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Das Schwarzwald-Städtchen Triberg und sein erster Männer-Parkplatz.<br data-editable="remove">
Das Schwarzwald-Städtchen Triberg und sein erster Männer-Parkplatz.
bild: dpa

19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild viel gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»*

10.01.2016, 14:1213.01.2016, 15:25

Was an Silvester am Kölner Bahnhof mit vielen Frauen passiert ist, ist grauenhaft. Die Schuldigen werden gesucht – und in vielen Tweets unter dem Hashtag #rapefugees in einem uralten Bild gefunden: In dem des Wilden, des primitiven schwarzen Mannes. In dem des Affen aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum.

«Das rassistische Narrativ ‹schwarzer Mann vergewaltigt weisse Frau› ist volle Kanne durchgeschlagen.»
Ein sehr lesenswertes Buch in diesem Zusammenhang: Claire Golls <a href="http://www.amazon.de/Der-Neger-Jupiter-raubt-Europa/dp/3423115181" target="_blank" rel="nofollow">«Der Neger Jupiter raubt Europa»</a>&nbsp;(1926).&nbsp;Selten wurde so schlau mit Fremdwahrnehmungen gespielt.&nbsp;<br data-editable="remove">
Ein sehr lesenswertes Buch in diesem Zusammenhang: Claire Golls «Der Neger Jupiter raubt Europa» (1926). Selten wurde so schlau mit Fremdwahrnehmungen gespielt. 
bild: amazon

Das Bild gehört in die Kolonialzeit. Es wurde aus einem eurozentrischen Blickwinkel entworfen. Und allen, die sich dagegen wehren, werde gesagt: «Ihr verhamlost die Vorfälle von Köln!», schreibt die Kolumnistin Margarete Stokowski auf Spiegel Online. Und weiter: «Feministinnen, die seit Jahren und Jahrzehnten über Gewalt gegen Frauen schreiben, wird erklärt, sie würden nur ablenken wollen, um die Täter von Köln zu schützen.»

Nun gut. Dann lasst uns doch von den «Unseren» lernen. Vom zivilisierten Europäer, der weiss, wie man eine Frau behandelt. Mit 19 ausgesuchten Werbebeispielen aus dem deutschsprachigen Raum, die uns zeigen, welches Bild hierzulande vom «schönen Geschlecht» transportiert wird. 

In Köln musst du unbedingt in die Steffie rein! 

In der Schweiz bestehen die Frauen aus bestem Fleisch.

Unsere Frauen lassen sich so gerne abschleppen.

bild: emma

Man kann sie sanieren lassen, wenn sie alt sind.

Sie hocken gerne nackt mit heissen Strümpfen und High Heels auf die Fliesen ...

... und sogar auf Parkettböden! ...

... für sie gibt es eigentlich überhaupt nichts Schöneres, als sich auf diversen Bodenbelägen zu räkeln. 

Sie kochen füdliblutt und fettfrei.

Sie sind der Grund, warum es Astronauten gibt.

Sie wissen genau, wie man sich beim Spargelernten schonend bückt.

Sie halten sich mit Pizza-Essen den Po knackig.

Sie saugen so gerne für jeden beliebigen Zweck an Bananen.

Ihre feuchten Täler sind für alle zugänglich.

Sie trainieren die Bestandteile ihres Gerätes hart. 

Ihre Brüste sind zum Reinbeissen. 

Ihre Produktivität steigern sie in Unterwäsche. 

Sie interessieren sich in erster Linie für Haare. 

Aber für die Bildung ziehen sie sich auch mal gerne aus.

Sie machen sich mit ihren Brüsten für den Zeichenunterricht stark.

Wenn sie sich auf ein Klavier setzen, dann in Unterwäsche.

Ihr Gesicht ist sehr sekundär.

Wenn sie ans Oktoberfest gehen, dann nehmen sie ihre Möpse mit. 

*Ironie

(rof via Buzzfeed)

Hier geht's zum weiterführenden Kommentar: «Und was ist mit den Männern?!» Das Schreckgespenst Feminismus geht wieder um

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Sie ist Rechtsanwältin. Spielt Fussball. Redet, wie man eben so redet, und nicht, wie es ein holperiges Skript vorgibt. Sie gleicht Kristen Stewart an ihrem bestgelaunten Tag. Sie ist hübsch, natürlich, sozial gewandt. Eine Traumfrau. Ihr Makel ist höchstens, dass sie Paulo Coelho liest. Aber vielleicht liest sie den auch gar nicht, sondern hat das Buch bloss in der Bibliothek ihrer Villa gefunden. Sie heisst Irina Schlauch, ist 30, kommt aus Köln und sucht dort nach der grossen Liebe, wo …

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