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Wenn du dies liest, ist es zu spät: «Ooops, deine Dateien wurden verschlüsselt!»
Wenn du dies liest, ist es zu spät: «Ooops, deine Dateien wurden verschlüsselt!»Bild: EPA/EPA

Kantonspolizei Zürich warnt vor Erpressungssoftware

29.07.2019, 11:1629.07.2019, 11:34

Die Kantonspolizei Zürich beobachtet seit Mai eine Zunahme von sogenannten Ransomware-Fällen. Dabei werden Schadprogramme in fremde Computersysteme eingeschleust und so ganze IT-Systeme lahmgelegt. Für die Freigabe wird dann ein Lösegeld verlangt.

Für die Betroffenen bestehe aufgrund der Verschlüsselung von Daten ein hohes Schadenspotenzial, teilte die Kantonspolizei am Montag mit. Die verwendete Malware wie zum Beispiel LockerGoga, Ryuk oder aktuell MegaCortex richte bei KMUs und Grossunternehmen grossen finanziellen Schaden an.

Die Täter informieren sich vorab über die anzugreifenden Unternehmen. Die Kantonspolizei empfiehlt daher ein besonderes Augenmerk auf externe aber auch auf vermeintlich interne E-Mails mit Links und Anlagen zu werfen.

So sollte der E-Mail-Inhalt auf Sinnhaftigkeit hinterfragt und der Absender auf Richtigkeit überprüft werden. Vor dem Anklicken eines Links rät die Polizei zu kontrollieren, ob die URL korrekt ist. Im Schadenfall sollte umgehend Anzeige erstattet werden.

Cyberattacke gegen Schweizer Firma legt Betrieb weitgehend lahm

Beim Haustechnik-Anbieter Meier Tobler hat vergangene Woche ein Angriff auf die IT-Infrastruktur den Betrieb weitgehend blockiert. Wie aus einer Mitteilung des an der Schweizer Börse kotierten Unternehmens hervorging, sind von der Cyberattacke das zentrale Warenbewirtschaftungssystem, das Lagerleitsystem, die Festnetztelefonie, die Webseite sowie alle Email-Konten betroffen.

Den Angaben auf der Webseite zufolge erfolgte der Cyberangriff vergangene Woche in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Seither waren offenbar sämtliche Auslieferungen blockiert. Einzig in den Läden von Meier Tobler können Waren bezogen werden.

Am Montag informierte das Unternehmen über die eigene Internetseite, dass der Wiederaufbau der Systems weiterhin laufe und Kunden voraussichtlich ab Dienstag wieder beliefert werden könnten. Ferner gebe es keine Hinweise darauf, dass über die vom Unternehmen ausgehenden E-Mails Schadsoftware verbreitet wurde oder dass Kundendaten betroffen seien.

Unklar bleibt, welche finanziellen Auswirkungen der Cyberangriff auf das Unternehmen hat.

Das Unternehmen hat 2018 einen Umsatz von rund 520 Millionen Franken erzielt und beschäftigt über 1300 Personen.

(oli/awp/sda)

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