International
Afrika

Drohnenangriff auf Kinderklinik fordert sieben Tote im Sudan

Drohnenangriff auf Kinderklinik fordert sieben Tote im Sudan

03.11.2025, 19:5803.11.2025, 19:58
KEYPIX - A Sudanese child who fled el-Fasher city with family after Sudan's paramilitary forces killed hundreds of people in the western Darfur region, receives treatment at a camp in Tawila, Sud ...
Unter den Toten sollen Frauen und Kinder sein, daneben seien fünf Menschen verletzt worden.Bild: keystone

Bei einem Drohnenangriff auf ein Kinderkrankenhaus im Sudan sind nach Angaben sudanesischer Ärzte sieben Menschen getötet worden. Das sudanesische Ärztenetzwerk macht die RSF-Miliz für den Angriff in Karnoi nahe der Grenze zum Tschad verantwortlich. Unter den Toten sollen Frauen und Kinder sein, daneben seien fünf Menschen verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

Karnoi liegt rund 270 Kilometer von der Stadt al-Faschir entfernt im Norden von Darfur. Die Miliz Rapid Support Forces (RSF) soll dort nach Eroberung der Stadt vergangene Woche neben zahlreichen anderen Zivilisten auch mehr als 460 Patientinnen und Angehörige in einer Geburtsklinik getötet haben.

Die RSF-Miliz hatte im April 2023 mit Angriffen gegen Militär und Zivilisten begonnen, weil sie sich dagegen sperrte, in die Armee eingegliedert zu werden. Seitdem hat sie die westliche Region Darfur fast vollständig erobert. Den Milizmitgliedern werden Massenmorde, Vergewaltigungen und ethnische motivierte Vertreibungen vorgeworfen. Auch die sudanesische Armee wird beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben, etwa zivile Ziele bombardiert zu haben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Aufregung in Deutschland: Der gestrandete Wal ist verschwunden
Am Donnerstagabend kämpfte ein Rettungsteam bis spät am Abend um die Befreiung des gestrandeten Wales in der deutschen Ostsee. Dieser bewegte sich immer weiter in Richtung der rettenden Rinne, erreichte diese aber nicht. Aus Sicherheitsgründen wurde die Rettungsaktion auf Freitag verschoben. Wie nun deutsche Medien aber schreiben, ist der Wal verschwunden.
Zur Story