Gender
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ABD0005_20160617 - WIEN - ÖSTERREICH: Autorin Stefanie Sargnagel am Donnerstag, 09. Juni 2016, im Rahmen eines Interviews mit der APA - Austria Presse Agentur in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH

Für viele ist Stefanie Sprengnagel oder Sargnagel die lustigste Frau, wenn nicht der lustigste Mensch von Österreich.
Bild: APA

Stefanie gegen die rechte Welt: Was der Spruch «Feministinnen sind hässlich» wirklich bedeutet 

Bodyshaming kann man ganz prima als politische Zermürbungs-Strategie gegen unliebsame Frauen einsetzen. Zwei, die sich dagegen wehren, sind die Wienerin Stefanie Sprengnagel und die Zürcherin Maaike Kellenberger.



Ein charmanter Mann schrieb einmal: «Der Feminismus ist der Kommunismus der Frauen, die unter der Tatsache ungleich verteilter Schönheit leiden.» Na, wer war's? Donald Trump? Der Schriftsteller Charles Bukowski? Der Nationalrat Roger Köppel? Der Schauspieler Charlie Sheen in «Two and a Half Men»? Die Antwort findet ihr am Ende dieses Artikels.

Die 30-jährige Wiener Künstlerin, Bloggerin und Schriftstellerin Stefanie Sprengnagel (aka Sargnagel), die gerade in Klagenfurt am Bachmann-Wettlesen den Publikumspreis gewonnen hat, wird tagtäglich als hässlich beschimpft. Durchaus auch von prominenten Kollegen. Zum Beispiel vom österreichischen Schriftsteller Thomas Glavinic. Er nennt sie einen «sprechenden Rollmops».

Bild

Thomas Glavinic. Mag unter allen Möpsen Rollmöpse am wenigsten. bild: wikipedia/ela angerer

Glavinic ist nicht nur Bestsellerautor, sondern unterstützt auch den rechten Bundespräsidentschafts-Kandidaten Norbert Hofer. Stefanie Sprengnagel ist Feministin und offene Feindin der FPÖ. Gemeinsam mit andern jungen Frauen hat sie die feministische Aktionsgruppe Burschenschaft Hysteria gegründet.

Als Nobert Hofer im Mai forderte, dass Frauen vor einer Abtreibung eine Bedenkfrist einhalten sollten, postete Sprengnagel: «Ich glaub, ich setz die Pille ab, nur damit ich noch ein paar mal abtreiben kann, bevor Hitler Bundespräsident wird.» Hofers FPÖ-Fraktion konterte auf ihrer Facebook-Seite mit: «Leider hat Hitler Sprengnagel vergessen für die g.....Kammer.» Die beiden Seiten schenken sich nichts.

ABD0094_20160703 - KLAGENFURT - ÖSTERREICH: ZU APA0110 VOM 3.7.2016 - Die Österreicherin Stefanie Sargnagel (Publikumspreis)..am Sonntag, 3. Juli 2016,..anl. der Preisverleihung im Rahmen der

So nahm Sprengnagel in Klagenfurt den Publikumspreis entgegen.
Bild: APA

Der Post der FPÖ wurde nach wenigen Stunden wieder gelöscht. So wie ein anderer, von einem andern rechten Politiker, in einem andern Land, nämlich der Facebook-Post, mit dem Nationalrat Andreas Glarner im Juni zwei Frauen nicht nur als links und feministisch, sondern auch als hässlich bezeichnet hatte. Glarners aggressivster Kommentarschreiber ergänzte dies um:

«Dass die meisten hässlichen Frauen links sind, ist nicht grundlos. Schliesslich hoffen sie, dass wenigstens ein verzweifelter Migrant bei ihnen drüber geht. Bevorzugt Moslems, die verwenden eine Burka und einigermassen gut ist.»

Auch das: gelöscht. Und wieder auferstanden in einem grossen Interview mit der WoZ, wo der gleiche Kommentarschreiber sagt: 

«Ich kann mir vorstellen, dass die Frauen, die Andreas Glarner angegriffen hatten, Mühe haben, einen Mann abzukriegen. Dann sind sie natürlich froh, dass die Schweiz überschüttet wird mit jungen Männern. Wäre es andersrum, wenn also nur junge Frauen kämen, wären sie sicher die Ersten, die dagegen wären.»

