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Huawei schlägt zurück – CEO Richard Yu über die Zukunftspläne des Handy-Herstellers

In Barcelona hat Richard Yu, CEO von Huawei Mobile, zu einer geschlossenen Diskussionsrunde geladen. watson war eingeladen, um dem Huawei-Chef auf den Zahn zu fühlen.



Es gibt nicht viele Plätze in dem Raum, in den Huawei ausgelesene Medienvertreter nach der Produkte-Präsentation geladen hat. Vorne steht ein klobiger Schreibtisch, dahinter prangt ein grosser Kartonaufsteller. Darauf zu lesen:

«Explore it on AppGallery»

Es ist das Motto von Huaweis eigenem App Store, mit dem die Firma beweisen will, dass man auch ohne Googles Dreh- und Angelpunkt, dem Play Store, überleben kann.

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Bild: watson

Dann betritt Richard Yu den Raum und stellt sich den rund 30 Journalisten aus aller Welt. Er lächelt, winkt und nickt in die Runde, wirkt fast ein bisschen verlegen. Yu ist das pure Gegenteil eines Steve Jobs, wirkt nahbarer und das, obwohl er an der Spitze von einem der grössten Smartphone-Hersteller sitzt.

Seit drei Wochen sei er bereits in Europa, eröffnete Richard Yu, kurz nachdem er hinter dem Schreibtisch Platz genommen hatte. Auf was er anspielt, ist klar. Doch die Ereignisse rund um das Corona-Virus sind im Moment wohl die kleineren Herausforderungen, die Huawei zu bewältigen hat.

Richard Yu Huawei

Bild: watson

Es ist denn auch das erste Mal, seit dem US-Bann, dass sich Richard Yu jeglichen Fragen der Journalisten stellt. Dabei ist er nebst dem üblichen Zuversichtsbekundungen stellenweise verblüffend offen. Wir haben euch die acht wichtigsten Erkenntnisse zusammengestellt.

Zieht sich Huawei jetzt aus Europa zurück?

Auch wenn viel gemunkelt wird, dass Huawei in Europa obsolet würde: Der Smartphone-Hersteller hat ganz und gar nicht vor, sich aus Europa zurückzuziehen. Vielmehr möchte man nach dem turbulenten Jahr 2019 mit neuer Energie und aller Macht angreifen.

Yu betont, dass Europa noch immer ein wichtiger Markt sei, in den man auch weiterhin investiere. Der Kontinent sei dabei nicht nur als Absatzmarkt wichtig, sondern auch aus technologischer Sicht. Huawei betreibe mehrere Forschungsstandorte – unter anderem auch in der Schweiz – und arbeitete weiter mit der deutschen Kameraexpertin Leica zusammen.

Erst Mitte Februar hat Huawei für die Schweiz zwei neue Smartphones angekündigt:

Wie will Huawei ohne Google bestehen?

Huawei hatte in der Vergangenheit immer betont – und tut dies noch immer – dass man sich nicht von Google trennen möchte. So sagt Yu denn auch nicht, dass man sich von Google abwende. Trotzdem ist klar, dass Huawei nun seine ganzen Kräfte in den Aufbau eines eigenen Ökosystems investiert und sich damit auch schrittweise von Google entfernt. Yu sagt dann auch offen, dass die aktuell eher aussichtslose Situation die Firma zu diesem Schritt gezwungen habe:

«Nach dem US-Bann mussten wir das tun.»

In den letzten Monaten hat Huawei an seinem Huawei Mobile System (HMS) gearbeitet. Dieses Paket aus Schnittstellen soll das Google Mobile System (GMS) komplett ersetzen und die Firma unabhängig machen. Man habe bereits alle wichtigen Schnittstellen ersetzt, betont Yu und ist sichtlich stolz auf die Arbeit, die sein Unternehmen in den letzten Monaten geleistet hat.

Bereits während der vorangegangenen Präsentation hat Yu betont, wie massiv das Huawei-Ökosystem in den letzten sechs Monaten gewachsen sei.

2020 kommt Huawei mit seinem eigenen Ökosystem nach Europa

Eierte Huawei 2019 stellenweise noch etwas herum und hoffte wohl darauf, dass der US-Bann zeitnah aufgehoben oder zumindest gelockert wird, geht die Firma nun in die Offensive. «2020 wird das komplette Core-HMS- und AI-Life-Ökosystem nach Europa kommen», kündigt Yu an. AI Life ist Huaweis Ansatz eines vernetzten Alltags, dem Internet of Things, bei dem alle internetfähigen (Huawei-)Geräte untereinander kommunizieren.

