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The Paul Scherrer Institute PSI is a multi-disciplinary research center for natural sciences and technology and belongs to the Swiss Federal Institutes of Technology Domain. It is active in solid state physics, material sciences, elementary particle physics, life sciences, nuclear and non-nuclear energy research, and energy-related ecology. Pictured in Villigen in the Canton of Aargau, Switzerland, on January 13, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Der Campus des Paul-Scherrer- Instituts (PSI) in Villigen AG. Hier soll in Zukunft Technologie des chinesischen Anbieters Huawei zum Einsatz kommen. Bild: KEYSTONE

Schweizer Top-Forschungsstätte vergibt Millionenauftrag für Huawei – Kritiker warnen

Das Paul-Scherrer-Institut will für bis zu 20 Millionen US-Dollar Netzwerkinfrastruktur des chinesischen Telekomkonzerns Huawei kaufen. Ex-Geheimdienst-Chef Peter Regli hält den Deal für gefährlich.

Lorenz Honegger / ch media



Sie sind günstig, gut – und brandgefährlich. Das meint zumindest die amerikanische Regierung. Gemeint sind die Produkte des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei. Das Unternehmen verkauft in 170 Ländern Smartphones, Mobilfunktechnologie sowie IT-Infrastruktur für Firmenkunden. Je stärker die Umsätze des Konzerns wachsen, desto grösser wird der Ärger im Weissen Haus.

Die USA verdächtigen Huawei, als verlängerter Arm der chinesischen Geheimdienste seine westlichen Kunden auszuspionieren. Seit Monaten üben die Amerikaner Druck aus auf befreundete Staaten, beim Umbau ihrer Mobilfunknetze auf die 5G-Technologie keine Huawei-Komponenten einzusetzen. Mehrere Länder haben bereits eingewilligt oder andere Massnahmen ergriffen: Kanada verhaftete die Finanzchefin des Konzerns, Polen steckte den lokalen Huawei-Verkaufsdirektor wegen Spionageverdachts ins Gefängnis, und die britische Universität Oxford kündigte den Verzicht auf Fördergelder der Firma an.

FILE - In this Dec. 12, 2018, file photo, Huawei chief financial officer Meng Wanzhou arrives at a parole office in Vancouver, British Columbia. Canada arrested Meng at America’s request on a stopover at Vancouver airport. The U.S. is reportedly investigating Huawei’s use of a Hong Kong shell company to sell equipment to Iran in violation of U.S. sanctions. (Darryl Dyck/The Canadian Press via AP, File)

Finanzdirektorin Meng Wanzhou Bild: AP/The Canadian Press

Ganz anders die Schweiz: Mit Sunrise und Swisscom haben die zwei grössten Mobilfunkanbieter Huawei-Infrastruktur im Einsatz, und der Siegeszug der Chinesen geht auch im Jahr 2019 weiter.

Wie Recherchen der Redaktion CH Media zeigen, will mit dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) jetzt eine der wichtigsten Forschungsinstitutionen des Landes (jährliches Budget: 390 Millionen Franken) neu Huawei-Produkte einsetzen.

Umfangreiche Einkaufsliste

Am 25. Januar gab das hauptsächlich vom Bund finanzierte PSI einem IT-Unternehmen aus dem Kanton Bern den Zuschlag für die Lieferung von Huawei-Technologie im Umfang von bis zu 20 Millionen Dollar über die nächsten fünf Jahre. Auf dem Einkaufszettel stehen Netzwerkinfrastruktur, Server, Speicher- und Sicherheitstechnologie und auch Software. Eine Sprecherin sagt auf Anfrage, mit der Beschaffung wolle das PSI die bestehende Kommunikationsinfrastruktur ersetzen und ausbauen.

Ein grosser Schritt. Bisher arbeiteten die 2100 PSI-Mitarbeiter bei ihren Projekten im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften mit der Technologie des US-Herstellers Cisco. Vom Campus verbannt wird der amerikanische Hersteller wohl auch in Zukunft nicht: Das PSI hat parallel zur Huawei-Bestellung einen Auftrag für die Lieferung von CiscoProdukten vergeben. Laut der Sprecherin kann sich das Paul-Scherrer-Institut auf diese Weise «flexibel zwischen Huawei- und Cisco-Lösungen» entscheiden.

