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Liste der Schande: Diese reichen Länder lassen Europa den Vortritt und nehmen wenige – oder gar keine syrischen Flüchtline auf



Europa ringt um einen Verteilschlüssel, mit dem Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak sowie aus den völlig überlasteten Lagern in der Türkei, Jordanien und dem Libanon in verschiedenen Ländern untergebracht werden können. Wieso eigentlich nur Europa? Auch andere reiche Länder könnten einen Beitrag leisten. Tun es aber nicht. Wohl auch, weil sie nicht müssen: Die Flüchtlinge schaffen es aus eigener Kraft nicht bis an ihre Staatsgrenzen.

USA

U.S. President Barack Obama and German Chancellor Angela Merkel make speeches after signing the guest book in Kruen, Germany June 7, 2015. Leaders from the Group of Seven (G7) industrial nations met on Sunday in the Bavarian Alps for a summit overshadowed by Greece's debt crisis and ongoing violence in Ukraine.  REUTERS/Matthias Schrader/Pool

US-Präsident Barack Obama (links) mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Bild: POOL/REUTERS

US-Präsident Barack Obama dankte kürzlich der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefongespräch für die grosszügige Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Bislang haben die USA selbst weniger als 1000 aufgenommen. Im Verlauf des nächsten Jahr sollen 10'000 dazukommen. «Viele Leute fragen mich: Ist es sicher, Flüchtlinge aus diesen Ländern nach Amerika zu bringen?», wird Vize-Aussenministerin Anne Richard vom Rundfunk NPR zitiert. Seit den Terroranschlägen von 9/11 muss jeder Flüchtling aus dem Nahen Osten eine aufwändige Sicherheitsüberprüfung des Ministeriums für Innere Sicherheit durchlaufen.

Im März forderte der ehemalige britische Aussenminister David Miliband in einem Gastbeitrag in der «Washington Post» die USA auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Sollte er vor der eigenen Tür kehren?

Grossbritannien

MADRID, SPAIN - SEPTEMBER 04:  British Prime Minister David Cameron speaks during a press conference at Moncloa Palace on September 4, 2015 in Madrid, Spain. David Cameron is visiting Spain and Portugal as part of a tour to seek for support from fellow European leaders to go along with a renegotiation of Britain's EU membership. Rajoy and Cameron are also expect to talk about the refugees crisis the European Union is facing.  (Photo by Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images)

Der britische Premierminister David Cameron.
Bild: Getty Images Europe

Gehört geografisch zu Europa, versteht sich aber nicht als Teil des Kontinents, was sich in der aktuellen Flüchtlingskrise einmal mehr zeigt. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs hat Grossbritannien knapp 5000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Das Bild des etrunkenen Aylan hat in der Bevölkerung zu Protesten geführt. Darauf erklärte Premierminister David Cameron, einige tausend Flüchtlinge mehr aufzunehmen. 

Kanada

Canada's Prime Minister Stephen Harper speaks at Laurel Steel on a campaign stop in Burlington Ontario, September 1, 2015. Harper, speaking in the wake of data showing Canada slid into recession in the first half of the year, on Tuesday said healthy June GDP growth showed the economy was back on track.   REUTERS/Fred Thornhill

Der kanadische Regierungschef Stephen Harper.
Bild: FRED THORNHILL/REUTERS

Kanada hat versprochen, 20'000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Stand Ende Juli: 1002. «Wir können nicht ignorieren, dass die Aufnahme von Flüchtlingen irgendwo in der Welt allein das Problem nicht lösen wird», erklärte kürzlich der konservative Premierminister Stephen Harper, der im Herbst wiedergewählt werden will. Oppositionsführer Justin Trudeau erwiderte: «Leider hat die konservative Regierung nicht einmal ihr mageres Versprechen eingehalten.»