Das erste Zitat ist in der Online-Ausgabe des Interviews eingeschwärzt worden, in der Print-Ausgabe ist es immer noch enthalten. Das zweite findet sich in beiden Ausgaben.

Der Hässlichkeits-Hammer, schreibt Sprengnagel, komme immer dann, wenn den rechten Männern gar nichts mehr einfällt. Quasi nach allen Gaskammer-Assoziationen.

Reaktionen auf Stefanie Sprengnagel:

–ŸŸ «Adipöse Linksfrustlerin.»
– «Hässliche Schlampe.»
– «Hässlichkeit begleitete einen eben ein ganzes Leben lang.»
– «Kein Wunder, wer so hässlich ist, braucht sich nicht mal vor notgeilen Rapefugees zu fürchten.»
– «Nur weil du so unattraktiv bist, musst du nicht permanent andere Leute anekeln.»
– «Pfui Teifl, ist die Frau ekelhaft ... bitte schlagt ihr in die Fresse, das wird alles besser machen.»

Aus Stefanie Sprengnagels Facebook-Sammlung «Identitäre, ihre Sympathisanten und die weibliche Sexualität».

Links ist scheisse. Feminismus sowieso. Und die Frau, die beides verkörpert, kann nur eines sein: nicht begehrenswert. Man brandmarkt sie also als hässlich. Das ist das einfachste. Keiner käme auf die Idee, sich mit einer, der man öffentlich das Attribut «hässlich» angehängt hat, einzulassen, es wäre ein Gesichtsverlust.

«Du bist so hässlich» ist psychologische Kriegsführung. Das Argument, mit dem man zuverlässig jede Frau trifft. «Bodyshaming» und seine Untergruppe, das «Fatshaming», schmerzen, ganz einfach. Wer stark ist, schluckt's runter, macht einen lustigen Spruch und hofft, dass es nicht aufstösst. Wer nicht so stark ist, wird essgestört.

Am 12. Juli erscheint auf dem Blog der Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach und zwei Tage später in der «Zeit» ein Text der Zürcher Studentin Maaike Kellenberger. Er heisst «Ich schulde niemandem Schönheit».

«Ich schulde der Welt meine Schönheit nicht. Es ist nicht Teil meiner Aufgabe, schön zu sein. Ich habe nie versprochen, schön zu sein.»

Maaike Kellenberger

Kellenberger beschreibt, wie tief das Bodyshaming geht. Weil es suggeriert, dass die einzige Existenzberechtigung, die einzige Grundsatzkompetenz der Frau ihre Schönheit sei. Das war schon in allen alten Mythen und Märchen so, das ist in den Medien so, damit wachsen Frauen auf, Hässlichkeit ist ein Versagen. Und Versager sind schwach, persönlich und erst recht in ihren politischen Absichten. 

«Manchmal bin ich versucht, meine Schönheit – die da mal ist, und mal auch nicht – hervorzuholen, sie zu kämmen, sie zu hegen, sie zu streicheln, sie dann zu fotografieren und damit allen eins auszuwischen, die doch so überzeugt riefen, aus ‹weiblich und links› ließe sich ‹hässlich› ableiten. Und dann bricht mein Herz ein wenig, zum Glück immer nur stückweise.»

Aus «Ich schulde niemandem Schönheit»

Der Text von Maaike Kellenberger ist in seiner Mischung aus Trauer, Wut, Wahrheit, Empfindsamkeit und Kampfgeist zweierlei: Er ist feministisch. Und schön. Sehr schön.

* Das Zitat stammt von Roger Köppel, es stand am 3. Oktober 2013 in seinem Grundlagentext zur Gender-Forschung «Frau und Mann» in der «Weltwoche».

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Weissenstein 15.03.2017 09:56
    Highlight Highlight Jedes Licht sorgt für Schatten. Wenn der Schatten aber lediglich einen etwas zynischen Charakter und nichts weiter ausmacht finde ich das wesentlich angenehmer als wenn der Schatten dominiert und rassistische sowie anti-feministische Motive aufzeigt.
    Genau bei diesen Menschen besteht das Licht oftmals nur aus optischer Schönheit, was kein erstrebenswertes Ziel sein sollte.
  • Daniel Caduff 19.07.2016 17:07
    Highlight Highlight Der Tweet der Pornodarstellerin, die eine andere Frau im Gym fotografierte und über ihren Körper herzog, veröffentlicht ihr unzensiert. Jeder weiss nun also, wie die Pornodarstellerin heisst und aussieht.