Sie betont: «Das PSI trifft laufend alle Vorkehrungen, um einen unerwünschten Datenabfluss irgendwelcher Art zu verhindern.» Das Forschungsinstitut arbeite auch mit dem Nachrichtendienst des Bun- des zusammen, um illegale Aktivitäten zu erkennen und abzuwehren.

Wie gross ist das Risiko?

Kein Verständnis für den Kauf von chinesischer IT-Infrastruktur hat der ehemalige Chef des Schweizer Nachrichtendienstes. Peter Regli, der zwischen 1991 und 1999 im Amt war, sieht in Huawei eine indirekt durch den chinesischen Staat kontrollierte Firma. Er halte die Beschaffung für problematisch: «Wenn Huawei seine Technologie beim PSI installieren kann, muss China keine Agenten mehr schicken.»

Peter Regli, ehemaliger Chef des Geheimdienstes, spricht an einer Veranstaltung in Zuerich am Mittwoch, 3. Oktober 2012. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Peter Regli, Bild: KEYSTONE

Die Schweiz sei als einer der weltweit führenden Forschungsstandorte ein exponiertes Ziel für Geheimdienste. «Wenn man bedenkt, dass China die eigenen Bürger in Echtzeit überwacht, muss das schon beunruhigen.» Die Chinesen würden Neokolonialismus betreiben, der auch auf die Beherrschung der Kommunikationsnetze abziele. Natürlich bezeichneten Telekomfirmen wie Swisscom oder Sunrise den Einsatz von Huawei-Infrastruktur als weitgehend sicher, dahinter stünden aber geschäftliche Interessen.

Wie gross ist die effektive Gefahr, dass China den Auftrag des Paul-Scherrer-Instituts dazu nutzt, die Schweizer Spitzenforschung auszuspähen? Alexander Hermann, Managing Partner beim IT-Unternehmen Redguard, berät Grossunternehmen aus verschiedensten Branchen in Sicherheitsfragen und überprüft regelmässig Hard- und Softwarelieferungen auf sogenannte Hintertüren. Er sagt, selbst für Fachleute sei es oft schwer nachzuweisen, ob ein Produkt zu Spionagezwecken manipuliert wurde. «Bei Huawei besteht das Risiko auf jeden Fall. Es sind aber längst nicht alle Nutzer im gleichen Mass exponiert.» Der chinesische Konzern sei im Markt für Netzwerkinfrastruktur vor allem deshalb erfolgreich, weil seine Produkte den gleichen Funktionsumfang wie der amerikanische Konkurrent Cisco böten, aber wesentlich günstiger seien.

Vielleicht auch deshalb ist die Schweizer Politik gegenüber Huawei bedeutend wohlwollender eingestellt als die Amerikaner. Das Aussendepartement und das Bundesamt für Kommunikation sehen «keine konkreten Anhaltspunkte» dafür, dass beim Einsatz von Huawei-Produkten grundsätzlich ein Risiko besteht, wie sie in einer Stellungnahme festhalten. Eine Abmahnung aus Washington habe es bis jetzt keine gegeben.

Auf mehr Goodwill als in den USA darf Huawei auch im Parlament zählen. Angesprochen auf den Fall PSI, sagt der in IT-Fragen aktive Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne), die Möglichkeit von Spionageangriffen bei Huawei sei zwar «durchaus real». Wer die Gefahr aber nur bei chinesischen Anbietern sehe, verdränge, dass auch die Amerikaner bei den eigenen Firmen Hintertüren einbauten.

Balthasar Glaettli, Nationalrat Gruene-ZH, spricht an einer Medienkonferenz ueber die  Lancierung der Volksinitiative fuer ein E-Voting-Moratorium

Balthasar Glättli Bild: KEYSTONE

Huawei Schweiz weist auf Anfrage alle Kritik von sich und fordert Ex-Geheimdienstchef Peter Regli auf, seine Aussagen mit Belegen zu untermauern. «Wenn ich mich richtig erinnere, ist Herr Regli schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr beim Nachrichtendienst», sagt Pressesprecher Felix Kamer. Huawei sei nicht wie von Regli behauptet eine staatlich kontrollierte Firma, sondern eine Aktiengesellschaft in Privatbesitz. «Der chinesische Staat hat keinen Einfuss auf Huawei», sagt er. Das Unternehmen habe auch noch nie von einer Regierung eine Anfrage erhalten, Hintertüren in seinen Produkten einzubauen. «Auch nicht von der chinesischen.»

