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Nach «Friederike»: Die Fernverkehrs-Züge der Deutschen Bahn fahren wieder

19.01.2018, 05:2419.01.2018, 10:01

Nach der landesweiten Einstellung des Zugfernverkehrs wegen des Wintersturms «Friederike» hat die Deutsche Bahn am Freitag den Betrieb wieder aufgenommen. Auch der Zugverkehr mit dem Thalys zwischen Frankreich, Belgien und den Niederlanden lief am Morgen wieder an.

«Die ersten Fernzüge sind unterwegs», sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Freitagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. So sei um 3.25 Uhr ein ICE aus München in Richtung Frankfurt-Flughafen losgefahren. Reisende in bestimmten Regionen müssen jedoch weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen blieben wichtige Strecken noch gesperrt.

Die Deutsche Bahn hatte gestern ihren Fernverkehr komplett eingestellt.
Die Deutsche Bahn hatte gestern ihren Fernverkehr komplett eingestellt.Bild: dpa

Der Wintersturm «Friederike» war am Donnerstag mit grosser Wucht über Mitteleuropa gefegt. Er sorgte vor allem in den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Italien für Chaos. In der Schweiz stellten mehrere Bahnen ihren Betrieb ein. Dies als Vorsichtsmassnahme oder weil etwa Bäume auf die Geleise gefallen oder Stromleitungen beschädigt worden waren.

Am Donnerstagnachmittag kam der Bahn-Fernverkehr in Deutschland landesweit zum Erliegen. Auch in den Niederlanden brach der Bahnverkehr zeitweilig zusammen. Aus Sicherheitsgründen wurden an mehreren Flughäfen zahlreiche Flüge gestrichen.

Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. Die beiden jüngsten Todesopfer - zwei Männer - werden in Sachsen-Anhalt beklagt. Sie erlagen am Donnerstagabend ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei in Halle am Freitag mitteilte.

Ein 65-Jähriger kam im Kreis Mansfeld-Südharz ums Leben, als er an seinem Dach Sicherungsarbeiten durchführte. Er fiel rund acht Meter in die Tiefe. Im Burgenlandkreis wurde ein 34-Jähriger von einem umstürzenden Baum getroffen.

Mindestens weitere sechs Menschen starben am Donnerstag bei dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg. Viele wurden während des Orkans verletzt. (sda/afp/dpa)

Andere Länder, andere Stürme

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