Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

bild: shutterstock

iPhone und China-Handys strahlen stark. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft besser...

Die Belastung durch elektromagnetische Strahlung bei Handys ist seit Jahren ein umstrittenes Thema. Wir zeigen, welche Handys besonders stark strahlen – und welche diesbezüglich vorbildlich sind.



Meist werden Smartphones nach Aspekten wie Marke, Betriebssystem oder Design ausgesucht, für manche Menschen ist aber ein anderes Kriterium mitentscheidend: Der Strahlungswert. Handy-Hersteller geben daher für jedes Modell den so genannten SAR-Wert an: Je kleiner der SAR-Wert ist, desto geringer ist die Strahlung, die der Körper aufnimmt. 

Der SAR-Wert gibt also an, wie viel Strahlungsleistung (Watt) vom menschlichen Körper (Kilogramm) maximal aufgenommen wird. Der empfohlene SAR-Wert der Weltgesundheitsorganisation liegt seit 1998 bei 2 Watt/kg. Dieser Grenzwert muss von allen Handys, die in der Schweiz verkauft werden, eingehalten werden. Neuere, strengere Grenzwerte stufen Smartphones allerdings meist erst ab einem Wert unter 0,6 als gesundheitlich weitgehend unbedenklich ein.

Bild

In der Schweiz darf der SAR-Wert maximal 2 Watt/kg betragen. Werte unter 0,6 Watt/kg gelten als gut.   grafik: statista / quelle: bundesamt für strahlenschutz

Bei aktuellen Smartphones liegt der SAR-Wert meist zwischen 0,1 und 1,99 Watt/kg. Das in der Schweiz beliebte iPhone X kommt beispielsweise auf einen SAR-Wert von 0,92 W/kg. Das iPhone 8 mit 1,32 W/kg und das iPhone 7 mit 1,38 W/kg schneiden deutlich schlechter ab.

SAR-Werte nach Hersteller und Modell

Die Webseite handywerte.de liefert eine gute Übersicht, welche Smartphones bezüglich SAR-Wert gut abschneiden.

Rot steht in den folgenden Tabellen für einen hohen SAR-Wert. Orange für eine mittlere Belastung und grün für eine tiefe Strahlung.

Apple

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

Samsung

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

Huawei / Honor

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

Nokia

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

Sony

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

HTC

Bild

tabelle: handywerte / quelle: connect

Ist dein Handy nicht dabei? So findest du den SAR-Wert deines Modells heraus

Auf der Webseite des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz kannst du mit Hilfe der Suchfunktion dein Handy-Modell suchen und bekommst den SAR-Wert angezeigt. 

Bild

Mit Filtern wie «SAR-Wert» und «Handy-Marke» kannst du ein besonders strahlungsarmes Handy finden:

Bild

Die SAR-Wert-Suchfunktion des Bundesamtes für Strahlenschutz findest du hier.

Gesundheitliche Auswirkungen sind unklar

Die Strahlung nimmt mit der Distanz zum Gerät rasch ab. Trotzdem führt die hochfrequente elektromagnetische Strahlung von Technologien wie Mobilfunk, Bluetooth oder WLAN «zu einer Strahlenbelastung des Kopfes oder der Hand einer Person, wenn sie das Mobiltelefon zum Telefonieren direkt am Ohr oder für weitere Anwendungen wie beispielsweise mobiles Internet in der Hand hält», schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Faktenblatt zur Strahlungsbelastung durch Smartphones.

«Bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen bei langfristiger Belastung durch hochfrequente Strahlung von Mobiltelefonen bestehen noch Unsicherheiten», hält das BAG fest. Kurzfristige negative gesundheitliche Auswirkungen seien keine zu erwarten.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann ein Smartphone kaufen, das einen SAR-Wert von unter 0.6 Watt/kg hat. Viele neue Modelle erfüllen diesen tieferen Grenzwert bereits, wie die folgende Tabelle zeigt:

Bild

grafik: statista / quelle: bundesamt für strahlenschutz

Was man über Handy-Strahlung wissen sollte

Bei einer guten Verbindungsqualität strahlt das Handy weniger als bei einer schlechten. Die Strahlung tritt insbesondere dann auf, wenn das Mobiltelefon sendet, im Ruhezustand ist die Strahlenbelastung klein. Und die Strahlung nimmt mit der Distanz zum Gerät rasch ab. 