    Die Identität des chauvinistischen Fremdenfeinden, der ebenfalls eine ihm unbekannte Frau im Internet bezüglich ihrem Aussehen übel beleidigt, schützt ihr jedoch, obwohl die Screenshots der Postings durch Social Media kursieren und der volle Namen bekannt ist.

    Lesson learned: Bei weiblichen Pornodarstellerinnen zählt Persönlichkeitsschutz offenbar weniger als bei männlichen Rassisten.
    • Klaus K. 19.07.2016 20:14
      Highlight Highlight ach gottchen. was haben pornodarstellerin, bloggerin und chauvinistischer politiker gemeinsam? sie tun alles, um in die medien zu gelangen. ob da das zensieren oder das zeigen die grössere bestrafung ist, sei hier mal in frage gestellt.
    • Daniel Caduff 20.07.2016 08:34
      Highlight Highlight Die widergegebenen Zitate aus der WOZ stammen eben nicht von einem Politiker, sondern von einer Privatperson. Was Du nicht wissen konntest: Ich habe vor dem oben stehenden Kommentar bereits einen anderen Kommentar geschrieben, der einen Screenshot des obigen Zitats enthielt. - Dieser Kommentar wurde von Watson nicht freigeschaltet (passiert mir hier bei Watson nur sehr sehr selten.) Die "Lesson learned" darfst Du also auch ein wenig als Seitenhieb verstehen... ;-)
  • Humbolt 19.07.2016 16:05
    Highlight Highlight There is only one thing in life worse than being talked about, and that is not being talked about.
    Oscar Wilde

    Sie lebt davon, dass man über sie Tratscht.
  • CH-Wallace 19.07.2016 14:49
    Highlight Highlight Also ich steh da 100% hinter der Frau Sprengnagel...
    • PuRpLE_KusH 20.07.2016 11:48
      Highlight Highlight lieber hinter ihr als vor ihr stehen ;P
  • Klaus K. 19.07.2016 08:10
    Highlight Highlight Die Frau bezeichnet jemanden der politisch anderer Meinung ist als als 'Hitler' und jetzt wird sie hier als Opfer dargestellt? Da hört bei mir das Verständnis auf, egal welche politische Couleur.
  • karl_e 18.07.2016 23:53
    Highlight Highlight Die Herren Köppel und Glarner sollten sich hüten (nach einem flüchtigen Blick in den Spiegel) anderer Leute Aussehen zu kritisieren.




