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epa06076003 Protesters hold a banner at the 'Unlimited solidarity instead of G20' demonstration during the G-20 summit in Hamburg, Germany, 08 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/CARSTEN KOALL

Protest in Hamburg: Wogegen sie sind, ist klar. Aber wofür sind sie? Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Analyse

Von der Demo ins warme Bett: Die «Revolte» der Wohlstandsjugend 

Die Demonstranten und Randalierer am G20-Gipfel protestierten gegen den Kapitalismus und bedienten sich dabei den Vorzügen des freiheitlichen Rechtsstaats. In anderen Ländern gehen Menschen dafür ins Gefängnis.



Ein sanftmütig lächelnder Mann mit Brille hat die Mächtigen eines mächtigen Landes in Angst und Schrecken versetzt. Liu Xiaobo, Dissident und Friedensnobelpreisträger, wurde ins Gefängnis gesteckt, weil er Freiheit und Demokratie in der Volksrepublik China gefordert hatte. Die Führung der Kommunistischen Partei liess ihn nicht einmal frei, als er schwer krebskrank war.

Am Donnerstag ist Liu gestorben. Sein Tod wurde in China totgeschwiegen. Gegen Kritik aus dem Ausland verwahrte sich die KP, dies sei «Einmischung in die inneren Angelegenheiten». Wobei diese Kritik ohnehin zahm und ritualisiert wirkte. Man will es sich mit dem wirtschaftlichen Wunderland China nicht verderben. Wo Staatschef Xi Jinping auftaucht, wird er hofiert.

epa06086208 A member of the public signs a book of condolences and lays chrysanthemum flowers as he pays respects to the late Chinese dissident and Nobel peace laureate Liu Xiaobo at a makeshift shrine outside the China Liaison Office in Western District, Hong Kong, China, 14 July 2017. Human rights and pro-democracy activists in Hong Kong are calling on the Chinese government to release Liu Xia, the widow of Liu Xiaobo. According to media reports on 13 July citing official sources, Liu Xiaobo has died aged 61.  EPA/ALEX HOFFORD

Trauer um Lu Xiaobo in Hongkong. Bild: ALEX HOFFORD/EPA/KEYSTONE

Zum Beispiel Anfang Jahr in Bern und Davos, oder letzte Woche am G20-Gipfel in Hamburg. Am Stelldichein der Mächtigen nahmen trübe Figuren teil: Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, Donald Trump. Man kann die Legitimität dieses Gremiums hinterfragen, obwohl es nicht falsch ist, dass die wirtschaftlich führenden Länder sich um Regeln für die Globalisierung bemühen.

Zehntausende sind nach Hamburg gepilgert, weil sie sich über alles nerven, was aus ihrer Sicht auf dieser Welt schief läuft, Globalisierung und Kapitalismus vorneweg. «We are fucking angry», hiess es auf dem Laster, der die «Welcome to Hell»-Demo anführte. Am Ende artete sie aus und mündete in den Krawallen und Plünderungen im Schanzenviertel.

Die Polizei geriet nicht zu Unrecht in die Kritik. Mal griff sie zu früh durch, dann zu spät. Wenn jedoch der Sprecher des autonomen Kulturzentrums Rote Flora beklagte, dass die Marodeure in «seinem» Schanzenviertel gewütet haben und nicht in Pöselsdorf oder Blankenese, wo die Reichen und Privilegierten wohnen, wird es prekär.

«Auf dieser Basis moralisch empört zu sein, ist widerlich», schrieb «Die Zeit» aus Hamburg in einer langen und vertieften Analyse. Vor allem werfen solche Aussagen ein Schlaglicht auf die dumpfen Hassgefühle im linksalternativen Milieu. Sie richten sich gegen die Reichen und Mächtigen, aber am Ende ist es egal, wo sie sich entladen. Hauptsache man kann die Sau rauslassen.

Hamburg im G20-Ausnahmezustand

Die eigentliche Problematik wurde kaum einmal angesprochen. Die G20-Gegner sind nicht nach Hamburg gereist, weil es in der Hansestadt eine etablierte Kultur des linken Widerstands gibt. Sie haben sich diesen Gipfel ausgesucht, weil sie in Deutschland den Schutz der Rechtsstaatlichkeit geniessen. In einer liberaldemokratischen Komfortzone lässt es sich leicht demonstrieren.

Gerade die verhasste Globalisierung hat unzählige Menschen aus der Armut befreit.

In Moskau, Peking oder Riad aber würden sich diese Weltverbesserer niemals blicken lassen. Sie wissen, was sie dort erwartet. Man stelle sich vor, die famosen Antikapitalisten des Schwarzen Blocks würden mit der berüchtigten russischen Sonderpolizei Omon konfrontiert. Sie würden sich vor Schreck vermutlich in die Hosen machen. Und mit Sicherheit keine Steine werfen.

Dabei gibt es Menschen, die sich auch in autoritären Ländern mutig gegen die Staatsmacht stellen. Zum Beispiel Liu Xiaobo, der sich nach dem Motto «Wenn unfrei, dann richtig» lieber einsperren liess, als seine Überzeugungen zu verraten. Oder die jungen Russen, die gegen das hoch korrupte Putin-System demonstrieren, in dem nur voran kommt, wer die richtigen Beziehungen hat.

Am letzten Wochenende, als die Wohlstandsjugend in Hamburg auf die Strasse ging, wurden in russischen Städten erneut Dutzende verhaftet. Sie sind die wahren Helden der heutigen Zeit, denn sie können nicht einfach den Sonderzug Richtung Heimat besteigen, wenn sie sich ausgetobt haben.

epa06024586 Russian police officers detain participants of an unauthorized opposition rally in Tverskaya street in central Moscow, Russia, on Russia Day, 12 June 2017. Russian liberal opposition leader and anti-corruption blogger Alexei Navalny has called his supporters to hold a protest in Tverskaya Street, which leads to the Kremlin, instead of the authorized by Moscow officials Sakharov avenue. According to news reports on 12 June 2017 citing his wife Yuliya Navalnaya, Alexei Navalny has been arrested ahead of planned protests in Moscow.  EPA/YURI KOCHETKOV

Omon-Polizisten nehmen Teilnehmer der Antikorruptions-Demo in Moskau am 12. Juni fest. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA/KEYSTONE

Und sie haben konkrete Ziele. Im Gegensatz zu den Anti-Kapitalisten, die die Errungenschaften des Kapitalismus durchaus schätzen, etwa wenn sie sich via Smartphone und Apps organisieren. Sie wissen eigentlich nur, wogegen sie sind. Gegen Armut und Ausbeutung zum Beispiel. Gerade die verhasste Globalisierung hat unzählige Menschen aus der Armut befreit. Oder gegen Krieg und Gewalt. Dabei war die Welt wohl noch nie so friedlich wie heute, trotz Terror und Kriegen.

Bei der wohlstandsverwöhnten Jugend war die Sehnsucht nach dem warmen Bett am Ende stärker als die Empörung über Missstände.

Es gibt durchaus Aspekte am kapitalistischen System, die kritisch beleuchtet werden müssen. Das räumt sogar die marktliberale NZZ ein. Zum Beispiel die wachsende Ungleichheit in den westlichen Ländern. Die unheimliche Macht der Internet-Giganten. Oder den technokratischen Machbarkeitswahn, der bei Gentech oder künstlicher Intelligenz zum Ausdruck kommt.

Fragt man die Globalisierungsgegner, erwähnen sie etwa den «solidarischen Protektionismus». Das aber ist ein Widerspruch in sich. Abschottung ist nie solidarisch. Konkrete Vorschläge zu diesem Konzept sind nicht praxistauglich. Das Fehlen konkreter und umsetzbarer Ideen ist einer der Gründe, warum keine der diversen Protestbewegungen der letzten Jahre nachhaltig war.

Occupy, Nuit Debout oder Los Inidgnados mögen in rudimentärer Form weiter existieren. Als Massenbewegung aber ging ihnen irgendwann die Luft aus. Nicht einmal in Griechenland, das unter dem Diktat einer harten Sparpolitik ächzt, oder in Trumps Amerika konnte sich eine starke Protestbewegung etablieren. Bei der wohlstandsverwöhnten Jugend war die Sehnsucht nach dem warmen Bett am Ende stärker als die Empörung über Missstände.

Der Ökonom Tyler Cowen sieht darin ein perfektes Beispiel für die Selbstzufriedenheit, die er in seinem neuen Buch beschrieben hat. Dennoch rechnet er damit, dass es in absehbarer Zeit wieder zu grossen Protesten kommen wird, wie er im watson-Interview ausführte. Vielleicht kommt es so, vielleicht nicht. Denn man darf die kreativen Kräfte des Kapitalismus nie unterschätzen.

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Video: srf

Was uns nicht daran hindern soll, die vorhandenen Fehlentwicklungen anzugehen. Zum Beispiel mit der Tobin Tax, einer Steuer auf Finanztransaktionen. Sie ist ein überzeugendes, und vor allem umsetzbares Konzept, doch sie ist auch ein Beispiel für die Schattenseiten der Globalisierung. Niemand will der erste sein, der sie einführt, aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen.

Die Tobin-Steuer ist auch ein Anliegen der linken Weltverbesserer. Mit Demonstrationen lässt sie sich nicht verwirklichen. Dafür braucht es harte Knochenarbeit, in Politik oder NGOs. Einfacher ist es, die Segnungen der freiheitlichen Gesellschaft für inhaltsleere Proteste und ein wenig Randale zu missbrauchen. Während Liu Xiaobo und andere dafür in den Knast gingen.

Der nächste G20-Gipfel findet übrigens in Argentinien statt. Auch ein relativ freies Land. Aber vielleicht etwas weit weg.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 18.07.2017 09:50
    Highlight Highlight Mein Dank allen, die sich gegen Ungerechtigkeiten des Kapitalismus und der Globalisierung einsetzen.
    Krieg und Ausbeutung herrscht nicht in Hamburg, sondern in der südlichen Welt, in Syrien, in Mexiko etc. Kriegsherren, Unterdrücker und Ausbeuter sind mehrheitlich die Staaten der G20.
  • Nevermind 18.07.2017 08:58
    Highlight Highlight Ein Grossteil der Leute aus dem autonomen Umfeld von vor 20 Jahren die ich kennen lernte sind mittlerweile gestandene Leute, die ihren Weg gegangen sind und ihre Nische in einer kapitalistischen Welt gefunden haben, ohne auf den Staat angewiesen zu sein.
    Und so wird es auch mit einem Grossteil der heutigen Jungen gehen, die fühlen, dass die Welt die ihre Eltern ihnen hinterlassen nicht die Welt ist in der sie leben wollen. Die Protagonisten der Jugendbewegungen werden schneller erwachsen als die Bewegung selber aber nicht ohne etwas mitzunehmen, dass ein Leben lang bewegt.
  • Liselote Meier 17.07.2017 10:31
    Highlight Highlight Billigste Polemik.

    Du willst hier ernsthaft behaupten sämtliche Anti-Kapitalisten hätten keine konkreten Ziele?

    Demokratisierung der Ökonomie, politische Partizipation sämtlicher Individuen, Klassenlose Gesellschaft, Bedarfsökonomie usw.

    Sprich über den Kapitalismus hinaus und nicht weiter daran "rumwursteln" oder reaktionär zurück wollen.

    Und "solidarischer Protektionismus" ist kein Widerspruch im Rahmen einer soz. ökonomische Integration.



  • Statler 17.07.2017 10:19
    Highlight Highlight Mir wurde kürzlich erklärt, was denn das Ziel des schwarzen Blocks eigentlich ist:
    So lange Krawall machen und Dinge zerdeppern, bis der Staat die Gewaltschraube derart anzieht, dass es zur Revolution kommt. Ergo spielt es keine Rolle, ob jetzt Läden im Schanzenviertel zerdeppert werden oder bei den Reichen. Der Leidensdruck für die Massen muss also so hoch werden, dass selbige endlich den Arsch hochkriegt und die Mächtigen stürzt.
    Nicht, dass ich das gutheissen würde, oder besonders schlau fände, aber so ergibt die «blinde Zerstörungswut» so etwas wie Sinn (m.E. vor allem Schwachsinn).
  • rundumeli 17.07.2017 07:55
    Highlight Highlight gilts zu unterscheiden die 90% "weltverbesserer", die naiv da um die häuser zogen und von ihren demokratischen rechten gebrauch machten ... und 10% mit lust am randallieren ... kann man unmöglich die beiden unterm gleichen label abhandeln !
  • Spooky 17.07.2017 01:56
    Highlight Highlight Peter Blunschi hat schon recht. Diese doofen Jungen vom schwarzen Block zerstören irgendwelche Sachen von einfachen Leuten, die tagtäglich ihrer Arbeit nachgehen. Da lachen die Hühner - und die Reichen sich ins Fäustchen.
    • Turi 18.07.2017 08:43
      Highlight Highlight Die Reichen lachen sich ins Fäustchen ob den Medien, die sich da für die Anti-Linken-Hetze vor den Karren spannen liessen.
  • neutrino 16.07.2017 22:37
    Highlight Highlight Super Artikel, genau auf den Punkt gebracht. Fakt ist, egal wie man's dreht: die Armut und die Ungleichheit hat global (wichtig: global) gesehen in den letzten Jahren abgenommen durch die Globalisierung.

    Das Problem ist doch einfach, dass dies zT. zu Lasten von gewissen Bevölkerungsschichten in Europa/USA geschehen ist - zumindest relativ gesehen.

    Damit sollte man leben lernen - Europa/USA/Japan hatten ihre goldenen Jahrzehnte Ende des letzten Jh. Jetzt dreht sich halt der Spiess ein ganz klein wenig zu Gunsten breiter Bevölkerungsschichten in Asien oder Südamerika. Ist doch ok.




    http://(
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:01
      Highlight Highlight "die Armut und die Ungleichheit hat global (wichtig: global) gesehen in den letzten Jahren abgenommen durch die Globalisierung."

      Benutzer Bild
    • aglio e olio 17.07.2017 11:31
      Highlight Highlight " Das Problem ist doch einfach, dass dies zT. zu Lasten von gewissen Bevölkerungsschichten in Europa/USA geschehen ist - zumindest relativ gesehen. "
      Du vergisst dabei u.a. die afrikanischen Bauern. Die Globalisierung ist in erheblichen Teilen die moderne Fortsetzung kolonialer Politik unter dem Deckmantel der "Freiheit".
      Freiheit des Handels, nota bene.

      http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Europa/epa.html
    • neutrino 17.07.2017 12:15
      Highlight Highlight @seventhinkingsteps: wenn ich dich richtig interpretiere, möchtest du ein System, dass alle reicher macht, und alles schön gleichmässig verteilt. Dieses System wäre auch mein Wunschtraum - leider heisst es Kommunismus und ist in der Praxis mehrmals grandios gescheitert.

      Das System heute hat weite Bevölkerungsschichten z.B. in Asien und Südamerika aus der Armut geholt - einige hat es steinreich gemacht - und einige hat es in der Armut belassen. Das einzige kommunistische Land heute (Nordkorea) hat ca. 99% der Bevölkerung arm gemacht und ein paar wenige steinreich.
  • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:56
    Highlight Highlight Und eins will ich hier nicht unerwähnt lassen:

    Es ist doch absolut ekelhaft, den Demonstranten Verwöhntheit vorzuwerfen nur weil sie hier nicht sofort erschossen werden wie chinesische Studenten wenn sie protestieren.

    Zu sagen "In Riad oder Ankara würden die sich das nicht trauen" lässt bei mir die ungemütliche Vermutung zurück, dass man sich hier insgeheim diesselbe schonungslose Vorgehensweise wünscht.

    Nicht nur das, es bläst genau ins gleiche Horn wie all die SVPler die bei Ausländerkriminalität oder Religionsfreiheit gerne ins Ausland verweisen, "die würden das ja auch härter angehen."
    • ströfzgi 16.07.2017 21:53
      Highlight Highlight Was erwartest du denn? Dass irgendeine Partei sagt: uuuuhuuhuuu das ist ja super toll was die Idioten in Hamburg gemacht haben? Die einzige Partei die in irgendein Horn blasen würde, ist die SP. Hört man was? Nö, weil die ekelhaft gelebte Verwöhntheit einen noch entlarven könnte.
    • neutrino 16.07.2017 22:48
      Highlight Highlight Das ist nicht die Kernaussage des Artikels. Kernaussage ist vielmehr, dass die Demonstranten und ihr Umfeld keine brauchbaren Lösungsvorschläge bringen, welche die von ihnen kritisierten Punkte (Armut, Ungleichheit, etc.) beseitigen können.

      Vielmehr ist es so, dass die Globalisierung (welche von den Demonstranten so verteufelt wird) die Armut global gesehen (unter dem Strich) massiv reduziert hat.

      Demonstrieren, nur weil die Demo in der Nähe ist, und man nichts zu befürchten hat, ist eine Wohlstandsplausch-Veranstaltung - es geht um die Demo&Krawalle, nicht aber um konkreten Output.
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 23:59
      Highlight Highlight @neutrino

      Was heisst brauchbar?

      Umsetzbar in der momentanen politischen Landschaft? Deiner Ideologie nicht diametral entgegenstehend? Dein Privateigentum nicht angreifend?

      Nur weil du dich nicht mit den Demonstranten und ihren konkreten politischen Forderungen nicht auseinandersetzt und die Forderungen, die du kennst, als sozialistische Utopie abtust, heisst nicht, dass sie keine brauchbaren Lösungvorschläge bringen. Sie passen dir wahrscheinlich einfach nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 16.07.2017 20:11
    Highlight Highlight Wann man mit gewalt die welt ändern will soll man nicht überrascht sein wann andere auch gewalt benutzen. Gewalt ist nie eine lösung. Ich danke aber alle die friedlich demonstrieren, und ihr eigenes umfeld verbessern. Diese menschen sind unseren zukunft. Das schlimmste ist noch das die aufmerksamtkeit zu die gewalttäter geht anstatt zu die weltverbesserer, damit haben die gewalttäter doppelte schaden angerichtet.
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 20:46
      Highlight Highlight Nach deiner Logik dürfte sich Merkel nicht wundern, dass es gewalttätige Proteste gibt
    • neutrino 16.07.2017 22:56
      Highlight Highlight Diese Leute sind nicht unsere Zukunft. Unsere Zukunft sind diejenigen, welche sich konkret und legal drum bemühen, dass Missstände behoben werden.

      Während Europas Junge gegen die Weltarmut randalieren, investieren viele junge Chinesen in Afrika, schaffen Arbeitsplätze etc. Der Hintergrund ist zwar nicht antikapitalistisch - aber unter dem Strich ist dies viel pragmatischer und sinnvoller.

      Reitschule, G20-Demonstranten demonstrieren zwar was das Zeug hält - konkret die Armut reduziert wird damit nicht. Im Gegenteil, paar unschuldige arme Säcke in Deutschland kommen noch an die Kasse...
  • Statler 16.07.2017 20:03
    Highlight Highlight Schön geschrieben, aber warum so lang? Früher hiess das einfach "geh doch nach drüben"
  • christian_denzler 16.07.2017 19:33
    Highlight Highlight Der Artikel zeigt gut auf, dass in Hamburg grösstenteils keine Linken sondern dämliche Hooligans auf den Strassen waren.
  • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:10
    Highlight Highlight "Engagiert euch politisch und demokratisch", haben sie gesagt.

    Wisst ihr, was mit Sozialisten passiert, die auf demokratischem Wege an die Macht gelangen?

    "Salvador Guillermo Allende Gossens war ein chilenischer Arzt und Politiker. Von 1970 bis 1973 war er Präsident Chiles. Seine Präsidentschaft war der Versuch, auf demokratischem Wege eine sozialistische Gesellschaft in Chile zu etablieren. Allende wurde durch einen Militärputsch im Jahr 1973 gestürzt, in dessen Verlauf er Suizid beging."

    Richtig, man wird durch die CIA ermordet! Juhee!
    • Sharkdiver 17.07.2017 06:28
      Highlight Highlight 🤣🤣
  • Firefly 16.07.2017 18:38
    Highlight Highlight Na wie gesagt, dann sollen sie den Gipfel nächstes Mal in Moskau machen und Moskau und Washington auch gleich verpflichten mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Europa muss ja nicht immer den Karren anderer aus dem Dreck ziehen müssen.
  • Zimbo 16.07.2017 18:10
    Highlight Highlight Eigentlich habe ich mich auf eine Analyse gefreut, wie der Artikel ankündigte. Doch eine Analyse beruht auf möglichst differentierten Argumenten und verifizierbaren Fakten. Von einer Analyse lerne ich etwas Neues, sie repetiert nicht nur Gemeinplätze. Dies hier war höchstens eine Kolumne - höchstens - oder einfach (je nach politischer Haltung vielleicht stimmiges) Stammtischgeschwafel.
  • canoe58 16.07.2017 18:02
    Highlight Highlight Lieber Herr Blunschi, ich habe das Gefühl, dass hier ein Wohlstandsjournalist Demonstrantenbashing betreibt, weil man so schön mit dem Mainstream schwimmen kann. In China riskieren Journalisten ihr Leben wenn sie sich kritisch äussern. Bei uns, wo man als Journalist relativ wenig riskiert, kritisiert man dennoch oft lieber die Mächtigen gar nicht, sondern betreibt Empörungsbewirtschaftung. Was mich vor allem stört, ist dass Sie nicht die Randalierer kritisieren (da wären wir uns einig) sondern ausdrücklich die Demonstranten.
  • beaetel 16.07.2017 17:49
    Highlight Highlight Und die Politiker? Schlafen auf dem kalten Boden, bei Wasser und Brot? Was für ein dümmlicher Titel, für Jugendliche, denen nicht alles scheissegal ist oder denen es nur um Geld und Macht geht!
  • Raphael Stein 16.07.2017 17:11
    Highlight Highlight Die Wohlstandsjugend,
    die ist sicher nicht in Hamburg an der Demo gewesen. Das waren grad die anderen.

    Und die haben zwar mehr als bloss die offene Nacht über dem Kopf, so verglichen mit anderen auf diesem Planeten, aber langsam fragen sich einige Leute vom Speckgürtel in Europa, schon was die ganze Sache mit dem offen gezeigten, menschenverachtendem Neolieberlisus genau für die ganze Gesellschaft in Zukunft soll.
    Die da, die am Gipfel nett parliern, zünden nicht bloss Autos an, sondern ganze Länder.
    Ich finde beides verschissen.



    • häfi der Spinat 16.07.2017 18:52
      Highlight Highlight Es sind doch immer die Anderen.
  • malu 64 16.07.2017 16:38
    Highlight Highlight Es geht darum, das sich jemand gegen diesen absoluten, perversen Leerlauf auflehnt und nicht zu Allem ja und Amen sagt! Die Interessen sind da so verschieden wie die Menschen!
    Diese Treffen bringen ja rein gar nichts!
    • Gleis3Kasten9 16.07.2017 17:08
      Highlight Highlight Also ja zum Abfackeln von Arbeiterautos, ja zum Ausräumen und Beklauen von Lebensmittelläden oder zumindest zerdeppern von eben diesen? Da wird der Donny ja sowas von gezittert haben, huch!
    • malu 64 16.07.2017 18:10
      Highlight Highlight Das sind Kollateralschäden!
    • Firefly 16.07.2017 18:54
      Highlight Highlight Nein zu Krieg in Syrien, Nein zu internationaler Korruption und Steuerhinterziehung oder Steuerflucht, Nein zu Waffenhandel, Nein zu Rechtlosigkeit, Nein Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Nein zu...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regula Sterchi 16.07.2017 15:56
    Highlight Highlight Woher wollt ihr wissen, WER sich einsetzen würde, wenn die Lage weniger komfortabel wäre? Und es gibt durchaus auch Lösungsansätze aus der Richtung. Ein Grundeinkommen zB.

    "Errungenschaften des Kapitalismus" (ob es die ohne nicht gäbe, wag ich zu bezweifeln) nicht zu nutzen, wäre btw Schwachsinn. Denn weder Anarchismus & Antikapitalismus noch die Linke im Allgemeinen sind per se Fortschrittsfeindlich.

    Wer seine schüssel ausleckt, nur weil er den Erfinder nicht mag, ist nicht links, sondern DUMM.

    Das ist Geschwafel. Würde gut zum Geschreibsel der Weltwoche passen.
    • häfi der Spinat 16.07.2017 17:37
      Highlight Highlight Oder passt irgendwie nicht in deine Ideologie?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.07.2017 09:38
      Highlight Highlight Anarchie endet genau da wo der Marktradikalismus (Freier und Unkontrollierter Markt über alles) endet, im Faustrecht auch bekannt dem Recht des stärkeren was Unweigerlich in einer Diktatur endet.

      Es wäre ja schön wenn Anarchie im Grossen Rahmen (Nein Reitschule und Rote Flora sind nicht Repräsentativ da nur eine kleine Gruppe gleichgesinnter dieses Ziel haben und damit keine Spannungen entstehen) funktionieren würde, tut sie aber nicht.

      Darum ist Anarchie genauso wenig eine Lösung wie der absolut Freie Markt.
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 11:20
      Highlight Highlight @The Origin Gra

      In Spanien haben mehr als 2 Millionen Menschen friedlich in Anarchie gelebt. Bildung war für alle zugänglich, die Produktion stieg erheblich an, Frauen waren voll gleichberechtigt. Das Recht des Stärkeren und Sozialdarwinismus ist heute die Realität in der Wirtschaft und Gesellschaft, nicht in der Anarchie.

      Der Mensch ist weder egoistisch noch altruistisch, doch das System, in dem er lebt, zwingt ihn zum einen oder zum anderen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Micha Moser 16.07.2017 15:23
    Highlight Highlight Gut geschriebener Artikel! Denn es gibt riesen Unterschiede zwischen "Demonstranten" und Demonstranten.
    • beaetel 16.07.2017 17:52
      Highlight Highlight Demonstranten und gewalttätigen Kriminellen
  • smoking gun 16.07.2017 14:30
    Highlight Highlight Hier ein gutes Beispiel was für üble Projekte an solchen Gipfeltreffen beschlossen werden. "Marshall-Plan" für Afrika. Ich wünsche mir sehr, hier bei Watson auch mal einen solchen Beitrag lesen zu dürfen. Von wegen engagieren und nicht nur protestieren und so ...

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    • seventhinkingsteps 16.07.2017 19:32
      Highlight Highlight Der Unterschied zu Kolonialmächten, die Afrika aufteilen, ist echt nicht gross.
    • PeteZahad 16.07.2017 20:55
      Highlight Highlight Das Problem ist die Korruption vor Ort resp. die Kontrollierbarkeit. War sicherlich nicht schlecht gemeint. Was wäre aus deiner Sicht eine bessere Lösung? Kein Marshall Plan und Entwicklungshilfe einstellen?
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 22:18
      Highlight Highlight Eine Lösung, die nicht profitorientiert ist.

      Natürlich macht es keinen Sinn, nicht auf Vorzüge der Automatisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzugreifen. Künstliche Arbeitsbeschaffung ist natürlich ökonomischer Schwachsinn, auch aus antikapitalistischer Perspektive.

      Es geht darum, die Vorteile an die Bevölkerung zurückzugeben, statt alles abzuschöpfen. Der Profit muss restlos in Afrika bei den Betroffenen bleiben, durch Investition in Bildung, Infrastruktur etc. Eine echte Investition in das Land halt, nicht nur Scheininvestition durch geringbezahlte Lohnarbeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 16.07.2017 14:30
    Highlight Highlight Der "Linke Wutbürger" krankt genauso an angestauten Aggressionen und Frustrationen, wie der "Rechte Wutbürger", lässt diese aber anders raus.
    Blitzableiter für "Linke Wutbürger" sind Symbole der Reichen und Mächtigen, wie protzige Autos und Tempel-artig gebaute Banken-Gebäude. Diese werden dann mit Molotowcocktails, oder -harmloser- mit Farbbeuteln beworfen. Die Polizei wird als Erfüllung-Gehilfin der Bourgeoisie gesehen, die nur das Eigentum der Kapitalisten schützt.
    Mir ist das verständlicher und sympathischer, als wenn Asylheime angezündet und Flüchtlinge zusammengeschlagen werden...
    • Bene86 16.07.2017 14:40
      Highlight Highlight Falsch. Die Idioten demolieren kleine Cafes und Kleidergeschäfte und fressen danach in MC Doof!
    • gnp286 16.07.2017 16:17
      Highlight Highlight Hast du schonmal gesehen, welche Autos angezündet werden? Meist sind das nicht die Limousinen der oberen 10000, sondern die Twingos von irgendwelchen armen Schweinen, die sich das Geld für einen Twingo am Mund abgesparen mussten.

      Wenn diese Klappspaten die Karre vom Donald abfackeln würden, würde ich ebenfalls jubeln. Aber irgendwelchen unbeteiligten die Autos anzuzünden und Schaufenster einschlagen finde ich eifachnur peinlich und schwach.
    • rodolofo 16.07.2017 17:03
      Highlight Highlight Ja klar! Ich versuche ja nur, die Extremisten etwas differenziert zu betrachten!
      Auch ich halte es nicht für sinnvoll, alles kurz und klein zu schlagen, bevor die neue Gesellschaftsordnung errichtet wird!
      Übrigens fielen die Schuhe von Imelda Marcos nicht linken Vandalen, sondern einer Überschwemmung nach einem Taifun zum Opfer.
      Die Natur wütet immer noch am heftigsten.
      Ihr Zorn stellt alles in den Schatten, was diese Globalisierung-Gegner anrichten können.
      Also beruhigt Euch wieder!
    Weitere Antworten anzeigen
  • raphe qwe 16.07.2017 14:13
    Highlight Highlight Ich bin wohl Teil dieser Wohlstandsjugend. Durch meine Eltern habe ich viel Luxus im Vergleich zu anderen. Ich habe nicht viele mich persöhnlich betreffende Gründe um auf der Strasse zu demonstrieren. Trotzdem ist die Argumentation des Autors nicht koheränt. Sie mag in diesem Fall vielleicht auf den ersten Blick funktioniere, aber auch nur, weil die Demonstranten gewaltbereit waren und niemand findet das gut. Aber die Demosnstranten haben ja, in ihren Augen, nicht für sie selbst, sondern für die Gesellschaft und die Armen demonstriert.
    • Karl33 16.07.2017 14:47
      Highlight Highlight Es war nur ein winziger Teil der Demonstranten gewaltbereit. Auch unter den G-20 Chefs finden sich gewaltbereite Typen. Trotzdem habe ich noch keinen Journi schreiben sehen, dass deswegen alle G20 Regierungen gewaltbereit seien.
    • neutrino 16.07.2017 18:53
      Highlight Highlight Für die Armen demonstriert? Ist ja wohl ein Witz - auf welche Weise konkret soll diese Demo den Armen dieser Welt nützen? (darauf zielt auch der Artikel ab) Und kennst du einen (nur genau einen!) wirklich Armen dieser Erde, welcher diese Demo gut fand?

      Für Leute, welche sich wirklich in der Scheisse befinden (bspw in Schwarzafrika, Bangladesh, Venezuela) sind diese besoffenen Wohlstands-Iphone-demonstranten doch völlig absurd.
    • neutrino 16.07.2017 22:20
      Highlight Highlight Selbstdenker97

      Nein, meiner Meinung nicht - obwohl ich die Ideen und Grundgedanken der Demonstranten durchaus teile.

      Aber die Demonstranten haben de facto null Wirkung und null konkrete Lösungsansätze.

      Aus eigener Erfahrung weiss ich: ein armer Schwarzafrikaner bspw. will konkrete Perspektiven, Jobmöglichkeiten, etc. Diesbezüglich haben die oberkapitalistischen Chinesen, welche massiv in Afrika investieren, viel mehr Wirkung als die randalierenden pseudoideologischen Wohlstandsdemonstranten in Westeuropa. Diese haben wohl hehre Ziele - in Praxis erreichen tun sie genau nix.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 16.07.2017 14:08
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Aber der Aufruf zur Tobin-Tax, gerade nach einem feurigen Plädoyer für die Globalisierung wirkt etwas deplatziert. Sie würde ja für Investoren aus reichen Ländern zu zusätzlichen Kosten und Risiken führen, wenn sie in arme Länder investieren. Entsprechend weniger würde in instabilere Regionen investiert, um möglichst wenig zu handeln - mehr Geld bleibt in den reichen Staaten.

    Besser wäre beispielsweise eine Immobiliengewinnsteuer die die Wertzunahme von Immobilien als Haupttreiber der Vermögensungleichheit besteuert...
    • Peter 16.07.2017 17:21
      Highlight Highlight Ich bin kein feuriger Anhänger der Globalisierung. Und bei der Tobin Tax kommt es darauf an, wie man sie ausgestaltet. Die erwähnte Immobiliensteuer hingegen würde auch den Mittelstand treffen.
    • Ökonometriker 16.07.2017 18:57
      Highlight Highlight Die Tobin-Tax wurde vornehmlich für Währungstransaktionen vorgeschlagen. Für Securities gibt es ja bereits die Stempelabgaben. Meine Aussage fusste daher auf dieser gängig geforderten Ausgestaltung.

      Die Immobiliengewinnsteuer würde den Mittelstand aber viel weniger stark treffen als die Tobin-Tax: jeder hat eine Pensionskasse oder wechselt Geld, aber nur wenige besitzen Wohneigentum welches sich stark aufwertet. Und wer dieses Glück hat, kann ruhig ein wenig von der Aufwertung abgeben - oft liegt sie ohnehin an der vom Staat geschaffenen neuen Infrastruktur.
  • Grundi72 16.07.2017 14:02
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Top Artikel! 👌
  • herrderfliegen 16.07.2017 13:47
    Highlight Highlight Sie wollen uns also sagen, wenn jeder sein Bett, sein Dach über dem Kopf, sein Iphone und einen voller Bauch hat, gibt es nicht mehr zu kritisieren. Ha! Klar, ist legitim! Dann wurde bei Ihnen erreicht, was zu erreichen gewollt war. Und dann argumentieren Sie noch, ein Protest sei nur berechtigt, wenn es danach zu Verhaftungen kommt. Wurde in Hamburg niemand verhaftet? Ach ja, Russland ist ja auch kein "Rechtsstaat". Keine Logik in Ihrer Argumentationskette zu erkennen, aber Hauptsache man hat etwas geschrieben, oder?
  • Randy Orton 16.07.2017 13:45
    Highlight Highlight "... obwohl es nicht falsch ist, dass die wirtschaftlich führenden Länder sich um Regeln für die Globalisierung bemühen."
    Doch, genau dies ist falsch, denn wenn nur die Gewinner die Regeln diktieren, wird geschaut, dass sie auch weiterhin noch mehr gewinnen können und dies auf Kosten anderer. Und das ist es, was unser System so kaputt und falsch macht.
    Übrigens sind ihre subtilen Gewaltfantasien falsch am Platz, nur weil man in China als Demonstrant mehr zu befürchten hat, heisst das nicht, dass man hier in Europa Unrecht nicht anklagen soll.
    • neutrino 16.07.2017 22:24
      Highlight Highlight Die Globalisierung hat nachweislich die Armut auf dieser Erde reduziert.
    • Randy Orton 17.07.2017 00:16
      Highlight Highlight Neutrino: Und die Schere zwischen Arm und Reich hat nachweislich in den letzten Jahren massiv zugenommen und wächst ständig weiter.
    • seventhinkingsteps 17.07.2017 00:17
      Highlight Highlight @neutrino

      * Die durschnittliche und absolute Armut.

      Relativ gesehen siehts anders aus:

      Besitze ich 30'000 Franken im Jahr und du 80'000 in einem Jahr und nächstes Jahr besitzen wir beide das Doppelte, sprich ich 60'000 und du 160'000, steigt der durchschnittliche Reichtum und es geht uns beiden absolut gemessen besser. Womöglich bin ich jetzt sogar über der Existenzgrenze.

