freundlich-4°
DE | FR
185
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
Ukraine

Putins Troll-Armee greift Deutschland an

Seit Wochen werden in Deutschland gefälschte Artikel und Videos bekannter Medienmarken verbreitet. Dahinter steckt eine grosse Kampagne zur pro-russischen Stimmungsmache.
Seit Wochen werden in Deutschland gefälschte Artikel und Videos bekannter Medienmarken verbreitet. Dahinter steckt eine grosse Kampagne zur pro-russischen Stimmungsmache.

Recherche deckt auf: Wie uns Putins Trolle manipulieren

Flammende Appelle für Putins Politik erscheinen vermeintlich auf Nachrichtenseiten wie «Bild», «Spiegel», «Daily Mail» oder der französischen «20 Minutes»-Webseite. Doch sie sind Fakes und Teil einer riesigen prorussischen Kampagne.
29.08.2022, 21:1930.08.2022, 22:12
L. Wienand, S. Steurenthaler, s. Loelke
Ein Artikel von
t-online

Odetta Erhardt und Odetta Hammerl aus Nordrhein-Westfalen und auch die beiden Namensschwestern Odetta Tiedemann aus München sowie Stuttgart überkam es im späten Frühjahr: Mit neuen Fotos meldeten sie ihre Facebook-Accounts an. Und mit ihnen machten das noch diverse weitere Arbeitskolleginnen: Frauen mit praktisch allen vorstellbaren deutschen Vornamen geben an, beim Streamingdienst Netflix beschäftigt zu sein.

Doch die Porträtfotos sind vom Computer generiert, die «Netflix-Frauen» gibt es nicht, es sind Fake-Accounts. Deren einzige bisher ersichtliche Funktion: Teil einer grossen Troll-Armee zu sein, die Sorgen in Deutschland zu verstärken, Ängste zu schüren und Stimmung zu machen gegen russische Sanktionen. Die Beiträge laufen fast immer auf eine Botschaft hinaus: Liesse Deutschland Putin in der Ukraine einfach Krieg führen, wäre alles besser.

Die Odettas von Netflix: Alle Accounts sind aus dem Mai und Juni und haben künstlich erzeugte Bilder.
Die Odettas von Netflix: Alle Accounts sind aus dem Mai und Juni und haben künstlich erzeugte Bilder.screenshot: facebook

Vermittelt wird das in mehr als Hunderttausend Postings eines Netzwerks von Hunderten Fake-Accounts. watson-Medienpartner t-online ist auf eine Kampagne gestossen, wie sie Deutschland noch nicht gesehen hat. Sie läuft seit Wochen. Denn nicht nur die «Netflix-Frauen» sind falsch. Was sie massenhaft posten und als Phänomen dennoch unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit geblieben ist, sind dreiste Fälschungen: Aufhetzende Artikel und Videos, die aussehen wie von bekannten Medienmarken.

t-online hat mehr als 30 neu registrierte Internet-Adressen gefunden, die vermeintlich zu t-online, «Spiegel», «FAZ», «Welt», oder «Bild» führen. Beispiele sind www-t-online-de.tonline.cfd, www-spiegel-de.spiegel.fun, news.faz.ltd oder www-bild-de.bild.pics. Das Thema hat internationale Dimensionen angenommen: Bereits kurze Recherchen haben auch zu Klonen der englischen «Daily Mail», der italienischen Nachrichtenagentur Ansa und der französischen Seite «20 Minutes» geführt.

Auch News-Seiten in England, Frankreich und Italien werden von russischen Troll-Fabriken kopiert, um mit aufstachelnden Fake-Artikeln und Videos Stimmung gegen die Ukraine zu machen.
Auch News-Seiten in England, Frankreich und Italien werden von russischen Troll-Fabriken kopiert, um mit aufstachelnden Fake-Artikeln und Videos Stimmung gegen die Ukraine zu machen.

