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Kosovo police officers guard the entrance of prime ministers office as hundred of collected ties hung on the fence of the government building on Tuesday, Dec. 26, 2017, in Kosovo capital Pristina. In a symbolic protest gesture against a recent pay rise of the Kosovo prime minister a non-governmental organization has hung hundreds of collected ties and shirts a the fence of the government building. (AP Photo/Visar Kryeziu)

Rund 300 Menschen hängten eine Kravatte an den Zaun des Regierungssitz in Pristina. Bild: AP/AP

Der Krawatten-Protest oder wie der kosovarische Regierungschef seine Lohnerhöhung erklärt



Aus Protest gegen die Entscheidung des kosovarischen Regierungschefs Ramush Haradinaj, sein Gehalt zu verdoppeln, haben hunderte Menschen am Dienstag Krawatten am Zaun des Regierungssitzes in Pristina aufgehängt.

In einem Interview hatte der Ministerpräsident die Erhöhung seines Salärs zuvor mit Bekleidungs-Zwängen gerechtfertigt: «Ich muss auf der Höhe meiner Verantwortung sein. Ich muss eine Krawatte haben, ich kann nicht egal wie herumlaufen, ich muss ein Hemd haben.»

Die Erhöhung seines Gehalts von 1500 auf 3000 Euro monatlich war eine der ersten Amtshandlungen des erst seit rund drei Monaten regierenden Haradinaj. Der Regierungschef dürfe nicht vergessen, dass er Vertreter eines Landes sei, «wo die Leute kein Krawatten-Problem, sondern ein Armutsproblem haben», sagte Kushtrim Mehmeti von der Nichtregierungsorganisation Beyond the Wall, die die Protestaktion am Dienstag initiiert hatte.

Der 67-jährige Rentner Halil Xani gehörte zu rund 300 Menschen, die ihre Krawatte an den Zaun des Regierungssitzes hängten. Er erhalte rund 75 Euro Rente im Monat und bräuchte dreieinhalb Jahre, um auf das Monatsgehalt des Regierungschefs zu kommen, rechnete er vor. Das Kosovo gehört zu den ärmsten Ländern in Europa. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 30 Prozent. (sda/afp)

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