China macht Tempo – im wahrsten Sinne: Am Sonntag wurde in Peking der CR450 enthüllt, der Prototyp eines Hochgeschwindigkeitszuges, der bis zu 450 km/h schnell fahren kann. Im Alltag soll die Betriebsgeschwindigkeit bei 400 km/h liegen. Damit wäre der CR450 der weltweit schnellste kommerziell betriebene Hochgeschwindigkeitszug. Auf der Strecke von Peking nach Shanghai könnte die Reisezeit von aktuell vier auf 2,5 Stunden verkürzt werden.
Laut Angaben des Herstellers, der CRRC Corporation Limited (CRRC), gibt es vom CR450 zwei Modellvarianten: den CR450AF und den CR450BF. Beide Modelle sind achtteilige Züge mit je vier motorisierten und vier nicht motorisierten Waggons.
Laut den Ingenieuren bei China Railway wurde der Betriebswiderstand im Vergleich zu bisherigen Modellen um 22 Prozent gesenkt und das Gewicht um 10 Prozent reduziert. Dies soll nicht nur die Energieeffizienz steigern, sondern auch die Betriebskosten senken.
Eine weitere Neuerung ist das Design des neuen Drehgestellgehäuses, das den Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten minimiert. Zusammen mit aerodynamischen Windschutzscheiben und leichten Materialien soll es im Zug leiser sein und gleichzeitig die Effizienz steigen.
Seit dem Start der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Tianjin im Jahr 2008 hat China das weltweit grösste Hochgeschwindigkeitsbahnnetz aufgebaut. Laut National Railway Administration sind mittlerweile rund 47'000 Kilometer Schienenwege für Hochgeschwindigkeitszüge in Betrieb.
In dem weitläufigen Land sollen somit nicht nur die Reisezeiten verkürzt, sondern auch die Wirtschaft entlang der Routen gestärkt werden. Dazu ist die Technik ein entscheidender Exportfaktor: Beispielsweise wurde mit der Jakarta-Bandung-Hochgeschwindigkeitsbahn in Indonesien 2023 eine Strecke eröffnet, die vollständig auf chinesische Technologien setzt. Auch die serbische Belgrad-Novi Sad-Hochgeschwindigkeitsstrecke, die seit zwei Jahren in Betrieb ist, basiert auf chinesischer Technik.
Da China riesig ist und die da einfach Trassen ziehen können wie sie wollen, ist solches auch machbar. Das könnte auch in den USA oder Kanada gemacht werden. Im kleinräumigen Europa geht das nicht.
Dazu kommt in der Schweiz der Public Service Auftrag, der berücksichtigen soll, dass möglichst Alle mit ÖV fahren können und nicht nur schnelle Verbindungen von Zentrum zu Zentrum existieren.
Und das ist gut so und muss unbedingt erhalten bleiben.