      Relativ zu dir bin ich aber noch ärmer wie vorher. Vorher besasst du 50'00 mehr, im nächsten Jahr bist du aber um 100'000 Franken reicher als ich. Die Differenz verdoppelt sich ja auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sven_meye 16.07.2017 13:44
    Highlight Highlight Hoffentlich werden diese Hobby-Chaoten für eine Weile eingelocht. Dasselbe mit den Hooligans, die meisten von denen interessieren sich gar nicht für den Sport, es geht nur darum, im Schutz der Anonymität das Gesetz zu brechen.
  • aglio e olio 16.07.2017 13:44
    Highlight Highlight Demnach darf also nur protestieren wer sich der Gefahr aussetzt niedergeknüppelt zu werden oder im Knast zu verschimmeln.
    Die Tatsache dass es in reichen, freien Ländern mehr und mehr Globalisierungverlierer gibt, die Ungleichheit immer grösser wird und der Einfluss des Souverains auf die Gesellschaftentwicklung immer kleiner wird während jener der Konzerne stetig wächst, nehmen wir hin bis es für "wehret den Anfängen" zu spät ist.
    Wie lange müssen wir noch warten bis wir es schlecht genug haben um das Maul aufreissen zu dürfen?
    • G. Schmidt 16.07.2017 14:24
      Highlight Highlight Maul aufreissen = Quartierladen um die Ecke zerstören?

      In einer Demokratie haben wir ein Stimmrecht, von dem die Chaoten wohl kaum gebrauch machen.
      Friedlich demonstrieren ist ja kein Problem. Und mit harter Arbeit, wie im Artikel beschrieben, ist mehr erreichbar...
    • DinoW 16.07.2017 15:01
      Highlight Highlight Woher nimmt G. Schmidt die Gewissheit, Protestierende nähmen ihr Stimmrecht nicht wahr? Und woher die Gewissheit, dies löse Probleme, wenn die Politik einen gewaltigen Anreiz hat, dies nicht zu tun?
    • gnp286 16.07.2017 16:48
      Highlight Highlight @DinoW: Sonst gibts auch noch das passive Wahlrecht. Wenn genug Leute die momentane Politik schlecht finden, ist die Chance gross, dass Du gewählt wirst. Dann bist DU die Politik (oder zumindest ein Teil davon). Das ist der Vorteil, den wir hier haben. Aber neeeein, stattdessen geht man Autos abfackeln wie pubertierende Bubis. Denkt wirklich jemand, dass die Message der Globalisierungsgegner und der Antifa-Vollidioten so besser ankommt?
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  • Greet 16.07.2017 13:41
    Highlight Highlight Mir kommt der Artikel ein bisschen vor wie jener des NZZ-Autors André Müller, der sich darüber nervt, dass Menschen günstig zur Miete wohnen dürfen und dadurch zu "selbstgefällig und bequem" würden.

    https://www.nzz.ch/meinung/wider-die-bequemlichkeit-wir-haben-es-ja-schoen-hier-ld.1305332



    • rodolofo 16.07.2017 14:31
      Highlight Highlight Mit einem anderen Wort: "Anbiedernd".
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.07.2017 13:37
    Highlight Highlight Man sollte demonstrieren, ABER man soll keine Läden plündern, wenn man gegen den Kapitalismus und die Konsumgesellschaft ist.
    Das ist nämlich ein absoluter Widerspruch.

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    • bokl 16.07.2017 16:16
      Highlight Highlight Nukular, das Wort heisst nukular!
    • malu 64 16.07.2017 17:02
      Highlight Highlight Nuke/ Noch nie überlegt, das sich die ausländischen schwarz Blöckler verlaufen haben?
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 16.07.2017 18:55
      Highlight Highlight @malu 64
      Villeicht hat sie das GPS auf ihrem Smartphone fehlgeleitet;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • D.L. 16.07.2017 13:20
    Highlight Highlight Sie demonstrieren gegen die Mächtigen der Welt. Im Grunde genommen wären sie gerne an deren Stelle. Nur wär dann alles noch schlimmer.
    • aglio e olio 16.07.2017 14:44
      Highlight Highlight "Jeder schliesst von sich auf andere, und vergisst dabei dass es auch vernünftige Menschen gibt"
      Heinrich Zille
  • Nonvemberbal 16.07.2017 13:18
    Highlight Highlight Man darf auch nichts scheisse finden, weil irgentwo auf der Welt es noch beschiessener ist.
  • Paul De Meo 16.07.2017 13:10
    Highlight Highlight Herr Blunschi, eine Frage:

    Die Demonstranten (für die Besteuerung von Finanztransaktionen) haben Gegner, die für ihren politischen Einsatz stets grosse Kohle kassieren und auf der sicheren Seite stehen (Macht durch Mandatsaufträge).

    Diese Diskrepanz bleibt. Auch in einem Parlament oder in einer NGO. Die Synergien der Demokratie sind bereits alle instrumentalisiert und gelenkt.

    "Dafür braucht es harte Knochenarbeit, in Politik oder NGOs." Glauben Sie wirklich noch daran?
    • SemperFi 16.07.2017 17:06
      Highlight Highlight @Paul De Meo: "Die Synergien der Demokratie sind bereits alle instrumentalisiert und gelenkt." Könnten Sie diesen Satz bitte noch auf Deutsch formulieren oder ein Beispiel oder eine Skizze machen? Ich checke es nicht.
    • Peter 16.07.2017 17:29
      Highlight Highlight Diese Frage zeugt im besseren Fall von Kulturpessimismus, im schlechteren von Demokratiemüdigkeit. Nur hat bislang noch niemand ein besseres System gefunden. Deshalb meine Antwort: Natürlich glaube ich daran!
    • Paul De Meo 16.07.2017 19:42
      Highlight Highlight @kleinerSchurke
      Nein, kann aber nachvollziehen, weshalb das jemand mit beschränktem Intellekt und Erfahrung
      macht: Hoffnungslosigkeit, Empörung und Wut.

      @SemperFi
      Sie haben recht, miserable Formulierung. Ich meinte damit, dass die fairen Möglichkeiten der Demokratie als System der Vetretung des Volkes ausgenutzt werden, wie es die Lobbys tun. Dazu der heutige Blick-Artikel: So infiziert die Gesundheits-Lobby die Politik.

      @Peter Blunschi
      Sie haben recht. Pessimistisch und müde bin ich schon ein wenig. Aber zu lesen, dass jemand noch dran glaubt, gibt auch wieder Mut. Merci für die Antwort!
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 16.07.2017 13:10
    Highlight Highlight Ma weiss auch von 1. Mai "Demos" in Zürich, dass ein grosser Teil der zerstörerischen Chaoten aus "gutem Hause" sind und mehr als angenehm als Studenten etc. in unserem Rechtsstaat leben. Wie im Bericht erwähnt, diese Chaoten würden nieundnimmer nach Ankara oder Moskau reisen, alles Feiglinge!
  • Turi 16.07.2017 13:01
    Highlight Highlight Finde es gut wehren sich die Jungen. Trotz Wohlstand.
    Wer langfristig denkt, kommt wohl schwerlich auf die Idee, G-20 Regimes wie die Türkei oder Russland zu verteidigen. Oder gar als Referenz für Innerdeutsche Debatten zu nehmen, wie das der Autor hier macht.
    • Paraflüger 16.07.2017 14:04
      Highlight Highlight Wenn sie wirklich etwas ändern wollen sollen sie nicht Polizisten angreifen, Autos anzünden und Läden plündern, sondern in die Politik einsteigen und Lösungen gegen die jetztigen "Missstände" finden. In einem Land wie der Schweiz haben wir diese Möglichkeit. Dies wäre aber mit deutlich mehr arbeit verbunden und wird wahrscheinlich deshalb nicht gemacht.
    • Karl33 16.07.2017 14:44
      Highlight Highlight Paraflüger, der Weg über die Politik ist doch den meisten Menschen versperrt. Weltweit sind es wenige Parteien je Land, die Politik machen. Ohne viel Geld läuft nichts. Und dann musst du dich hochdienen in einem Polit-System/in einer Partei, in einer Art die dich wahrscheinlich als ehrlicher fairer Mensch anwidert (lies mal Intrigen über die SP, die SVP, GLP o.ä.). Partei-Politik ist für egoistische laute Machtmenschen. 95% der Menschen ticken anders.