Australien

CANBERRA, AUSTRALIA - AUGUST 11:  Prime Minister Tony Abbott announces a 26-28% carbon emissions target by 2020 during a press conference at Parliament House on August 11, 2015 in Canberra, Australia. Tony Smith was elected Speaker on 10, August following the resignation of Bronwyn Bishop.  (Photo by Stefan Postles/Getty Images)

Der australische Regierungschef Tony Abbott.
Bild: Getty Images AsiaPac

In den ersten beiden Kriegsjahren (2011-2012) nahm Australien knapp über 100 syrische Flüchtlinge auf. 2013 bis 2014 beantragten 20'000 syrische Staatsangehörige Asyl, von denen 1007 bewilligt wurden. Im August 2014 kündigte die konservative Regierung unter Tony Abbott an, mindestens 2200 syrische Flüchtlinge, sowie verteilt auf die kommenden drei jahre weitere 4400 aufzunehmen. Auf Forderungen aus Opposition und der eigenen Partei, angesichts der humanitären Tragödie mehr zu tun, ist er bislang nicht eingegangen.

Nach den angelsächsischen Ländern zu einer anderen Gruppe, die noch reicher, den Syrern kulturell viel näher sind – und sich dennoch komplett unsolidarisch zeigen.

Saudi-Arabien

WASHINGTON, DC - SEPTEMBER 04:  King Salman bin Abd alAziz of Saudi Arabia looks on during a bilateral meeting in the Oval Office of the White House September 4, 2015 in Washington, D.C. The President and the King were expected to discuss various issues including joint security and counter-terrorism efforts (Photo by Olivier Douliery-Pool/Getty Images)

Der saudische König Salman bin Abdulaziz Al Saud.
Bild: Getty Images North America

Saudi-Arabiens «Hilfe» beschränkt sich mehrheitlich auf Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen. Flüchtlinge brauchen wie vor Ausbruch des Bürgerkriegs ein Touristen- oder Arbeitsvisum, um nach Saudi-Arabien zu reisen. Solche werden praktisch nie vergeben. Das Land wäre reich, und den Syrern sprachlich (arabisch) und konfessionell (sunnitisch) nah. In der Region macht sich über die Verweigerungshaltung Unmut breit, der Hashtag #Welcoming_Syria's_refugees_is_a_Gulf_duty wurde bereits über 30'000 mal getweetet. Der renommierte saudische Karikaturist Abdullah Jaber bringt es auf den Punkt:

Der Golfscheich zu den Europäern: «Warum lässt ihr sie nicht herein, ihr herzlosen Leute?»

Vereinigte Arabische Emirate

Siehe oben Saudi-Arabien.

Kuwait

Siehe oben Saudi-Arabien.

«Was das Mitgefühl und die Mitverantwortung in dieser Krise anbelangt, ist das Verhalten der Golf-Länder absolut entsetzlich ... Es ist eine Schande.»

Sherif Elsayid-Ali, Leiter Flüchtlings- und Migrantenrechte Amnesty International

Katar

Siehe oben Saudi-Arabien.

Bahrain

Siehe oben Saudi-Arabien.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amadeus75 07.09.2015 07:58
    Highlight Highlight Und noch eine Korrektur zum Bericht. Bahrain ist grösstenteils schiitisch und nicht sunnitisch...
    • Kian 07.09.2015 10:02
      Highlight Highlight Stimmt, aber die politische Elite Bahrains, und die entscheidet über die Aufnahme von Flüchtlingen, besteht ausschliesslich aus Sunniten.
  • Amadeus75 07.09.2015 07:48
    Highlight Highlight Warum wird in der aktuellen Diskussion der Irak immer nur am Rande erwähnt? Im Irak herscht Bürgerkrieg und der IS steht vor den Toren Bagdads. Im Irak leben 25 millionen Schiiten, welche vom IS als Ungläubige angesehen und umgebracht werden!
    • meliert 20.09.2015 05:43
      Highlight Highlight Die paar Hundert Millionen in Europa sind auch Ungläubige in den Augen der (meisten) Migranten!
  • Alnothur 06.09.2015 22:23
    Highlight Highlight Ich dachte, Saudi Arabien ist (wie der IS) wahhabitisch, was dann auch den Rest erklärt?
  • Ninon 06.09.2015 21:30
    Highlight Highlight Sowohl die Palästinenser wie auch die Syrer werden von den arabischen resp. islamischen Staaten als Bauernopfer benutzt, um den Westen zu erpressen. Wenn es den Arabern wirklich wichtig wäre, gäbe es weder palästinensische noch syrische Flüchtlinge. Die arabischen Staaten haben das Geld, den Platz und die Macht und die Möglichkeiten.

