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Electrical power pylons of high-tension electricity power lines are seen near the cooling towers of the Electricite de France (EDF) nuclear power station in Dampierre-en-Burly, in this March 8, 2015 file picture. The owners of Europe's electricity grids say they need an injection of cash and a fresh look at regulation if they are to build new, high-tech networks that can channel green energy sources into homes across the region. So-called smart grids that can handle the intermittent flow of solar and wind energy are vital, say energy firms, if the EU is to meet its renewable energy and carbon emissions targets. Picture taken March 8, 2015. REUTERS/Christian Hartmann/Files (FRANCE - Tags: ENERGY BUSINESS)

Im Visier von Unbekannten: Vertreter der Atomenergie- und Elektrizitätswirtschaft. Bild: keystone

Droht ein Blackout? Hacker attackieren Schweizer Energiesektor

Profi-Hacker haben die Stromversorgung Westeuropas und der USA im Visier. Der IT-Sicherheitsexperte Candid Wüest verrät Details.



Das Wichtigste in Kürze:

watson hat beim Symantec-Sicherheitsexperten Candid Wüest («Principal Threat Researcher») nachgefragt.*

Bild

grafik: symantec

Wer ist in der Schweiz betroffen?

«Bei dem angegriffenen Unternehmen in der Schweiz handelt es sich um einen Zulieferer aus dem Technologiesektor und nicht um eine kritische Infrastruktur, einen Stromerzeuger oder einen Stromnetzbetreiber.»

Was ist passiert?

«Die Telemetrie-Daten unserer Software zeigen, dass bei diesem Unternehmen der Infektionsversuch der spezifischen Malware geblockt wurde. In anderen Ländern wie Frankreich oder Deutschland konnten wir nur erkennen, dass infizierte Webseiten besucht wurden, haben aber keine Infektionsversuche festgestellt.»

Worauf haben es die Angreifer abgesehen?

«Die Angreifer hatten es primär auf Zugriffsdaten und Übersichtspläne und Schemas abgesehen. Je nach Art des Unternehmens könnte ein solcher Zugriff ausgenutzt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Sabotage durchzuführen. Dies könnte einen Stromausfall nach sich ziehen, wie wir es bereits 2016 in der Ukraine erlebt hatten, oder ein Produktionswerk lahmlegen.»

Welche Schweizer Firmen sind besonders gefährdet?

«Es ist schwierig abzuschätzen, was die genauen Ziele der Angreifer sind und wen sie speziell im Visier haben. Aus dem bisher bekannten Muster erkennen wir, dass sie insbesondere Energieerzeuger und HighTech-Unternehmen, die Energieerzeuger beliefern, fokussieren.»

Ist die Schweiz ausreichend geschützt?

«Die kritischen Infrastrukturen in der Schweiz sind sich der Gefahr durchaus bewusst und haben unlängst Vorkehrungen getroffen. Leider kann aufgrund begrenzter Ressourcen und stets neuen, noch ausgeklügelteren Angriffsmethoden ein Kompromittieren der Systeme nicht immer verhindert werden. Verschiedene Initiativen des Bundes erarbeiten Lösungen, um hier die Sicherheit noch weiter zu erhöhen.»

* Die Antworten wurden per E-Mail gegeben.

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