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5G-Nutzung: Die Europäer holen laut Studie rasant zu Nordamerika auf

5G-Nutzung: Die Europäer holen laut dieser Studie zu Nordamerika auf

30.11.2022, 07:3730.11.2022, 15:58

Westeuropa holt bei der Nutzung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) gegenüber Nordamerika und China mit grossem Tempo auf, wie aus dem jüngsten Ericsson Mobility Report hervorgeht, der am Mittwoch in Stockholm veröffentlicht werden soll. Die Zahl der 5G-Mobilfunkverträge in Westeuropa wird sich demnach in einem Jahr fast verdoppeln: von 32 Millionen Ende 2021 auf 63 Millionen bis Ende 2022.

Für das kommende Jahr prognostizieren die Expertinnen und Experten aus Schweden ein noch schnelleres Wachstum in Westeuropa: Bis Ende 2023 gehen sie von fast 150 Millionen 5G-Kunden und -Kundinnen in diesem Teil der Welt aus.

Wer liegt vorn?

Der Ericsson-Studie zufolge werden bis Ende 2022 weltweit über eine Milliarde 5G-Mobilfunkverträge abgeschlossen sein. Mit den hohen Zuwachsraten in Westeuropa verschiebt sich auch die internationale Rangordnung.

  • Bislang liegt die Region Nordamerika vorn. Dort verfügt bereits mehr als ein Drittel (35 Prozent) aller Mobilfunkkundinnen und -Kunden über einen 5G-tauglichen Mobilfunkvertrag.
  • Danach folgen Nordostasien (34 Prozent) und die Region des Golfkooperationsrates (20 Prozent).
  • Westeuropa kommt bislang nur auf 11 Prozent.

Für den Zeitraum bis Ende 2028 prognostizieren die Expertinnen und Experten von Ericsson ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Nordamerika (91 Prozent) und Westeuropa (88 Prozent).

Dahinter sollen dann die Golf-Staaten (86 Prozent) und Nordostasien (74 Prozent) folgen. Die Zahl der weltweiten 5G-Verträge werde bis Ende 2028 auf fünf Milliarden steigen.

Was hat es mit der FWA-Technik auf sich?

Der 5G-Boom wird laut der Studie nicht nur durch 5G-Smartphones angetrieben, sondern auch durch den Breitbandanschluss von privaten Haushalten und Büros durch Mobilfunktechnik – also als Alternative zum Festnetzanschluss.

Fachleute sprechen dann von einem Fixed Wireless Access (FWA). FWA sei einer der hervorgehobenen Trends. «Der Technologieeinsatz wächst stärker als erwartet und soll weltweit bis 2028 über 300 Millionen Haushalte anbinden.»

Bei 80 Prozent dieser Anschlüsse komme dann 5G als Übertragungstechnologie zum Zuge. Aktuell sind über verschiedene Mobilfunkstandards hinweg rund 100 Millionen Nutzer in Haushalten oder Büros mit der FWA-Technik online.

Was bringt das?

Die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) bietet deutlich höhere Datenübertragungsraten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G).

Ausserdem fällt die Verzögerungszeit (Latenz) geringer aus, sodass man 5G auch für Echtzeitanwendungen wie das Steuern einer Maschine aus der Ferne oder Telemedizin-Anwendungen verwenden kann.

5G-Technik ist auch besser als 3G oder 4G geeignet, Massen online zu bringen, etwa die Besucher in einem grossen Fussballstadion.

Quellen

(dsc)

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