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epa06660422 CEO of Facebook Mark Zuckerberg testifies before the Senate Commerce, Science and Transportation Committee and the Senate Judiciary Committee joint hearing on 'Facebook, Social Media Privacy, and the Use and Abuse of Data' on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 10 April 2018. Zuckerberg is testifying before two Congressional hearings this week regarding Facebook allowing third-party applications to collect the data of its users without their permission and for the company's response to Russian interference in the 2016 US presidential election.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bild: EPA/EPA

Facebook löscht hunderte Accounts – wegen Propaganda-Verdachts



Facebook hat den nächsten Versuch aufgedeckt, Propaganda mit Hilfe hunderter gefälschter Profile zu verbreiten. Das Online-Netzwerk löschte 652 Accounts, Seiten und Gruppen, die aus dem Iran und vom Umfeld des russischen Militärgeheimdiensts betrieben worden seien.

Es habe sich um koordinierte Aktionen mit verknüpften Accounts gehandelt, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Journalisten in der Nacht zum Mittwoch.

Das aktuelle Vorgehen sei das Ergebnis von vier getrennten Untersuchungen gewesen, erklärte Facebook. «Wir ermitteln immer noch, und es gibt eine Menge, was wir noch nicht wissen», sagte Zuckerberg weiter. Die Verbindungen der iranischen Accounts zu staatlichen Medien des Landes hätten zum Teil über öffentlich zugängliche Registrierungsinformationen nachgewiesen werden können.

Hunderttausende Nutzer hätten mindestens einen dieser gefälschten Accounts abonniert. Die Zuordnung von Aktivität zu russischen Geheimdienstkreisen beruhe hingegen auf Erkenntnissen amerikanischer Sicherheitsbehörden, hiess es. Diese Accounts hätten sich vor allem auf Syrien und die Ukraine fokussiert und diesmal die USA nicht im Visier gehabt.

Weitere Vorfälle

Facebook hatte zuletzt Ende Juli einen Versuch gemeldet, mit einem Netzwerk gefälschter Profile die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren. Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform vor allem im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 gefälschte Accounts in grossem Stil Falschinformationen verbreiten konnten. Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen.

Aktuell liefen noch mehrere weitere ähnliche Untersuchungen, sagte Zuckerberg. In den USA will man vor allem Manipulationen der öffentlichen Meinung vor den Kongresswahlen im November verhindern.

(sda/dpa)

«Es war mein Fehler», Zuckerberg vor dem US-Kongress

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Video: srf/SDA SRF

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 22.08.2018 06:41
    Highlight Highlight "652 Accounts, Seiten und Gruppen" ... na toll, nach einer strategischen Säuberung sieht das aber nicht aus. Eher nach einer politischen kostengünstigen PR-Aktion.
    Und sowieso, krasse Designfehler mit tausenden von Flicks zu lösen, hat noch nie geholfen. Im Gegenteil.
  • Wilhelm Dingo 22.08.2018 06:41
    Highlight Highlight Sehr einseitiger SDA Bericht. Die allermeisten Interessengruppen betreiben Propaganda. Die Pharmaindustrie beschäftigt ein Heer von PR-Leuten, welche auch in Social Media unterwegs sind, der Russische Staat tut das wie der Amerikanische und viele andere ebenfalls. Bei den Russen reden wir von Trollfabriken und bei den Amis sind es halt PR-Berater (https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513)
  • walsi 22.08.2018 06:03
    Highlight Highlight Die 27'000 PR-Berater des US-Militär würde nie auf Facebook Propaganda betreiben. Propaganda ist es nur, wenn es die anderen machen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513
    • Ueli der Knecht 22.08.2018 06:36
      Highlight Highlight Ich glaub, ich werde auch US-PR-Berater. Diese 27'000 Berater kassieren jährlich 4.7 Milliarden Dollar vom Pentagon. Das macht ein Jahressalär von rund 174'000 Dollar pro Berater. Das scheint mir ein toller Lohn zu sein, nur für den ganzen Tag in Facebook zu hängen und trollige Kommentare zu schreiben.

      Da beneide ich jetzt grad ein wenig den Goldjungen und den Bomben-Hauptmann.
    • Nevermind 22.08.2018 06:49
      Highlight Highlight Dass Facebook ein amerikanisches Unternehmen ist, sollte bekannt sein.
    • walsi 22.08.2018 07:46
      Highlight Highlight @Nevermind: Somit ist es also OK, dass das US Militär auf Facebook Propaganda betreibt - Interessante Logik. das dürften auländische Regierungen, die von der US Propaganda auf Facebook betroffen sind, anders sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Robert 1 22.08.2018 05:27
    Highlight Highlight Betreibt jetzt Facebook Propaganda?
  • Ueli der Knecht 22.08.2018 05:09
    Highlight Highlight "Seiten und Gruppen, die aus dem Iran (...) betrieben worden seien."

    Wenn man im Iran auf Facebook zugreifen will, dann kommt anstelle von Facebook nur eine Regierungsseite, die einem ebenso höflich wie offensichtlich besorgt vor den Gefahren im Internet warnt, und empfiehlt, zB. stattdessen doch lieber den Koran zu lesen. ;)
    • walsi 22.08.2018 07:52
      Highlight Highlight Spanned ist ja, dass ein Kommentar der den Fakt widergibt, dass Facebook im Iran geblockt ist, geblitzt wird.

      https://www.tripadvisor.com/ShowTopic-g293999-i9140-k8897662-Is_it_true_you_can_t_access_fb_in_Iran-Tehran_Tehran_Province.html
    • _kokolorix 22.08.2018 08:03
      Highlight Highlight Ich denke schon, dass die Geheimdienst und Propaganda Mitarbeiter auf Facebook zugreifen können. Es geht ja schliesslich darum die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen, die zu Hause haben sowohl der Iran als auch Russland bestens im Griff
    • Ueli der Knecht 22.08.2018 08:55
      Highlight Highlight _kokolorix: Selbstverständlich können alle Iraner auf Facebook, Telegram und auf sonst alle "gefährlichen" Seiten zugreifen. Die Iraner sind diesbezüglich sehr kreativ. Internet benutzen sie sowieso meistens nur mit VPN. Allerdings lassen sich dann die inländischen Iraner kaum von der iranischen Diaspora in Los Angeles und von Amerikanern unterschieden.

      Aus Therangeles stammen schliesslich auch praktisch alle Fernsehsender, welche die Iraner gerne reinziehen, weil die ebensovielen iranischen Regierungssender meistens nur langweilige Sachen senden.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Tehrangeles

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