Was Russland damit bezweckt

Allen ist gemeinsam: Nach dem Klick auf einen Link wirkt die Umgebung täuschend echt. Technisch werden Codes der Originalseite eingebunden, dazu Bilder und Logos und sogar die Anzeigenausspielung. Die Artikel, die man dort liest, und die Videos, die man dann mit dem Logo der Medienmarken anschauen kann, sind klar prorussische Propaganda. Und die werden weit verbreitet. Deshalb spricht die Expertin Julia Smirnova von «aufwendigen Bemühungen, die öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen». In Deutschland sei das bisher beispiellos. Smirnova untersucht als Analystin bei der Denkfabrik Institute for Strategic Dialogue die Verbreitung von Desinformation und extremistischen Ideologien im Internet. «Die Kampagne hat auch das Potenzial, Misstrauen gegenüber etablierten Medien zu verstärken und das Gefühl zu verbreiten, dass man niemandem mehr vertrauen kann. »

Für flüchtige Beobachter können die Texte und Videos auch wie journalistische Arbeit der Original-Redaktionen erscheinen. Florian Harms, Chefredaktor von t-online: «Regelmässige Besucher unserer Seite wissen, dass Sie bei uns keine manipulativen Inhalte fürchten müssen und erkennen auch die täuschend ähnlich aussehenden Inhalte hoffentlich als Fälschung.» Es schadet aber insgesamt dem Vertrauen, «wenn Akteure mit finsteren Absichten ihre Desinformation als vermeintliche Beiträge vertrauter Medien verkleiden.»

Wer genau die Seiten erstellt hat, ist noch völlig unklar. Sie wurden anonym registriert. Speicherplatz und Rechenleistung waren zunächst bei einem Anbieter in den Niederlanden gebucht. Nachdem die IT von t-online erreichen konnte, die Seiten dort zu blocken, zogen sie in kürzester Zeit zu einem Anbieter in Kolumbien um. Der ursprüngliche Registrierungsdienst schaltete die t-online-Adressen dann endgültig ab. Sie sind nicht mehr abrufbar.

Wie arbeiten die Fake-Accounts? Um die Propagandabotschaften zu streuen, kommen die Netflix-Frauen ins Spiel. Oder kamen. Das Profil einer «Isabella Stein», die sehr eifrig war, ist gelöscht – genauso wie das einiger anderer Frauen. Inzwischen sieht es so aus, als ob sie auch ausgemustert wurden. Dafür sind andere, nicht ganz so offensichtliche Fake-Accounts eingestiegen, darunter jetzt auch Männer. Die Methoden werden verfeinert.

Es gibt eine Arbeitsteilung: Ein Teil der Fake-Accounts postet auf seiner Facebook-Seite Artikel oder Videos und Fotos. Ein anderer postet Links zu diesen Artikeln oder Facebook-Beiträgen in die Kommentarbereiche bekannter und viel besuchter Facebook-Seiten.

Inzwischen posten auch Facebook-Seiten mit Namen wie «Elegant kq7» oder «Fair gr5», das Prinzip der Namen ist identisch. Sie haben das «F» der «FAZ» im Profilbild. Und das Logo findet sich auch beim Grossteil einer annähernd dreistelligen Zahl von Facebook-Seiten mit dem Namen «Offene Meinung» und «Freie Meinung» auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Diese Fake-Accounts haben keine Freunde, Abonnenten oder hatten sie, aber das waren dann lediglich andere Fake-Accounts. Eigentlich würden ihre Beiträge nicht wahrgenommen.

«Offene Meinung»: Mit dem Logo der FAZ und vereinzelt anderer Medien sind in den vergangenen Wochen jeweils zigfach Seiten für verschiedene Sprachen angelegt worden, auf denen auch Fake-Artikel gepost ...
«Offene Meinung»: Mit dem Logo der FAZ und vereinzelt anderer Medien sind in den vergangenen Wochen jeweils zigfach Seiten für verschiedene Sprachen angelegt worden, auf denen auch Fake-Artikel gepostet werden.screenshot: Facebook

Dennoch hatte etwa die Netflix-Frau «Isabella Stein» seit dem 18. Mai an manchen Tagen fünf oder sechs dieser Beiträge weitergeleitet, darunter auch mal Kochrezepte oder Memes. Accounts wie ihrer sind dann so etwas wie das Lager für die anderen, die Verteiler, die die Facebook-Postings auf anderen Seiten verlinken.

Wo landen die Fake-Beiträge? Oft posten sie dort, wo Beiträge im Entferntesten mit dem Thema zu tun haben: Belastung durch die hohen Gas- und Strompreise, Inflation, ukrainische Flüchtlinge, der Krieg in der Ukraine. Meist sind Medienseiten das Ziel der Link-Attacken. «Tagesspiegel», «taz», «BR24», aber auch kleinere Zeitungen.