    • fenxi 19.07.2016 16:37
      Highlight Highlight Köppel zieht die Brille ab bevor er in den Spiegel schaut
  • Sherlock Holmz 18.07.2016 23:08
    Highlight Highlight Weiblichkeit und Schönheit ist ein großer Druckpunkt der Gesellschaft auf das Individuum-die eigene Identität-es verletzt jede Frau, ob schön oder nicht, hässlich genannt zu werden-wenn sich ernste Themen mit persönlichen Angriffen vermischen endet das in einer Sackgasse....es wiederspiegelt halt genau die Berichterstattung + unsere Gesellschaft...
    • rodolofo 19.07.2016 08:16
      Highlight Highlight Da die Frauen auch "bessere Hälfte" genannt werden und -allgemein anerkannt- das schönere Geschlecht sind (mit Haaren, die sinnvollerweise vor allem auf dem Kopf wachsen und nicht überall verteilt, auch an den ungünstigsten Stellen, wie am Kinn), erübrigt sich eigentlich eine Diskussion darüber, ob Feministinnen hässlich sind.
      Sie sind es natürlich NICHT!
  • Istvan Zerko 18.07.2016 22:31
    Highlight Highlight hier hat die autorin um ihre geschätzte protagonistin möglichst gut darzustellen, die dinge schlecht ausgeleuchtet und was glavinic angeht, sogar die unwahrheit erzählt. wäre nicht nötig gewesen.
  • rodolofo 18.07.2016 21:34
    Highlight Highlight Ich muss jetzt mal zugeben, dass ich "Rechtsnationale", also Chauvinisten, Nationalisten, ev. Rassisten und Militärköpfe meistens eher hässlich finde.
    Aber nebst einer äusserlichen Hässlichkeit, die mich jeweils an ein verschwitztes und verrauchtes Bierzelt denken lässt, bin ich zum Teil regelrecht angewidert, von den Gedanken, welche solche Typen absondern!
    Ein solcher geäusserter Gedanke ist der, dass Feministinnen hässlich seien.
    Wenn ein hässlicher Mensch anderen Menschen vorwirft, hässlich zu sein, dann wirkt das sehr unglaubwürdig auf mich, ein Eigengoal sozusagen.
    • Klaus K. 18.07.2016 22:42
      Highlight Highlight "Ich muss jetzt mal zugeben, dass ich "Rechtsnationale", also Chauvinisten, Nationalisten, ev. Rassisten und Militärköpfe meistens eher hässlich finde."
      -
      Und das findest du besser, als wenn man feministinnen hässlich findet? Und du regst dich sogar auf, dass man andersdenkende als hässlich beschimpft? eiei...
    • rodolofo 19.07.2016 04:16
      Highlight Highlight Ja das finde ich besser, bzw. passender zu mir.
      Bei Dir ist es ja vielleicht umgekehrt.
      "Schönheit" und ihr Gegensatz, die "Hässlichkeit" sind und bleiben Geschmacksache.
      Mir gefallen halt Feministinnen!
      Bin ja auch ein Feminist.
    • wonderwhy 19.07.2016 13:52
      Highlight Highlight @rodolfo In anderen Worten bist Du Teil dieses Kindergartens, Du sitzt einfach im anderen Lager!
  • wonderwhy 18.07.2016 21:10
    Highlight Highlight Witze über Abtreibungen und Hitlervergleiche und dann geschockt sein wenn man als dick und hässlich bezeichnet wird? Natürlich sind solche Beleidigungen völlig schwachsinnig und unnötig, aber kann man die nicht einfach ignorieren oder zurück geben? Öffentliche Positionierung bedeutet dass anstandslos jeder zur Zielscheibe von Beleidigungen werden kann. Auch Frauen! Auch das ist Gleichberechtigung! Frauen als Opfer darzustellen die durch solch profanen Quatsch psychologisch fertig gemacht werden, bedient doch genau das Klischee der schwachen und verletzlichen Frau und ist kontraproduktiv!
    • Karl33 18.07.2016 22:04
      Highlight Highlight whonderwhy, etwa dasselbe habe ich auch geschrieben.
      "jemanden als hitler titulieren und dann erstaunt sein, wenns entsprechend retourtönt".
      blieb in der (ideologischen?) zensur hängen.
    • wonderwhy 18.07.2016 23:40
      Highlight Highlight @galaxy Dieser Vergleich? Kannst Du mir sagen welchen Vergleich Du meinst? Habe soeben meinen Kommentar nochmals durchgelesen und keinen gefunden. Ich habe überhaupt etwas Mühe zu verstehen was Du mir genau sagen willst...
  • pamayer 18.07.2016 20:53
    Highlight Highlight Manchmal, zb gerade jetzt, ist's mir echt peinlich, mann zu sein.
    • wipix 19.07.2016 07:35
      Highlight Highlight Für mich ist es Unterhaltung an der Grenze der Peinlichkeit, die Argumente hier reinzuziehen! Erdtaunlich viele lassen sich auf das "Kindergarten-Niveau" runter! "Können die nicht anders oder wollen die nicht anders ?"
      Das ist die Frage, die mich hier rumtreibt...😂
  • Dewar 18.07.2016 19:11
    Highlight Highlight Es ist einfach traurig, dass "Hässlichkeit" (die ohnehin sehr subjektiv ist) bei Frauen als Argument benutzt wird, ihre Ansichten zu disqualifizieren. Wie kommt man darauf, dass Schönheit eine notwendige Bedingung ist, um einem politischen Argument Legitimation zu verleihen, wenn es aus dem Munde einer Frau kommt?
    In verbalen Diskursen, egal welchen Themas, sollten Intelligenz und Wissen entscheidend sein. Die Validität einer Aussage an das Aussehen der Verfasserin zu knüpfen: DAS ist ziemlich hässlich.
  • Statler 18.07.2016 16:47
    Highlight Highlight Erstens disqualifizieren sich die «sexistischen Arschlöcher» mit solchen Aussagen ja selbst.
    Aber zweitens können diese Aussagen doch nur treffen, wenn sich die Adressatinnen statt über ihre Intelligenz und ihren Witz zumindest zu einem Teil über ihr Äusseres definieren, oder irre ich mich da?
    Wer auf solche Aussagen reagiert, reduziert sich selbst auf das Äussere und disqualifiziert sich somit bis zu einem gewissen Grad selbst.
    Sexist 1 - Frau 0
    • Anam.Cara 18.07.2016 17:13
      Highlight Highlight @Statler: Ich sehe diesen Zusammenhang eher nicht.
      Der Angriff ist ja gezielt gegen das äussere Erscheinungsbild gerichtet. Wenn die Frau darauf reagiert, heisst das m.E. nicht, dass sie sich über ihr Äusseres definiert.
      Eher im Gegenteil (vielleicht in der Art "nehmt mich als Ganzes wahr, denn ich bin nicht nur Fassade").
    • Statler 18.07.2016 23:08
      Highlight Highlight @Anam: Aber «der Angriff» würde (sollte!) wirkungslos verpuffen, wenn sich Frau nicht auch, zumindest teilweise, über die Äusserlichkeit definieren würde. Was schert es mich, ob mich einer schön oder hässlich findet? Schönheit liegt im Auge des Betrachters und hat mit Intelligenz nichts zu tun. Wer keine Argumente hat und sich deshalb auf dieses Niveau herablassen muss, disqualifiziert sich selbst. Darauf einzugehen ist doch müssig! Jemand, der mich als hässlich und untervögelt bezeichnet, kann mich nicht verletzen und ergo werde ich auf solche Sticheleien gar nicht eingehen. Warum sollte ich?
    • Merida 19.07.2016 10:35
      Highlight Highlight Schön, wenn man das kann! Ich selber würde mich als intelligent und selbständig bezeichnen und trotzdem gibt es Momente in denen ich mit meinem (nicht über Modelmasse verfügenden) Körper nicht wirklich klar komme. Diese Reduktion auf den Körper bei Frauen scheint in unsere Gesellschaft so tief verankert zu sein, dass JEDE! Frau manchmal fast verzweifelt.
      Das hat meiner Meinung nach aber weder mit Feminismus noch mit links oder rechts zu tun, sondern mit den Werten die unsere Wegwerfgesellschaft vermittelt.
  • Le_Urmel 18.07.2016 16:33
    Highlight Highlight Ich nehme mal an, Frau Wagenknecht von den Linken ist auch hässlich...
    Herr Glarner wird es nächstes Jahr zum sexiest man alive schaffen und dann wissen wir, Schönheit und rechts ist immer ein Kausalzusammenhang.

