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Die Lunge der Welt brennt – 5 Bilder zeigen, wie verheerend die Brände im Amazonas sind
Eine Karte der Brände:

Eine Karte der Brände im Amazonas. Bild: comments://642635075/2070143

Flammenhölle Amazonas: Brände zerstören Brasiliens grüne Lunge



In Brasilien steht der Wald in Flammen. Seit Wochen wüten Tausende Feuer im Amazonasgebiet und den angrenzenden Steppengebieten. Die Flammen fressen sich durch das Unterholz, verzehren Bäume und Sträucher und hinterlassen nichts als verbrannte Erde.

«Noch nie hat es soviel gebrannt. Noch nie ist es uns so schwer gefallen zu atmen», sagte die Bürgermeisterin der Ortschaft Brasiléia im Bundesstaat Acre, Fernanda Hassem, der Zeitschrift «Valor». «Das macht uns Angst.»

Selbst im fast 2000 Kilometer von den Brandherden entfernten São Paulo sind die Auswirkungen zu spüren: Mitten am Tag verdunkelte sich der Himmel über der Millionenmetropole und es fiel schwarzer Regen. Untersuchungen von zwei Universitäten bestätigten, dass das Regenwasser Brandrückstände enthält, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

epa07786478 A handout photo made available by the National Emergency Secretary (SEN) of Paraguay, shows the fire in the Pantanal zone in Bahia Negra, Alto Paraguay department, Paraguay, 20 August 2019, issued 22 August 2019. Paraguay's Senate decreed that the environmental emergency at the Pantanal zone, after a fire affect 37.000 hectares in the natural habitat shared with Bolivia and Brazil has not been extinguished yet.  EPA/Carlos Villar Ortiga / SEN/  HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Abgebrannter Wald an der brasilianischen Grenze zu Paraguay. Bild: EPA

Laut einem Bericht der Zeitung «Folha de S. Paulo» haben die Brände, Feuer und Brandrodungen in Brasilien seit Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zugenommen. Insgesamt seien 72'843 Brände registriert worden. Meist seien Flächen in Privatbesitz betroffen, aber auch in Naturschutzgebieten und indigenen Ländereien brenne es immer wieder.

Von Menschen verursacht

«Alle Brände im Amazonasgebiet werden auf die eine oder andere Weise von Menschen verursacht», sagt der Leiter des Amazonasprogramms der Umweltorganisation WWF, Ricardo Mello. Häufig würden Farmer zunächst die Bäume abholzen und dann Feuer legen, um neue Weideflächen für ihr Vieh zu schaffen.

«Noch nie hat es soviel gebrannt. Noch nie ist es uns so schwer gefallen zu atmen.»

Fernanda Hassem, Bürgermeisterin von Brasiléia

Wegen der derzeitigen Dürre in der Region breiten sich die Brände immer weiter aus. «Das Feuer greift von den offenen Flächen auf noch intakte Waldgebiete über», sagt Mello. «Das bedeutet, die Brände haben einen doppelten negativen Effekt.»

Die meisten Brände wurden zuletzt im Bundesstaat Mato Grosso gemeldet. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da es in der Region nur wenige Strassen gibt und sich die Einsatzkräfte deshalb mit Booten auf Flüssen bewegen müssen.

In this Aug. 20, 2019 drone photo released by the Corpo de Bombeiros de Mato Grosso, brush fires burn in Guaranta do Norte municipality, Mato Grosso state, Brazil. Brazil's National Institute for Space Research, a federal agency monitoring deforestation and wildfires, said the country has seen a record number of wildfires this year. (Corpo de Bombeiros de Mato Grosso via AP)

Ein Löschfahrzeug in Guarantã do Norte, Brasilien. Bild: AP

Zudem gibt es unterirdische Feuer, die lange unentdeckt bleiben. «Wir geben unser Bestes», sagte Umweltminister Ricardo Salles. «Es kommt im Moment häufiger zu Bränden, weil es zuletzt sehr trocken war.»