Doch die Bandbreite ist viel grösser: Das Bundespresseamt bestätigt, dass auf Webseiten der Bundesregierung mehrere der Fake-Beiträge entdeckt wurden. Es gab sie auch bei der US-Botschaft in Berlin, der AfD Berlin oder bei der früheren SPD-Chefin Andrea Nahles. Doch auch die Kommentarbereiche von Unternehmen und Marken wie Mercedes, Vodafone, Nordsee, Weight Watchers oder Playboy wurden Ziel. Dazu kommt aber auch noch: Die Beiträge werden als bezahlte Werbung Nutzern in ihren Newsfeed gespült.

Worum geht es in den Beiträgen? Auf der Seite der Charité (Spital in Berlin) etwa findet man den Kommentar «Warum tut die Regierung nichts?» einer «Noemi Müller» sowie das angebliche t-online-Video «Olaf Scholz hat mit den Sanktionen gegen Russland das wirtschaftliche Todesurteil für Deutschland unterschrieben». In einem anderen vermeintlichen Beitrag von t-online heisst es, «dass Frau Berbock (sic!) die Grünen verraten hat, um Krieg zu schüren und eine atomare Apokalypse vorzubereiten».

Auf der Seite des Bundes der Steuerzahler landete unter einem Beitrag für mehr Entlastungen ein Kommentar mit dem Link zu einem vermeintlichen Bild-Beitrag: «Ein Teenager wird in Berlin wegen Einsparungen bei der Strassenbeleuchtung getötet». Das ist ein besonders dreister Fall.

Erfundener Toter: In einem Beitrag in der «Bild»-Optik wird behauptet, ein 16-Jähriger sei wegen Einsparungen bei der Strsenbeleuchtung gestorben.
Erfundener Toter: In einem Beitrag in der «Bild»-Optik wird behauptet, ein 16-Jähriger sei wegen Einsparungen bei der Strsenbeleuchtung gestorben.screenshot: facebook

«ZDF heute» hat diese Behauptung recherchiert – und sie ist frei erfunden. Behauptet wurde, ein 16-Jähriger sei wegen einer aus Spargründen ausgeschalteten Strassenbeleuchtung mit dem Fahrrad schwer verunglückt und verblutet. So etwas passiere, weil Deutschland die Sanktionen nicht aufhebe. Doch weder weiss die Berliner Polizei von einem Unfall, noch werden in Berlin nachts die städtischen Strassenlaternen zum Sparen ausgeschaltet.

Analystin Smirnova fasst zusammen:

«Die Kampagne nutzt bestehende Unsicherheiten und Ängste vor der Inflation und steigenden Energiepreisen aus, um Unzufriedenheit mit der Bundesregierung und den Sanktionen gegen Russland zu schüren sowie gegen Geflüchtete aus der Ukraine zu hetzen.»

Wie gross ist das Phänomen? Weil sich die Kommentarbereiche bei Facebook sehr schlecht durchsuchen lassen, ist nicht annähernd zu überschauen, wie viele Facebook-Seiten die «Sockenpuppen» geflutet haben. Viele Kommentare sind auch nicht auffindbar, weil aufmerksame Seitenbetreuer sie konsequent löschen. Facebooks eigenes Programm Crowdtangle liefert aber Daten, wie oft dort Links zu Domains geteilt wurden. Lediglich bei Abfragen zu den falschen t-online-Adressen kommt eine Fehlermeldung. «Spiegel»-Fakes wurden aber demnach mehr als 40'000-mal gepostet, «Bild»-Klone 60'000-mal, «Welt»-Nachahmungen 55'000-mal und «FAZ»-Fakes 30'000-fach.

Nach der Anfrage von t-online stiess das Institute for Strategic Dialogue darauf, dass auch Twitter Ziel der Kampagne war, wenn auch in geringerem Umfang. Mindestens 4'200 Antworten und Tweets mit Links zu deutschsprachigen Fake-Beiträgen wurden von gut 100 nicht authentischen Profilen abgeschickt. Dabei nutzten die Accounts oft identische Formulierungen, manchmal widersprachen die Nutzer sich auch: «Da gab sich nacheinander ein Account als Bäckerin, Ehefrau eines Bäckers, Nachbarin eines Bäckers und Kundin eines Bäckers aus», berichtet Julia Smirnova.

