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Kleines Download-Einmaleins

Was Sie im Internet legal herunterladen dürfen – und was nicht



Wie ist das schon wieder mit dem Herunterladen von Musik und Filmen im Internet? Die landläufige Meinung: Downloaden ist erlaubt, hochladen nicht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Wir zeigen, was Sie in der Schweiz ausschliesslich für den Privatgebrauch herunterladen dürfen.

Was darf ich unabhängig von der Quelle herunterladen oder streamen?

Filme

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Szene aus «Pulp Fiction» Bild: Handsomecitizen

Serien

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Szene aus «Breaking Bad» Bild: Wall.alphacoders

Musik

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E-Books

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Hörbücher

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Alle diese Medien dürfen unabhängig von der Legalität der Quelle heruntergeladen oder gestreamt werden. Dasselbe gilt für urheberrechtlich nicht (mehr) geschützte Werke - egal ob Bilder, Fotos oder Musik. Der Schutz läuft 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers ab.

Was darf ich nicht herunterladen? 

Urheberrechtlich geschützte Software. Gemeint sind Computerprogramme sowie PC- und Konsolenspiele. 

PC- und Konsolengames

LAS VEGAS, NV - NOVEMBER 13:  In this photo illustration,  Copies of

Bild: Getty Images North America

Software darf generell auch für den Eigengebrauch nicht heruntergeladen werden.

PC-Programme

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Bild: Shutterstock

Darf ich urheberrechtlich geschützte Musik und Filme hochladen, also anderen zur Verfügung stellen?

Nein. Urheberrechtlich geschützte Inhalte dürfen nie in Online-Tauschbörsen oder sonstwo im Internet angeboten werden.

Was gilt als Privatgebrauch?

Der Gesetzgeber schreibt: «Als Eigengebrauch gilt jede Werkverwendung im persönlichen Bereich und im Kreis von Personen, die unter sich eng verbunden sind, wie Verwandte oder Freunde.» Laut dem Zürcher Rechtsanwalt Martin Steiger darf man einen heruntergeladenen Film mit einzelnen Arbeitskollegen tauschen, nicht aber mit der ganzen Firma.

Warum ist das Herunterladen in der Schweiz erlaubt?

Bei uns wird auf Datenträger bereits beim Kauf eine pauschale Urheberrechtsabgabe erhoben. Die Abgabe erhalten Verwertungsgesellschaften wie beispielsweise die Suisa, welche die Interessen der Künstler vertritt. 

«Wer beispielsweise ein iPad-Tablet mit 128 Gigabyte Speicherkapazität kauft, bezahlt dafür unabhängig von der tatsächlichen Nutzung rund 16 Franken an pauschalen Urheberrechtsabgaben», sagt Steiger. Schweizer Konsumenten bezahlen laut seinen Berechnungen weltweit die höchsten Abgaben.

Das Fazit: Sogenannte Gratis-Downloads sind nicht gratis. Der Kunde hat bereits beim Kauf eine im Preis versteckte Abgabe für das allfällige Herunterladen von Filmen oder Musik entrichtet. 

Wird das Downloaden legal bleiben?

«Das ist noch nicht abschätzbar», sagt Rechtsanwalt Steiger. In ihrem Schlussbericht schreibt die Arbeitsgruppe zur Optimierung der kollektiven Verwertung von Urheberrechten (AGUR12), dass das Herunterladen zulässig bleiben soll. Doch die US-Unterhaltungsindustrie macht Druck. Sie will den angeblichen Download-Sumpf Schweiz trockenlegen. 

An einem vertraulichen Runden Tisch diskutieren Vertreter der US-Botschaft, des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und des Bundesamtes für Justiz, wie es weitergehen soll. Derzeit sieht es danach aus, dass die Schweizer Internet-Provider dazu verpflichtet werden könnten, im Ausland illegale Downloadseiten für Schweizer Nutzer zu sperren. 

