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Security personnel inspect a damaged vehicle which was firing rockets in Kabul, Afghanistan, Tuesday, July 20, 2021. At least three rockets hit near the presidential palace on Tuesday shortly before Afghan President Ashraf Ghani was to give an address to mark the Muslim holiday of Eid-a-Adha. (AP Photo/Rahmat Gul)

Afghanische Sicherheitskräfte inspizieren ein Fahrzeug nach einem Mörserangriff in Afghanistans Hauptstadt Kabul. Bild: keystone

Wenn Mörser nahe dem Präsidentenpalast einschlagen – aber nur einer reagiert



In der Nähe des Präsidentenpalastes in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind während des islamischen Opferfests Eid al-Adha am Dienstag mindestens drei Mörsergranaten eingeschlagen. Dies teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

Die Geschosse gingen im Stadtzentrum nieder, unweit einer Zeremonie, an der Afghanistans Präsident Aschraf Ghani teilnahm. In einem Video des Senders ToloNews war zu sehen, wie Ghani, Vizepräsident Amrullah Saleh und weitere hochrangige Politiker trotz des Mörserangriffs weiter beteten. Beim ersten Knall zuckten einige zusammen, nur einer wurde sichtlich aus der Fassung gebracht.

Das ist das Video:

Eine Mörsergranate habe ein nur wenige Meter vom Präsidentenpalast entferntes Regierungsgebäude getroffen, hiess es. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht, auch bekannte sich zunächst niemand zu dem Angriff.

Präsident Ghani machte die militant-islamistischen Taliban für den Anschlag verantwortlich. Die Islamisten hätten weder den Willen noch die Absicht, die anhaltenden Konflikte politisch beizulegen, sagte er. Man könne das Land nicht mit Raketen erobern, sondern nur, indem man die Herzen der Menschen für sich gewinne.

Die Taliban reklamierten die Attacke allerdings nicht für sich. Stattdessen übernahm die Jihadisten-Miliz «Islamischer Staat» (beziehungsweise dessen Ableger ISKP) die Verantwortung für den Angriff.

Taliban kontrollieren knapp die Hälfte Afghanistans

Die Taliban hatten mit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen Anfang Mai mehrere Offensiven gestartet und dabei grosse Gebietsgewinne erzielt. Mittlerweile kontrollieren sie knapp über die Hälfte aller Bezirke des Landes.

Am vergangenen Wochenende kamen die Islamisten mit Vertretern der afghanischen Regierung in Doha im Golf-Emirat Katar zu Gesprächen zusammen. Die Seiten erklärten am Sonntag jedoch lediglich, sie planten weitere derartige Treffen. (jaw/sda/dpa)

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