«Alte Dummköpfe»: Gleichlautend beschweren sich vermeintliche junge Frauen über die Mehlpreise. Im verlinkten Text heisst es, die Regierung habe höhere Brotpreise verboten, deshalb müssten die Bäcker  ...
«Alte Dummköpfe»: Gleichlautend beschweren sich vermeintliche junge Frauen über die Mehlpreise. Im verlinkten Text heisst es, die Regierung habe höhere Brotpreise verboten, deshalb müssten die Bäcker schliessen.screenshot: twitter

Wie läuft das mit der Werbung? Facebook hat mit der Verbreitung der Fakes auch Geld verdient. Bei dem Unternehmen wurden Anzeigen gebucht, die dazu führen, dass nach bestimmten Kriterien und Eigenschaften bei ausgewählten Besuchern Beiträge eingeblendet werden. Anfang Juli berichtete ein Nutzer bereits, dass ihm auf Facebook ein gefälschter «Spiegel»-Artikel mit prorussischer Propaganda angezeigt wurde, nachdem er etwas über die russische Seeblockade gelesen hatte.

Beworben war dafür das Posting einer Seite «Offene Meinung». Das ist ein Name, unter dem zig Seiten angelegt und einige offenbar auch wieder gelöscht worden sind. Das kann auch dazu dienen, die Ausmasse zu verschleiern. In der Anzeigen-Datenbank von Facebook hat t-online diese Anzeige nicht finden können.

Anzeigen für Fake-Artikel: Das waren Postings zu prorussischer Propaganda, die Facebook gegen Geld manchen Nutzern noch am Wochenende anzeigte.
Anzeigen für Fake-Artikel: Das waren Postings zu prorussischer Propaganda, die Facebook gegen Geld manchen Nutzern noch am Wochenende anzeigte.

Dafür haben die Recherchen andere Anzeigen solcher Seiten ans Licht gebracht. Bei abgeschlossenen Kampagnen wurden jeweils mehrere Hundert Euro investiert, mit dem Ziel, jeweils eine Million Menschen zu erreichen. In einem Fall wurde eine Anzeige offenbar zwischen 500'000 und 600'000-mal gesehen. Manche Anzeigen wurden wegen Verstössen gegen Facebooks Regeln aber auch vorzeitig gestoppt. Das Phänomen ging dennoch weiter: Am Wochenende starteten zunächst mindestens zwei neue Anzeigen von Seiten, die erst am Freitag und am Samstag angelegt worden sind. Am Sonntag allerdings waren auch diese Anzeigen aus der Datenbank verschwunden.

Geht es «nur» um die Fake-Inhalte? Die Fake-Accounts setzen offenbar nicht nur darauf, dass die Fake-Artikel alleine schon Wirkung entfalten. Es gibt auch offensichtlich gespielte Dialoge unterhalb von Beiträgen. Wenn ein Nutzer auf einen beworbenen Beitrag einer der Fake-Facebook-Seiten geht, findet er darunter bereits etliche Kommentare, die alle einer Ansicht sind: Sie stimmen dem Artikel zu, dass die Sanktionen gegen Russland dumm sind und beendet werden müssten. Ein Leser kann dann den Eindruck bekommen, das sei die breite Meinung. Zum Teil spielen diese Dialoge sich unter verschiedenen Beiträgen wortgleich ab. Es wechselt nur, welcher Fake-Account was schreibt.

Dialoge nach Drehbuch: Manche Beiträge werden von den immer gleichen Fake-Accounts mit immer gleichen Formulierungen kommentiert. Wer was schreibt, wechselt.
Dialoge nach Drehbuch: Manche Beiträge werden von den immer gleichen Fake-Accounts mit immer gleichen Formulierungen kommentiert. Wer was schreibt, wechselt.

Was macht Facebook? t-online hat Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, am 18. August erstmals über die Recherchen informiert und die Hinweise mit Links dokumentiert. Facebook erklärt seither, die Hinweise sehr ernst zu nehmen und dazu zu recherchieren. Offenbar sind dazu inzwischen entsprechende Spezialisten aus der Konzernzentrale hinzugezogen worden. Die meisten der Facebook mitgeteilten Accounts wurden mittlerweile gelöscht. Eine Sprecherin von Meta Deutschland bestätigt bisher nur, dass «inauthentische Accounts spamartig Inhalte verbreiten», aber noch nicht, dass ein Netzwerk dahinter steckt. «Wir werden hierzu informieren, sobald die Prüfung abgeschlossen ist.» Meta nehme das sehr ernst.

