International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geld aus der Schweiz auch an AfD-Landtagskandidaten



In der Affäre um Spenden an die AfD prüft der deutsche Bundestag laut einem Zeitungsbericht eine weitere Liste mit Namen von angeblichen Unterstützern. Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» («FAS») berichtete am Wochenende darüber.

Laut der Zeitung bestätigte der Bundesgeschäftsführer der AfD, Hans-Holger Malcomess, dass die Partei der Bundestagsverwaltung neben einer bereits bekannten Liste mit 14 mutmasslichen Gönnern mindestens eine weitere Liste mit Namen übergeben habe. Dabei soll es sich um Unterstützer des AfD-Politikers und Beisitzers des Bundesvorstands der Partei, Guido Reil, handeln.

epa07171938 Alternative for Germany (AfD) politician Guido Reil delivers a campaign speech during his application for the European elections list at the party’s European election convention in Magdeburg, Germany, 16 November 2018 (issued 17 November 2018). The AfD is gathering from 16 to 19 November in Magdeburg, for the election of their candidates for the European elections. European elections will take place for 23 to 26 May 2019.  EPA/CLEMENS BILAN

AfD-Politiker und Bergmann: Guido Reil. Bild: EPA/EPA

Wie die 130'000 Euro, die auf das Konto des Kreisverbandes von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel geflossen sein sollen, solle auch das Geld für Reil aus der Schweiz gekommen sein, berichtete die Zeitung. Das Geld soll über die Werbeagentur Goal AG geflossen sein, die unter anderem Werbung für die EU-kritische rechte SVP («Masseneinwanderung stoppen») in der Schweiz macht.

«Kein Geld gespendet»

Deren Geschäftsführer Alexander Segert sagte der «FAS», er habe nie Geld an die AfD gespendet, wohl aber von einer «Gruppe von Privatpersonen» den Auftrag für eine Unterstützungskampagne für eine Kandidatur Reils bekommen.

Der steirische FPOe-Vorsitzende Gerhard Kurzmann (l.) und der Schweizer Werbefachmann Alexander Segert sitzen am Freitag (14.10.11) im Landesgericht in Graz im Prozess wegen Verhetzung auf der Anklagebank. Im letzten steirischen Landtagswahlkampf hatte die FPOe das Internetspiel

SVP-Politiker und PR-Berater: Alexander Segert. Bild: AP dapd

«Diese Personen wurden der AfD auf deren Wunsch bekannt gegeben», zitierte das Blatt Segert. Die Namen auf beiden Listen sollen laut dem Bericht grossteils übereinstimmen. Aus der Bundestagsverwaltung hiess es laut dem Bericht, man prüfe die Sachverhalte sehr genau und stehe in Kontakt mit Ermittlungsbehörden, unter anderem in Konstanz.

Der unterstützte Reil, ein früherer SPD-Mann aus dem Ruhrgebiet («Wir haben Milliarden für Migranten, aber für unsere eigenen Leute war nie Geld da»), hatte 2017 für den Landtag im Bundesland Nordrhein-Westfalen kandidiert. Im November wählten AfD-Delegierte ihn auf Platz zwei der Parteiliste für die Europawahl.

Rechtshilfebegehren offen

Bereits am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft in Konstanz mitgeteilt, dass sie Fragen zu den 14 mutmasslichen Gönnern stellen werde, wenn die Schweizer Behörden ein Rechtshilfeersuchen bewilligen. Die Spendenaffäre hatte Weidel unter Druck gebracht.

Die Partei hatte im November bestätigt, dass 2017 rund 130'000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma in mehreren Tranchen an Weidels AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Das Geld wurde den Angaben zufolge im Frühjahr 2018 zurückgezahlt.

Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal. Die AfD hatte der Bundestagsverwaltung kürzlich die Namen von 14 Deutschen und anderen EU-Bürgern vorgelegt, die hinter den Zuwendungen stehen sollen. (sda/dpa)

Konzerte gegen Rassismus in Chemnitz

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Leiche in Würenlos – 31-Jähriger festgenommen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Ich kann es nicht mehr ertragen» – Ministerin stellt Corona-Leugner heftig in den Senkel

Es scheint, als sollte man sich in Deutschland lieber nicht mit hohen weiblichen Regierungsmitgliedern anlegen. Die Chancen, mit Corona-Leugnereien und -Provokationen ungeschoren davon zu kommen, sind eher klein.

AfD-Politiker Hans-Christoph Berndt musste diese Erfahrung soeben im Brandenburger Parlament machen. Er hatte mit seinen Aussagen die Wut der dortigen Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher auf sich gezogen.

«Hören Sie doch mal auf mit ihrer Corona-Leugnerei. Ich kann es nicht mehr …

Artikel lesen
Link zum Artikel