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Hat Schneewittchen ihre roten Schuhe nicht an, wird sie fett – und die Zwerge erschrecken sich fürchterlich. Der Trailer zum Film «Red Shoes & The 7 Dwarfs». 
Hat Schneewittchen ihre roten Schuhe nicht an, wird sie fett – und die Zwerge erschrecken sich fürchterlich. Der Trailer zum Film «Red Shoes & The 7 Dwarfs». bild:screenshot/youtube

So viel «Bodynegativity» passt auf ein Kinderfilmplakat

02.06.2017, 09:4902.06.2017, 14:39

Entweder bist du schön und schlank – oder dumm, fett und hässlich. Das scheint das Filmplakat des in Südkorea animierten Kinderfilmes «Red Shoes & the 7 Dwarfs» zu sagen. Der Film wird als Parodie des «Märchens Schneewittchen und die sieben Zwerge» angeteasert. 

Das Filmplakat wurde erstmals in Cannes gesichtet – und löste postwendend einen Shitstorm aus. «Das passiert, wenn alle im Marketing schreckliche Personen sind», schreibt ein Twitter-User.

Fett = hässlich

Der Grund für die harsche Kritik: Auf dem Plakat werden zwei sehr unterschiedliche «Schneewittchen» gezeigt: Auf der einen Seite ein spindeldürres Mädchen mit unnatürlicher Wespentaille und einem Schmollmund, auf der anderen ein Mädchen mit kreisrundem Kopf, einem dümmlich-fragenden Gesichtsausdruck und Proportionen, die viel eher der Realität entsprechen, als das, was ihr mageres Gegenüber verkörpert. Oder in den Augen der Plakatmacher: Ein einfach fettes, hässliches Mädel. 

Als wäre das nicht schon genug des Übles, wird das Ganze noch schön mit der Frage abgerundet: «Was wäre, wenn Schneewittchen nicht länger schön und die sieben Zwerge nicht mehr klein wären?» 

Klar, dass sich «Bodypositivity»-Aktivisten die Haare raufen. Denn das Plakat schreit förmlich: «Kinder, schaut her, entweder habt ihr Körperformen wie Barbie oder ihr seid einfach hässlich.» Nicht gerade fördernd für die fragile Psyche von heranwachsenden Mädchen. 

Chloë Grace Moretz, die der Hauptdarstellerin ihre Stimme leiht, verteidigt sich über Twitter: Sie habe nichts mit der Marketing-Kampagne zu tun. Und der Film wolle eigentlich eben jene sozialen Vorurteile im Zusammenhang mit körperlichen Schönheiten überwinden und zeigen, dass die inner Schönheit die schönste sei. Tja, da muss wohl die Marketing-Fraktion noch einmal dringend über die Bücher. (ohe)

Auch der Trailer zum Film ist alles andere als schmeichelnd: 

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