Die SAR-Wert-Angabe, welche die Hersteller angeben, stellt den am Ohr gemessenen Höchstwert des Gerätes dar, im Alltagsbetrieb kann die Strahlenbelastung daher deutlich kleiner sein. «Wollte man die Strahlungsmessungen mit den Verbrauchsmessungen beim Auto vergleichen, so würde der SAR-Wert einer Verbrauchsmessung bei Höchstgeschwindigkeit entsprechen», erklärt das Fachmagazin für Telekommunikationsthemen «Connect».

Die höchsten Strahlenbelastungen treten auf, wenn das Smartphone als mobiler WLAN-Hotspot (Tethering) am Körper getragen wird. Auch Datenanwendungen mit maximalem Datentransfer führten in der Regel zu höheren Strahlenbelastungen im Vergleich zu Telefongesprächen, schreibt das Bundesamt für Gesundheit.

Bild

Der Strahlungsfaktor wird im Labor mit Hilfe eines Kopfmodells gemessen. bild: BAG

Tipps des Bundesamts für Gesundheit:

In seinem Faktenblatt zur Handy-Strahlung gibt das BAG folgende Tipps, um die Strahlung zu reduzieren:

Evelinn Trouble findet das digitale Zeitalter furchtbar

Video: watson/Emily Engkent

Microsoft hat den knuffigsten Laptop der Welt gebaut

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Psychonaut1934
10.09.2018 13:04registriert March 2015
Nicht jammern. In unserer Hymne steht schliesslich „Seh ich dich im Strahlenmeer.“
772
Melden
Zum Kommentar
Laborchef Dr. Klenk
10.09.2018 09:55registriert June 2018
Mich würde interessieren, wie es zu massiven Schwankungen der Angaben bei gleiche Modell, aber anderen Spezifikationen kommt.
Beispiel Nokia 6: Single Sim (0.17), DualSim 2017 (0.49) und DualSim 2018 (0.71) unterscheiden sich gewaltig, obwohl man meinen könnte, es wären alle drei Nokia 6-Modelle.
Abweichungen durch Messmethode? Andere Bauteile?
6214
Melden
Zum Kommentar
21ishalfthetruth
10.09.2018 11:40registriert September 2018
Eigentlich ein guter Artikel. Die "Ranglisten" sind hingegen fragwürdig. Es gibt 2 Werte "telefonieren" und "auf dem Körper tragen". Angegeben sind hier die Werte für's Telefonieren. Da bei den meisten Leuten wahrscheinlich der zweite Wert ausschlaggebend ist, wäre dieser wahrscheinlich der sinnvollere gewesen. Beispiel: Das vermeintlich gute Galaxy Note 8 hat einen Wert von 1.29 (telefonieren 0.17) was dann wiederum ein schlechter Wert ist. Samsung wird sich aber für die eher ungerechtfertigte Werbung bedanken.
4711
Melden
Zum Kommentar
17

Undercover-Journalist infiltriert Netzwerk von Schweizer Corona-Verschwörern

Ein junger Westschweizer Journalist verbrachte zwei Monate «undercover» bei einer Gruppierung, die gegen das Maskentragen und die SwissCovid-App kämpft. Seine Enthüllungen werfen unbequeme Fragen auf.

Dieser Beitrag dreht sich um die Enthüllungen eines jungen Westschweizer Journalisten, der eine Gruppe von Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern in der Romandie «infiltriert» hat. Dies im Auftrag des Westschweizer Online-Mediums Heidi.news, das nun in einer Serie über die Akteure und ihre beunruhigenden Ansichten berichtet.

Die Pandemie war geplant. Das Virus existiert nicht. Alles eine riesige Verschwörung, in Kombination mit 5G und obligatorischen Impfungen, um die Bevölkerung zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel