International
Afghanistan

Biden verteidigt Afghanistan-Abzug – endlose Präsenz nicht akzeptabel

Biden verteidigt Afghanistan-Abzug – endlose Präsenz sei nicht akzeptabel gewesen

14.08.2021, 22:4014.08.2021, 22:40

US-Präsident Joe Biden hat trotz des rasanten Vormarsches der islamistischen und militanten Taliban in Afghanistan erneut den Abzug der US-Truppen aus dem Krisenstaat verteidigt. «Ein weiteres Jahr oder fünf weitere Jahre US-Militärpräsenz hätten keinen Unterschied gemacht, wenn das afghanische Militär sein eigenes Land nicht halten kann oder will», hiess es am Samstag in einer Mitteilung des Präsidenten. Eine endlose amerikanische Präsenz inmitten eines Bürgerkriegs in einem anderen Land sei für ihn nicht akzeptabel gewesen.

«Ich war der vierte Präsident, der eine amerikanische Truppenpräsenz in Afghanistan geleitet hat – zwei Republikaner, zwei Demokraten», so Biden. Er werde «diesen Krieg nicht an einen fünften Präsidenten weitergeben».

Seit Beginn des Abzugs der US- und Natotruppen im Mai haben die islamistischen Taliban gewaltige Gebietsgewinne verzeichnen können und nun auch die Grossstadt Masar-i-Scharif im Norden eingenommen. Das US-Militär wollte Afghanistan bis Ende August verlassen.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bewährungsstrafe für EM-Schiedsrichter David Coote wegen Kinderpornografie
Der frühere Premier-League-Schiedsrichter David Coote ist wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Er hatte zuvor zugegeben, auf seinem Laptop ein Video gespeichert zu haben, das einen 15-jährigen Buben bei sexuellen Handlungen zeigte. Coote hatte die Vorwürfe anfangs bestritten, sie dann aber im September vergangenen Jahres eingeräumt und auf schuldig plädiert.
Zur Story