Mysteriöser vierter Bieter: Kommt Vodafone in die Schweiz?

In diesen Tagen findet gemäss gut informierten Kreisen die Auktion für die Frequenzen im neuen Schweizer 5G-Netz statt. Wie die «NZZ» berichtet, bieten dabei nicht nur die drei etablierten Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt mit, sondern auch ein mysteriöser vierter Auktionsteilnehmer. Fragt sich bloss, welches Unternehmen in den Schweizer Markt einsteigen will.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will nach aussen nichts bekannt geben, um ein möglichst faires Verfahren zu garantieren. Vielleicht hat sich die Behörde aber schon selber verraten, wie die «NZZ» schreibt: Das Bakom habe alle im Vorfeld der Auktion eingereichten Fragen der Interessenten zusammengefasst und mit den behördlichen Antworten veröffentlicht. Die meisten Fragen seien auf Französisch oder Deutsch gestellt worden, ein Teil aber auch auf Englisch und dazu noch mit inhaltlichem Fokus auf die Situation rund um den EU-Austritt Grossbritanniens. «Das lässt Vodafone in den Fokus rücken», so die Zeitung. Auf Anfrage äussere sich Vodafone wortkarg. Ein Markteintritt des britischen Telekomgiganten ist nicht ausgeschlossen. (LHN) (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 03.02.2019 16:36
    Highlight Highlight Ziemlich naiv zu glauben, dass von amerikanischen Tech-Riesen weniger Gefahr ausgeht als von den Chinesen. Snowden hat dies plausibel klar gemacht.
    • Paedu87 03.02.2019 22:30
      Highlight Highlight Hat ja im Artikel auch keiner behauptet.
  • Ueli der Knecht 03.02.2019 14:48
    Highlight Highlight «Wenn man bedenkt, dass China die eigenen Bürger in Echtzeit überwacht, muss das schon beunruhigen.»

    Wir haben der Massenüberwachung der Bürger an der Urne ebenfalls zugestimmt. Dann sollten wir uns doch auch die führenden Technologien besorgen.
  • fireboltfrog 03.02.2019 13:46
    Highlight Highlight Lenovo ist auch eine chinesische Aktiengesellschaft und wir weltweit für Forschung und wichtige Infrakstruktur verwendet. Gegen Huawei wird mächtig lobbying betrieben, weil Apple und Co. keine Konkurenz aus China möchten. Wenn diese Geräte Daten nach China senden, kann man das beobachten (auch wenn nicht zwingen was gesendet wird). Gefärlich sind die Leute, welche wilde Behauptungen aufstellen ohne jegliche Beweise!
  • ptzi 03.02.2019 12:49
    Highlight Highlight ich arbeite ebenfalls in einer unternehmung, welche forschung betreibt. ob da nun huawei cisco oder hp (u name it) drin ist, wer seine daten unverschlüsselt rumliegen lässt geht das risiko ein, das dritte diese lesen können. my own 2 cents...
  • Joe Kilchmann 03.02.2019 11:23
    Highlight Highlight Soso, China überwacht seine Bürger in Echzzeit...die ganze welt wird von google, facebook apple und microsoft, d.h. den USA ebenfalls in Echtzeit überwacht...so what??
    • El Vals del Obrero 03.02.2019 12:25
      Highlight Highlight Man wird ja nicht dazu gezwungen, bei Google, Facebook, Apple und Co. einen Account zu haben.

      Kameras in der Öffentlichkeit kann man hingegen nicht ausweichen.

      Immer die selbe Platte: Weil viele Menschen *freiwillig* Konzerne mit Daten füttern, solle alle anderen *gezwungen* werden, auf Datenschutz zu verzichten.
    • Globidobi 04.02.2019 08:52
      Highlight Highlight Falls du kein Facebook hast, hat Google, Facebook und Amazon ein Schattenprofil von dir, welches dich fast sicher besser kennt als du dich selber. Es gibt eine sogenannte GoogleID, welche für Werbezwecke gespeichert wird. Wird nun mit dem selben Browser eine Seite aufgerufen, welche Google Ads verwendet oder Google Analytics, ist sich Google sicher, welcher Benutzer dies ist. Wirst du nun auf eine Facebook Page verwiesen oder hat eine Website Facebook Ads, greift Facebook auch auf die GoogleID zurück. Somit bist du im oft gebrauchten Internet nicht Anonym.
    • El Vals del Obrero 04.02.2019 09:41
      Highlight Highlight Man sollte natürlich schon ab und zu den Browser Cache löschen ...