    Aber man beschuldigt natürlich lieber die Juden, die Amerikaner und den Kapitalismus an allem, wie mehrere Kommentatoren hier. Es geht wohl nicht anders in dieser Schweiz.
  • koks 06.09.2015 19:16
    Highlight Highlight Man könnte noch fragen: Was machen die globalen Firmen? Viele der Firmen haben höhere Umsätze, Gewinne, Macht und Einfluss als kleine Länder. Und trotzdem habe ich noch nichts gehört, dass Nestlé irgendetwas für die Flüchtlinge getan hätte, ausser das Trinkwasser zu privatisieren und Gewinn daraus zu schlagen. Von den grossen Ölfirmen mit Tätigkeit im Nahen Osten ganz zu schweigen.
  • Jasonstu 06.09.2015 19:00
    Highlight Highlight Siehe oben Saui Arabien...
  • JMC 06.09.2015 18:18
    Highlight Highlight Ah... Verantwortungsdiffusion vom Feinsten. Intressant finde ich auch dass es offensichtlich als Problem der westlichen Welt gilt.
    Klar macht es Sinn als Flüchtling in die Erste Welt zu flüchten, und ich verdenke es keinem der sich für Europa anstatt für die Staaten oder gar NEUSEELAND entscheidet.
    Schlussendlich sieht es so aus:
    Da sind Menschen auf dem Weg zu uns, viele, und ihnen geht es schlecht.
    Jeder will das etwas für sie getan wird, aber niemand will tun. Wir können nicht allen auf einen Schlag helfen, aber wir können alle helfen. Der Knackpunkt liegt aber halt dabei das wir wissen dass "die Anderen" auch helfen können, und anscheinend ist das Entschuldigung genug, es selbst nicht zu tun.
    Ah ja, Menschen.
  • taublander 06.09.2015 15:47
    Highlight Highlight USA sollten alle Flüchtlinge aufnehmen. Der ganze Mist hat mit dem ersten Einmarsch in Kuwait und mit allen folgenden Lügen begonnen. Vielen Dank an die USA Regierung für das Chaos - aber so durchtrieben und Eigennutz die Regierung ist, ist dies alles wohl nur so gewollt. Bis das aber der Rest der Welt begreift wirds noch etwas dauern.
    • Menel 07.09.2015 08:12
      Highlight Highlight Das ist etwas kurzsichtig betrachtet. Der Rattenschwanz ist viel länger (den Startschuss für die Misere hat nicht W. abgegeben) und Europa hat dabei auch gut mitgemischt und profitiert.
  • Crisyscon N. Trueb 06.09.2015 14:51
    Highlight Highlight An Rolf Iller: Und wie sieht es mit dem Thema Antisemitismus aus? Mir scheint Ihr Vermerk deplatziert und die Absicht offensichtlich! Aber zum Glück hat Ihnen Masked Gaijin schon geantwortet, bezüglich der Spitäler in Israel! Im Übrigen: An die anderen die auf Like geklickt haben: Ich finde das beschämend und alarmierend, wenn man ohne Quellen geprüft zu haben einfach mithetzt mit Likes!
    • Kian 06.09.2015 17:23
      Highlight Highlight Wir wollen es jetzt auch nicht übertreiben: Israel hat seit Ausbruch des Bürgerkriegs rund tausend Syrer medizinisch versorgt, darunter auch Frauen und Kinder. Das ist überaus löblich. Bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen sagte Netanjahu heute, Israel sei dafür zu klein.
    • rolf.iller 06.09.2015 18:29
      Highlight Highlight Israel ist ganz zuforderst, wenn es darum geht Krieg zu fordern. Vor nicht allzu langer Zeit hat Netanjahu noch den Angriff auf Iran gefordert und versucht jetzt mit aller Kraft den Friedensvertrag zu verhindern. Auch beim Irakkrieg war Israel ein vehementer unterstützer. Die Nachbarländer beherbegen aktuell millionen von syrischen Flüchtlingen bei vergleichbarer Bevölkerungszahl und tieferer wirtschaftlicher Leistung. 1000 Verletzte zu betreuen ist bei weitem nicht gut genug. Israel soll Vetantwortung in der Region übernehmen statt stets mehr Aggression zu fordern.
    • rolf.iller 06.09.2015 19:58
      Highlight Highlight Hr. Trueb, was hat das mit Antisemitismus zu tun? Warum gleich die Antisemitismus Keule schwingen, wenn Israel kritisiert wird?
  • Crisyscon N. Trueb 06.09.2015 14:48
    Highlight Highlight Typisch! Die Verursacher versuchen sich im Vertuschen und Verschieben!
  • Alex23 06.09.2015 13:42
    Highlight Highlight Bei einigen Kommentaren hier läuft es so:
    Deutschland hilft, weil es ein schlechtes Gewissen hat (zwei Weltkriege, holocaust). Ist also moralisch verpflichtet, da sowieso an allem schuld.
    Meine Frage: Kann man das nicht einfach mal so hinnehmen? Positiv bewerten? (Das mit der deutschen Hilfe meine ich) Ohne immer noch eins reinzuwürgen? Immerhin könnten sich ja wohl einige andere Länder davon inspirieren lassen ......