    • neutrino 16.07.2017 19:01
      Highlight Highlight @Karl33: mag für viele Staaten zutreffen, nicht aber für die Schweiz und Deutschland. Und in diesem Artikel gehts um Demonstranten aus Deutschland (und der Schweiz)
  • meglo 16.07.2017 13:00
    Highlight Highlight Kompliment an Peter Blunschi für diesen aussergewöhnlich lesenswerten Kommentar.
  • wiisi 16.07.2017 12:56
    Highlight Highlight Ich finde ihre Analyse sehr oberflächlich und zu schwarzweiss. Vielleicht liegts am Wohlstandsjournalismus; Im warmen Büro sitzen und bisschen vom Pult aus analysieren und recherchieren.
  • Maria B. 16.07.2017 12:53
    Highlight Highlight Im Titel und unter dem Artikelfoto stehen bereits die vorweggenommenen Antworten :-).

    Ultralinke im Verbund mit Anarchisten terroristischer Prägung kämpfen gegen int. Abkommen wie Handel, Klima, IS-Eliminierung, int. Migrationsproblem etc.

    Was daran a priori falsch sein soll, ist nicht evident...

    Im Hinblick auf Liberalismus/Kapitalismus gibt es heute noch immer keine wirklichen Alternativen, welche die Wirtschaft befeuern und den Wohlstand in den Industriestaaten konservieren könnten. Facts.

    Nachvollziehbar, dass Politiker diese zerstörerischen Terroristen als blossen Abschaum betrachten.
    • JaneSodaBorderless 16.07.2017 20:29
      Highlight Highlight Ich bezahle auch den Mist, den die Konsumgesellschaft Wochenende für Wochenende im Kreis 4 hinterlässt.
      Müsste auch nicht sein und scheint ein allgemeines Problem zu sein heutzutage.
  • Silent_Revolution 16.07.2017 12:51
    Highlight Highlight Mit ihrer Hauptargumentation nehmen sie auch jeglicher friedlicher Kritik gegen sämtliche Missstände die Legitimation. Schliesslich geht auch der friedliche Protestant zurück ins warme Bett, ein Widerspruch wie er nicht sein darf. Wer ins warme Bett geht, soll auch die Globalisierung und den Kapitalismus befürworten, schliesslich profitiert er.

    Also haben wir nun auch alle die Sklaverei zu befürworten denn jeder, der hier mitlesen kann benutzt gerade ein Gerät in welchem ein Stück davon steckt.

    Loben Sie die Sklaverei auch wie die Globalisierung? Schliesslich profitieren Sie direkt!
    • Turi 16.07.2017 13:02
      Highlight Highlight Die Profiteure des heutigen Systems (die Kapitalisten) legen sich ins warme Bett und lassen die Arbeitssklaven für sich arbeiten.
    • Peter 16.07.2017 13:15
      Highlight Highlight Friedliche Kritik ist völlig in Ordnung und durch unsere freiheitliche Rechtsordnung geschützt. Aber als nächster Schritt sind Lösungen gefragt. Dafür genügen Proteste nicht, es braucht ein konkretes Engagement.
    • Fairfis 16.07.2017 13:24
      Highlight Highlight So ein Quatsch Herr Blunschi. Die Lösungen sind ja schon seit langem entwickelt. Es gibt aber die wenigen, mächtigen, die sie zu ihrem Vorteil und zum Nachteil der vielen, Nichtmächtigen, verhindern. Zu behaupten bisher sei einfach zu wenig seriös politisch gearbeitet worden, sonst würde vieles besser sein ist doch Geschichtsklitterung. Lesen Sie mal die Resultate aus der Brandt-Kommission bereits in den siebziger Jahren und erklärwn sie, wo der globale Süden oder die internationalistische Linke den friedlicher protestieren oder konstruktiver Mitarbeiten hätte sollen um dort voranzukommen
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 16.07.2017 12:50
    Highlight Highlight Sie haben den Krieg ja auch gewonnen. Ohne einen einzigen Toten sogar!

    Da haben sie doch wirklich ein warmes Bett verdient.
    • foreva 16.07.2017 13:55
      Highlight Highlight Wer hat was gewonnen? Es gibt hauptsächlich Verlierer und die kleine Schar von Gewinnern interessiert es einen Sch... was in Hamburg ablief
  • smoking gun 16.07.2017 12:47
    Highlight Highlight Ach Peter Blunchi, "die Revolte der Wohlstandsjugend" ist alles andere als ein netter Zeitvertreib von verwöhnten Kids. Viele dieser jungen Menschen machen sich zu Recht Sorgen, ob die Mächtigen und Reichen nicht doch aus reiner Profitgier die Erde kaputt machen werden. Es geht immer um Business und nie um Demokratie und Menschenrechte und viele haben das geschnallt. Von daher sind Proteste legitim. Der Schauspieler Matt Damon erklärt das gut:

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    • Peter 16.07.2017 13:17
      Highlight Highlight Wenn sie sich sorgen machen, sollen sie sich engagieren, nicht nur protestieren.
    • wiisi 16.07.2017 13:27
      Highlight Highlight Es gibt sehr viele Jugendliche die sich engagieren. Mit dem Internet ist das heute möglich wie noch kaum zuvor. Es wird diskutiert, analysiert, gestritten. Nur wird diese Bewegung von der Presse kaum wahrgenommen. Und wenn, dann wird sie meistens diffamiert. Liegt vielleicht daran, dass Medienkonzerne sie als Konkurrenz betrachten.
    • smoking gun 16.07.2017 13:39
      Highlight Highlight @Peter: Einverstanden. Nur braucht es auch noch die Medien, die darüber berichten. Wie wärs mal mit einem Artikel über Globalisierungs-Gegner, ohne diese gleich als weltfremde Spinner abzutun? Oder über das Geldsystem mit Zins und Zinseszins? Oder über die verheerende Rolle der Weltbank? Oder über den Export von Hühnerfleisch nach Afrika? Auch dein Engagement ist gefragt, Peter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Steven86 16.07.2017 12:47
    Highlight Highlight Bei denen ging es nur um zu Randalieren, Plündern und gegen die Polizei Steinen etc. zu werfen. Das hat nichts mit gegen irgendwas zu tun. Man sah ja in machen Videos wie gierig sie den Laden ausräumten.
    • Turi 16.07.2017 13:04
      Highlight Highlight Tante-Emma-Läden ausräumen tun globale Grosskonzerne auch. Genau so giereig. Einfach mit anderen Methoden. Und da findests dann plötzlich gut, gell, Steven.
    • Hansdamp_f 16.07.2017 14:15
      Highlight Highlight Nein, Turi, das erledigen die Konsumenten, indem sie mit den Füssen abstimmen oder übers Internet einkaufen.
    • Hayek1902 16.07.2017 14:26
      Highlight Highlight Ich habe noch nie eine Migros-Schlägertruppe gesehen, einen Tante-Emma-Laden ausnehmen. Alles andere ist regulärer Konkurrenzkampf und hat uns weiter gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dä dingsbums 16.07.2017 12:46
    Highlight Highlight Bequem in Zürich im Sessel sitzen und einen Kommentar schreiben, was man eigentlich tun müsste und wie verwöhnt alle sind, die tatsächlich etwas tun, wird die Welt auch nicht verbessern.