      (Schon klar, dass auch das nicht alles behebt, aber die Nachverfolgung wird zumindest schwieriger).
  • Energize 03.02.2019 11:11
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn die Schweiz selbst die Technologie herstellen würde? Das Knowhow wäre ja vorhanden...
    • fireboltfrog 03.02.2019 13:52
      Highlight Highlight Ist es nicht. In der ganzen Elektrotechnik & Informatik fehlen uns die Leute heute schon, Erfahrung im Bereich Wirelesskomunikation haben viel zu wenig. Auch ökonomisch würde es keinen Sinn machen, solange wir nicht in die Welt rausliefen können und dazu müssten wir billiger Produzieren und entwickeln können. Wir müssten wohl über Jahre Milliarden reinpumpen um soetwas hinzubekommen.
  • Addix Stamm 03.02.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich denke mal, dass das PSI mehr Ahnung hat als Regli und bei den Chinesen nicht auch noch die Software einkauft. Weil davon redet niemand. Und ob das PSI über das Huawei Mobilfunknetz arbeitet, bezweifle ich.
  • Neruda 03.02.2019 11:02
    Highlight Highlight Jö, die Europäer kommen langsam drauf, dass der Kolonialismus für die Unterlegenen wohl doch nicht so lust ist 😁
    Ich frag mich einfach, ob die Amis so viel besser sind. Bei denen wissen wir ja, dass sie alles überwachen was möglich ist. Dass sie da die Finger auch bei Netzwerkausrüster drin haben, liegt noch nahe.
  • Bird of Prey 03.02.2019 10:59
    Highlight Highlight Es schmerzt schon ganz heftig, wenn man einige der Komentare hier liest. Verlogen bis zum Anschlag. Jahrzehnte alles gekauft, was billig war ohne einen Gedanken über Arbeitsplätze und Wissen hier in der Schweiz aufzubringen. Jetzt ist China plötzlich gefährlich und böse.
    Via Amazon und Alibaba das nächste Schnäppchen schon auf der Bestellung, Megatonnen auf Frachtschiffen aus China nach Europa auf den Meeren.
    Und hier jammern, mit dem Smartphone, made in china. Toll gemacht.
  • Walter Sahli 03.02.2019 10:30
    Highlight Highlight Gutbürgerliche Schweizer Unternehmer stehen in China Schlange, um dort günstig produzieren zu können, unsere Haushalte sind voll mit chinesischen Produkten und eine national bekannte SVP (das sind die, die angeblich die Heimat so lieben) Politikerin äusserte öffentlich Bewunderung für das chinesische Politsystem (sie möchte...äh muss schon bald BR werden). Was soll also die Hysterie?
  • Im Diskurs Versunken 03.02.2019 10:15
    Highlight Highlight Die ETH hat schon heute Huawei Hardware im Einsatz.
  • Ökonometriker 03.02.2019 09:55
    Highlight Highlight Ob es schlimmer ist, von den USA oder den Chinesen ausspioniert zu werden, ist schwer zu sagen. Die USA sind ein direkter Konkurrent bei vielen Produkten, China eine aufstrebende Weltmacht.

    Alternativ wäre es attraktiver, eigene Netzwerkinfrastruktur zu verbauen. Zumindest an den kritischen Stellen: Meine private Firewall besteht aus Hardware die in Glattbrugg entwickelt wurde und läuft mit Software aus dem Thurgau.
    • drjayvargas 03.02.2019 10:13
      Highlight Highlight Auch die in Glattbrugg zusammengebaute Hardware besteht aus nicht-schweizer Teilen. Sowieso, wie du shcon gesagt hast, ob es nun besser ist von den Chinesen anstatt den USA auszuspioniert werden bleibt dahingestellt.
      Die Wachablösung findet jedoch global gerade statt.
    • _stefan 03.02.2019 11:32
      Highlight Highlight @Ökonometriker: Inzwischen werden auch Cisco Produkte in China hergestellt, die Wahl erübrigt sich also...