    Ideologische Sichteinschränkungen haben eben viele Schattierungen.
    • Clandy Clandestin 06.09.2015 15:41
      Highlight Highlight deutschland hilft, weil es seine führungsrolle vorbildlich und verantwortungsvoll wahrnimmt. gut so! ein solches deutschland braucht die welt. ;)
  • Randen 06.09.2015 13:03
    Highlight Highlight Wir müssen diesen Flüchtlingen helfen und sie gut behandeln. Gleichzeitig muss aber die Ursache bekämpft werden. Mit einer gigantischen Invasion müssen Syrien und Nordirak befreit werden. Danach muss ein langfristiger Wiederaufbau erfolgen. Das könnte gut 100 Jahre dauern. Die Länder müssen wieder bewohnbar gemacht werden. Friede, Wohlstand, Bildung und Sicherheit für alle. Sonst fliehen alle irgendwohin und haben keine Perspektiven.
  • rolf.iller 06.09.2015 12:56
    Highlight Highlight Und wie sieht es mit Israel aus? Über Australien und Neuseland wird geklagt... aber hey, da gäbe es auch einen Staat, der sich für zivilisiert hält, gleich um die Ecke.
    • MaskedGaijin 06.09.2015 13:14
      Highlight Highlight nur so nebenbei. in israelischen spitälern werden rebellen aus syrien behandelt.
  • TanookiStormtrooper 06.09.2015 12:03
    Highlight Highlight Wer wissen will wie man Premierminister Tony Abbott in Australien begrüsst, sieht sich das kleine YouTube-Video an. Ich warte ja ehrlich gesagt darauf, dass mir so ein Rechtspopulist mal einen guten Morgen wünscht....
    Play Icon
  • TanookiStormtrooper 06.09.2015 10:57
    Highlight Highlight Also wer vor den Gräueltaten des IS flüchtet geht doch aber bestimmt nicht zu den Saudis. Ist doch eigentlich Dasselbe in Grün...?
  • Denk-mal 06.09.2015 10:54
    Highlight Highlight Vielleicht gibt es eine, ohne an Gott zu glauben, universelle Gerechtigkeit und somit dies, dass sich Deutschand der Geschichte stellen muss. 5 Millionen Juden auf dem Gewissen und ein Weltkrieg ausgelöst mit x- Millionen toten hinterlassen....und jetzt das aufmarschieren den Nazis....
    • _kokolorix 06.09.2015 11:19
      Highlight Highlight ist zwar völlig aus dem zusammenhang hier, aber deutschland verantwortet zwei weltkriege. und die eurokrise und die palästineserproblematik etc.
    • atomschlaf 06.09.2015 11:26
      Highlight Highlight @_kokolorix: Du scheinst ein arg einfaches Weltbild zu haben...
    • LaPaillade #BringBackHansi 06.09.2015 12:05
      Highlight Highlight Die moderne Geschichtsschreibung sieht die beiden Weltkriege nicht mehr differenziert sondern als einen grossen Krieg. Zudem ist es viel zu Einfach die Schuld am Ausbruch des Grande Guerre Deutschland/Österreich in die Schuhe zu schieben. Alle imperialistischen Länder tragen hier eine Mitschuld, zudem die Bündnisspolitik zu jener Zeit als auch die Unabhängigkeitsbewegungen lokaler Minderheiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dnsd 06.09.2015 10:47
    Highlight Highlight Es ist wohl eher die Liste der Weisen: Im Kriegsfall muss man im Nachbarland helfen die Leute zu versorgen! Nach dem Krieg soll man die Bürger dieses Landes dann wieder zurückschicken und ihnen beim Wiederaufbau helfen. Was wir jetzt fördern ist eine lebensgefährliche Völkerwanderung (Invasion) von Kulturfremden Leuten.
    • _kokolorix 06.09.2015 11:14
      Highlight Highlight tolle idee!
      wir schicken lebensmittel und medikamente nach syrien. da werden sich alle kämpfenden parteien riesig freuen. dann haben die noch mehr geld für waffen!
      oder gehst du mit und sorgst für die richtige verteilung?
    • dnsd 06.09.2015 11:24
      Highlight Highlight @_kokolorix: Lies doch genauer... Nach? Ist mir bewusst, dass dies noch Jahre dauern könnte.
    • Kian 06.09.2015 11:33
      Highlight Highlight Frage mich gerade, wer mir fremder ist, dnsd oder ein syrischer Flüchtling.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 06.09.2015 10:32
    Highlight Highlight Man kann es auch umdrehen. Die Anzahl der Flüchtlinge bildet die Attraktivität des Ziellandes ab. Andersrum: Nicht mal in ihrer höchsten und elementarster Not wollen Menschen freiwillig nach Saudi-Arabien. Das würde mir sehr zu denken geben.