Natürlich soll auch Google Pay ersetzt werden. Huawei Pay wird «vielleicht schon in diesem Jahr und sonst nächstes Jahr» kommen, verrät Yu. Wie genau Huawei Pay dann mit Kartenanbietern wie Visa oder Mastercard kompatibel sein wird, lässt er offen.

Wenn nun plötzlich alles über Huawei-Schnittstellen läuft, rückt auch das Thema Datenschutz in ein zentraleres Licht, denn nun liegen plötzlich viel mehr Nutzerdaten auf Huawei-Servern. Laut Yu werden personenbezogene Daten von europäischen Nutzern aber nicht in China gespeichert, sondern in europäischen Rechenzentren. Davon ausgenommen ist Russland. Damit soll sichergestellt werden, dass die Datenverarbeitung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung GDPR entspreche. Wo genau in Europa diese Rechenzentren stehen, hat er allerdings nicht verraten.

Diese ganzen Hintergrunddienste sollen ein solides Fundament für die App Gallery sein. Huaweis eigener Store für Smartphone-Anwendungen ist in den letzten Monaten angeblich auf über 400 Millionen Anwendungen gewachsen. Schlussendlich zählt aber vor allem die Verfügbarkeit der meistgenutzten Apps und nicht die Anzahl an verfügbaren Anwendungen.

Ist die App Gallery wirklich eine Alternative zum Play Store?

Schaut man sich in der App Gallery um, stellt man tatsächlich eine Veränderung fest. Noch Ende November hatten wir in einem Test geschrieben, dass die App Gallery als Play-Store-Alternative ausscheide und fast nur kuriose Apps darin zu finden sind.

Nun sieht das alles schon einiges anders aus. Auf der Startseite wird man nicht mehr von nichtssagenden, chinesischen Apps begrüsst, sondern von vertrauten Anwendungen.

Was aber noch immer fehlt, sind viel der in Europa und der Schweiz meistgenutzten Apps wie Instagram, Facebook oder Netflix. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie stammen von US-Firmen, die dem Bann unterliegen. Bisher hatte sich Huawei dahingehend immer sehr nichtssagend geäussert, wie man diesem Problem begegnen möchte. In der Gesprächsrunde hat Yu nun erstmals so etwas wie einen Master-Plan vorgestellt.

Wie will man mit fehlenden Apps umgehen?

Zwar erteilt die US-Regierung mittlerweile Ausnahmelizenzen – Microsoft darf zum Beispiel wieder mit Huawei zusammenarbeiten – dennoch scheinen viele US-Firmen noch nicht wieder offiziell mit Huawei kooperieren zu dürfen.

Huawei

Bei Laptops hat Huawei weniger Probleme, denn Microsoft hat von der US-Regierung eine Ausnahmelizenz erhalten. So kann Huawei weiter neue Notebooks mit Windows herausbringen. Bild: watson

Laut Yu möchte man diese Problematik mit drei verschiedenen Lösungen angehen:

Ja, die YouTube-App fehle in der App-Gallery, sei aber auch problemlos via Browser verfügbar. Stellt der Hersteller einer Anwendung die App als Download auf seiner Website zur Verfügung, hinterlegt Huawei schlicht einen Downloadlink in der App Gallery.

Bei Facebook und WhatsApp ist das beispielsweise bereits umgesetzt worden. Sucht man die Anwendungen, erscheint als erstes Suchergebnis «WhatsApp download link», der dann auf die WhatsApp-Seite weiterleitet. Die offensichtliche Frage, nämlich wie man dann an Updates der App gelangt, klammerte Yu aus.

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Wer auf das erste Resultat klickt, wird auf die offizielle Seite von WhatsApp weitergeleitet. Bild: watson

Die dritte Variante sind die sogenannten Quick Apps. Das ist ein neuer Standard, den Huawei eingeführt hat. Quick Apps sind installationsfreie Anwendungen, die wie ganz normale Apps aussehen und funktionieren. Der Vorteil liegt dabei vor allem auf der Seite der Entwickler: Nur 20 Prozent des Codes einer Android-Anwendung soll für eine Quick App nötig sein. Eine normale App soll man in rund drei Tagen in eine Quick App portieren können. Quick-Apps basieren dabei auf HTML 5. Für die User haben Quick Apps den Vorteil, dass sie keinen Speicherplatz benötigen und immer aktuell sind.