Bolsonaro beschuldigt NGO

Tatsächlich hat die Trockenzeit in der Region gerade erst begonnen. Im August und September werden im Amazonasgebiet unterdurchschnittliche Niederschläge erwartet. «Das sind nicht gerade beruhigende Aussichten», sagte der Koordinator der Brandbeobachtung der Nationalen Weltraumagentur INPE, Alberto Setzer, dem Portal Infoamazonia.

Die Brandbekämpfung im brasilianischen Regenwald wird teilweise vom Amazonas-Fonds finanziert, um den ein heftiger Streit entbrannt ist. Weil unter dem rechtsgerichteten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro die Abholzung des Regenwaldes zuletzt kräftig zugelegt hatte, fror Hauptgeldgeber Norwegen seine Mittel ein.

«Diese Behauptung des Präsidenten ist unverantwortlich. Der Schutz der Umwelt hat für die Nichtregierungsorganisationen oberste Priorität.»

Carlos Bocuhy, Präsident des Instituts für Umweltschutz

Der Staatschef hat für die verheerenden Waldbrände indes eine ganz eigene Begründung. Nichtregierungsorganisationen könnten für die Feuer verantwortlich sein, um sich für die Kürzung von Zuschüssen zu rächen und seine Regierung zu diskreditieren, sagte Bolsonaro am Mittwoch (Ortszeit). Belege für seine Vorwürfe legte er zunächst nicht vor.

«Diese Behauptung des Präsidenten ist unverantwortlich. Der Schutz der Umwelt hat für die Nichtregierungsorganisationen oberste Priorität. Es hat keinen Sinn, zu behaupten, wir hätten das Feuer gelegt. Das ist absurd», sagte der Präsident des Instituts für Umweltschutz (Proam), Carlos Bocuhy, dem Nachrichtenportal G1.

Regierung ermutigt Abholzer

Bolsonaro betrachtet den Regenwald als wirtschaftlich ungenutztes Potenzial. Er will keine neuen Schutzgebiete im Amazonasgebiet ausweisen und weitere Rodungen zulassen. Umweltverbände kritisieren die Pläne, weil der Regenwald als CO2-Speicher für den internationalen Klimaschutz von grosser Bedeutung ist.

Bild

Bild: forms://13/197385

Zuletzt hatten Grossgrundbesitzer und Farmer im Südwesten des Bundesstaates Pará einen «Tag des Feuers» ausgerufen und in einer koordinierten Aktion grosse Flächen entlang der Landstrasse BR-163 in Brand gesteckt. «Wir wollen dem Präsidenten zeigen, dass wir arbeiten wollen», zitiert die Lokalzeitung «Folha do Progresso» einen der Organisatoren. «Um unsere Weiden anzulegen und zu säubern, legen wir Feuer.»

Für die Umweltorganisationen ist Bolsonaro damit der eigentliche Brandstifter. «Diejenigen, die den Amazonas abholzen und zerstören, werden durch die Reden und die Aktionen der Regierung von Bolsonaro ermutigt, die seit ihrem Amtsantritt die Umweltpolitik des Landes wirklich demontiert hat», sagt Danicley Aguiar vom Amazonas-Programm von Greenpeace. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • FranzFerdinand 24.08.2019 12:01
    Highlight Highlight Da muesme lösche, da muesme lösche !
  • hämpii 23.08.2019 05:29
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt nicht wer schlimmer ist, Bolsonaro oder Trump.... Die hellsten Leuchten sind sie beide nicht.
  • Duweisches 23.08.2019 03:24
    Highlight Highlight Und die Schweiz steht kurz vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens, unter anderem mit Brasilien. Toll, nicht? Die Schweiz war schon immer grossartig darin, ihren Wohlstand durch die Ausbeutung von Mensch und Natur in anderen Ländern zu stärken.

    https://act.campax.org/petitions/kein-schweizer-freihandelsabkommen-mit-amazonas-zerstorer-bolsonaro?source=blast&bucket=cx#signature-form
  • mille_plateaux 23.08.2019 02:59
    Highlight Highlight Danke für den Artikel - bitte dranbleiben!