      Deine Firewall in der Schweiz zu kaufen ist sehr lobenswert. Jedoch werden die verbauten Komponenten zu 90% aus China/Taiwan stammen. Somit ist das Problem der Spionage auch nicht gelöst.
    • Ökonometriker 03.02.2019 12:25
      Highlight Highlight Es stimmt, dass die Teile in Taiwan gem. Plänen aus der Schweiz gefertigt wurden. Aber der Einfluss Beijings in Taiwan ist doch eher bescheiden. Extra noch die Chip-Pläne unerkannt anpassen wäre zudem zwar möglich, aber doch sehr teuer für so eine kleine Auflage.

      Am Ende gibt es nie die perfekte Sicherheit - es ist immer eine Frage des Geldes. Aber wenn man sein ganzes Netzwerk mit Teilen eines einzigen Herstellers aufbaut, macht man es den Geheimdiensten schon sehr einfach.
  • Skeptischer Optimist 03.02.2019 09:39
    Highlight Highlight Cyberschnüffelei ist ein vernachlässigtes Thema. Den Chinesen ist ebensowenig zu trauen, wie den Amerikanern.

    Europa muss seine eigene Netzwerkindustrie fördern.
    • Bird of Prey 03.02.2019 13:59
      Highlight Highlight welche denn da wäre?
  • Shelley 03.02.2019 09:28
    Highlight Highlight Der Lump beschuldigt den Gauner ein Betrüger zu sein. Die USA verlangen schon seit jahrzehnten von ihren IT Firmen (Cisco, Oracle, MS etc. ) Backdoors einzubauen und gehen mit grobem Geschütz vor. Jüngstes Beispiel mit Apples iOS. Die Chinesen machen nun daselbe, aber die USA wollen das alleinige Recht haben Freunde auszuspionieren. Die sollen erst im eignen Haus mal aufräumen.
  • Yokai 03.02.2019 09:11
    Highlight Highlight Als wäre das beim Hauptkonkurrenten Cisco anders - da liest einfach die CIA mit...
  • walsi 03.02.2019 08:59
    Highlight Highlight Bei Huawei vermutet man, dass sie Spionagesoftware installieren. Bei Cisco weiss man es. Die Frage ist also, von wem man sich ausspionieren lassen will, USA oder China. Ausspioniert wird man.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-manipuliert-per-Post-versandte-US-Netzwerktechnik-2187858.html
  • Zeit_Genosse 03.02.2019 08:52
    Highlight Highlight Man hat ja so stolz ein Freihandelabkommen mit China gemacht und fühlt sich jetzt politisch dem roten Drachen verpflichtet. Die CH einmalmehr gutgläubig bis naiv im Umgang mit dem wertvollsten Rohstoff der Schweiz und auf dem internationalen Parket. Was kommt als nächstes: Chinesenflieger? Und ja, die USA sind nicht besser, stehen aber dazu. Wer mit China geschäftet muss bezüglich Menschenrechte wegschauen. Das sollte die CH nicht machen und sich auf ihre humanitäre Tradion stützen. Wenn wir schon ein Anti-EU-Reflex leben, sollten wir das bei Grossmächten konsequenterweise auch so reagieren.
    • Alnothur 03.02.2019 16:53
      Highlight Highlight "Und ja, die USA sind nicht besser, stehen aber dazu."

      ...stehen dazu? Hahahaha. Der war gut.
  • N. Y. P. 03.02.2019 08:23
    Highlight Highlight Die Schweiz ist in Sachen Cyber Security noch auf Anfängerstufe.

    Wie also sollen wir in der Lage sein, zu erkennen, dass chinesische Netzwerkinfrastruktur ein Hochsicherheitsrisiko darstellt.

    Wie unfassbar dumm vom Paul Scherrer Institut. Man mag es beinahe nicht glauben.

    So ein Anfängerfehler würde den US - Amerikanern auf jeden Fall nicht passieren.

    "Look, these stupid Swiss !"