Lokale Apps nebst den Global Playern

Huawei verlässt sich dabei nicht darauf, dass Entwickler auf den App-Gallery-Zug aufspringen. Entwicklerstudios werden aktiv angegangen, um ihnen die Vorteile von HMS aufzuzeigen.

«Wir arbeiten mit lokalen Firmen zusammen, um lokale Apps in die App Gallery zu bringen», sagt Yu. Somit sei garantiert, dass die beliebten lokalen Apps in jedem Land auch in der App Gallery verfügbar seien. Dafür nimmt Huawei sehr viel Geld in die Hand, lockt Anbieter mit Prämienzahlungen. Wie und wann diese Prämienzahlungen aber genau ausgeschüttet werden, möchte man dann aber doch lieber nicht sagen.

Auch wenn das ganze stellenweise noch immer etwas wie ein Flickenteppich wirkt: Huawei scheint zumindest bereit zu sein, kreative Lösungen einzusetzen. Viele Apps aus den USA spielten sowieso eine untergeordnete Rolle und liessen sich durch andere Apps ersetzten, ist Yu überzeugt.

Dennoch gibt es einige Apps wie Instagram, YouTube oder Netflix, die Huawei nicht einfach so ersetzten kann. Auch Download-Links dürften auf lange Sicht keine Lösung sein.

Wird Huawei jetzt zu einem geschlossenen Ökosystem?

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Bild: watson

Offiziell entwickelt Huawei kein geschlossenes Ökosystem. Das Betriebssystem basiert noch immer auf dem Open-Source-Code von Android. Das Wort Harmony OS hat Richard Yu während der Gesprächsrunde nicht einmal in den Mund genommen. Offiziell will Huawei noch immer mit Google zusammenarbeiten.

Dennoch deutet sich an, dass Huawei auf ein eigenes, geschlossenes Ökosystem zusteuert. Auf die Frage, ob es Pläne gebe, HMS oder die App Gallery anderen Anbietern zugänglich zu machen, verneint Yu. Darauf angesprochen, was den die Allianz zwischen Huawei, Oppo, Xiaomi und Vivo zu bedeuten habe, lacht Yu laut auf und ruft:

«Fake news!»

Es gebe weder eine Allianz, noch habe es jemals Pläne dafür gegeben. «Andere Smartphone-Hersteller haben im Moment nicht so grosses Interesse daran, mit uns zusammenzuarbeiten. Sie haben Bedenken, weil wir in Konflikt mit den USA stehen.» Diese Aussage beantwortete dann auch die Frage, ob Huawei plane seinen eigenen 5G-Chip, den Kirin 990, an andere Hersteller zu verkaufen.

HMS an andere Hersteller zu lizenzieren würde auch gar nichts bringen, immerhin seien die Schnittstellen perfekt auf Huawei-Smartphones abgestimmt. App-Entwickler können so viel mehr aus der Huawei-Hardware herausholen. Beispielsweise können so viel schönere Fotos mit der Huawei-Kamera gemacht werden, als wenn die Schnittstelle von Google verwendet würde. Alles Vorteile, die Apple mit seinem geschlossenen System hat.

Warum ist das Huawei Mate Xs so unfassbar teuer?

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Bild: watson

Schliesslich drehte das Gespräch dann in Richtung faltbare Smartphones – immerhin hatte Huawei nur eine Stunde zuvor bereits ihr zweites Foldable präsentiert. Das Huawei Mate Xs wird in der Schweiz ab dem 2. März für 2499 Franken vorbestellbar sein. Eine ordentliche Summe. Richard Yu gibt denn auch offen zu, dass das Mate Xs zu teuer sei. Das läge schlicht daran, dass neue Technologien am Anfang einfach noch teuer seien. Dann macht Yu eine Aussage, womit wohl niemand gerechnet hat:

«Wir machen mit jedem verkauften Mate Xs Verlust.»

Tatsächlich sei es so, das Huawei die Geräte selbst bei einem Preis von 2499 Franken noch subventioniere. Dabei müsse man auch noch eine Marge für die Wiederverkäufer mit einberechnen, die ebenfalls zulasten von Huawei ginge. «Jedes verkaufte Mate Xs kostet Huawei Geld», sagt Yu.

