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epa07335219 The first 5G Optus tower is seen in the suburb of Dickson in Canberra, Australian Capital Territory, Australia, 31 January 2019 (issued 01 February 2019). Optus CEO Allen Lew announced that a new service will use 5G wireless technology to deliver unlimited home broadband in Canberra.  EPA/MICK TSIKAS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP

5G-Mobilfunk – Fortschritt auf Kosten der Gesundheit? Hier diskutieren zwei Experten

Die Wirtschaft drängt auf die Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards, die Gegner sprechen von einem Frontalangriff auf die Gesundheit. In der Sendung «TalkTäglich» diskutierten FDP-Ständerat und 5G-Befürworter Hans Wicki und «Beobachter»-Chefredaktor Andres Büchi.



Für 380 Millionen Franken hat der Bund in diesen Tagen die neuen 5G-Mobilfunkkonzessionen verteilt und versteigert. Swisscom etwa macht bereits Werbung mit dem neuen, schnelleren Netz – 5G ist die neue Mobilfunkgeneration und soll 4G ablösen.

Doch eine grosse Streitfrage spaltet Bevölkerung und Politik: Wie gefährlich ist die neue Technologie für unsere Gesundheit? Die Gegner sprechen von einem Risiko, fordern genaue Abklärungen und sogar ein Moratorium. Für die Befürworter ist 5G das Tor in die digitale Zukunft, sie warnen vor einem Kollaps des aktuellen Mobilfunknetzes und fordern eine Erhöhung der Grenzwerte.

«Die Wirkung von 5G auf Menschen ist unbekannt.»

Andres Büchi, Chefredaktor des «Beobachter»

«Die Technologie wird vorangetrieben, ob wir das wollen oder nicht.»

Hans Wicki, FDP-Ständerat

«Ich bin kein Technikgegner, aber ...»

In der Sendung «TalkTäglich» diskutierten am Mittwochabend bei Markus Gilli zwei Vertreter aus den beiden Lagern. Auf der einen Seite der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki, der die Einführung eines 5G-Netzes vorantreiben will, auf der anderen Seite Andres Büchi, Chefredaktor des «Beobachter», der der neuen Technologie kritisch gegenübersteht.

«Die Wirkung von 5G auf Menschen ist unbekannt», sagt Büchi. Er betont aber auch, dass er «kein Technikgegner» sei. Die Schweiz müsse bei der Digitalisierung ganz vorne mit dabei sein. «Das ist eine riesige Chance. Aber wir müssen die Kehrseite dieser Medaille 5G wirklich kennen.»

Das Streitgespräch zu 5G in voller Länge:

Video: © Tele Züri

Ratten zeigten «unerwartete Defekte»

Büchi zitiert eine Studie des National Toxicology Programm der USA, deren Resultate 2018 veröffentlicht worden sind. 2500 Ratten und Mäuse seien täglich neun Stunden lang einer etwa doppelten Handy-Strahlung ausgesetzt und untersucht worden. «Man erhoffte sich eine Entwarnung, aber das Gegenteil ist eingetroffen. Verschiedene Krebstumore traten vor allem bei männlichen Ratten erhöht auf.»

Forderung nach mehr Antennen: «Verhinderungstaktik»

Für 5G braucht das Schweizer Mobilfunknetz mehr Kapazität. Das heisst laut Hans Wicki entweder: 5000 bis 10'000 neue Handy-Antennen oder eine Erhöhung der Strahlen-Grenzwerte.

Für Andres Büchi ist die Antennen-Strahlung weitaus weniger gefährlich als die Strahlung, die von den Mobilgeräten ausgeht. Doch wer mehr Antennen fordert, statt der Grenzwert-Erhöhung, der betreibt in den Augen von Hans Wicki Verhinderungstaktik. «Jeder von uns weiss, Antennen baut man heute nicht mehr», sagt er. Viel zu stark sei die Opposition dagegen.

Zudem: «Es geht zwischen fünf und acht Jahren, bis so eine neue Antenne da ist – dann reden wir über 6G und nicht mehr über 5G. Die Technologie wird vorangetrieben, ob wir das wollen oder nicht.» (smo)

(aargauerzeitung.ch)

Was oft vergessen geht: Die Smartphones selbst strahlen auch – und wir tragen/halten sie direkt am Körper.