    • ströfzgi 03.02.2019 09:36
      Highlight Highlight Wieso Anfängerstufe? Wir haben ja Cyber-Crack Ueli am Start 🤡
    • chr1zz 03.02.2019 10:21
      Highlight Highlight Naja die Amerikaner wollen natürlich das wir ihre Produkte nützen, damit sie uns weiter ausspionieren können ;-). Es wäre sehr blauäugig zu denken das sie es nicht tun...
    • N. Y. P. 03.02.2019 12:17
      Highlight Highlight @chr1zz

      Ja, das ist Allgemeinwissen, dass die Amis bei uns dick drin sind.

      Nichtsdestotrotz sollte man den Chinesen keine Gelegenheit geben, ihre Netzwerkteile im Paul Scherrer Institut frivol einzubauen.
  • dracului 03.02.2019 08:19
    Highlight Highlight Der globale Markt lässt sich nicht mit den Partikularinteressen der Länder (Nationalismus) vereinbaren. Alle wollen günstige oder lieber noch billige Lösungen und doch will man absolute Loyalität, Qualität und Sicherheit.
    Reglis und Glättlis Angstmacherei ist nur ein Symptom. Ursächlich gilt es die Frage zu beantworten: Wieviel Geld ist den Unternehmen Schweizer Arbeit noch wert?
  • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 03.02.2019 08:12
    Highlight Highlight Seit dem SRF-Dok über Xi Jinping misstraue ich den Chinesen noch viel mehr als bereits vorher.

    Wenn unsere Daten abgezogen werden, dann doch lieber den Amis als den Chinesen! Und duch die Firewalls den Israelis...
    • The Destiny // Team Telegram 03.02.2019 10:03
      Highlight Highlight Genau diese Haltung ist es die ich nicht verstehen kann.
      Entweder bekommen die USA unsere Daten via Cisco oder es besteht das Risiko, dass die Chinesen mitlesen wenn Huawei verwendet wird.
      Wenn nicht eine eigene Lösung verwendet werden kann, dann verstehe ich dieses Gejammer nicht.
    • Bird of Prey 03.02.2019 14:08
      Highlight Highlight Firewalls gibt es aus Finnland, Netzwerktechnik nur noch made in china, labeled in usa oder manufactured in usa.
      Die ehemaligen Netzwerker 3Com, HP oder Alcatel haben ihr ganzes Wissen nach China verkauft und die Buden geschlossen.
      Ach, Nokia gabs auch noch, die sind aber bei DSL und Telefonie stehen geblieben. Deren Erbe im Bereich Breitband und Netzwerk lebt in Indien weiter.
  • P1erre991 03.02.2019 07:11
    Highlight Highlight Wer die Menschenrechte mit Füßen tritt verdient kein Grossauftrag der Schweiz!
    • The Destiny // Team Telegram 03.02.2019 13:39
      Highlight Highlight Von welchem Land soll dann bitte die Technologie bezogen werden?
    • Deleted93 03.02.2019 16:16
      Highlight Highlight und die Amis halten Sie ein, mit all ihren Kriegen jene Sie im laufe der letzen Hundert Jahren über andere Länder gebracht haben?
  • wolge 03.02.2019 07:05
    Highlight Highlight Und Cisco ist der verlängerte Arm der USA...
  • Alice36 03.02.2019 06:50
    Highlight Highlight Wie war das nochmal bei Snowden? Da haben doch die Amerikaner nachweislich Hintertüren in die Hard- und Software eingebaut um an Informationen zu kommen. Den Chinesen traue ich auch nicht wirklich über den Weg aber nachgewiesen hat's bis jetzt noch keiner. Grossbritanien ist wie China übersäht mit Kameras und die Russen, ja denen muss man die Überwachung aller Möglichen Dinge ja wohl auch nicht mehr nachweisen. Fazit jeder überwacht jeden es geht nur um's Geld. Also warum nicht günstig und gut einkaufen, spielt eh keine Rolle. Wir könnten ja auch auf die ganze 5G Geschichte verzichten 🤯
    • _kokolorix 03.02.2019 10:10
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass die Chance weit grösser ist, dass ein US Schlapphut durch die Selfie-Kamera des Huawei Handys guckt als das es sein chinesischer Kollege ist. Alles was du mit dem Handy tust wird sowieso bei Google aufgezeichnet und Ausgewertet. Seit dem Patriot Act ist Google verpflichtet seine Daten dem Geheimdienst zur Verfügung zu stellen.
      Wir müssen uns bloss bewusst sein, dass dem so ist. Jeder Hersteller jedes Landes wird illegal Daten absaugen und weiterverwenden. Das liegt in der Natur des kapitalistischen Wirtschaftssystems.
  • Gsnosn. 03.02.2019 06:49
    Highlight Highlight Da gibt es Anschuldigungen aber keine konkreten Hinweise bzw. Beweise auf Spionage. Es wird einfach in den Raum gesprochen, unprofessionell
    • bebby 03.02.2019 07:26
      Highlight Highlight Geheimdienstleute haben sowieso Paranoia. Wirklich viel gebracht haben sie aber nicht, gekostet dafür viel. Unser Geheimdienst verkauft ja auch Daten an die USA.
    • [CH-Bürger] 03.02.2019 08:03
      Highlight Highlight @bebby:
      vielleicht spürt man von den Geheimdiensten eben nicht viel, WEIL sie ihre Arbeit gut und diskret erledigen?
      und apropos "Paranoia":
      1) es bringt ihr Beruf halt mit sich, dass man aufmerksam + umsichtig agiert - was Aussenstehende nicht begreifen...