    Ich fühle mich nicht in der Lage, die politische Situation in Brasilien zu beurteilen. Eine «Länderanalyse», mit Erläuterung der politischen Kräfte, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geographischen Herausforderungen bspw. fänd' ich megahilfreich und spannend!
  • Partikel 23.08.2019 02:46
    Highlight Highlight https://www.woz.ch/-174SJ65
  • Hzwo 23.08.2019 00:13
    Highlight Highlight Ich glaub der will einfach seine Macht ausleben. Die halbe Menschheit ins Elend führen das fände noch manch einer verlockend. Es braucht internationale Gesetze. Auch für andere Dinge. Sonst muss es schlussendlich die USA wieder irgendwie Regeln was auch nicht die Lösung sein kann.
  • Triple A 22.08.2019 23:44
    Highlight Highlight Solches wäre ein Grund UNO-Friedenstruppen nach Brasilien zu schicken, denn offensichtlich gibt es einen Konflikt zwischen der Brasilianischen Regierung und unserer Zukunft!
  • Kong 22.08.2019 23:42
    Highlight Highlight Ein Land in der Wirtschaftskrise in welchem die Landwirte ihr wirtschaftliches Interesse vor das Gemeinwohl stellen. Ein rückständiger rechtsradikaler Bonze der über Leichen geht. Ein Umweltminister den man getrost sparen könnte. Lebensgrundlagen die im grossen Stil verloren gehen.

    Jetzt lesen wir das, und das dürfte keinem von uns gefallen. Aber was nun? Was kann man tun?

  • sowhat 22.08.2019 23:42
    Highlight Highlight Scheint ein Teufelskreis zu werden. Es brennt auch in Sibierien aussergewöhnlich heftig. Es brennt auf Gran Canaria aussergewöhnlich.

    Das Klima verschlechtert sich wohl schneller als wir angenommen hatten.
    • THEOne 23.08.2019 12:31
      Highlight Highlight und alles vom menschen handgemacht.
      ach, wir sind schon die krone der schöpfung....
      *ironieOFF*
  • banda69 22.08.2019 23:10
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.08.2019 10:00
      Highlight Highlight Inoffiziell wird die SVP ihm wohl zu diesem Schachzug gratulieren.
      Wie will man ein Land verschachern, wenn der wertvolle Boden durch wertlosen Wald besetzt wird.
      Damit kann man ja nicht für volle Taschen bei sich, seinen Freunden und seinen Gesinnungsgenossen sorgen.
      *kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und/oder Zynismus enthalten*
  • Cpt Halibut 22.08.2019 23:07
    Highlight Highlight Wenn ich mich so durch die Nachrichten lese wird mir von vorne bis hinten einfach nur Angst und Bange, nicht nur wegen dem was gerade im Amazonas läuft.

    Was auf dem ganzen Planeten gerade abgeht ist einfach nur noch beschämend.

    Trump, Hong Kong, Menschen die im Mittelmeer ersaufen, Plastik überall. Es ist zum Heulen.
  • Markus97 22.08.2019 23:06
    Highlight Highlight Zahlen bitte. Könnt ihr das Ausmass der Katastrophe in Hektar oder Prozent ausdrücken, damit man einen Eindruck von der Tragweite bekommt?
  • Platon 22.08.2019 23:04
    Highlight Highlight Ein weiterer Beweis dafür, dass rechte Politiker die Welt nur brennen sehen wollen!
  • Max Dick 22.08.2019 23:01
    Highlight Highlight Einfach mal so für alle, die jetzt die Sozialisten unter Lula hochjubeln und Bolsonaro als DEN Brandstifter verteufeln:
    Benutzer Bild
    • TingelTangel 23.08.2019 09:08
      Highlight Highlight Die Südamerikanischen Pseudo Sozialisten wie Lula, Maduro/Chavez, Morales, Correa sind schon Länger Entzaubert denen Trauert höchstens noch Ewiggestrige nach die am 1. Mai mit der Kommunisten Flagge marschieren und denn Ziegler noch als Guru verehren. Leider ist es auch bei uns im Lande so das die Rechtspopulisten die Grösste Antihaltung gegenüber dem Klimawandel haben, und ja es ist genügend Dokumentiert - Hemmungslos Häme gegenüber der Bevölkerung ausschütten - Eklig, und wird Hoffentlich an der Urne Korrigiert.
    • Platon 23.08.2019 10:29
      Highlight Highlight @Max
      Das ist komplett irrelevant. Es war von Anfang an absehbar, dass es mit Blosonaro schlimmer würde! Und das tut es gerade!
    • Max Dick 23.08.2019 11:36
      Highlight Highlight TingelTangel: Tja leider sind diese Ewiggestrigen zumindest hier in der Kommentarspalte noch ziemlich vertreten. Resp. uneinsichtig.