So stoppst du die Handy-Überwachung

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Video: watson/Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spatenpauli 15.02.2019 14:54
    Highlight Highlight Ich finde es bedrückend, werden Laien in der Mobilfunkdebatte von den Medien als "Experten" deklariert. Der Auftritt von Wicki und Büchi belegt, beide sind eben keine Experten in der Frage, ob Mobilfunk unerwünschte Nebenwirkungen hat. Die versprochene Diskussion findet nicht statt, sondern die beiden fahren auf getrennten Spuren wie auf einer Autobahn lediglich aneinander vorbei. Solche Beiträge schaden mehr als sie nutzen, denn sie machen das Laientum in der Mobilfunkdebatte salonfähig.
    • Spatenpauli 16.02.2019 12:13
      Highlight Highlight Ich muss mich entschuldigen: Das in den Beitrag eingebundene Video der Diskussion hielt ich irrtümlich für Werbung. Deshalb habe ich es nicht weiter beachtet. Doch es ist durchaus sehenswert und identifiziert die Kontrahenten zwar nicht als "Experten", wie es die irreführende Titelzeile ankündigt, sondern als in der Sache recht gut Informierte mit gegensätzlichen Standpunkten.
  • Muselbert Qrate 14.02.2019 18:59
    Highlight Highlight Achtung: Die nächste Empörungswelle von linksgrün...
    • Lamino 420 15.02.2019 07:08
      Highlight Highlight Danke für deine tägliche Dosis Provokation. Das ist ein gutes Training für uns. Vielleicht lesen wir ja noch einmal etwas mit Inhalt.
    • Fabio74 15.02.2019 07:21
      Highlight Highlight Träum weiter deine kindlichen Träume. Die Aluhüte, die Saseks Lügen verbreiten, haben eine grosse Schnittmenge mit den rechtsnationalen Aluhüten.
    • Fabio74 15.02.2019 11:26
      Highlight Highlight Im Übrigen hab ich auf der FB Seite der Swisscom vorhin Kommentare des Grauens gelesen. Von Mikrowellen, vom grilliert werden zu Menschheit ausrotten kommt so jeder Schwachsinn. Die Profile dahinter haben auffällig oft AfD und anderes braunes verlinkt
  • Fritz Zweifel 14.02.2019 18:03
    Highlight Highlight Experten sind das keine. „Schlagzeilenmacherei“.

    Im Ausland sind die Grenzwerte viel höher (so dass man an der Grenze immer die Ausländer-Netze hat, weil sie die CH-Netze überstrahlen.

    D etc. achten offenbar weniger auf die Gesundheit ihrer Mitbürger.

    Wichtiger wäre das Handy nicht ans Ohr zu halten, sondern mit Knopf im Ohr...
  • Thomas Bernier 14.02.2019 17:24
    Highlight Highlight Laut einem Bericht im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Umwelt besteht „ausreichende Evidenz“ für einen nicht-thermischen Effekt der Hochfrequenzstrahlung für Auswirkungen auf die menschlichen Hirnströme.

    Quelle: http://www.aefu.ch/fileadmin/user_upload/aefu-data/b_documents/themen/elektrosmog/140601_Expertenteam_Bericht_Beurteilung_Evidenz_biologischer_Wirkungen_schwacher_Hochfrequenzstrahlung.pdf

    Wie gefährlich das ist, kann derzeit niemand sagen. Aber ich würde definitiv zur Vorsicht raten und diese Technologie genau beobachten und nicht hirnlos weiter ausbauen.
    • Arthur Philip Dent 14.02.2019 19:32
      Highlight Highlight Man müsste halt neue Antennen schneller bauen können, dann wäre die Mehrbelastung viel kleiner.
      Aber das ist wie mit dem Atommüll, nur nicht im eigenen Garten... 😬
    • Pafeld 14.02.2019 22:29
      Highlight Highlight Da steht zwar, das eine "ausreichende Evidenz" bestehen würde, auf gut Deutsch, also ausserhalb des wissenschaftlichen Jargons, heisst das in etwa, dass von 5G in etwa so viel Gefahr zu erwarten ist, wie ein 30:0 Sieg des FCL im nächsten Match. Natürlich darf man daran glauben. Und ausschliessen kann man das nicht.
      Es ist trotzdem lächerlich, daran zu glauben.
  • AlteSchachtel 14.02.2019 15:03
    Highlight Highlight Da fordern Wissenschafter ein Moratorium

