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Italien sperrt DeepSeek – zum Schutz der Daten italienischer Nutzer

Italien sperrt DeepSeek – zum Schutz der Daten italienischer Nutzer

30.01.2025, 20:5131.01.2025, 07:19

Die italienische Datenschutzbehörde hat mit sofortiger Wirkung die Sperrung des Zugangs zur neuen Künstlichen Intelligenz des chinesischen Start-ups DeepSeek angeordnet. Die Massnahme werde zum Schutz der Daten italienischer User erlassen. Dies teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Bereits seit Mittwoch können italienische Smartphone-User die App von DeepSeek nicht mehr herunterladen. In den App-Stores des iPhone-Anbieters Apple und von Google werden Hinweise eingeblendet, welche die Nutzer informieren, dass DeepSeek nicht zugänglich sei.

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DeepSeek ist ein chinesisches Start-up und fordert die Marktführerin OpenAI, die ChatGPT entwickelt hat, und andere Techfirmen heraus.Bild: keystone

Entgegen den Feststellungen der Behörde erklärt DeepSeek, dass das Unternehmen nicht in Italien tätig sei und dass daher die europäischen Rechtsvorschriften nicht anwendbar seien, berichtet die Datenschutzbehörde, die auch eine Untersuchung eingeleitet hat.

Italiens Datenschutzbehörde ist einer der aktivsten Wächter in Europa, was den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) betrifft. Im Jahr 2023 hatte sie kurzzeitig die Nutzung des von Microsoft unterstützten ChatGPT in Italien wegen mutmasslicher Verstösse gegen die EU-Datenschutzvorschriften untersagt.

DeepSeek wurde 2023 vom chinesischen Hedgefonds-Manager Liang Wenfeng gegründet. Die KI-Anwendung setzt auf Open-Source-Modelle, die Daten werden auf Servern in der Ein-Parteien-Diktatur China gespeichert. Der chinesischen Regierung nicht genehme Informationen, etwa zum Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 mit zig Toten, werden vom Chatbot unterschlagen. Es herrscht eine strenge Zensur.

(sda/apa)

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