      2) jeder, der in einem spezialisierten Bereich arbeitet, setzt sich auch vertieft mit der Materie auseinander und wirkt gegen nicht-involvierte übertrieben + abgedreht! bestes Beispiel der Computernerd oder der verwirrt wirkende Professor...
  • Muselbert Qrate 03.02.2019 06:14
    Highlight Highlight Doris Leuthard war eben erst im August in China bei Huawei zu Besuch: https://www.tagblatt.ch/wirtschaft/huawei-plant-ausbau-in-der-schweiz-ld.1044366

    Mit ihr das Staatsbetriebe Management von Swisscom, Post, SBB sowie diverse Parlamentarier.

    Swisscom ist neu nicht nur Kunde von Huawei sondern verbaut IT-Komponenten bei Geschäftskunden. Sunrise ist das zu heiss.

    Der erwähnte Felix Kamer von Huawei war langjähriger Kader-Mitarbeiter bei Swisscom.

    Huawei will in der Schweiz in „Forschungszentren“ investieren..

    Mir scheint die Schweiz geht sehr naiv mit Huawei um!
    • Supermonkey 03.02.2019 09:38
      Highlight Highlight Nichts ist so wie es scheint!
    • _kokolorix 03.02.2019 10:15
      Highlight Highlight Die Schweiz geht seit Jahrzehnten sehr naiv mit Allem um!
      Seien es nachrichtenlose Vermögen, Steuergeschenke an Superreiche und undurchsichtige Konzerne, Militärbeschaffungen, Telekommunikation oder ÖV, jedes Feld hat seinen Skandal der auf naive oder korrupte Entscheidungsträger zurückzuführen ist
    • /dev/null 03.02.2019 11:19
      Highlight Highlight Was soll Sunrise zu heiss sein? Die haben den ganzen Netzbetrieb doch schon seit Jahren zu Huawei outsourced... Die lösten damals sogar den bestehenden Vertrag mit Alcatel-Lucent vorzeitig auf..
  • guggussugus 03.02.2019 05:05
    Highlight Highlight haben wir nicht erst kürzlich über den nachrichtendienst abgestimmt? hat es da nicht ein ja für den nachrichtendienst gegeben? wer überwacht jetzt wenn.. achtung, wie immer voller ironie
  • roger.schmid 03.02.2019 05:03
    Highlight Highlight An alle die dies nun sofort wieder mit whataboutism kommen: China lässt Oppositionelle und religiöse Minderheiten in Lager sperren und überwacht die eigene Bevölkerung auf Schritt und Tritt mit Kameras.
    Bei aller berechtigter Kritik an den USA - die Diktatur China ist schon ein etwas anderes Kaliber und unsere Daten und Forschungsergebnisse haben dort genau gar nichts verloren.
    • bebby 03.02.2019 07:28
      Highlight Highlight China sucht im Gegensatz zu den USA keinen Krieg...
    • CaptainLonestarr 03.02.2019 08:02
      Highlight Highlight Nein, aber nur weil sie ihre Ziele auch ohne Krieg erreichen. Sie sind einfach geschickter als die Cowboys mit Colt aus den USA.
      Sie sind desswegen aber nicht weniger gefährlich. Eher gefährlicher.
    • roger.schmid 03.02.2019 08:07
      Highlight Highlight @bebby: aha, und die ganzen künstlichen Inseln und extreme Aufrüstung betreibt die totalitäre Partei zum Spass, oder wie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 03.02.2019 04:16
    Highlight Highlight Also nach dem "Tappy" Skandal vetraue ich Huawei gar nicht mehr.