    (https://europaem.eu/attachments/article/120/2017-08_EU_5G_Appeal_10_August_2017.pdf),

    weil zum jetztigen Zeitpunkt gesundheitliche Schäden am Menschen und Nachteile für Fauna und Flora durch die zusätzliche Einführung von 5g nicht ausgeschlossen werden können, aber Politik und Wirtschaft folgen Swisscom, Ericsson, Intel etc. wie die Ratten dem Rattenfänger von Hameln....

    Wer ist haftbar, wenn das Projekt schiefgeht?
    • Fairness 14.02.2019 18:19
      Highlight Highlight Der Steuer- und Krankenkassenprämierzahler.
  • Der Bojenmensch 14.02.2019 14:59
    Highlight Highlight Komplett unausgewogene Diskussion... da haben mindestens noch Vertreter der Impfgegner, der Freikirchen und von Opus Dei gefehlt... wie sollen wir uns da jemals ein fundiertes Bild machen.

    Expertentalks sind super - sofern auch wirklich Experten talken.

    Was die beiden jetzt zu Experten macht, erschliesst sich mir nicht in Geringsten.
  • Fairness 14.02.2019 14:50
    Highlight Highlight https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/mobilfunk-wie-gesundheitsschaedlich-ist-5g-wirklich/23852384.html
  • The Hat Guy 14.02.2019 14:38
    Highlight Highlight ... und wo ist die Diskussion der zwei Experten, die die Überschrift verspricht? 🤔
  • Joe Smith 14.02.2019 14:18
    Highlight Highlight Nun sind also schon ein Ständerat und ein Chefredaktor «Experten» bezüglich der biologischen Wirkung von nichtionisierender Strahlung.
  • Fairness 14.02.2019 13:53
    Highlight Highlight „Interessanterweise“ wohnen alle GL-Mitglieder der Mobilfunkunternehmen mindestens einen Kilometer von einer Mobilfunkantenne entfernt. Warum wohl?
    • The Hat Guy 14.02.2019 14:38
      Highlight Highlight Quelle?
    • Fabio74 15.02.2019 07:22
      Highlight Highlight Liefere Fakten oder bleib unter dem Aluhut
  • Hexentanz 14.02.2019 13:52
    Highlight Highlight Andres Büchi führt seine Meinung schön offensiv voran,
    da es ja auch auf dem Beobachter selbst 2 lange Artikel hat zum Thema..
    ..auf der anderen Seite haben wir einen FDP Politiker, ok.

    Ladet doch das nächste mal noch die EVP ein, dann gibts noch ne dritte Meinung:

    "Wenn man den Pornoverkehr im Web senken würde, wäre 3G locker genügend."

    Harr Harr.
    PS: Finde den Artikel noch gut zum Thema:
    https://www.srf.ch/news/schweiz/hochfrequenz-strahlen-ist-das-5g-netz-ein-risiko-fuer-die-gesundheit

Wohnst du neben einer 5G-Antenne? Hier findest du es auf einen Blick heraus

Sunrise und Swisscom haben das 5G-Netz gestartet. Der Bund zeigt auf seinem Online-Kartendienst, wo die neuen (und die bisherigen) Antennen stehen.

In der Schweiz sind bereits über 300 5G-Antennen installiert. Sie sind jedoch noch nicht alle in Betrieb. Auf der Website des Bundesamtes für Kommunikation sind alle Telefonantennen auf einer interaktiven Karte markiert, jene, die 5G übertragen, aber auch 3G- und 4G-Antennen.

Die 5G-Antennen von Swisscom, die seit Mittwoch in Betrieb sind, senden aber vorerst noch auf 4G+-Frequenzen. An 102 Standorten in 54 Ortschaften wie Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne, soll 5G in Betrieb genommen …

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