    Aber hey immerhin kaufen die Saudis jesidische Frauen auf dem Markt und Katar führt die WM durch. Ich meine was will man mehr? *Zynismus off
    • _kokolorix 06.09.2015 10:53
      Highlight Highlight die reichen golfstaaten sind in etwa das, was die spitze der svp auch für die schweiz erstrebenswert hält:
      die innländer dürfen mit staatlicher hilfe die ausländer ausbeuten, frauen haben den gleiche status wie kühe oder kamele und was richtig oder falsch ist wird von einem winzigen kreis alter männer verbindlich für alle entschieden.
      ob man nun christlichen oder sunnitischen glaubens ist, spielt da eigentlich keine rolle.
      wären diese leute hier so erfolgreich an der macht wie dort, würden wir nur eine sorte flüchtlinge aufnehmen: steuerflüchtlinge.
    • dä dingsbums 06.09.2015 10:53
      Highlight Highlight Als Schiit würde ich auch nicht nach Saudi-Arabien wollen.
    • Hierundjetzt 06.09.2015 13:09
      Highlight Highlight _kokolorix: "Was wäre wenn" ist nicht unbedingt eine zielführende Diskussionsbasis. Reden kann jeder. Probiers doch mal mit politischem Engagement. SVP hat 23% die SP hat 20% d.h. keine Partei hat bei uns die Macht. Die Durchlässigkeit der Gesellschaftsschichten ist weltweit einmalig, Du verdienst +/- 60T / Jahr, Du kannst über jeden Gartenhag abstimmen und als Armengenössiger erhälst Du alles in allem +/- 2'000.- / Monat (zurecht!). Also _kokolorix: ganz konkret: Was möchtest Du an der Schweiz ändern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • poesie_vivante 06.09.2015 10:18
    Highlight Highlight Ausgerechnet die Staaten, die am ganzen Flüchtlingsdrama mitverantworlich sind. Vor allem die USA hat mit ihrer desaströsen Politik ein Vakuum für den IS geschaffen, das Schreckensgespenst, das nun viele Leute Richtung Europa treibt.