      Betreffend unserem Lande: Bis anhin hat die Bevölkerung leider nicht sehr klimafreundlich abgestimmt, sobald die Drohkulisse "eigenes Portmonee" aufgezogen wurde. Siehe Kt Bern vor einem halben Jahr. Mal schauen ob hier ein Umdenken stattfindet. Genauso wie ich hoffe, dass jetzt in Südamerika ein Umdenken stattfindet, wo man auch in Sao Paulo die Waldbrände direkt zu fühlen bekam.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fiftyfoot 22.08.2019 23:01
    Highlight Highlight Wie dem Satellitenbild der Brände zu entnehmenist, geht es hier bei weitem nicht nur um den Amazonas. Die Brände im südlichen Teil von Bolivien, in ganz Paraguay, Mato Grosso do sul, Goias, Minas Gerais, Parana gehören nicht zum Amazonasbecken. Diese sind auch viel näher an Sao Paulo dran und beeinflussen die Luftqualität dort viel direkter. Diese Gebiete waren früher auch grösstenteils mit Wald bedeckt und wurden bereits vor Jahres fast komplett und hauptsächlich für die Viehwirtschaft (Soja und Rinder) gerodet. Dies wäre eigentlich Abschreckung genug dies im Amazonas nicht zu wiederholen!
  • bossanova 22.08.2019 22:54
    Highlight Highlight die frühere Grüne Umweltministerin Marina Silva die aus Amazonien stammt ist damals aus der Regierung Lula zurückgetreten weil sie mit dessen Abholzungspolitik nicht einverstanden war.
    das Problem besteht also nicht erst seit Bolsonaro aber mit ihm sieht’s wirklich zappenduster aus und die Welt müsste sich vielleicht radikalere Schritte wie Wirtschaftssanktionen durchsetzrn
  • Pius C. Bünzli 22.08.2019 22:54
    Highlight Highlight Die fackeln ihre eigene Existenzgrundlage ab und merkens nichtmal 🤔
  • Der Tom 22.08.2019 22:47
    Highlight Highlight Gibt es irgendwo ein Übersicht welche Produkte aus Brasilien importiert werden?
  • Linus Luchs 22.08.2019 22:47
    Highlight Highlight Jair Bolsonaro müsste international zur Verhaftung ausgeschrieben werden. Das Inferno im brasilianischen Regenwald ist ein Verbrechen, das die Natur und die gesamte Menschheit trifft. Aber das wird nicht geschehen. Verbrechen an der Natur haben in der internationalen Rechtsprechung keine Bedeutung. Es gibt keine Resolutionen und keine Sanktionen. Man wird Bolsonara bei der nächsten Gelegenheit wieder umgarnen wie am letzten WEF in Davos. An diesem Beispiel muss die "Klimajugend" erkennen, dass die Staatengemeinschaft weit davon entfernt ist, in nützlicher Frist griffige Massnahmen umzusetzen.
    • AdvocatusDiaboli 22.08.2019 23:22
      Highlight Highlight "Jair Bolsonaro müsste international zur Verhaftung ausgeschrieben werden."

      Und welche Armee steht bereit um dies zu implementieren? Sicher nicht die "Amis", gell, sonst geht das kreischen hier sofort wieder los.
    • RatioRegat 23.08.2019 03:19
      Highlight Highlight Soweit durch die Brände Menschen von ihren Wohnorten vertreiben, könnte man argumentieren, dass es sich um einen Angriff auf die Zivilbevölkerung und damit um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handle. Bolsonaro könnte dann in diesem Zusammenhang zumindest eine Anstifung vorgeworfen werden.
      Brasilien hat das Römer Statut unterzeichnet und ratifiziert, weshalb eine Verfolgung wegen solcher Taten möglich wäre.
    • THEOne 23.08.2019 12:29
      Highlight Highlight wahre worte, waaahre worte. gesprochen wie ein meister.
      (ernstgemeint)
  • BetterTrap 22.08.2019 22:37
    Highlight Highlight Ach ja, als man Lula unschuldig ins Gefägniß geschickt hat wurde geschwiegen, als man einen waschechten Faschisten mit Bolsonaro gewählt hat wurde geschwiegen, die Rechte hat sogar applaudiert...