    P.S. der Idealtypus aus dem Grosskanton war auch gross, blond und gutaussehend schon vor 80 Jahren, da sagt man Zeiten ändern sich
    • Fabio74 18.07.2016 17:01
      Highlight Highlight Genau. Und die gesamte NSDAP-Führung entsprach überhaupt nicht dem Ariertypen
    • djangobits 19.07.2016 06:47
      Highlight Highlight Mein Hirn hat bei Glarner einfach Sexist, statt sexiest gelesen.
  • Political Incorrectness 18.07.2016 16:25
    Highlight Highlight Unabhängig von der Politischen Orientierung:
    Wer andere nur noch beleidigen kann statt zu argumentieren, benimmt sich wie ein kleines Kind und keineswegs wie ein Politiker mit einem Einkommen über 120'000 pro Jahr.
    Sollten wir nicht einen Online-Sammelsurium aller Entgleisungen unserer "Vertreter" erstellen, damit diese Platzt machen für fähige Politiker?
    • Tilia 18.07.2016 19:46
      Highlight Highlight Jaaaaaaaaa!!!!
  • Stellklaus 18.07.2016 16:20
    Highlight Highlight Finde es schade, dass berechtigte Kritik am modernen Feminismus häufig mit Troll oder Hasskommentaren gleichgesetzt wird. Wir leben nun mal in einer vernetzten Welt, dh wenn 100 Millionen Leute mit deutscher Muttersprache in die Tasten hauen gibts auch ein paar (zehn)tausend Schwachköpfe.
    Leider versteckt man sich auch gerne hinter dem, um sich echten Diskussionen nicht stellen zu müssen. Das ist wohl auch eine Art der psychologischen Kriegsführung.
    PS. Köppels Vergleich mit dem Kommunismus ist durchaus stimmig, aber klar, dass man den einzigen Schwachsinnssatz aus dem Text zitiert. ;)
    • Charlie Brown 18.07.2016 16:36
      Highlight Highlight @Stellklaus: Mit deinem Posting (va. dem P.S.) lieferst du gleich den Beweis zu deiner These.

