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Tschüss Twint? Credit Suisse öffnet sich angeblich für Apple Pay und Co.

19.03.2019, 14:0619.03.2019, 16:18

Dieser Schritt käme wohl einer Schleusenöffnung gleich: Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) sei mit Apple und weiteren Tech-Riesen handelseinig geworden, berichtet finews.ch. Ab Ende April werde es möglich sein, Apple Pay mit Kreditkarten der CS zu nutzen.

Zur gleichen Zeit werde auch die Verknüpfung des Plastik-Geldes der CS mit Samsung Pay möglich. Mit Google stehe die Grossbank noch in Verhandlungen. Dies sollen nicht namentlich genannte Informanten verraten haben.

Von Apple gibt es bislang keine Stellungnahme.

Ein CS-Sprecher bestätigte laut finews.ch, die Bank sei «seit mehreren Monaten in Gesprächen mit internationalen Technologie-Anbietern von mobilen Zahlungsmöglichkeiten. Wir sind zuversichtlich, diese in den nächsten Monaten zu einem positiven Abschluss bringen zu können»

Und weiter:

«Die Strategie der Credit Suisse war und ist es, unserer internationalen Kundschaft alternative Technologien anzubieten und ihnen eine gewisse Auswahl zur Verfügung zu stellen. Zudem wollen wir Lösungen offerieren, welche auch im Ausland genutzt werden können.»

Wie weiter mit Twint?

Das wäre ein harter Schlag für den von Schweizer Finanzinstituten bislang bevorzugten eigenen Bezahldienst Twint. Bislang sperrten sich alle grossen Banken gegen Apple Pay.

Twint hat nach harzigem Start angeblich Fahrt aufgenommen. Wie im Januar berichtet, zählte der für Android und das iPhone verfügbare Dienst «bald 1.2 Millionen registrierte Nutzer». Seit Dezember sei die Nachfrage mit «15'000 Neukunden pro Woche regelrecht explodiert», hiess es.

Der iPhone-Hersteller wiederum weigert sich, auf seinen iPhones und iPads die NFC-Schnittstelle für Dritte freizugeben. Dies ist fürs einfache mobile Bezahlen erforderlich. Twint muss darum auf die kontaktlose Verbindung mit Bluetooth und das Scannen von QR-Code aufbauen.

Der Kampf um die Vorherrschaft bei Bezahl-Apps in der Schweiz hatte Ende 2018 die Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Die Wettbewerbskommission (Weko) ermittelt gegen Schweizer Finanzinstitute wegen dem mutmasslichen Boykott von Apple Pay und Samsung Pay. Es fanden Razzien statt, die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

Einen kleinen Teilsieg errang Twint im letzten Dezember, als Apple einwilligte, den konkurrierenden Bezahldienst nicht mehr automatisch zu unterbrechen.

Bereits jetzt biete die CS eine Verknüpfung ihrer Kreditkarten mit Swatch Pay an, ruft finews.ch in Erinnerung. Das ist eine Uhr des Schweizer Uhrenkonzerns mit integriertem Kreditkarten-Chip, der kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Zudem stehe die Credit Suisse «unverändert hinter der erfolgreichen Twint-Lösung», wird der CS-Sprecher zitiert.

(dsc)

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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l_l
19.03.2019 14:52registriert Dezember 2015
Unter meinen Kollegen wird nur noch getwintet, wenn man jemanden was schuldet. Ist einfach praktisch. Aber zahlen damit tut keiner.
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c_meier
19.03.2019 14:53registriert März 2015
"Die Wettbewerbskommission (Weko) ermittelt gegen Schweizer Finanzinstitute wegen dem mutmasslichen Boykott von Apple Pay und Samsung Pay."

aha man ermittlet gegen Schweizer Banken, aber wenn Apple NFC nicht freigibt wird natürlich nicht gegen Apple ermittelt... tolle Strategie der Weko
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reffx
19.03.2019 15:28registriert Juni 2017
Solange Apple/Samsung bei jeder Transaktion Geld abzweigt werde ich es nicht nutzen. Es geht ums Prinzip, ich möchte, dass das Geld in der Schweiz bleibt.
Kontaktloses zahlen mit der Karte ist gleich schnell.
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