    ...die Konsequenzen spüren jetzt alle. Aber Hauptsache die Wirtschaft hat ihren gewünschten Politiker an die Macht bekommen.
    & wieder hat das grosse Land im Norden Südamerikas Blut an seinen Händen.
  • bossanova 22.08.2019 22:36
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Inspektor 22.08.2019 22:23
    Highlight Highlight Halloooo.....
    Benutzer Bild
    • α Virginis 22.08.2019 23:38
      Highlight Highlight ganz meine Meinung, leider...

    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.08.2019 10:02
      Highlight Highlight Selbst wenn Intelligenz vorhanden ist.
      Diese ist weder ein Hinweis noch ein Beweis auf halbwegs intelligentes Verhalten.
  • banda69 22.08.2019 22:15
    Highlight Highlight Bolsonaro, wirtschaftsfreundlicher Rechtspopulist. Wenn Geld und Wirtschaft vor Mensch und Umwelt kommen.
  • Juliet Bravo 22.08.2019 22:14
    Highlight Highlight Wer mich langsam aber sicher nervt, sind Leute mit diesem fatalistischen „ach, die Politiker ob rechts oder links machen ja eh, was sie wollen - kommt ja nicht drauf an.“
    Lula oder Dilma haben leider auch zu viele Konzessionen gemacht. Aber sie haben das nicht propagiert. Lula sitzt ohne konkrete Beweise hinter Gittern und Dilma wurde ganz klassisch weg geputscht. Die Politik war eine ganz andere. Für den brasilianischen Mittelstand und die Armen siehts düster aus.
    • Max Dick 22.08.2019 22:47
      Highlight Highlight So ein Quatsch, unter Lula erreichte die Abholzung im Regenwald absolute Höchstwerte im neuen Jahrtausend. Bolsonaro ist in seinem 1. Jahr noch weit von solchen Zahlen entfernt. Das macht Bolsonaro keinesfalls besser, aber es entlarvt SIE, Juliet Bravo, und eine ganze Menge anderer linker Ideologen. Der Regenwald ist Ihnen ebenfalls sch.egal, Euch gehts nur um eure Ideologie.

      Lula sagte zwar immer wieder er wolle den Regenwald schützen, tat aber genau das Gegenteil. Bolsonaro gesteht offen ein, dass es ihn nicht interessiert. Das ist vielleicht gut so, so findet eher ein Umdenken statt.
    • Puki 23.08.2019 11:01
      Highlight Highlight genau so ist es Max. Die Zahlen sind alle vorhanden. Hier können sie angeschaut werden:

      http://www.faszination-regenwald.de/info-center/zerstoerung/flaechenverluste.htm

      Unter Lula wurde im Jahr 2004 viel mehr zerstört. Wo war da der Aufschrei?
      Momentan brennt im Nachbarland Bolivien eine ähnlich grosse Fläche ab. Morales hat dies per Dekret erlaubt und vor wenigen Tagen sogar noch gerechtfertigt. Internationale Hilfe schlägt er ebenso aus wie Bolsonaro.
      Nachdem es zu Protesten im Land gekommen ist, hat er jetzt, nach über 2 Wochen Waldbränden den 747 Supertanker gemietet
  • Puki 22.08.2019 22:11
    Highlight Highlight Das stimmt jetzt einfach absolut gar nicht. Das ist total falsch. Ihr macht euch damit lächerlich. Auch wenn ihr für eine gute Sache schreibt und auf ein gravierendes Problem aufmerksam machen wollt, es stimmt trotzdem nichr. Zwischen 1988 und 2004 wurde deutlich mehr Wald verbrannt. Recherchiert, weckt die Leute auf, aber macht keine billige Polemlik,denn damit schadet ihr der Sache langfristig mehr als es nutzt
    • α Virginis 22.08.2019 23:45
      Highlight Highlight Da werden verschiedene Massstäbe benutzt. Wenn Sie natürlich sämtliche Waldbrände Weltweit gegenüber denen im Südamerikanischen Regenwald gegenüber stellen, mag das ja stimmen, ist aber eine verzerrte und nicht zulässige Optik. So viel Regenwald wie derzeit hat schon sehr lange nicht mehr gebrannt. Solche Argumente passen eher zu Leuten, die die Menschgemachte (oder zumindest kräftig unterstützte) Klimaerwärmung leugnen. Bitte denken Sie darüber mal nach...
    • Puki 23.08.2019 06:46
      Highlight Highlight Nein, schau dir einfach die Zahlen an, die im Netz verfügbar sind. 2004 z.B. unter Lula. Macht das was jetzt passiert nicht weniger schlimm, aber die Zerstörung hat nicht mit Bolsonaro angefangen, aber doch leider zugenommen
    • TingelTangel 23.08.2019 09:17
      Highlight Highlight Was ist jetzt die Logik daran ? Weil der Lula abholzte darf der Bolsonaro noch mehr abholzen ? weil er ein Rechter ist ? Gegen Lula hat man damals auch Protestiert nur ging das damals in der Korruption unter und wurde nicht gehört. Lustig wie die Rechten kommen und - Da Da hat der Linkspopulist auch gesündigt. So weit ich weiss vielen die Linkspopulisten in Südamerika besonders mit Leeren Versprechen auf während die Rechtspopulisten jeweils gleich mit der Zerstörung Loslegten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 22.08.2019 22:09
    Highlight Highlight Man darf nicht vergessen, Bolsonaro wurde mit 57% der Stimmen gewählt, die Brasilianer wollen also offenbar ihren Regenwald gar nicht mehr.
    • AdvocatusDiaboli 22.08.2019 23:34
      Highlight Highlight Dank Bolsonaro habt ihr hier neben dem üblichen Empören ohne sonstige Taten, nun auch noch einen politisch rechten Sündenbock zum anschreien.

      Dass die korrupten Lula und Dilma für den Regenwald auch absolut katastrophal waren interessiert hier aber niemand.
    • roger.schmid 22.08.2019 23:39
      Highlight Highlight @Magnum: Stimmt zwar, aber wenn Lula zur Wahl zugelassen worden wäre, hätte er gewonnen. Deshalb wurde er eingesperrt!
      Ich war einige male und längere Zeit in Brasilien und ich liebe Land und Leute.. Es ist verdammt traurig.. 😥
    • Cremetörtchen 23.08.2019 00:11
      Highlight Highlight Das liegt wohl eher an Bolsonaros Wahlkampfversprechen die Kriminalität zu bekämpfen. Das Ergebnis ist jedoch eher zweifelhafter Natur.

      https://m.spiegel.de/politik/ausland/rio-de-janeiro-polizeigewalt-nimmt-zu-a-1280461.html
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 22.08.2019 21:56
    Highlight Highlight Tja Gute Nacht an alle Sauerstoffbezüger

Ein Paar in Brasilien pflanzte 20 Jahre lang Bäume – und lebt jetzt in einem Wald

Es ist eines der grössten Aufforstungsprojekte der Welt: Das Ehepaar Salgado pflanzte in 20 Jahren einen 68 Millionen Quadratmeter grossen Wald. Sie haben bewiesen, dass der Klimawandel nicht nur gestoppt, sondern auch rückgängig gemacht werden kann.

Anfang der 90er-Jahre wurde der brasilianische Fotografjournalist Sebastiao Ribeiro Salgado nach Ruanda geschickt, um über den schrecklichen Völkermord zu berichten. Das vor Ort Erlebte traumatisierte ihn schwer. 1994 kehrte Salgado in seine Heimat zurück. Er hoffte zu Hause in Minas Gerais, wo er von einem üppigen Wald umgeben aufgewachsen war, Ruhe und Erholung zu finden.

Statt des Waldes aber fand er kilometerweit staubiges und karges Land vor. In wenigen Jahren fand in seiner Heimatstadt …

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