Digital
International

Iranische Führung blockiert weiter Zugang zum Internet

Iranische Führung blockiert weiter Zugang zum Internet

10.01.2026, 12:3910.01.2026, 12:39
epaselect epa12636509 A refugee woman sits next to a portrait of Iranian Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei outside her makeshift shelter at the Imam Ali Complex in Hermel, Bekaa Valley, near the b ...
Ayatollah Chamenei hat im Iran das Internet ausschalten lassen.Bild: keystone

Irans Führung blockiert wegen der landesweiten Massenproteste das Internet seit fast zwei Tagen. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete am Morgen auf Twitter: «Es ist jetzt 8:00 Uhr (Ortszeit) morgens im #Iran, wo nach einer weiteren Nacht voller Proteste, die mit Repressionen beantwortet wurden, die Sonne aufgeht. Messungen zeigen, dass die landesweite Internet-Sperre seit 36 Stunden andauert und die Möglichkeiten der Iraner, sich über die Sicherheit ihrer Freunde und Angehörigen zu informieren, stark einschränkt.»

Ein Nutzer schrieb, er habe seit 48 Stunden keinen Kontakt zu seiner Familie im Iran. Aufgrund der Internetsperre könne er nicht herausfinden, ob es ihnen gut gehe oder nicht. Eine Nutzerin kommentierte: «Eine weitere Nacht voller Proteste, eine weitere Nacht voller Unterdrückung – und die Iraner sind aufgrund der Internetsperre immer noch von ihren Angehörigen abgeschnitten.»

Führung verfolgt zwei Ziele

Der iranische Sicherheitsapparat hat das Internet für die Bevölkerung komplett abgeschaltet. Ausnahmen gelten beispielsweise für Sicherheitskräfte oder ausgewählte Staatsmedien. Menschen umgehen den Blackout Berichten zufolge per Starlink-Satelliteninternet – vorausgesetzt sie konnten die dafür notwendigen Terminals illegal einführen.

Laut Beobachtern verfolgt die Führung mit der Blockade vor allem zwei Ziele. Zum einen soll es Demonstrierenden erschwert werden, Proteste zu organisieren. Zum anderen soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Unruhen und Repressalien unterdrückt werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
«Die Strafe ist mir egal. Ich bin reich!» – Mann bewirft Robben auf Hawaii mit Steinen
Auf der US-amerikanischen Insel Hawaii sorgte ein Tourist vergangene Woche für einen Eklat: Der Mann bewarf auf der Insel Maui schwimmende Mönchsrobben mit Steinen. Dabei wurde er von anderen Strandbesuchern gefilmt – kurz darauf machte das Video auch auf Social Media die Runde.
Zur Story