Über einen entsprechenden Fall hatte Facebook Anfang August in seinem jüngsten vierteljährlichen «Adversarial Threat Report» berichtet: Eine «Cyber Front Z» wollte den Eindruck einer Graswurzel-Bewegung russischer Patrioten erwecken. Tatsächlich steckten hinter Postings aber überwiegend Mitarbeiter einer Trollfabrik, die für 45'000 Rubel im Monat (damals rund 400 Franken) Kommentare schrieben. 45 Facebook- und mehr als 1'000 Instagram-Accounts wurden gesperrt.

Was hat Russland damit zu tun? Es ist offensichtlich, dass die Kampagne dazu dienen soll, die Stimmung in Deutschland im Sinne Russlands zu beeinflussen. Wer hinter ihr steckt, das können aber wohl nur Facebook und Geheimdienste aufklären. Julia Smirnowa vom Institute for Strategic Dialogue: «Ausführung und thematischer Fokus ähneln früheren Desinformationsbemühungen kremlnaher Akteure.» Nachdem die EU-Sanktionen gegen russische Staatsmedien offene Propaganda erschwert hätten, habe das ISD auch damit gerechnet, dass verdeckte Operationen zunehmen könnten.

Bei den Beiträgen selbst gibt es manche Hinweise auf eine russische Herkunft: In einem der ersten Artikel fehlte Text unter dem Video, auf kyrillisch stand dort «Unterschrift». In manchen Beiträgen wurde für Begriffe auch irrtümlich die weibliche Form genutzt, die im Russischen viel gebräuchlicher ist. Ein Artikel in der nachgemachten «FAZ» erschien identisch auch auf der seit Juni in Russland registrierten «Nachrichtenseite» rrn.world, die kein Impressum hat. Auf eine Anfrage kam bisher keine Antwort.

Von den Odettas auch nicht.

Verwendete Quellen:

(Von L. Wienand/S. Steurenthaler und S. Loelke/law,loe)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ukraine veranstaltet «Militärparade» und trollt Putin

1 / 14
Ukraine veranstaltet «Militärparade» und trollt Putin
quelle: keystone / roman pilipey
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hat die Ukraine eine neue Superwaffe?

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

185 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Liebu
29.08.2022 22:01registriert Oktober 2020
Das grösste Problem sind nicht einmal die Trolle selber, sondern die Trolle und Verschwörungstheoretiker die das Ganze für bare Münze nehmen, glauben und sogar noch ohne zu hinterfragen weiter verbreiten.
33516
Melden
Zum Kommentar
avatar
Sharkdiver
29.08.2022 22:40registriert März 2017
Habe nun mal auf Facebook Russland eingegeben und mich in diversen Post durch die Kommentare geskrollt. Unmengen an User die pro Russland sind. Geht man auf das Profil haben alle 0 Freunde, und nebst ein paar memes fast ausschliesslich Post zum Thema Gaslieferungen, Deutsche Politiker und weiter zurück das Thema AnticoronaMassnahmen. Gerne greifen sie dann zwischendurch Themen auf wie aktuell den Winetou Bann. Fceboock wird von russischen Trolle geflutet und Meta schört sich ein dreck darum. Es sollte eine Möglichkeit geben Meta dafür haftbar zu machen und drakonische bussen
2107
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ridcully
30.08.2022 07:54registriert Februar 2014
Und das sind nur die offensichtlichsten Manipulationen. Schon mal daran gedacht, dass auch die Affäre um die finnische Permierministerin oder der "kulturelle Aneignungs-Hype" aus jener Ecke kommen könnte?
584
Melden
Zum Kommentar
185
Grossbritannien überlegt digitales Pfund einzuführen
Grossbritannien erwägt die Einführung eines digitalen Pfunds. Gemeinsam mit der Zentralbank würden derzeit entsprechende Pläne diskutiert, teilte das Finanzministerium in London in der Nacht zum Dienstag mit.

Ein digitales Pfund würde im Gegensatz zu volatilen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether, die von Unternehmen hergestellt werden, von der Bank of England herausgegeben und könnte von Privatverbrauchern und Firmen für alltägliche Zahlungen sowohl im stationären Handel als auch online genutzt werden. Die Digitalwährung würde frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts eingeführt und solle Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Zur Story