geeignet sind, die Welt anzuführen, als viele kleine Länder. Watson brachte auch mal einen Artikel zu dem Thema. Leider kann ich ihn auf die Schnelle nicht finden.
  • Faktenchecker 02.10.2019 13:21
    Highlight Highlight Mit Warren als Kandidatin wäre Trumps Wiederwahl zu 100% gesichert.
    Da braucht Zuckerberg rein gar nichts mehr zu unternehmen.
  • Nik G. 02.10.2019 13:06
    Highlight Highlight Absolut richtig. Die Techfirmen dürfen nicht tun und machen was sie wollen. Da das Internet Neuland für uns ist, müssen auch dort Gesetze herrschen und es darf keine alleinige Macht entstehen.
    • Samzilla 02.10.2019 15:02
      Highlight Highlight Zwischen dem Einführen und Durchsetzen von Gesetzen und dem Zerschlagen von legal gegründeten und privat geführten Unternehmen besteht ein riesiger Unterschied!

      Wer letzteres fordert, ist eigentlich wirklich nicht wählbar.
  • Don Alejandro 02.10.2019 12:28
    Highlight Highlight FB, Google & Co. sind nur aufgrund keiner oder lascher Regulierungen soweit gekommen. Wettbewerbsfeindlich beschreibt den Zustand dieser Giganten ganz gut.
  • chicadeltren 02.10.2019 12:23
    Highlight Highlight Ach die Pocahontas... Die würde ja zu Trump passen. Ich empfehle ein Co-Präsidium.
    • phreko 02.10.2019 13:41
      Highlight Highlight Inwiefern?
  • Basti Spiesser 02.10.2019 12:19
    Highlight Highlight Sind sich da nicht sogar Trump und Warren einig?
    • *klippklapp* 02.10.2019 12:42
      Highlight Highlight Ja, nur dass Trump bei wirtschaftspolitischen Fragen seiner Fangemeinde nach dem Mund redet (z.B. gegen Korruption, gegen die Wallstreet, etc.), dann aber aktiv nicht dazu beiträgt die amerikanische Wirtschaft und damit die Ungleichheit zu reformieren, ganz im Gegenteil (siehe Steuerreform)...
  • Sunaru 02.10.2019 11:19
    Highlight Highlight That would Zuck(erberg)
  • Don Sinner 02.10.2019 11:13
    Highlight Highlight Wohltuend klare Worte von Frau Warren und Aktivitäten der diversen Justizbehörden. Viel zu lange hat man im Sinne des freien Marktes das Monster noch monströser werden lassen. Legt Zuckerberg das Handwerk!
    • The Destiny // Team Telegram 02.10.2019 12:15
      Highlight Highlight Zuckerberg hat Geld und Mittel um mit den Behörden zusammenzuarbeiten und es gibt nichts besseres als bei neuen Gesetzten und Gesetzesänderungen gleich am Tisch Einfluss zu nehmen.

      All dies zum Nachteil von Konkurrenten.

      Für eine Person die es ernst meint mit den Tech Giganten, hätte man gabbard wählen müssen und nicht Warren.
  • Guardragon!? Tsuchinoko? 02.10.2019 09:54
    Highlight Highlight Wenn die Google abschaffen will, scheint sie wohl für alle anderen Länder ausser vielleicht Mexiko das grössere Übel als Trump zu sein..

    Zum Glück gibts noch andre Konkurrenz😅
    • ursus3000 02.10.2019 10:51
      Highlight Highlight Wieso?
    • BöserOnkel 02.10.2019 11:15
      Highlight Highlight Und was genau trägt Google zu deinem Leben bei, was dir ein anderer Dienstleister nicht auch erbringen kann?
      Und dann solltest du mir dann noch erklären, wieso man eine Firma verteidigen sollte, welche in ihren Suchmaschinen Algorithmen wie die NSA einsetzt, um das Verhalten und Leben von Menschen möglichst genau nachvollziehen zu können, also um diese möglichst allumfassend zu überwachen?
    • Magd 02.10.2019 12:30
      Highlight Highlight Ich bin auch dafür, sowenig Google Services zu nutzen wie möglich. Niemals synch, kein Standort, usw. - dennoch wird jeder, welcher sich im Internet bewegt, täglich mit Google konfrontiert. Gefühlt auf 98% der Websites durch Tracking, oder Adwords, AdSense, Maps, Android sowieso... etc. Wenn du nicht mehr surfen tust, dann ja. Der Gigant zwingt sich auf.
  • Heinzbond 02.10.2019 09:34
    Highlight Highlight Tja nur glaube ich, dass der nächste amerikanische "Präsident" genau wie der derzeitige sein wird. Eigentlich glaube ich, dass es sogar der selbe grenzdebile Trottel sein wird, der jetzt schon die Demokratie und Freiheit in den USA an die Wand fährt.
    • Sophia 02.10.2019 12:09
      Highlight Highlight Deine Befürchtungen teile ich. Hoffe jedoch, dass der Oberprister der Fakenews politisch nicht überlebt. Er fährt, wie ich es schon seit Monaten behaupte, gerade die US-Wirtschaft an die Wand. Woher sollen die seltenen Erden für Teslas Batterien kommen, woher der billige Stahl für die Amischlitten usw, wenn nicht aus China? Viele Zweige der Ami-Industrie profitieren doch vom Billigland China, wahrscheinlich mehr, als sie die Konkurrenz zu befürchten hätte. Trump ist viel zu dumm, um das einzusehen und schaden dem ganzen Welthandel. Weg mit dem Dummkopf!
    • Don Sinner 02.10.2019 14:13
      Highlight Highlight Wären die USA keine Demokratie und kein freies Land, könntet ihr Worte wie "grenzdeb... Tro...", "dumm" und "Dummk..." genau einmal in den Mund nehmen. Think. A bit harder. If you like.
  • Fruchtzwerg 02.10.2019 09:32
    Highlight Highlight Der gute Mark wird schon schauen, dass sie nicht gewählt wird. Gerne auch mit Hilfe der Russen usw...
    • Pezzotta 02.10.2019 11:08
      Highlight Highlight Trump wird das schon richten.

Komiker Sacha Baron Cohen rechnet mit Facebook und Co. ab – und wie

Sacha Baron Cohen, britischer Komiker und Schauspieler, geht gerne dorthin, wo es weh tut. Er rennt als nackter Borat durch die USA, stellt Politikern als Ali G. dumme Fragen oder interviewt als schwuler österreichischer Mode-Journalist Brüno Neonazis.

Jetzt, als sich selber, legt er sich mit den Tech-Giganten Facebook, Google und Twitter an. Und seine Aussagen, die er bei der «Never Is Now»-Konferenz in New York raushaute, haben es in sich.

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