    Wunderbar hat dies die ZDF-Satire-Sendung «Die Anstalt» in einer prägnanten Geschichtslektion aufgezeigt:
    Play Icon
    • dä dingsbums 06.09.2015 11:17
      Highlight Highlight Leider sprechen wir nicht über die Ursachen der Flüchtlingsströme und was man tun könnte um den Krieg zu beenden. Wir sind ja neutral und es ist Wahlkampf und die EU ist aussenpolitisch nicht handlungsfähig.
    • poesie_vivante 06.09.2015 11:24
      Highlight Highlight Es bräuchte viel mehr Medienberichte, die sich mit den Ursachen der Flüchtlingsströme auseinandersetzten. Bis anhin wird quasi totgeschwiegen, dass der «Westen» am ganzen Drama mitverantwortlich ist (wie in dem Video aus der «Anstalt» gut ersichtlich ist.

      So viel ich weiss hat watson noch keinen einzigen Artikel zu diesem Thema geschrieben. Sehr schade.
    • Luuu 07.09.2015 10:44
      Highlight Highlight Vielleicht haben ja die Redaktoren Angst, wenn sie einen Westen kritischen Beitrag machen, sie könnten ihren Job-->Haus-->Freunde--> Lebensstandard verlieren?
  • Zeit_Genosse 06.09.2015 10:16
    Highlight Highlight Macht jetzt das christlich dominierte Europa es den Muslimen vor (mit Anlaufschwierigkeiten) was Nächtenliebe ist? Zeigt sich jetzt, das Religion in den muslimisch dominierten Ländern eher ein zentrales Machinstrument statt gemeinsames Glaubensgefühl ist? Ach quatsch, das ist sicher anders...
    • atomschlaf 06.09.2015 11:29
      Highlight Highlight @Zeit_Genosse: Was gegenwärtig abgeht, hat mit Nächstenliebe Null und Nichts zu tun, sondern ist das Resultat einer erschrecken Führungslosigkeit der EU.
      Nächstenliebe wäre, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, wie den Leuten geholfen werden kann, ohne dass sie sich in die Hände verbrecherischer Schlepper begeben müssen und ohne dass Europa von unkontrollierten Massen überrannt wird.
  • SVARTGARD 06.09.2015 10:10
    Highlight Highlight Ich würde mich in Grund und Boden schämen.
    • Kian 06.09.2015 10:17
      Highlight Highlight Kein Land kann alle aufnehmen. Aber jedes Land – auch die Schweiz – muss sich fragen, ob es so viele aufnimmt, wie es kann. Zumal es Länder gibt, die MEHR aufnehmen, als sie können (Libanon, Jordanien).
  • Edli412 06.09.2015 10:09
    Highlight Highlight Bild 1: Präsident Obama (rechts)...
    Ist nicht die Merkel rechts und Obama links? Oder hab ich grad voll den Dreher drin?
    • Kian 06.09.2015 10:20
      Highlight Highlight Nein, Edli412, den hatte ich offensichtlich drin. Danke für den Hinweis.
    • TanookiStormtrooper 06.09.2015 10:55
      Highlight Highlight @Kian
      Ist das (links) in diesem Fall nicht komplett überflüssig? Ich denke mal so ziemlich jeder Mensch weiss welcher der beiden Obama ist. Ausser ihr geht jetzt davon aus, dass eure Leser komplett bescheuert sind ;)
    • Kian 06.09.2015 11:15
      Highlight Highlight Das tun wir natürlich nicht, unsere Leser sind die besten der Welt. Ist so ein Reflex, wenn man eine Legende schreibt für ein Bild, auf dem mehr als eine Person abgebildet ist. In diesem Fall hast du völlig Recht, die Angabe links/rechts ist überflüssig – und lädt auch noch zu Fehlern ein;-)

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