International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tragisches Ende für Renntaube Joe, die von den USA nach Australien gereist ist



Das hat sich die amerikanische Renntaube wohl etwas anders vorgestellt: Nachdem sie unglaubliche 13'000 Kilometer zurückgelegt hat, erwartet sie in der Zieldestination Australien kein Lob, sondern höchstwahrscheinlich der Tod.

Der erschöpfte Vogel wurde von Kevin Celli-Bird (ob der Nachname Zufall ist?) am 26. Dezember in seinem Garten entdeckt. Ausgebüxt war die Taube am 29. Oktober in Oregon, wo sie an einem Rennen hätte teilnehmen sollen. Die Renntaube hatte allerdings anderes im Sinne: Sie liess sich auf einem Frachter nieder und reiste so per Anhalter bequem über den Pazifik.

In this image made from video, a racing pigeon sits on a rooftop Wednesday, Jan. 13, 2021, in Melbourne, Australia, The racing pigeon, first spotted in late Dec. 2020, appears to have made an extraordinary 13,000-kilometer (8,000-mile) Pacific Ocean crossing from the United States to Australia. Experts suspect the pigeon named Joe, after the U.S. president-elect, hitched a ride on a cargo ship to cross the Pacific. (Channel 9 via AP)

Die abenteuerlustige Renntaube Joe wurde nach dem gewählten Präsidenten der USA benannt. Bild: keystone

Joe, wie Celli-Bird den Vogel nennt, hat nun die Aufmerksamkeit des berühmt-berüchtigten australischen Quarantäne- und Inspektionsservice auf sich gezogen. Sie forderten Celli-Bird auf, den Vogel einzufangen, da sie sich Sorgen um eingeschleppte Vogel-Krankheiten machten.

Trotz einiger Versuche ist es Celli-Bird aber nicht gelungen, die Taube einzufangen, weshalb die Behörde nun den Einsatz eines professionellen Vogelfängers in Erwägung zieht.

Auch das australische Landwirtschaftsministerium zeigt sich nicht erfreut über den amerikanischen Vogel-Besuch: Der Taube sei es nicht erlaubt, in Australien zu bleiben, denn sie könnte Australiens Nahrungsmittelsicherheit und die Wildvogelpopulationen gefährden.

Brad Turner von der australischen nationalen Taubengesellschaft hält es deshalb für notwendig, die Taube zu töten, auch wenn es brutal töne.

Kein Verständnis für diese Pläne haben Twitter-User. Dort setzen sich bereits viele für das Schicksal des kleinen Joes ein. So auch Twitter-Nutzer Zach Ota:

Liebes Australien, ich weiss 2020 war ein hartes Jahr und wie es aussieht, wird es im 2021 auch nicht besser, aber bitte tötet nicht diese Helden-Taube, die über den Pazifik geflogen ist. Liebe Grüsse, Zach. P.S: Falls es hilft, meine Frau ist Australierin und wir mögen Australien wirklich.

Hoffen wir das Beste für den flatternden Helden!

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schlafende Koalas

Bauern in Australien setzen auf Fledermäuse statt Pestizide

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

WhatsApp ändert seine AGB: Threema, Signal und Telegram gehen nun durch die Decke

WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen. Befürchtungen, dass mit den geänderten AGB künftig noch mehr persönliche Daten mit Facebook geteilt werden, führen zu einem Boom alternativer Messenger-Apps.

Die Schweizer Messenger-App Threema profitiert von den Diskussionen um die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien des Platzhirschen WhatsApp. Während viele Nutzer der Facebook-Tochter die App von ihren Geräten löschen, steigen die Downloadzahlen der kostenpflichtigen Threema-App rasant an. Auch die Gratis-Alternativen Telegram (Russland) und Signal (USA) legen deutlich zu.

«Die Zahl der Downloads hat sich seit dem vergangenen Donnerstag etwa verfünffacht», sagte Threema-Sprecher …

Artikel lesen
Link zum Artikel