Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
windows

Windows 7 erschien am 22. Oktober 2009.

Windows 10 gratis installieren: Darum solltest du jetzt das Update machen

Der Bund warnt eindringlich: Wer noch Windows 7 nutzt, hat nur noch bis am 14. Januar 2020 Zeit, auf das aktuelle Betriebssystem Windows 10 zu wechseln. Dann stellt Microsoft den Support ein und Kriminelle haben freie Bahn.



Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes hat vor der Verwendung älterer Microsoft-Systeme gewarnt, für die der Support eingestellt wird. Die Behörde geht davon aus, dass diese Produkte ab Mitte Januar stark im Fokus von Angreifern stehen werden.

Am kommenden 14. Januar 2020 würden der Support und somit die Updates für verschiedene ältere Produkte von Microsoft eingestellt, teilte Melani am Montag in Bern mit. Betroffen seien folgende Produkte: Betriebssystem «Windows 7», «Windows Server 2008» und «Windows Server 2008 R2».

Die Produkte «SQL Server 2008» und «SQL Server s008 R2» hätten den Status «End of Life» bereits am vergangenen 9. Juli erreicht und würden seit diesem Datum nicht mehr aktualisiert. Es handle sich dabei um eine ordentliche Massnahme, nachdem der übliche Supportzyklus von zehn Jahren abgelaufen ist.

Kriminelle suchen gezielt nach ungepatchten Sicherheitslücken

In der Schweiz seien derzeit noch rund 10'000 dieser Produktgruppen, für die der Support bereits weggefallen sei oder wegfallen werde, in Betrieb. Laut Melani ist davon auszugehen, dass diese Produkte ab Mitte Januar stark im Fokus von Angreifern stehen werden. Bis dahin noch nicht entdeckte Sicherheitslücken könnten auf einfache Weise ausgenutzt werden, da keine Patches mehr dazu geliefert würden.

Bei den verschiedenen Angriffen der vergangenen Monate mit Verschlüsselungstrojanern, sogenannter Ransomware, hätten Angreifer oft gezielt nach ungepatchten Sicherheitslücken gesucht, um die Schadstoffware im Zielnetzwerk zu verbreiten.

Gratis-Upgrade noch immer möglich

Das Upgrade auf Windows 10 ist für private Windows-7-Nutzer mit einem kleinen Kniff nach wie vor kostenlos. Als Nutzer hat man die Wahl, ob man die Windows-7-Installation per Upgrade in Windows 10 umwandelt, sie per Neuinstallation durch Windows 10 ersetzt oder das neue Betriebssystem parallel zum alten installiert.

Vor dem Upgrade sollte man ein Backup erstellen und den Virenscanner deinstallieren. Virenscanner von Drittfirmen können das Upgrade behindern, ausserdem hat Windows 10 mit dem Defender von Haus aus einen guten Virenscanner an Bord.

Microsoft erklärt auf dieser Hilfe-Seite, wie man
Windows 10 per Media Creation Tool installieren kann.

Ersatz dringend notwendig

Melani empfiehlt Unternehmen und Privatpersonen dringend, allfällige noch verwendete ältere Produkte möglichst schnell zu ersetzen. Sei dies nicht möglich, so sollten unbedingt zusätzliche Schutzmassnahmen getroffen werden wie beispielsweise die Isolation der Geräte vom restlichen Netz und vom Internet.

Um rechtzeitig auf solche Fälle vorbereitet zu sein, sollte für jedes eingesetzte Produkt ein sogenanntes «Life Cycle Management» geführt werden, empfiehlt Melani weiter. Das heisst, der Ersatz sollte rechtzeitig geplant werden, so dass die Produkte bereits nicht mehr eingesetzt würden, wenn der Hersteller keine Sicherheits-Patches mehr liefere.

Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Hauptquartier von Microsoft in Seattle

(oli/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das Surface Studio ist Microsofts erster All-in-one-PC

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

21
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DrDeath 17.12.2019 00:57
    Highlight Highlight Bissel übertrieben die Berichterstattung. Das Supportende heisst zwar dass es ab dann das Risiko kontinuieflich ansteigen wird, aber nicht dass mit einem Schlage die Hottentotten auf dem heimischen PC einfallen. Trotzdem sollte man sein System aktuell halten, die paar Franken alle paar Jahre wird man dann auch noch haben. Wer zu geizig dafür ist, dem sei Linux anempfohlen. Muss man sich halt einarbeiten, dafür ist's auch gratis.
  • DasDing 16.12.2019 15:28
    Highlight Highlight Grössere firmen haben meist eine vereinbarung mit ms, damit diese noch weiterhin mit sicherheitsupdates versorgt werden. Kleinere kmus sollten jedoch in der tat sich um einen wechsel gedanken machen.
    • 7immi 16.12.2019 19:10
      Highlight Highlight @dasding
      ja, das gibt es. Bei diesen Firmen wars aber noch nicht möglich, zeitig umzustellen. Daher macht man diesen Murks. Das kostet aber einiges...
    • xHascox 17.12.2019 00:38
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Don Huber 16.12.2019 15:10
    Highlight Highlight Für alle die Windows 10 wollen. Auf Ricardo kriegt man legale Windows 10 Keys für ca. 10.-- Sind glaub Firmenkeys die verscherbelt werden. Also upgradet auf Windows 10 ist ein tolles Betriebssystem !
    • Out of Order 16.12.2019 16:40
      Highlight Highlight Jaja, sehr legal das Ganze. Ich glaube bei Amazon kriegt man diese super legalen Keys bereits für 2.- Euro. Ich glaube aber M$ sieht das mit der Legalität etwas anders.