    • Matthiah Süppi 16.07.2017 13:51
      Highlight Highlight Wie schon Faber sagte.
      In Hamburg brennen Autos in Zürich mein Kamin.
  • PeteZahad 16.07.2017 12:39
    Highlight Highlight Guter Artikel, Danke!
  • seventhinkingsteps 16.07.2017 12:32
    Highlight Highlight Und was ist mit der Kritik am momentanen System von Warren Buffett oder Bill Gates? Unberechtigt, weil sie in einem warmem Bett schlafen?
    • xFreedi EDM 16.07.2017 14:02
      Highlight Highlight Es geht nicht um das. Das Beispiel war etwas unglücklich gewählt. Friedliche Kritik ist ja in Ordnung. Jedoch bringen solche Proteste wie in Hamburg keinerlei Besserung. Dafür brauchts politisches Engagement. In einem Land wie unserem ist dies für Jedermann machbar. Wer so weit geht, Läden Unbeteiligter auszuräumen, hätte auch genug Energie um politisch was zu bewirken.
    • Hayek1902 16.07.2017 14:27
      Highlight Highlight Ich habe Buffett und Gates noch nicht dabei beobachtet, wie sie eine Innenstadt zerlegt haben.
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:20
      Highlight Highlight Ihr merkt aber schon, wie sinnlos es ist von Leuten zu verlangen, ein System, welches sie abzulehnen, versuchen von innen zu verändern? Das sind Menschen, die Parteiensystem und das Konzept einer Republik ablehnen. Falls die eine Partei gründen würden, trotz des Widerspruchs einer anarchistischen Partei, würden sie sofort vom Verfassungsschutz beobachtet
  • seventhinkingsteps 16.07.2017 12:30
    Highlight Highlight "Im Gegensatz zu den Anti-Kapitalisten, die die Errungenschaften des Kapitalismus durchaus schätzen, etwa wenn sie sich via Smartphone und Apps organisieren."

    Ach Blunschi, von dir habe ich echt mehr erwartet, als diese abgelutschte Phrase. Commoditues werden nicht von einer Ideologie oder einem Wirtschaftssystem entwickelt, sondern von Menschen und Arbeit.

    Dürfen sich Kapitalismuskritiker nur mit Rauchzeichen und Brieftauben verständigen und mit Lendenschutz zur Arbeit gehen, bevor sie wieder ins Erdloch verschwinden?

    Merkst du selber wie lächerlich diese Kritik ist, oder?

    Benutzer Bild
    • Turi 16.07.2017 13:07
      Highlight Highlight danke, auf den punkt gebracht, seventhsteps.
    • remeto 16.07.2017 13:54
      Highlight Highlight Na, fuehlst Du Dich ertappt? Hat der Blunschi bei Dir voll ins Schwarze getroffen?
    • seventhinkingsteps 16.07.2017 15:15
      Highlight Highlight @remeto

      Hast du mein Argument verstanden?

      Wir leben im Kapitalismus, daran lässt sich kurzfristig nichts ändern. Soll ich mich sozial völlig ausgrenzen und ohne Laptop, Handy und Auto leben?

      Darf ich ernsthaft nur kritisch gegenüber den Arbeitsbedingungen in China sein wenn ich ein Fairphone besitze und Apple boykottiere?

      Hast du mal gesehen, wie wenige Grosskonzerne den Grossteil des Lebensmittelhandels beherrschen? Es ist extrem schwierig Nestlé oder P&G Produkte zu vermeiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gender Bender 16.07.2017 12:20
    Highlight Highlight Merci!
  • Karl33 16.07.2017 12:16
    Highlight Highlight Sagt uns der Autor, der selbst in einer Generation lebt die es so gut hat, wie es die nachfolgende Generation (die Jungen) nicht mehr haben wird: Höhere Preise für Bildung, tiefere Renten, keine Vollbeschäftigung. Des Autors kommende hohe Rente wird übrigens genau von diesen Jungen bezahlt, die jetzt schon wissen, dass sie mal weniger erhalten werden.

    Es ist eine bürgerliche Pflicht, gegen antidemokratische neoliberale Entwicklungen zu demonstrieren, die heute von der G20 verkörpert werden (TTIP etc).
    • Karl33 16.07.2017 14:18
      Highlight Highlight Rendel, die heutigen Machthaber, Meinungsführer etc sind in der Nachkriegszeit aufgewachsen. Also wer heute 65 Jahre ist, wurde 1952 geboren, konnte sich 1977 ein Häuschen leisten, in den 80er Jahren Weltreisen machen, bezieht jetzt dann eine gute AHV/PK-Rente etc. Nein, diese Generation hatte von Anfang an im Durchschnitt ein gutes Leben. Nicht zu verwechseln mit der Vorkriegsgeneration.
    • Chamael 16.07.2017 16:19
      Highlight Highlight Da wird aber allzusehr generalisiert. Meine Mutter ist '49 geboren und hat als Kind noch Kronkorken in der verbombten Innenstadt gesammelt, um einmal pro Monat (mit 200 gesammelten Kronkorken) ein Stück Schokolade von der Brauerei zu bekommen, welche die Kronkorken wieder benutzt hat. Echt schlimm muss es also die heutige Jugend haben...
    • neutrino 16.07.2017 19:20
      Highlight Highlight Dass es ein 25jähriger 1977 besser hatte als ein 25jähriger heute stimmt so nicht - zeigen schon nur alle relevanten statistischen Daten bzgl. Kaufkraft, Einkommen, etc.

      ZB. nur "Weltreisen in den 80er": ein Ticket nach Australien kostete 1980 mehrere 1000 CHF..da musste man lange sparen...der Durchschnittsbürger konnte definitiv nicht locker auf Weltreise gehen damals.

  • poga 16.07.2017 12:12
    Highlight Highlight Top Artikel @Peter. Sehr angenehm zu lesen.

Zar Putin der Korrupte – oder warum es Russland mies geht

Am kommenden Wochenende spielen die Russen wieder einmal «gelenkte» Demokratie. Präsident Putin hat das Land längst in einen korrupten Feudalstaat zurückverwandelt. Doch das Volk muckt auf.

In Russland werden die Sitze in Stadt- und Regionalparlamenten am Sonntag neu verteilt. Überraschungen sind keine zu erwarten. Die Partei des Präsidenten Wladimir Putin, «Einiges Russland», wird als Sieger hervorgehen. Demonstrationen gegen diesen Einheitspreis werden verboten, Oppositionelle niedergeknüppelt oder gar in den Knast geworfen.

Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Putins Popularität sich im Sinkflug befindet. Vielleicht sogar dramatisch. So ermittelte das …

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