Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schlag für die Piraten-Jäger: Kim Dotcom setzt Livestream aus dem Gerichtssaal durch



Der deutschstämmige Internet-Tausendsassa Kim Dotcom hat eine Live-Übertragung seiner gerichtlichen Auslieferungsanhörung via Internet durchgesetzt.

Der für die Verhandlung im neuseeländischen Auckland zuständige Richter gab dem Antrag von Dotcom am Dienstag statt. Er wies damit einen Versuch seitens der USA, den Livestream zu verhindern, zurück.

Die Anwälte der US-Regierung hätten versucht, die Übertragung zu verhindern, berichtete Radio Neuseeland. Sie argumentierten, das könne potenzielle Geschworene beeinflussen, die Dotcom in den USA eines Tages den Prozess machen sollen. Der 42-jährige Dotcom twitterte: «Richter hat Livestream genehmigt! Erfolg!»

Sein Anwalt Ron Mansfield hatte am Montag beim Beginn der Anhörung gesagt, der Fall habe eine nie dagewesene Dimension des öffentlichen und internationalen Interesses. Deshalb sei es unfair, wenn die Verhandlung ohne Livestream ablaufe.

Dotcom wehrt sich in dem Berufungsprozess gegen seine Auslieferung an die USA, die Ende vergangenen Jahres genehmigt worden war.

Neuauflage angekündigt

Die Live-Übertragung wird nun mit Einschränkungen erlaubt. So ist eine 20-minütige Zeitverzögerung vorgesehen, damit das Gericht verhindern kann, dass gesperrtes Material veröffentlicht wird. Ausserdem müssen die Aufnahmen gelöscht werden, sobald die Anhörung beendet ist. Der Livestream soll am Mittwoch starten, wie Dotcom erklärte. Der Kameramann müsse sich dazu noch einrichten und die gesetzten Regeln beachten.

Dotcom drohen in den USA bis zu 20 Jahre Haft. Die dortigen Behörden werfen ihm und weiteren Mitgründern der Onlineplattform MegaUpload Urheberrechtsverletzungen im grossen Stil vor, weil über das Portal illegal Musikaufnahmen und Filme geteilt wurden. Im Januar 2012 wurde Megaupload von der US-Bundespolizei FBI geschlossen. Dotcom kündigte im Juli aber eine Neuauflage der Plattform an.

Er argumentiert, er könne nicht verantwortlich gemacht werden, wenn Nutzer auf der Plattform Copyright geschütztes Material illegal verbreiteten. Die Anhörung könnte bis zu sechs Wochen dauern.

(dsc/sda/afp/dpa)

Aufstieg und Fall des Kim Dotcom

Das verrückte Leben des MegaUpload-Gründers

Kim Dotcom wehrt sich mit einer neuen Finte gegen die Auslieferung an die USA

Link zum Artikel

Kim Dotcom zeigt, was er nicht mehr hat: Einblicke in die Protz-Villa und das frühere Mega-HQ

Link zum Artikel

Kim Dotcom muss nicht ins Gefängnis – und nimmt das Maul wieder ziemlich voll

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tomlate 01.09.2016 21:27
    Highlight Highlight Der Typ ist mir grundsätzlich unsympathisch. Die Idee mit dem Livestream gefällt mir allerdings sehr und könnte Gerichtsverfahren revolutionieren. Ausserdem ist das Strafmass für seine Vergehen unglaublich einfach lächerlich.
  • Xi Jinping 30.08.2016 12:30
    Highlight Highlight Ganz klar unschuldig... Man verklagt ja auch nicht die Post wenn jemand einem anderen Drogen schickt, oder?
    #Kimisnotguilty
    • winglet55 30.08.2016 13:01
      Highlight Highlight Meine Meinung, Ferrari usw. wird ja auch nicht verklagt, wenn ihre Besitzer eines solchen Boliden zu schnell fährt.
    • winglet55 30.08.2016 15:13
      Highlight Highlight @ Jaing, das ist schon klar, aber die Sportwagenhersteller wissen ja auch, das mit den Autos Gesetze gebrochen werden. Ebenso müsste man jeden Küchenmesserhersteller verklagen, weil auch mit diesen kann man Gesetze brechen.
    • Kyle C. 30.08.2016 15:54
      Highlight Highlight Offensichtlich aber nicht eindeutig. Denn es können auf solchen Plattformen genauso gut Dinge upgeloaded werden, die keinem Copyright unterstehen.

      Die Frage ist eher, welche Konsequenzen ein Schuldspruch für ähnliche Dienste hätte. Der Kim ist den Amis doch egal.
    Weitere Antworten anzeigen

Lauschangriff auf Donald Trumps Handy – ausgerechnet Israel soll ihn bespitzelt haben

Rund ums Weisse Haus in Washington D.C. wurden IMSI-Catcher gefunden ...

Das US-Magazin Politico hat am Donnerstag mit einem Exklusivbericht für Aufregung gesorgt. Die US-Regierung sei zum Schluss gekommen, dass höchstwahrscheinlich Israel hinter einem Lauschangriff auf Donald Trump stecke.

Es seien Mobiltelefon-Überwachungsgeräte gefunden worden, in der Nähe des Weissen Hauses und anderer sensibler Orte um Washington, D.C. Dies hätten drei Quellen, frühere hochrangige US-Beamte mit Insider-Informationen bestätigt. Der Lauschangriff sei in den letzten zwei …

Artikel lesen
Link zum Artikel