      Ein paar weitere Schwachsinnpassagen gefällig?

      "Frauen beeindrucken durch das, was sie sind. Schönheit ist ihr Kapital, und die Natur ist nicht gerecht."

      "Die Frau macht Karriere, weil sie will. Wer muss, strengt sich mehr an."

    • Stellklaus 18.07.2016 16:51
      Highlight Highlight Die biologischen Unterschiede der Geschlechteridentiät und sogar Sexualität, welche von Genderisten entgegen den Erkenntnissen der Naturwissenschaften geleugnet werden, haben selbstverständlich einen Einfluss auf die Art und Weise wie Schönheit und letztendlich auch Karriere als Priorität betrachtet werden.

      Mein Post bezog sich aber hauptsächlich auf den kommunistischen Gleichmachungsabsichten der modernen Feminismusbewegung, der Kern von Köppels Editorial war.
    • Stellklaus 18.07.2016 18:12
      Highlight Highlight 1. Was mit Genderismus gemeint ist, lässt sich relativ einfach googlen.

      2. Die Genderwissenschaften machen eine Unterscheidung zwischen biologischem und sozialem Geschlecht. Das soziale Geschlecht bezeichnen sie dann als rein oder grösstentels gesellschaftlich konstruiert. Das geht soweit, dass sogar die Sexualität als konstruiert bezeichnet wird.
      Diese Theorie wird von Biologie, Evolutions Psychologie, Neurowissenschaft und sogar anderen Sozialwissenschaften abgelehnt.

      Falls interesse an Lektüre besteht, empfehle ich Judith Butler, Simone de Beauvoir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 18.07.2016 16:18
    Highlight Highlight Das was die Autorin anprangert, existiert nicht erst seit heute und betrifft nicht nur Feministinnen und Linke. Doch wen es betrifft, ist nebensächlich. Wichtiger ist, herauszufinden, welcher Typ Mensch auf diese Weise versucht, andere Meinungen nieder zu machen. Denn allein darum geht es. Ein solches Gebahren führt nämlich zu einem nicht: Zum Durchbruch der eigenen Meinung.
    Es ist übrigens keine Frage der Intelligenz. Viel mehr zeigt es die Hilflosigkeit auf, die entstehen kann, wenn jemand bezüglich seiner Einstellung (oder Überzeugung) unflexibel ist, diese jedoch unter Druck gerät.
  • amade.ch 18.07.2016 15:54
    Highlight Highlight Interessant ist ja, dass man bei Männern, die politische oder andere wichtige Positionen besetzen, nie über ihr Aussehen spricht. Oder haben wir mal über Maurers Höselerlook, Parmelins Pseudogolfdress oder Schneider-Ammans zu grosse Anzüge gesprochen? War Blochers Brille je ein Thema?
    • wipix 18.07.2016 16:32
      Highlight Highlight Also, wenn mans nicht sehen will, dann sieht (liest) man es einfach nicht!?
      Als Blinde anderen Blindheit vorzuwerfen ist bei rechts UND links gross in Mode! Natürlich werden andere, z.B. rechte Politiker mit Ihren äusserlichen Attributen "gehänselt". Das z.B. der Weltwoche Köppel wie ein strebsamer Schulbube wirkt, das Blocher vielen Stammtisch Palöri's gleicht, dass .... etc.
      Nur sehens halt häufig nur die Beleidigten so!
      Es ist meiner Meinung nach einfach eine Frage des Stils jemanden auf seinem Äusseres zu reduzieren, aber auch eine Frage der Abgrenzung der "Opfer" darüber zu stehen...
    • amade.ch 18.07.2016 17:11
      Highlight Highlight Also ich erlebe es so, dass eine Frau, die politisiert auch noch gut aussehen muss. Ansonsten setzt es Kommentare wie sie im Artikel beschrieben sind. Aber es mag Ausnahmefälle und Sommerlochfüller gegeben haben, da man tatsächlich auch über dass Aussehen einiger mächtiger Männer gesprochen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neokrat 18.07.2016 15:40
    Highlight Highlight ... Abtreibung ist lustig got it! Ich bin zwar kein Abtreibungsgegner aber man sollte den ernsten psychischen Schaden nicht unterschätzen.