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kEINKOmmEnTAR 07.02.2014 23:50
    Highlight Highlight Artikel ist sehr gu recherchiert, Kompliment!
    Ich lade mir solange alles gratis herunter bis es ein legales Angebot gibt. Spotfiy habe ich schon, auf Netflix warte ich noch sehnlichst.
  • _Michael 27.01.2014 08:53
    Highlight Highlight Also auf den Punkt gebracht heisst das: Ich darf legal illegal einen Film herunterladen. Diesen wieder hochzuladen ist gesetzeswidrig aber ihn für alle anderen per Streaming zur Verfügung ist juristisch gesehen ok.
    • _Michael 27.01.2014 09:27
      Highlight Highlight *zu stellen
    • Martin Steiger 27.01.2014 18:49
      Highlight Highlight Aufgepasst, Streaming ist nur erlaubt, wenn man damit selbst Videos schaut, aber nicht, um selbst Videos zu verbreiten.
    • kEINKOmmEnTAR 07.02.2014 23:47
      Highlight Highlight Verbreitung allgemein (egal in welcher Form) ist nicht erlaubt!
  • TeoLolstoy 27.01.2014 01:56
    Highlight Highlight Zu meinem Verwundern müsste ich bei diesem Voting kaum mehr etwas anklicken. Und das, obwohl ich vor ein paar Jahren noch beinahe ein Piratenkapitän war. Der Grund für Piraterie ist meines Erachtens nach eben nicht das schlichte Nicht-bezahlen-wollen, sondern das Fehlen eines adäquaten Angebotes. Für Spiele gibt es Steam, für Musik Spotify, für E-Books günstige Stores überall im Netz und für Programme tolle Open-Source-Alternativen. Was hier in der Schweiz noch (abgesehen von Teleboy Serien... *hust*) fehlt, ist eine Alternative zur Kombination Mediahint + Netflix. Entertainmentschaffende sollen sich das merken - die Distribution hat sich über die Jahre verändert.
  • So en Ueli 27.01.2014 00:29
    Highlight Highlight Die Internetseite sperren würde nichts bringen, da man über Proxis diese Sperre umgehen könnte.
    • Riccardo 27.06.2014 15:02
      Highlight Highlight die Mehrheit weiss wahrscheinlich auch nicht wie (inkl. me) :)
  • Cyman 26.01.2014 23:46
    Highlight Highlight Schade, dass auf die Problematik "Torrents gleich illegal wegen dem Uploaden" gar nicht eingegangen wird...
    • purzlbaum 27.01.2014 16:05
      Highlight Highlight Auch bei den Torrents kann man einstellen, dass nur ein Download und kein Upload stattfindet. Darum wären dann auch Torrents wieder legal.
    • Martin Steiger 27.01.2014 18:49
      Highlight Highlight «purzlbaum» hat Recht, auch BitTorrent lässt sich mit ausschliesslichem Download nutzen.
    • Cyman 29.01.2014 10:01
      Highlight Highlight Danke für den Tipp!
    Weitere Antworten anzeigen
  • tisc 26.01.2014 22:31
    Highlight Highlight Das Voting sollte eine Mehrfachauswahl haben. Es wird kaum jemand nur "etwas" herunterladen.
    Oder aber sinnvollerweise ein JA / NEIN, ob man überhaupt Medien herunterlädt.
    • Oliver Wietlisbach 26.01.2014 22:56
      Highlight Highlight Mehrfachantworten wären sehr wünschenswert, sind meines Wissens aber (noch) nicht möglich.

      JA/NEIN-Frage wurde erwägt, aber nicht gemacht, da wir aus Erfahrung wissen, dass gegen 90 Prozent der User herunterladen.
  • Dini Muetter folgt mir uf Insta 26.01.2014 21:19
    Highlight Highlight Ich würde mal sagen, dieses Voting ist hier nicht so angebracht... Es will sich trotz allem niemand verraten.
    • purzlbaum 26.01.2014 22:16
      Highlight Highlight Nicht nur das. Es sind keine Mehrfach-Antworten möglich. Ausserdem würde ich eher zwei Umfragen machen, weil Streaming und ein Download nicht dasselbe sind.
    • Martin Steiger 26.01.2014 22:30
      Highlight Highlight Watson prüft, ob man den Artikel aufmerksam gelesen hat! :)
    • Oliver Wietlisbach 26.01.2014 23:00
      Highlight Highlight Die Frage ist so allgemein formuliert, dass keine der Antworten zu Schwierigkeiten führen kann, auch die letzten beiden nicht. :)
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