      😉
    • Normi 16.12.2019 17:06
      Highlight Highlight @Out of Order

      Die sind so legal wie Ware auf wish und co "original" sind 🤫
      🤣🤓
    • DerBenutzer 16.12.2019 17:26
      Highlight Highlight Meistens sind das Volumenlizenzen. Da hat eine Firma sagen wir mal 100 Lizenzen gekauft, braucht aber nicht alle, und verkauft den Rest. Das ist so zwar nicht vorgesehenen, aber gemäss Gerichtsentscheid legal.
      Es ist aber nach wie vor möglich mit seiner Windows 7 Lizenz Windows 10 zu aktivieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 16.12.2019 15:09
    Highlight Highlight wie die Zeit vergeht. vor x Jahren habe ich mal einen PC mit Vista gekauft. Irgendwie immer wieder aktualisiert, jetzt laeuft er mit Windows10. Auch ein Zeichen von Qualitaet.
    • sowhat 16.12.2019 23:10
      Highlight Highlight Hmm.. Ja,. mein vaio wird nun wohl das zeitliche segnen. Update nicht möglich, Speicheplatz nicht erweiterbar
      Aber Augenfreundliche Bildschirm und die aaabsolut beste Tastatur ever.
    • Shikoba 17.12.2019 06:23
      Highlight Highlight Vista habe ich übersprungen, mein alter Laptop hat noch XP 🙈 Ist aber nicht mehr in Betrieb.
  • Normi 16.12.2019 15:06
    Highlight Highlight Im Titel müsste man auch noch die Ämter Behörden usw. Erwähnen
    • sheshe 16.12.2019 16:46
      Highlight Highlight Bancomaten, die teilweise noch mit XP laufen....
    • Hirngespinst 16.12.2019 22:49
      Highlight Highlight Tut mein Dell auch noch..
  • Asmodeus 16.12.2019 13:40
    Highlight Highlight Alternativ kann man auch noch auf Windows 8.0 oder 8.1 upgraden.

    Letzteres wird noch bis 2023 unterstützt.

    Ob es sich allerdings lohnt darauf zu hoffen, dass der Nachfolger von Windows 10 (falls es je einen geben wird) weniger nach Hause telefoniert als Windows 10 zweifel ich an.
    • saukaibli 16.12.2019 14:10
      Highlight Highlight Im Gegensatz zum Upgrade auf Windows 10 ist dass Upgrade auf 8.1 aber nicht kostenlos. Das nach Hause Telefonieren kann man aber recht gut abstellen, z.B. mit O&O ShutUp10. Und wer ein Problem mit nach Hause telefonieren hat, hat hoffentlich weder Smart Phone noch Social Media Account.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 14:50
      Highlight Highlight Ein Watson-Akkaunt ist auch ein "social media account" strenggenommen.

      Merci für den Tipp des Programms , werde mich da echt mal einarbeiten müssen, habe nämlich tatsächlich, auch aus solchen Gründen, kein Smartphone oder Fakebook & Co.
    • The Destiny // Team Telegram 16.12.2019 18:04
      Highlight Highlight @saukaibli, ich habe ja nichts zu verbergen...

      /s
  • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 13:29
    Highlight Highlight Oh shiiit...

    Sagte der Win7 Nutzer wie ich, der auch grösstteils weiterhin zufrieden mit Win7 ist und kein Grund sah, sich zwingend was neues anzuschaffen.
    Sich trotzdem eigentlich seit Jahren vornimmt einen neuen PC mit neuem OS anzuschaffen, aber nicht bevor all die unendlich vielen Daten, Lesezeichen usw. sortiert, geräumt und bearbeitet sind...

    Aber jetzt wirds langsam echt dringlich, knapp und "gefährlich"...

    Ach was, nicht daran denken, so wie bei den teils vielen Win7 Updates einfach alle 4h auf "später" klicken, Tag für Tag für Tag... :'D
    • Hirngespinst 16.12.2019 22:51
      Highlight Highlight Noch nicht ;)

Analyse

Bill Gates hat richtig gerechnet – und nichts dazugelernt

Es ist Zeit, den gütig dreinschauenden Nerd als das zu sehen, was er wirklich ist: ein knallharter Geschäftsmann und hochintelligenter Demokratiefeind.

Mein Artikel über Bill Gates von letzter Woche hat einen Nerv getroffen. Das war zu erwarten angesichts des hohen Ansehens, das der Microsoft-Gründer geniesst, und wegen der Summen, um die es bei der Diskussion über die amerikanische Superreichen-Steuer («Wealth Tax») geht.

Die populärsten Kommentare, die Tausende Herzen erhielten, sympathisierten alle mit Gates. Und einige User meinten sinngemäss, man solle dem armen Bill sein hart verdientes Geld lassen, er unterstütze wohltätige Projekte …

Artikel lesen
Link zum Artikel