    "Wer stark ist, schluckt's runter, macht einen lustigen Spruch und hofft, dass es nicht aufstösst. Wer nicht so stark ist, wird essgestört."

    Willkommen im Internet! Entweder ist man stark genug damit klar zukommen oder man lässt es. Die Welt ist nun mal kein Safespace. Deal with it. Es gibt immer noch den Blockknopf. Wenn einem penetrant auf die Nerven geht.

    • 's all good, man! 18.07.2016 16:56
      Highlight Highlight Mit Verlaub, aber das ist so ein lächerliches Argument! Nur, weil es im Internet stattfindet soll es also okay sein, jemanden auf das Übelste zu beleidigen? »Deal with it« und gut ist? Ich darf doch sehr bitten.
    • Fabio74 18.07.2016 17:07
      Highlight Highlight Das ist lächerlich. Man kanns versuchen zu ignorieren was aber schwierig ist bei gewissen Beleidigungen.
      Oder man versucht anständig zu antworten aber gegen solche primitive Vollpfosten ein Ding der Unmöglichkeit.
      Deal with ist inakzeptabel.
      Wer zu dumm ist für Argumente soll es bleiben lassen
  • Simone M. 18.07.2016 15:33
    Highlight Highlight So sorry, Leute, die einsetzende Hitze macht sich bemerkbar: Es haben sich hier Kommentare auf dem Weg zur Publikation in Luft aufgelöst. Also nicht böse sein, nochmals schicken (ausser den bösen, die sagen, dass Österreich grundsätzlich zu dumm ist und Feministinnen halt ECHT von Natur aus ugly sind. Die dürft ihr für euch behalten ;-)).
    • DasHansiberg 22.08.2016 01:55
      Highlight Highlight Reicht es dir (Simone) nicht aus dass bereits der Artikel den Eindruck hinterlässt, dass feministische Schreiberlinge einen ausgeprägten Tunnelblick fabrizieren?
      Wie in einem anderen Post bereits verdeutlicht: Auf Grundlage solcher widerwärtigen Menschen wie ihnen oder Glarner (für mich kein Unterschied) wird den Anliegen, die eben von euresgleichen propagiert werden, nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, ungeachtet der Tatsache dass sie (Das Thema) diese verdienen oder nicht.
  • Farabutto 18.07.2016 15:21
    Highlight Highlight seit glarner wissen wir doch: zwischen schönheitskoeffizient und politischer einstellung besteht ein kausaler zuammenhang!!!
    *aber auf keinen fall die grösse des gehirns zu solchen aussagen! AUF KEINEN FALL* ^_^
  • MikoGee 18.07.2016 15:00
    Highlight Highlight Ich weiss gar nicht was die haben, das ist doch eine sehr attraktive, hübsche Frau mit was im Kopf und Selbstvertrauen. Das braucht Chuzpe und sollte respektiert werden, egal wie man aussieht.
    Aber was anderes geht gar nicht: Der lustigste Mensch Österreichs ist immernoch Michael Niavarani, gefolgt von Josef Hader und Gunkl, Günther Paal als den grössten intelektuell orientierten Kabarettisten seiner Zeit! ;)
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    • Statler 18.07.2016 16:25
      Highlight Highlight Der Nia... es kann nur einen geben ;)
      Schade hab' ich jetzt nicht grad 2 Stunden Zeit...

Wir schafften es bis nach Amerika! So wurde #dichterdran zum Twitter-Phänomen

Manchmal geschehen Dinge, die hält man im Traum nicht für möglich. Zum Beispiel, dass aus einem Spass, der mal als Psychohygiene begann, plötzlich ein internationaler Erfolg auf Twitter wird. Ein Erfahrungsbericht aus dem Leben mit #dichterdran.

Ob Feminismus oder Fussball, manchmal passt etwas einfach für beides. Ich muss da nämlich mal was klarstellen. Der Name des Hashtags #dichterdran ist geklaut. Ich gebe das hier lieber gleich zu, nicht, dass eines Tages jemand kommt, den Hashtag durch eine Plagiats-Software jagt und uns einen Skandal anhängt. Geklaut ist er von einem Freund, dem Berliner Schriftsteller Moritz Rinke, der einst eine Fussballkolumne für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» mit dem Titel «Dichter dran» …

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