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US-Komikerin Sarah Silverman verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI

US-Komikerin Sarah Silverman verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI – und ist nicht allein

10.07.2023, 22:1511.07.2023, 08:50
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Die US-Komikerin Sarah Silverman und zwei weitere Autoren haben den ChatGPT-Entwickler OpenAI verklagt. Sie werfen dem IT-Team Urheberrechtsverletzungen vor.

In der bei einem Gericht im Bundesstaat Kalifornien eingereichten Klage werfen die drei Kläger Open AI vor, Bücher von ihnen ohne ihr Einverständnis zum Trainieren von Künstlicher Intelligenz (KI) verwendet zu haben. Die Werke seien aber urheberrechtlich geschützt.

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Sarah Silverman.Bild: keystone

Silverman und die Autoren Christopher Golden und Richard Kadrey verklagten auch den Facebook-Mutterkonzern Meta. Auch hier lautet der Vorwurf, ihre Werke für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz verwendet zu haben. Das von OpenAI und Meta genutzte Material «stammt von urheberrechtlich geschützten Werken - einschliesslich Büchern der Kläger - die von OpenAI und Meta ohne Zustimmung, ohne Nennung und ohne Vergütung kopiert wurden», erklärten die Anwälte.

Bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz werden zum Training der Programme riesige Datenmengen ausgewertet. Inzwischen mehren sich die Klagen von Urhebern gegen dieses Vorgehen. Ein Erfolg vor Gerichten könnte die Möglichkeiten von Technologie-Unternehmen einschränken, KI zu entwickeln.

OpenAI wollte die Klage auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht kommentieren. Meta antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage.

Sammelklage gegen OpenAI und Microsoft
In Kalifornien ist Ende Juni eine Sammelklage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht worden. «Die Kläger geben an, dass die Entwickler von ChatGPT gestohlene private Informationen illegal ausnutzen, um ihre ‹Large Language Models› zu trainieren», berichtete netzwoche.ch.

In der Klage werde als Grund «das illegale und schädliche Verhalten der Angeklagten bei der Entwicklung, Vermarktung und Nutzung ihrer KI-Produkte» genannt. Die Datenauswertung sei ohne die Zustimmung von hunderten Millionen betroffenen Internet-Usern erfolgt.

Die nicht namentlich genannten Verfasser der Klage seien zudem der Ansicht, dass «OpenAI ohne diesen beispiellosen Diebstahl von privaten und urheberrechtlich geschützten Informationen, die realen Personen gehören», nicht Milliarden von Dollar hätte einnehmen können.

OpenAI reagierte nicht auf Medienanfragen zum Fall. Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab, wie das US-Online-Medium Motherboard («Vice») berichtete.

Quellen

(dsc/sda/afp)

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