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Tesla eröffnet Showroom in chinesischer Uiguren-Provinz – heftige Kritik

Tesla eröffnet Showroom in chinesischer Uiguren-Provinz – Menschenrechtler protestieren

Hunderttausende Uiguren leben in Xinjiang in chinesischen Umerziehungslagern. Dessen ungeachtet hat Tesla dort ein Autohaus eröffnet. Menschenrechtler werfen dem Konzern vor, «Völkermord zu unterstützen».
05.01.2022, 13:5405.01.2022, 14:06

Der US-Elektroauto-Hersteller Tesla ist wegen der Eröffnung eines neuen Geschäfts in der chinesischen Region Xinjiang in die Kritik geraten. Menschenrechtlern und westlichen Regierungen zufolge unterdrückt Peking dort mit Hilfe von sogenannten Umerziehungslagern und Zwangsarbeit die muslimische Minderheit der Uiguren.

Mehr als eine Million Uiguren seien inzwischen in den Umerziehungslagern eingesperrt. Die sogenannten «China Cables» hatten erschreckende Details über dieses Gulag-System ans Licht gebracht. China bestreitet dies.

Internierung von Uiguren

Video: srf/Roberto Krone

Der republikanische US-Senator Marco Rubio kritisierte die Eröffnung von Teslas neuem Laden in Xinjiangs Hauptstadt Urumqi. «Staatenlose Firmen helfen der kommunistischen Partei Chinas, Völkermord und Versklavung in der Region zu vertuschen», schrieb er auf Twitter.

Nach der Eröffnung der Niederlassung gerät Tesla auch bei US-Menschenrechtsgruppen in die Kritik. Die grösste muslimische Organisation in den USA warf dem Unternehmen am Dienstag vor, «Völkermord zu unterstützen».

«Elon Musk muss das Tesla-Autohaus in Xinjiang schliessen», schrieb der Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen auf Twitter.

Biden-Sprecherin warnt Firmen

Eine Sprecherin von US-Präsident Joe Biden erklärte am Dienstag auf Nachfrage, sie wolle sich nicht zu einzelnen Firmen äussern. Die Regierung sei aber klar der Meinung, dass die Privatwirtschaft die «Menschenrechtsverletzungen und den Völkermord in Xinjiang» ablehnen sollte. Firmen, die über Geschäfte in China zur Zwangsarbeit oder Menschenrechtsverletzungen beitrügen, würden zur Rechenschaft gezogen, warnte sie. Die USA haben wegen der Situation in Xinjiang bereits Sanktionen verhängt und können auf Basis eines jüngst beschlossenen Gesetzes auch Importe von dort untersagen.

Tesla hatte die Eröffnung des Ladens am 31. Dezember über die chinesische Social-Media-Plattform Weibo verkündet. Vor dem neuen Showroom in Urumqi hatte Tesla bereits Ladestationen in der Region installiert. Viele internationale Autohersteller sind seit langem in Xinjiang aktiv. Volkswagen betreibt dort sogar ein Werk, wofür der Autobauer in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten ist. China ist für die Hersteller, egal ob VW, Tesla oder Apple, ein wichtiger Markt.

Für internationale Unternehmen wird es zunehmend schwierig, im Spannungsfeld zwischen ausländischen Sanktionen und Menschenrechtsverstössen in China zu operieren. Erst kürzlich kündigte der US-Chiphersteller Intel an, keine Waren und Dienstleistungen aus Xinjiang mehr nutzen zu wollen. Auf starke Kritik und Boykottaufrufe aus China folgte jedoch umgehend eine Entschuldigung des Konzerns auf Weibo.

(oli/sda/awp/dpa)

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Die unterdrückten Uiguren in China
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Die unterdrückten Uiguren in China
In der Region Xinjiang im Westen Chinas, wo die muslimische Minderheit der Uiguren lebt, kommt es immer wieder zu Unruhen.
quelle: x01481 / kyodo
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Internierung von Uiguren
Video: srf
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