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Bild: watson

So sei das eben bei neuer Technologie. In China sei der Preis der ersten Generation (Mate X) sogar noch höher gewesen. Das sei zum Teil auch der geringen Stückzahlen geschuldet gewesen, die die Produktion zusätzlich verteuert hätte. Beim Mate X habe man schlicht nicht grössere Mengen produzieren können. Beim Mate Xs sei dies nun schon etwas besser.

«Wir wollen, dass Huawei zum Pionier für Falt-Smartpones wird.»

Huawei ginge es dabei um den Fortschritt. Würde man als Hersteller ein Gerät immer erst auf den Markt bringen, wenn es sich rentierte, würde das die technologische Entwicklung bremsen. «Wir wollen, dass Huawei zum Pionier für Falt-Smartphones wird», nennt Yu als Grund für das gewollte Verlustgeschäft.

Preislich soll es dann auch bald besser werden. Yu hofft, dass Huawei die Falt-Technologie bis in spätestens zwei, drei Jahren in die Mittelklasse bringen könne. Sollte das klappen, wird man dann also Falt-Handys für 400 bis 500 Franken kaufen können.

Welche Huawei-Smartphones können wir 2020 in Europa erwarten?

Auch bei den Smartphones will Huawei wieder angreifen. Wir erinnern uns: Im Herbst 2019 kam das Flaggschiff Huawei Mate 30 Pro nur langsam in die europäischen Läden. In vielen Ländern startete das Gerät erst Wochen nach dem eigentlich geplanten Launch und oft nur in ausgewählten Shops. Auch in der Schweiz war das Mate 30 Pro nur bei Digitec erhältlich.

Das lag schlicht daran, dass Huawei noch zu wenig auf ein Leben ohne Google vorbereitet war. HMS steckte noch in den Kinderschuhen und war nicht bereits, GMS zu ersetzen – was Huawei aber nie offiziell bestätigte. Nun ist HMS bereit und Huawei strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Im Frühling will man daher auch wieder in Europa mit seiner P-Serie präsent sein. Die traditionelle Präsentation in Paris steht bereits fest und wird am 26. März über die Bühne gehen.

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So soll das Huawei P40 Pro gemäss Leaks aussehen. Bild: GSMArena

Doch Yu verrät, dass Huawei in Europa gleich in die Offensive gehen und 5G in der Mittelklasse etablieren wird. «Die Nova-Serie wird mit 5G-Chips ausgestattet und nach Europa kommen», verspricht Yu. Bereits Mitte Jahr soll es so weit sei. Das letzte Nova-Gerät brachte Huawei im Herbst in die Schweiz – und zwar zu einem Preis unter 500 Franken.

Yu geht sogar noch weiter und sagt, dass er womöglich schon Ende 2020 auch 5G-Huawei-Handys im Low-Bugdet-Bereich in die Läden bringen wird. «Spätestens nächstes Jahr aber wird jedes neue Huawei-Smartphone 5G haben.»

Hat der Corona-Virus Einfluss auf Huaweis Produktion?

Am Schluss kommt sie dann doch noch, die obligatorische Corona-Virus-Frage. Viele Hersteller, beispielsweise Apple oder Xiaomi, mussten ihre Produktion zurückfahren oder Fabriken vorläufig schliessen.

Für Huawei ist es aus rein wirtschaftlicher Sicht natürlich unglücklich, dass diese Pandemie genau in die Produktionszeit des neuen Flaggschiffs fällt. Yu meint, dass der Corona-Virus den Zeitplan für die Produktion des P40 Pro auf eine harte Probe stelle. Man sei aber zuversichtlich, dass alles rechtzeitig bereit sei.

In China sei die Nachfrage nach Smartphones aber schon merklich zurückgegangen, gibt Yu zu. Das habe Huawei, die noch Ende 2019 Rekordverkäufe vermelden konnten, im Februar doch vor die eine oder andere Herausforderung gestellt. Was das für die Verkaufszahlen des Smartphone-Herstellers bedeutet, wird sich wohl bei den nächsten Quartalszahlen zeigen.

Dann, nach rund 30 Minuten ist alles vorbei. Zwar will Richard Yu zuerst noch weitere Fragen beantworten, aber die Moderatorin beendet die Gesprächsrunde kurz darauf trotzdem. Yu bedankt sich, winkt in die Runde und nimmt sich dann noch Zeit, um mit einigen Journalisten Selfies zu machen. Er wirkt zuversichtlich, dass Huawei, sein Baby, für das er seit 27 Jahren arbeitet, das schafft, woran andere Smartphone-Hersteller zuvor gescheitert sind.

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