    https://www.cnet.com/news/how-a-torture-test-robot-figures-into-the-legal-assault-on-huawei/
  • Rhabarber 03.02.2019 03:25
    Highlight Highlight Ich bin kein China-Basher. Aber ausgerechnet beim PSI? Da fällt mir nur eins dazu ein: NEEEEIIIIIIIINNNNN !
    • AmongThieves 03.02.2019 12:20
      Highlight Highlight was sollen die den machen? ihre netzwerkinfrastruktur selber entwickeln? was spielt es für eine rolle weche firma sie einsetzen? ob Huawei oder Cisco oder whatever.. die CIA weis mittlerweile doch nich mal wieviele Agenten sie haben und jammerst hier rum und glaubts die gefahr kommt nur von china..
  • Gummibär 03.02.2019 03:19
    Highlight Highlight Nehmen wir an , dass Huawei tatsächlich spioniert .
    Nehmen wir ebenfalls an, dass die amerikanischen Konzerne das gleiche tun.
    Bleibt noch die Entscheidung ob wir lieber die Kriegsgurgeln in den USA oder die Macht- und Einfluss-hungrigen in China mit unseren Daten beschenken wollen.
    • matcha 03.02.2019 03:42
      Highlight Highlight Die usa sind ja so was von ehrlich.. Oder gab es da mal ein herr snowden? Cholera oder pest?
  • Juliet Bravo 03.02.2019 03:04
    Highlight Highlight Vorsicht PSI!
  • Stamix 03.02.2019 03:03
    Highlight Highlight gebt den deal den Amis. dort wissen wir, dass sie uns belauschen. bei den chinesen wissen wir es nicht genau, das macht die sache so unberechenbar u gerfährlich. 🤠
    • Darkside 03.02.2019 04:32
      Highlight Highlight Es soll also besser sein, einem Konzern zu vertrauen von dem man weiss, dass er spioniert, als einem der es eventuell nicht tut?🤔
    • Roadrunn_er 03.02.2019 10:25
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung dass beide bzw. fast alle dieser Hersteller Dreck am stecken haben. Ob dass PSI nun die chinesischen oder amerikanischen Hersteller berücksichtigt ist weder Hans noch Heiri solange die Telecom Firmen die Daten mit Huawei Komponenten ausstattet gibts immer die Möglichkeit Daten abzusaugen oder Hintertüren einzubauen.
      Wenn man dies komplett überwachen möchte müsste global ein Konsortium gegründet werden, welches die Hersteller überwacht. Nützt nicht viel wenn man intern save ist und bei Standort Vernetzung über unsichere Komponenten Daten verschiebt.
  • John Smith 03.02.2019 02:42
    Highlight Highlight «Der chinesische Staat hat keinen Einfuss auf Huawei»
    Und da sagt einer Chinesen haben keinen Humor.
    • Bowell 03.02.2019 10:02
      Highlight Highlight Die Aussage stammt von Felix Kramer, einem Schweizer...
  • tzhkuda7 03.02.2019 02:07
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich

    Was macht die Chinesische Spionage gefährlicher als die der USA oder Russland?

    Auch die Amis wollen wissen was unsere firmen alles haben damir sie nirgendwo nicht in der Führung mitspielen können.
    • ströfzgi 03.02.2019 09:55
      Highlight Highlight Zum Beispiel Ihre wirtschaftlichen Interessen. Die USA können nicht günstig liefern, die Russen können keine Technologie/Qualität liefern. Die Chinesen können günstig Technologie/ Qualität liefern.

      Stell dir vor, die Produkte die dein Betrieb produziert stehen plötzlich zum Bruchteil des Originalpreises im Regal des Grossverteilers. Und das weltweit.

Neue ETH-Studie zeigt: So simpel lässt sich der Klimawandel stoppen (eigentlich)

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