Ukraine attackiert erneut Raffinerie in Russland
Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung «Ukrajinska Prawda». Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt. Vor allem in Saratow hat die Attacke wohl schwere Folgen, den im Netz kursierenden Bildern nach zu urteilen.
ss="twitter-tweet" data-media-max-width="560">Drones struck the Saratov Oil Refinery - one of Russia’s oldest refineries with a processing capacity of about 5 million tons per year.
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) May 31, 2026
It produces more than 20 types of petroleum products, including gasoline, diesel fuel, fuel oil, vacuum gas oil, and technical sulfur. pic.twitter.com/3C7wEex8dL
🇺🇦🇷🇺 Ukraine just hit Taganrog airbase, 600 kilometers inside Russia.
Two Tu-142 maritime patrol aircraft destroyed. An Iskander-M missile complex gone.
The Tu-142 is a Soviet-era beast built to hunt submarines across ocean distances. Losing 2 in a single drone strike at a base… https://t.co/UybmMRtVjn pic.twitter.com/yojc8mThA6
«Vorläufigen Informationen nach gibt es Schäden an Objekten der zivilen Infrastruktur», schrieb auch der Gouverneur von Saratow, Roman Bussargin, auf Telegram. Details nannte er nicht. Die Raffinerie in Saratow gehört zum staatlichen Ölkonzern Rosneft, der unter der Leitung von Igor Setschin steht, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Bereits in der Vergangenheit war die Anlage Ziel ukrainischer Angriffe.
Der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar, bestätigte auf Telegram, den Brand eines Öllagers bei Taganrog im Landkreis Matwejew-Kurgan. Die Löscharbeiten hielten an, schrieb er auf Telegram.
Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Nacht mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen. Drohnenangriffe gehören in dem vor mehr als vier Jahren von Putin befohlenen Krieg inzwischen zum Alltag und werden von beiden Seiten eingesetzt. Immer wieder attackieren sie Objekte tief im Hinterland des Gegners. (sda/dpa/fwa)
